|
g26.ch HOME EVENTS MUSEEN GALERIEN BIOGRAPHIEN G26.CH NEWS BLACKBOARD BERN INFO KUNST |
Kunst - Glossar Georges Braque 13.5.1882 Argenteuil-sur-Seine - 31.8.1963 Paris Französischer Maler und Grafiker; fand 1905 Anschluss an die Gruppe der «Fauves», wurde 1907 mit P. Picasso bekannt und begründete mit diesem den Kubismus, dessen analytische und synthetische Phase Braque 1908-1918 in Landschaftsbildern («Bäume bei l'Estaque» 1908) und zahlreichen Stillleben entscheidend mitgestaltete. Nach Collageversuchen (ab 1912) und Rückkehr zu kräftigerer Farbgebung entstanden hauptsächlich Stillleben, gekennzeichnet gegenüber den früheren Werken durch grössere Raumdimension, Formvereinfachung, weit gehende Annäherung an das natürliche Erscheinungsbild und delikate Farbzusammenstellungen (Grau, Ocker, Schwarz). 1918 begann die Serie der «Guéridons» (Stillleben auf rundem Tisch), 1922 die Folge von «Cheminées» (Kamine), 1936 ein grösserer Zyklus figürlicher Kompositionen, 1939 die «Atelier-Serie», fortgesetzt 1947. Daneben entstanden zahlreiche Radierungen und Farblithographien, z. T. als Illustrationen zu Büchern, ferner Plastiken, Bühnenentwürfe und Glasfenster. www.wissen.de Georges Braque Georges Braque (Argenteuil 13.5.1882 - Paris 31.8.1963). Braque stammte aus einer Familie von Dekorationsmalern, die sich auch als Sonntagsmaler versuchten. 1890 übersiedelte die Familie nach Le Havre. Als 15jähriger Schüler besuchte Braque dort die Abendkurse der städtischen Kunstschule und schloss sich freundschaftlich an Dufy und Friesz an. 1897 begann er eine Lehre als Dekorationsmaler, die er 1900 in Paris fortsetzte. Auch hier besuchte er nebenbei Abendkurse. Nach Absolvierung des Militärdienstes bezog Braque 1902 die Academie Humbert, wo er Freundschaft mit Marie Laurencin und Francis Picabia schloss. Wie der Grossteil der Maler seiner Generation lernte er durch häufige Besuche des Louvre. Ägyptische und griechische Plastik interessierten ihn besonders, daneben Poussin und Corot. 1903 ging Braque an die Ecole des Beaux-Arts, wo er erneut Dufy und Friesz traf. Nach nur zwei Monaten jedoch kehrte er an die Academie Humbert zurück. Ab 1904 arbeitete er allein für sich. Er versuchte sich in einem gefälligen Impressionismus mit Anklängen an Corot und den frühen Monet, bis ihm die Ausstellung der Fauves im Salon d'Automne 1905 die Augen öffnete. 1906 malte er zusammen mit Friesz in Antwerpen fauvistische Landschaften. Friesz zeigte ihm die Anwendungsmöglichkeiten der reinen Farbe, doch Braques Malerei blieb zurückhaltend und weniger spontan. Erst die südliche Landschaft, die er 1906 in L'Estaque erlebte, belebte seine Palette. Als Braque 1907 sechs Bilder im Salon des Independents ausstellte, wurden alle Bilder verkauft. Durch diesen Erfolg bestärkt, kehrte er im selben Jahr mit Friesz nach La Ciotat und L'Estaque zurück. Die Bilder, die nun entstanden, entfernten sich vom Motiv, die Linien formten sich zu Arabesken, die weniger dem Ausdruck als der Konstruktion dienten. Statt der reinen Farbe wurden gebrochene Töne bevorzugt. 1907 schloss der Kunsthändler Kahnweiler mit Braque einen Vertrag zur Übernahme des gesamten Werkes. Braque sah die Cézanne-Ausstellung im Salon d'Automne, deren Erlebnis seiner Kunst eine neue Richtung wies. Auf der Ausstellung begegnete er dem Dichter Apollinaire, der ihn mit Picasso bekannt machte. Nach weniger als zwei Jahren löste Braque sich vom Fauvismus, den er in etwa 20 Bildern durchgearbeitet hatte. Als er 1908 mit Dufy in L'Estaque malte, konstruierte er die Bildfläche bereits mit geometrischen Formen. Der Weg zum Kubismus war beschritten. M. Brion: «Braque», Paris, Somogy, 1957 J. Leymarie: «Braque», Genf, Skira, 1961 R. Cogniat: «Braque», Paris, Flammarion, 1971 C. Brunet: «Braque et l'espace», Paris, Klincksieck, 1972. |