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Kunst - Glossar

Albert Marquet

27.3.1875 Bordeaux - 14.6.1947 Paris

Französischer Maler und Grafiker; schloss sich den «Fauves» an, schuf aber später Landschaftsgemälde in ausgewogener Komposition und feintonigem Kolorit.

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  • Albert Marquet
  • Albert Marquet (Wikipedia)
  • Fauvismus



    Albert Marquet

    Albert Marquet, , Bordeaux 27.3.1875 - t Paris 14. 6. 1947. Marquet kam 1890 nach Paris und begann sein Studium an der Kunstgewerbeschule, wo er 1892 mit Matisse Freundschaft schloss, die bis zu seinem Tode währte. 1895 wechselte er an die Ecole des Beaux-Arts und lernte bei Morot und Cormon. 1898 trat er in das Atelier von Moreau ein, wo neben Matisse bereits Rouault, Camoin und Manguin arbeiteten. Auch Marquet folgte den Gedankengängen von Matisse und wandte sich unter dem Einfluss des Neoimpressionismus der reinen Farbe zu. Doch blieb seine Malerei mit ihren Hell-Dunkel-Kontrasten stärker der Tradition verhaftet.

    1898/1899 besuchte Marquet zusammen mit Matisse die Academie Carriere und zeichnete zusammen mit Camoin Strassenszenen. 1900 malten Marquet und Matisse dekorative Friese im Grand Palais. Ab 1910 stellten sie im Salon des Indépendents aus und waren 1903 Mitbegründer des Salon d'Automne. Wann immer es möglich war, reiste Marquet: 1904-1906 mit Derain in die Normandie; 1906 nach Südfrankreich, wo er Camoin, Manguin, Signac und Cross traf; 1907 mit Camoin und Friesz nach London; 1909 mit Manguin nach Neapel und Hamburg; 1910 mit Matisse nach München. Dies waren aber nur die ersten Stationen einer lebenslangen Wanderung.

    1907 veranstaltete die Galerie Druet die erste Einzelausstellung Marquets. Bereits hier zeigte sich, dass Marquet in erster Linie Landschaftsmaler war, der vor allem von der Landschaft am Wasser angezogen wurde, den Pariser Quais, von Stränden und Häfen.

    Er wählte dabei immer einen von oben gesehenen Ausschnitt mit weiter Perspektive, deren Tiefe durch diagonale Linien betont wurde. Die Zeichnung ist flüchtig, abgekürzt und dennoch präzise.

    Wenn Marquet auch von leuchtenden, kräftigen Farben ausging, so führte er häufig seine Bilder mit Grau zu Ende. Er suchte nicht den Ausdruck durch die Übersteigerung der Farbe, sondern strebte nach einer Beruhigung der Fläche und klarer Bildordnung durch feste Konturen. So entfernte er sich bald vom typischen Fauvismus und gelangte zu einem vereinfachten, beruhigten Impressionismus der gedämpften Töne, den er sein Leben lang durchhielt.

    F. Jourdain: «Albert Marquet», Paris, Cercle d'Art, 1959
    M. Marquet: «Marquet». Voyages, Paris, Bibliothèque des Arts, 1968.


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