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Berühmte Berner Künstlerinnen und Künstler Rudolf Münger 10.11.1862 Bern - 17.9.1929 Bern Sohn des Jakob, Gipser- und Malermeister. Verheiratet 1890 mit Marie Zimmermann. Ab 1879 Ausbildung als Flach- und Dekorationsmaler in Neuenburg. Danach 1 Jahr Lehrling in Nieder-Vüürsch bei Utrecht, erlernt Holz- und Marmorimitation. 1881 Rückkehr nach Bern. 1882 in Rom, Villendekoration. In der Freizeit Besuch der Kunstschule Bern. 1885 Erwerb des Zeichenlehrer-Patents. 1883-88 mit Unterbrüchen an der Kunstgewerbeschule München. 1888-89 in Paris, Académie Julian und Ecole des Arts décoratifs. Danach Rückkehr nach Bern. Bis 1898 Lehrer an der Handwerkerschule. 1899 Reise nach Frankreich und England. 1924 Dr.h.c. Universität Bern. Führte Wandbilder und Glasgemälde (mit kirchlichen Motiven wie auch als profane Wappenscheiben) aus, zudem zahlreiche Illustrationen. Schuf auch Bildnisse und Bildnisstudien. Rudolf Münger Rudolf Münger, am 10. November 1862 in Bern als Sohn des Malermeisters Jakob Münger und der Elise Münger-Hadorn geboren, machte sich als Kunstmaler und Heraldiker einen Namen. Eng verknüpft ist sein Schaffen sowohl mit der Trachten- und Volkskunst als auch mit der Buchillustration (Jeremias Gotthelfs Kurt von Koppigen, Nicklaus Bolts Svizzero, Schul- und Liederbücher). Am 17. September 1929 starb Münger, erst 67jährig, in Bern. Die Burgerbibliothek Bern bewahrt an der Münstergasse 63 den Nachlass Rudolf Müngers auf: Zu den rund acht Laufmeter Handschriften (Tagebücher, Skizzenbücher, persönliche Dokumente) gesellen sich in über dreissig Planschubladen grosse Teile seines grafischen Werks. Rudolf Münger als Trachtenforscher Der innovative Beitrag des Berner Künstlers zur Trachtenbewegung in der Schweiz Wenn sich am letzten Juni-Sonntag, als Höhepunkt des Eidgenössischen Trachtenfestes in Bern, ein bunter Umzug stadtaufwärts und danach über die Kornhausbrücke bewegen wird, mögen die Trachtenleute einen Blick ins Rabbental hinunter werfen oder einfach daran denken, dass ein eifriger Förderer ihrer Sache, der Kunstmaler und Heraldiker Rudolf Münger, von 1902 bis 1929 am rechtsufrigen Aarehang lebte und wirkte. Geht man auf der Theaterseite über die Kornhausbrücke, lässt sich zwischen Aare und Kursaal ein grau und gelb gestrichenes Doppelhaus entdecken. Sein westlicher Teil, das Münger-Haus an der Rabbentalstrasse 75, wurde 1912 um einen Atelierraum aufgestockt. Ein grosses Fenster gegen Norden lässt einen fürs Malen idealen Licht-einfall vermuten. Der Mansardenausbau im Westen deutet auf ein Dachzimmerchen. Hoch gelegene Fenster an der Ost- und Südseite markieren das Galeriegeschoss. Dort war 1962, als sich das Atelier noch präsentierte, als hätte es der 1929 verstorbene Künstler eben verlassen, wie eh und je die respektable Bibliothek des Historienmalers untergebracht. Vom grossräumigen Atelier führten einige Stufen zu einer kleinen, offenen, bloss mit einem Schiefertisch und einigen Stabellen möblierten Stube. Sie erinnerte an Ausstattungen des Heimatschutztheaters. Dort sollen sich der Hausherr, die Schriftsteller Rudolf von Tavel, Otto von Greyerz, Emanuel Friedli, oft auch Simon Gfeller und andere Vertreter des damaligen Bernergeistes, zu wöchentlichen Gesprächen getroffen haben. Diese Zusammenkünfte im Rabbental dienten nicht nur der freundschaftlichen