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Kunst - Glossar

Pierre Bonnard

13.10.1867 Fontenay-aux-Roses - 23.1.1947 Le Cannet, Cannes

Französischer Maler und Grafiker; Mitbegründer der Künstlergruppe Nabis (1889). Die Überwindung des Impressionismus gelang Bonnard unter Beibehaltung der differenzierten Farbigkeit in grossflächig aufgebauten Landschaften und stilllebenhaften Kompositionen.

www.wissen.de



  • Pierre Bonnard
  • Zwischen Impressionismus und Symbolismus
  • Pierre Bonnard in Paris
  • Fauvismus
  • Impressionismus
  • Pierre Bonnard (Wikipedia)



    Pierre Bonnard

    Schon während des Jurastudiums, das er 1885 aufnimmt, schreibt sich Pierre Bonnard an der Académie Julian in Paris ein. Dort lernt er Paul Sérusier und Maurice Denis kennen, Mitbegründer der 1888 ins Leben gerufenen Künstlergruppe «Nabis», der «Erleuchteten», der sich auch Bonnard anschliesst. 1889 wird er in die Ecole des Beaux-Art aufgenommen, wo er auf Edouard Vuillard trifft. Gemeinsam studieren sie u.a. Werke von Van Gogh, Paul Cézanne und Claude Monet, ihre grosse Bewunderung gilt jedoch Paul Gauguin. Im «Salon des Indépendants» von 1891 ist Bonnard zum ersten Mal mit fünf Gemälden vertreten.

    Er beginnt, sich mit Druckgrafik zu beschäftigen und entwirft das Plakat «France-Champagne». Aufgrund des grossen Erfolgs dieser Arbeit gibt er die juristische Laufbahn auf und widmet sich ganz seiner künstlerischen Tätigkeit: 1889-1902 entstehen etwa 250 Lithografien für Plakate, Wand- und Theaterdekorationen sowie Illustrationen, u.a. für die Zeitschrift «Revue Blanche». 1896 findet seine erste Einzelausstellung in der Pariser Galerie Durand-Ruel statt. Die Erfahrungen in der Gebrauchsgrafik beeinflussen auch seine Malerei. Neben der Ökonomie der Farbe erhält die Linie eine besondere Dynamik - sie wird zum Träger nicht nur der Bewegung, sondern auch des seelischen Ausdrucks. Seine Motive findet Bonnard zunächst in der Grossstadt Paris: kleine, momenthafte Alltagsszenen, aus oft ungewöhnlichem Blickwinkel dargestellt.

    Um die Jahrhundertwende beginnt er, sich von den Elementen des Jugendstils und des Symbolismus zu lösen, die früher zurückhaltende Farbigkeit weicht einer hellen, farbigen Palette, die Stadtszenen werden immer mehr von pastoralen, idyllischen Szenen sowie Akten und Interieurs abgelöst. 1900 stellt Bonnard zum ersten Mal mit den «Nabis» in der Galerie Bernheim-Jeune aus. In den folgenden Jahren unternimmt er Reisen nach England, Belgien, Holland, Spanien und Italien, meist mit seinem Freund Vuillard, mit dem er auch 1913 auf Einladung Alfred Lichtwarks nach Hamburg fährt.

    In den zwanziger Jahren entwickelt Bonnard seinen reifen künstlerischen Stil, dessen ungewöhnlich komplizierte Kompositionen und delikat-raffinierte Farbigkeit das Etikett «Nachimpressionismus» weit hinter sich lassen. Sein Leben verläuft nun in ruhigeren Bahnen: 1925 heiratet er und findet ein Jahr später im südfranzösischen Le Cannet seinen ständigen Wohnsitz. Grössere Ausstellungen folgen 1932 im Kunsthaus Zürich, 1934 in der Galerie Wildenstein New York. Ehrungen und Auszeichnungen begleiten ein der Malerei gewidmetes Leben, das am 23. Januar 1947 endet.

    www.kettererkunst.de



    Zwischen Impressionismus und Symbolismus

    Bonnard wurde am 13. Oktober 1867 in Fontenay-aux-Roses als Sohn eines Beamten geboren. Neben einem Jurastudium, das er in den Jahren 1886-89 betrieb, war er an der Académie Julian eingeschrieben, wo er Bekanntschaft mit den Malern Denis, Ibels, Ranson und Sérusier schloss. Ein weiteres Jahr studierte er an der École des Beaux-Arts und lernte dort Vuillard und Roussel kennen. Nachdem er im Jahre 1889 einen Plakatentwurf «France-Champagne» verkauft hatte, teilte er sich 1890 ein Atelier mit Vuillard und Denis und war Mitbegründer der symbolistischen Künstlergruppe «Nabis», von der er sich jedoch schon bald wieder trennte. Bonnard stellte in diesem Jahr erstmals im «Salon des Indépendants» aus und lernte wenig später Toulouse-Lautrec kennen. 1905 unternahm er mit Vuillard eine Spanienreise, der in den kommenden Jahren Reisen nach Belgien, Holland, England, Italien, Algerien, Tunesien und Südfrankreich folgten. Im Jahre 1925 kaufte Bonnard schliesslich ein Haus im südfranzösischen Le Cannet, wo er bis zu seinem Tode am 23. Januar 1947 lebte.

    Zu den Hauptmotiven des vom japanischen Holzschnitt faszinierten Bonnard zählten insbesondere Landschaften, Blumengärten, Segelboote und der weibliche Akt. Er war vor allem von den Bildern Gaugins fasziniert und zählt wegen des starken Anteils des Lichts in seinen Werken zu den Malern des Impressionismus, obwohl er im Grunde einen eigenen Stil verwirklichte, der in die symbolistische Richtung geht.

    www.21web.de



    Pierre Bonnard in Paris

    Eine Museumswiedereröffnung jagt in Paris die nächste: Nach dem Musée Cernuschi, dem Grand Palais und dem Petit Palais ist es im Februar nun am Musée d'Art Moderne de la Ville, nach einer Renovierung seine Pforten zu öffnen. Den Anfang macht eine thematisch gegliederte Ausstellung (bis 7. Mai) über Pierre Bonnard (1867 bis 1947). Ziel der beiden Kuratoren Laurence Bossé und Hans-Ulrich Obrist ist es, den meist dem Impressionismus zugeschriebenen Künstler zu «repositionieren» und ihn als bedeutende Figur der «modernen Konzeption in der Malerei zu zeigen, die bis an die Grenzen der Abstraktion ging». Die Schau, die rund 90 Gemälde und zusätzlich einige Zeichnungen und Fotografien Pierre Bonnards zeigt, gliedert sich in vier grosse Themenblöcke: weiblicher Akt, Landschaften und Terrassen, Interieurs und Stillleben sowie Selbstporträts. Sie sollen die eigentliche Intention Bonnards deutlich machen, die darin bestand, «nicht das Leben abzubilden, sondern die Malerei lebendig werden zu lassen». Nicht den dargestellten Objekten galt das Hauptaugenmerk des im Pariser Vorort Fontenay-aux-Roses geborenen Malers, sondern «der Oberfläche mit ihren Farben und Gesetzen».

    www.art-magazin.de 01.02.2006

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