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Berühmte Berner Künstlerinnen und Künstler Gottfried Mind Geboren 25.9.1768 Bern, gestorben 7.11.1814 Bern. Ref., von Pizy VD. Sohn des Gottfried. Erste Lehre bei C.H. Legel. Schnitzte Tiere und Kinderbildnisse in Holz. Mind war vermutlich 1775-80 in der Erziehungs- und Arbeitsanstalt von Heinrich Pestalozzi in Neuhof bei Birr (AG). Ab 1780 tätig im Atelier von Sigmund Freudenberger in Bern, auch noch nach dessen Tod. Zunehmend spezialisierte sich Mind auf die Darstellung von Kindern und Tieren, insbesondere von Katzen. Elisabeth-Louise Vigée-Lebrun gab ihm den Übernamen Katzenraffael. Historisches Lexikon der Schweiz Gottfried Mind Der aus äusserst bescheidenen Verhältnissen stammende, geistig zurückgebliebene Mind zeigte schon sehr früh eine Begabung im Zeichnen. 1777 wurde er in das von Pestalozzi gegründete Heim auf dem Neuhof bei Birr aufgenommen. Später nahm sich die Familie des Malers Sigmund Freudenberger seiner an. Er kolorierte Freudenbergers Blätter und arbeitete in dessen Atelier. Seine Darstellungen von Kindern und Tieren waren bald gefragt. Minds Fähigkeit, Katzen zu zeichnen, trug ihm den Übernamen «Katzen-Raffael» ein. Quelle: Bern im Bild 1660-1880 Cäsar Menz / Berchtold Weber VDB Verlag Bern Dr. Cäsar Menz, 1949 in Willisau geboren. Studien der Kunstgeschichte, Geschichte und Archäologie an der Universität Basel. Dissertation über den Augsburger Maler Jörg Breu d. A. 1977-1981 wissenschaftlicher Assistent am Kunstmuseum Bern. Verschiedene Arbeiten und Publikationen über Niklaus Manuel und Karl Stauffer-Bern. Berchtold Weber, 1940 in Thun geboren, absolvierte dort das Gymnasium und setzte darauf seine Studien an den Universitäten von Bern und Tübingen fort. 1976 erschien in der Reihe «Schriften der Burgerbibliothek Bern» sein «Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern», das in Fachkreisen grossen Anklang fand. 1979 veröffentlichte er in Zusammenarbeit mit Erdmann Schmocker «Altes Bern - Neues Bern». Der historische Neuhof Als erste und letzte Wirkungsstätte von Johann Heinrich Pestalozzi (1746 – 1827) geniesst der Neuhof noch heute einen hohen Bekanntheitsgrad. Zeugen seines Wirkens sind die beiden Bauten, die von seiner ersten und zweiten Neuhofzeit stammen (Pächterhaus, 1772 – 1780; Herrenhaus, 1825 – 1827). Pestalozzis landwirtschaftlicher Musterbetrieb auf dem Neuhof blieb zwar aus verschiedenen Gründen wirtschaftlich nicht erfolgreich, ebenso wie seine Armenanstalt. Doch gehört Pestalozzi mit seinen pädagogischen Unternehmungen und seinem umfangreichen schriftstellerischen Vermächtnis zu den Klassikern der Sozialpädagogik. 1914 ist der Neuhof unter dem Namen Schweizerisches Pestalozziheim wieder eröffnet worden. Das Berufsbildungsheim Neuhof Der Neuhof ist ein interkantonal tätiges Berufsbildungsheim, getragen von der Schweiz. Pestalozzistiftung. Das Heim liegt zwischen Birr und Brunegg. Sitz der Stiftung ist Birr im Kanton Aargau. Der Neuhof ist eine private, von der öffentlichen Hand anerkannte und mitfinanzierte Institution. Als offenes Berufsbildungsheim dient der Neuhof der ganzheitlichen Förderung, Persönlichkeitsentwicklung, Schulung und Berufsbildung von normalbegabten männlichen Jugendlichen im Alter von 15 bis 22 Jahren. Infolge ihrer persönlichen, schulischen und beruflichen Schwierigkeiten bedürfen sie eines stationären, sozialpädagogisch orientierten Betreuungs- und Ausbildungsangebots. Unser pädagogisch - therapeutisches Modell orientiert sich an den Grundsätzen der Selbsthilfe und Eigenverantwortung. Ziel ist, dass der junge Erwachsene sich möglichst umfassend sozial und beruflich integrieren kann. |