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Kunst - Glossar Jean-François Millet 4.10.1814 Gruchy bei Gréville - 20.1.1875 Barbizon Französischer Maler; schloss sich 1849 der Barbizon-Schule mit ihren realistischen Naturabbildungen an. Seine Darstellungen des bäuerlichen Lebens sind in schweren Grau- und Brauntönungen gehalten und von oft melancholischem Stimmungswert. www.wissen.de Jean-François Millet Jean-François Millet ist der Sohn eines normannischen Bauern, das älteste von acht Kindern. Er zeichnet, während er auf dem elterlichen Hof arbeitet. Seinen ersten Malunterricht nimmt er 1833 bei dem Maler Bon Dumoncel, alias Mouchel, in Cherbourg, und später, 1835, bei Langlois de Chevreville. 1837 ermöglicht ihm ein Stipendium der Stadt Cherbourg, nach Paris überzusiedeln und neben eifrigen Besuchen im Louvre im Atelier von Paul Delaroche und in der «Académie Suisse» zu arbeiten. Nach Cherbourg zurückgekehrt, malt er Bildnisse und Aushängeschilder sowie Akte. Nach seiner Heirat zieht er nach Barbizon um und wird Vater von neun Kindern. Er ist einer der Hauptvertreter der «realistischen Schule». Er malt Arbeiter und Bauern. Die Kritik setzt ihm zu, sie schilt ihn «Revolutionär» und «Darsteller des Gemeinen». Auf seiner Seite stehen jedoch treue Freunde wie Rousseau, und am Ende seines Lebens gelangt er zu Ruhm und Ansehen. Wie Courbet und Rousseau darf auch er in einigen seiner Werke als ein Vorläufer des Impressionismus angesehen werden. Was ihn mit den Impressionisten verbindet, ist sein Sinn für Licht, besonders gegen Ende seines Lebens, wenn die Töne heller, die Reflexe bunter werden, wenn sich die Schatten «durch eine Vielzahl von Pinselstrichen» aufklären, «deren dichtes Nebeneinander die Oberflächen zum Glitzern bringt». Ein mit Graphiken von Hokusai bebildertes Werk eröffnet ihm die japanische Kunst. 1864 beginnt er eine Sammlung von japanischen Graphiken, die er mit Zeichnungen von Delacroix in einer Schachtel aufbewahrt. Dort pflegt er seine Eingebungen zu schöpfen. Lexikon des Impressionismus Herausgeber Maurice Sérullaz Somogy Paris |