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Kunst - Glossar

André Derain

10.6.1880 Chatou bei Paris - 8.9.1954 Garches

Französischer Maler; zunächst von V. Van Gogh, dann von P. Cezanne und den «Fauves» angeregt später unter dem Einfluss des Kubismus; malte vorwiegend südfranzösische und italienische Landschaften.

www.wissen.de



  • André Derain
  • André Derain (Wikipedia)
  • www.andre-derain.de
  • Expressionismus



    André Derain

    André Derain (Chatou 10.6.1880 - Chambourcy 8.9.1954). Derain sollte nach dem Wunsch seiner Eltern Offizier oder Ingenieur werden. Er besuchte das Lycée Chaptal in Paris und anschliessend die Ecole des Mines. Bereits als 15jähriger hatte Derain Unterweisung im Malen von einem in Chatou lebenden Künstler erhalten. So wurde er in die Landschaftsmalerei eingeführt, die später Derains bevorzugtes Gebiet bilden sollte. Von 1898 bis 1900 besuchte Derain die Academie Carriere, wo er Matisse begegnete. Wichtiger wurde für ihn aber das Zusammentreffen mit Vlaminck. Derain und Vlaminck bezogen ein gemeinsames Atelier in Chatou. Der ungestüme Enthusiasmus Vlamincks riss Derain mit, die reine Farbe als Ausdrucksträger zu erobern. 1901 zeigte die Galerie Bernheim-Jeune eine Ausstellung van Goghs, die Derain tief beeindruckte. Er hatte jedoch kaum Gelegenheit, die Anregungen umzusetzen, da er von 1901 bis 1904 Militärdienst zu leisten hatte.

    Nach seiner Rückkehr lehnte er sich an Matisse an, mit dem er im Sommer 1905 in Collioure malte. Derain kannte, wie gesagt, van Gogh und den Neoimpressionismus, so dass es nur weniger Hinweise bedurfte, um aus diesen Voraussetzungen intuitiv den harmonisch dekorativen Ausdruck der Landschaft zu finden. Solche Bilder zeigte Derain 1905 im Salon d'Automne. 1905 und 1906 reiste Derain nach London, im Sommer 1906 malte er in L'Estaque. Die Farben wurden nun zu grossen Flächen zusammengezogen und stärker konturiert. Derain suchte einen Weg von der Emotion zur Konstruktion. 1907 schloss er Freundschaft mit Picasso und unterschrieb einen Vertrag mit der Galerie Kahnweiler.

    1909 malte er mit Braque in Carrieres-Saint Denis, 1910 mit Picasso in Cadaques. Das bedeutete für Derain die Abkehr vom Fauvismus und Hinwendung zur reduzierten Farbigkeit. Er folgte den Freunden jedoch nur ein wenig auf dem Wege zum Kubismus, indem er sich zwar die Brechung des Lichtes und die Vereinfachung des Raumes über Cézanne hinaus aneignete, an der intakten Fläche aber festhielt.

    G. Diehl: «Derain», Paris, Flammarion, 1964.

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