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Kunst - Glossar

Kees (Cornelius) van Dongen

26.1.1877 Delfshaven - 28.5.1968 Monte Carlo

Niederländischer Maler und Grafiker, ; seit 1897 in Paris; begann als Impressionist, schloss sich 1906 den Fauves, 1908 der Dresdner Brücke an; zunächst expressive Gemälde mit Sujets aus der Artistenszene, später modische Porträts und dekorative Landschaften.

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  • Kees van Dongen
  • Kees van Dongen (Wikipedia)
  • Die Brücke



    Kees van Dongen

    Kees van Dongen (Delfshaven bei Rotterdam 26.1.1877 - Monaco 1968). Kees van Dongen kam 1897 nach Paris. Er hatte zuvor eine Schule für angewandte Kunst besucht, um Industriezeichner zu werden. Doch seinem sinnenfreudigen Temperament entsprach mehr die Malerei. 1895 reiste er als Steward nach Amerika und war als Zeichner für das «Rotterdams Nieusblad» tätig. In Paris verdiente er zunächst mit den verschiedensten Arbeiten seinen Lebensunterhalt. Auch zeichnete er wieder für diverse Zeitschriften, u. a. für «Assiette au Beurre». Seinen Zeichenstil schulte er am Vorbild von Steinlen, Forain und Toulouse-Lautrec. Um 1905 bezog van Dongen ein Atelier im Bateau-Lavoir und wurde Nachbar von Picasso.

    Wie alle Maler, die sich später dem Fauvismus zuwandten, durchlief van Dongen eine impressionistische Phase, während der hauptsächlich Landschaften entstanden. Diese zeichneten sich durch grelle Farbigkeit und Freiheit der Komposition aus, gebildet aus heftigen, von van Gogh inspirierten Pinselstrichen, die sich zu pastosen Massen verdichteten. 1904 stellte van Dongen im Salon des Indépendents aus und zeigte bei Vollard eine grosse Einzelausstellung. Er hatte aus sich heraus die Methode der Farbkontraste entdeckt, was ihn mit dem Kreis um Matisse verband, mit dem er 1905 im Salon d'Automne ausstellte. In diesem Jahr wurde der Farbauftrag grossflächiger und stark konturiert.

    Die ungebrochenen Farben bestimmten die Malerei ab 1906 und wurden bis 1913 verwendet. Van Dongen hatte die fauvistische Manier als einer der ersten angewandt und hielt sie am längsten durch. Denn ihm ging es hauptsächlich um Wiedergabe sinnlicher Erfahrung, nicht in erster Linie um künstlerische Probleme. 1907 schloss van Dongen einen Vertrag mit der Galerie Kahnweiler, 1908 wurde er Mitglied der Künstlergruppe «Brücke» in Dresden.

    Van Dongen malte überwiegend Frauen: als Tänzerinnen, als Akte, als Porträts. Sie fesselten ihn in ihrer Körperlichkeit, am Psychologischen war er weniger interessiert. Daher stellte er die Figuren in den Vordergrund des Bildes vor eine leere Fläche. Doch bald verloren sich Impetus und innere Dynamik, die Bilder wurden so oberflächlich, dag ein 1913 zum Salon d'Automne eingeschickter Akt von der Polizei als anstössig entfernt wurde. Wenig später war van Dongen der gesuchteste Maler mondäner Damenporträts und weiblicher Akte.

    B. Dorival: «Les peintres du XXe siècle», Paris, Pierre Tisné, 1957
    G. Diehl: «Van Dongen», Paris, Flammarion, 1968
    J. Melas-Kyriazi: «Van Dongen et le Fauvisme», Paris, Bibliothèque des Arts, 1971.


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