Unterhaltung, sie waren auch geschäftlicher Art. «Gemeinsames Erleben» Die künstlerische Partnerschaft zwischen dem Volkskundler und Sprachforscher Otto von Greyerz und dem Illustrator Rudolf Münger hatte bereits in den 1860er Jahren an der Spitalgasse, als die gleichaltrigen Nachbarskinder gemeinsam Ritterturniere und bernische Burgerwappen malten, ihren Anfang genommen (von Greyerz 1922, 3). Sie dauerte bis zu Rudolf Müngers Nachruf, den Otto von Greyerz bekenntnishaft mit der Unterschrift «Von einem Freund» zeichnete («Der kleine Bund», 29. September 1929, 305). Als schönste Frucht einer jahrelangen Zusammenarbeit gilt die von 1907 bis 1925 in sechs Heften erschienene Volksliedersammlung «Im Röseligarte» (Reprint 1976). «Es war ein solch gemeinsames Erleben», schrieb der Herausgeber 1922, «ein solches Füreinander- und Ineinander-Denken, dass der beiderseitige Anteil an der fertigen Arbeit gar nicht mehr zu sondern war» (von Greyerz 1922, 10). In jenen Jahren, von 1904 bis 1926, gestaltete Rudolf Münger auch die Einbände zu Rudolf von Tavels Romanen und leistete, parallel zu dieser dekorativen Gebrauchskunst, künstlerische Beiträge zu Emanuel Friedlis «Bärndütsch»-Bänden. Mit dem Bleistift, seltener in Pastell, porträtierte Münger typische Landleute und auch die Informanten des Feldforschers am Ort seines Wirkens. Aus Müngers Nachlass Vor kurzem hat Rudolf Wenger-Reichenau der Burgerbibliothek Bern aus dem Erbe Rudolf Müngers über fünfzig Originalzeichnungen, worunter Illustrationen zu Friedlis Reihenwerk «Bärndütsch als Spiegel bernischen Volkstums», überlassen. Sie ergänzen die Schenkung von Willy Reichenau, einem Enkel Rudolf Müngers, die Skizzenbücher, grafische Werke, eine volkskundliche Fotosammlung und Briefe des Künstlers umfasst. Diese Dokumente und auch drei von Rudolf Münger entworfene und unter seiner Aufsicht ausgeführte Originaltrachten erlauben es nun, seinen Beitrag zur Trachtenbewegung als Trachtenmaler, Trachtenforscher, Trachtenpfleger und Trachtenschöpfer zu untersuchen. In seinem ganzen bildnerischen Werk, von der ersten Trachtenskizze (1892) bis zu einem druckbereiten Tafelwerk aller bernischen Volkstrachten aus dem Todesjahr (1929), in vielen, mit erläuternden Notizen ergänzten Bleistiftkopien nach Bildern anderer Maler, in Zeichnungen nach Trachtenleuten, in kritischen Schriften zur modisch abgewandelten Volkstracht und im originellen, 1924 von Rudolf Münger lancierten Inventar der noch getragenen Schweizer Trachten, erweist er sich als hervorragender Trachtenspezialist. Der in seinem ganzen künstlerischen Schaffen historisch befangene Zeitgenosse von Ferdinand Hodler und Cuno Amiet lässt sich als innovativer Trachtenkundler neu verstehen und neu bewerten. Im Selbststudium Müngers Neigung zur Kostümkunde wurde 1883 an der Kunstgewerbeschule in München geweckt. Der lernbegierige Kunstjünger, der sich nach einer aufgezwungenen Maler- und Gipserlehre der angewandten Kunst zuwenden durfte, kopierte aus deutschen Gemälden des 15. und 16. Jahrhunderts allerlei ländliche Figuren und setzte dieses Selbststudium nach seiner Heimkehr in der Schweiz fort. Im Abzeichnen von Bildquellen und Trachtenleuten eignete sich Rudolf Münger technische Fertigkeit und kostümkundliche Kenntnisse an. Die Detailstudien liessen sich aber auch für die eigene heraldische und künstlerische Arbeit, für die