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Kunst - Glossar

Raoul Dufy

3.6.1877 Le Havre - 23.3.1953 Forcalquier

Französischer Maler und Grafiker; Mitbegründer des Fauvismus, entwickelte in farbkräftig-heiteren Stillleben und Landschaften einen betont dekorativen Stil, der stets dem Gegenständlichen verhaftet blieb.

www.wissen.de



  • Raoul Dufy
  • Raoul Dufy (Dobiaschofsky)
  • Raoul Dufy (Wikipedia)
  • Fauvismus
  • Expressionismus



    Raoul Dufy

    Raoul Dufy (Le Havre 3.6.1877 - Forcalquier 23.3.1953). 14jährig begann Dufy eine Lehre bei einer Kaffeeimportfirma. Nebenbei besuchte er seit 1892 die Abendkurse der städtischen Zeichenschule, wo Charles Lhuillier ihn unterrichtete. Hier begegnete er Othon Friesz und Georges Braque. 1900 erhielt er ein Stipendium der Stadt Le Havre, das es ihm erlaubte, das Studium in Paris an der Ecole des Beaux-Arts fortzusetzen. Hier im Atelier Bonnats arbeitete auch Friesz. Bis 1904 blieb Dufy, nicht des Lehrers wegen, sondern dem kostenlosen Atelier und den kostenlosen Modellen zuliebe. Er malte Pariser Landschaften unter dem Einfluss Pissarros und von Boudin abhängige Strandbilder. 1902 begegnete Dufy in der Galerie Berthe Weill Matisse und Marquet. 1903 stellte er erstmals im Salon des Independents aus.

    Dufy wandte sich der reinen Farbe zu, nachdem er durch Matisse weg vom impressionistischen Realismus und hin zur Imagination gewiesen worden war. Am nächsten von den gleichstrebenden Malern stand ihm Marquet, mit dem er 1904 in Fécamp und 1906 in Trouville malte. 1905 und 1906 war Dufy zusammen mit Friesz in Falaise, 1906 auch mit Braque in Durtal. Dufy steigerte die Intensität der Farbe, um die oberflächliche Anschaulichkeit zu überwinden. Er war überzeugt, «wir müssen eine Welt der Dinge schaffen, die man nicht sieht». In diesem Sinne setzte er die Zeichnung nung ein, die nicht nur Kontur, sondern abgekürzte Ausdrucksform bedeutete.

    1906 zeigte Dufy die erste Einzelausstellung bei Berthe Weilt und stellte erstmals im Salon d'Automne aus. 1908 reiste Dufy zusammen mit Braque nach L'Estaque. Unter dem Einfluss der Malerei Cézannes änderte sich auch Dufys Stil vollständig. Er gab die reine Farbe auf und folgte kubistischen Konstruktionsproblemen. Doch die Strenge des Kubismus widersprach seinem heiteren, lebensvollen Temperament, so dass auch diese Phase nur ein Durchgang war. 1909 reiste er mit Friesz nach München, was zu einer kurzen Berührung mit der Malerei des deutschen Expressionismus führte.

    C. Roger-Marx: Raoul Dufy, Paris, Hazan, 1950
    P. Courthion: Raoul Dufy, Genf, Cailler, 1951
    A. Werner: Dufy, New York, Abrams, 1953
    J. Lassaigne: Dufy, Genf, Skira, 1954
    R. Cogniat: Dufy, Paris, Flammarion, 1962.


    Lionel Richard
    Lexikon des Expressionismus
    Somogy Paris




    Raoul Dufy

    Jean Dufy stammt aus einer kinderreichen, musischen Familie. Im Alter von 14 Jahren begann er, unterstützt vom älteren Bruder Raoul und dessen Freund Emile Othon Friesz, seine künstlerische Begabung zu entwickeln. Er studierte für kurze Zeit an der Akademie seiner Heimatstadt und zog dann zu seinem Bruder nach Paris. Er unternahm Studienreisen nach Nordafrika und durch weite Teile Europas. Nach dem Ersten Weltkrieg, an dem er als Kavallerist teilnahm, nahm er seine künstlerische Tätigkeit 1920 wieder auf, zunächst durch das Anfertigen von Vorlagen für die Seiden- und Porzellanmanufakturen in Lyon und Limoges. Wie sein Bruder Raoul, der ihm zeitlebens Vorbild blieb, malte er bevorzugt Aquarelle, Tuschezeichnungen und Gouachen. Zu seinen bevorzugten Sujets gehörten Ansichten von Paris und der französischen Küste, Stillleben sowie Szenen aus der Welt der Pferderennen, des Zirkus und Theaters.

    Auktionshaus Dobiaschofsky

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