Rückführung modisch entstellter zu traditionellen Volkstrachten und für die Schöpfung neuer Modelle verwenden. Flitter und Firlefanz Auf die Schweizerische Landesausstellung 1914 brachte die «Bernische Vereinigung für Heimatschutz» ein Büchlein unter dem Titel «Die Bernertracht» heraus, das den Flitter und modischen Firlefanz an Trachten kritisierte und den Wert des traditionellen Nationalkostüms neu definierte. Als Präsident des «Kunst-Komitees der Schweizerischen Vereinigung für Heimatschutz» konnte Rudolf Münger 1924 einige Kunstmaler aus der ganzen Schweiz - unter ihnen Edouard Valet - für den Plan gewinnen, Trachtenleute zu porträtieren. Aus den eingesandten Zeichnungen, einem Inventar der noch lebendigen Volkstrachten, wählte das Kunst-Komitee 48 aus, die als Vorlage zu einer Postkartenserie dienten. Sie erschien zum ersten überregionalen Trachtentag (12. September 1925), den die neu gegründete «Schweizerische Vereinigung zur Erhaltung der Trachten und zur Pflege des Volksliedes», der Vorläuferin der Schweizerischen Trachtenvereinigung, in Bern organisiert hatte. Zu jenem legendären Trachtentag waren die neu entstandenen lokalen und kantonalen Trachtengruppen eingeladen worden. Eine Jury prüfte die Trachten auf modisches Zubehör und publizierte die «Expertenberichte» 1926. Sie dokumentieren, dass 1925 viele Trachten dem Modegeschmack angepasst worden waren. «Mit feinem Geschmack» Münger setzte sich für die Rückführung der mit Perlen- und Paillettenstickereien veruntreuten Volkstrachten ein und war gegen die aufgeputzten Hüte anstelle der Trachtenhauben, aber ihm schwebte «Einordnung, nicht Einförmigkeit» vor (Münger, Berner Trachten, 1927). Aus all den historischen Elementen, die er jahrelang an bernischen Trachtenbildern studiert hatte, entwarf er 1927 die «Stadtberner Tracht». Diese Sonntagstracht besteht aus einem einheitlich geschnittenen Rock mit Mieder, kurzärmligem Hemd, Göller und Schürze, erlaubt aber in der Farbgebung eine gewisse Freiheit. Auf das blaue, rote, grüne oder schwarze Mieder in Jacquardsamt und den entsprechend unifarbigen Wollrock werden die gestreifte Seidenschürze, die blumenbestickten seidenen Vorstecker und die Einsätze des Göllers abgestimmt. Auf diese Weise trotzte der Künstler der allgemeinen Reglementierung des Trachtenwesens. Unter den in Privatbesitz aufbewahrten Stadtberner Trachten von 1927 ist die eine von schwarzer Grundfarbe. Die schwarzen Seideneinsätze sind mit naturalistischen weissen Kleeblümchen bestickt, deren zarte Beige- und Brauntöne und das Blattgrün sich in den Schürzenstreifen wiederholen. Zusammen mit dem kleeblumengeschmückten Strohhut wirkt diese Sonntagstracht als kunsthandwerklich hochstehendes, harmonisches Werk, wie es sich Rudolf Münger gewünscht hatte: «Farbe sollte wieder auftreten, aber mit feinem Geschmack» (Berner Trachten, 1927). Für seinen umfassenden Dienst an der bernischen Kultur wurde Rudolf Münger 1924 von der Universität Bern der Titel eines Ehrendoktors verliehen. Die Trachtenfrauen aber ehren den Förderer der Heimatschutz- und Trachtenbewegung nach ihrer Weise. Sie nennen die «Stadtberner Tracht» («Neue farbige Berner Tracht») seit Rudolf Müngers Tod die «Müngertracht» und tragen dieses bunte Festtagsgewand im ganzen bernischen Mittelland mehr denn je. Im «Chübu» bkb. Auf Anregung Rudolf Müngers schrieb die städtische Baudirektion 1897 einen Wettbewerb aus «für die Erlangung von Entwürfen für die dekorative Behandlung von Gewölbe-, Pfeiler und Wandflächen» im Berner Kornhauskeller. Münger erhielt schliesslich den Auftrag. Sein künstlerisches Programm und dessen Ausführung werden in einer der kommenden Ausgaben des «Kleinen Bund» in einem Beitrag gewürdigt, der dem Kornhaus und seiner Kellerwirtschaft, dem «Chübu», gewidmet ist. www.ebund.ch Der kleine Bund Brigitte Bachmann-Geiser 20.06.1998 Kornhauskeller - Die Ausmalung 1898 Die Umbauten des Kornhauses nach 1890 sollten auch den Keller nicht unangestastet lassen. In ihrem Bericht an den Gemeinderat hält die städtische Baudirektion am 18. Dezember 1893 fest, die Ertragsfähigkeit des Kellers als Wirtschaft habe im letzten Jahrzehnt «um ein Bedeutendes abgenommen, weil er in seinem äusseren und inneren Gepräge dem Lauf der Zeit nicht Schritt zu halten» vermocht habe. Der planende Architekt Friedrich Schneider schlug daher 1896 vor, einfache Dekorationen der Gewölbe und Gurtbogen in der Al-fresco-Technik für den devisierten Preis von 2700 Franken anzubringen. Zur praktischen Ausführung meinte Schneider: «Bern hat eine grosse Zahl von Vereinen, die der Geselligkeit, dem Sport u. s. f. huldigen. Durch ein Zirkular könnte man diese Vereine einladen, ihre Embleme anbringen zu lassen. Die entstehenden jedenfalls nicht hohen Kosten müssten dieselben tragen . . .» Auf Anregung des Kunstmalers und Heraldikers Rudolf Münger - er sass 1897 und 1898 für zwei Jahre als Vertreter der konservativen Partei auch im Berner Stadtrat - eröffnete dann aber die städtische Baudirektion am 6. Februar 1897 einen «Wettbewerb für die Erlangung von Entwürfen für die dekorative Behandlung von Gewölbe-, Pfeiler und Wandflächen» im Kornhauskeller. Den Konkurrenten waren die Auffassung der Themen und die Wahl der Stoffe freigestellt. Jedoch, «ein Haupt-gewicht wird darauf gelegt, dass der ruhige Eindruck des grossen dreischiffigen Raumes beibehalten und dennoch eine malerische, die Perspektive eher erweiternde Wirkung erzielt wird». Farbige Skizzen waren einzureichen. Rudolf Münger selber obsiegte mit seinen speziellen und durchdachten Entwürfen. Für ihn sollte dieser bedeutende Auftrag den künstlerischen Durchbruch bedeuten und ihn weit über die engeren Grenzen seiner Heimatstadt hinaus bekanntmachen. Die Arbeit im Keller - sie war in den Monaten Mai bis Oktober 1898 durchzuführen - erwies sich allerdings als schwierig. Die Fresco-Technik, Münger nicht besonders vertraut, forderte ihn heraus. Für Gipser und Maler galt es, Hand in Hand zu arbeiten, musste doch die Farbe auf den noch nicht vollständig angetrockneten Verputz aufgetragen werden, sich mit diesem verbinden und so ihre ganz spezielle Wirkung dadurch erhalten, dass sie vom «Kalkschweiss geradezu überglast» wurde. Müngers Programm Eine zweite Schwierigkeit ergab sich aus dem Umstand, dass die für eine Dekoration vorgesehenen Flächen mehr nach Gefühl denn nach exakter Berechnung festgelegt worden waren, da konnte es schon mal vorkommen, dass vorbereitete Kartons den falschen Massstab zeigten und daher auf die Schnelle umgezeichnet werden mussten. Doch all die Hindernisse vermochten den Künstler nicht von seinem grossen Werk abzubringen. Mit Hingabe und Fleiss wurde entworfen, umgezeichnet, neu erdacht, korrigiert und schliesslich appliziert. Zwei Schüler Müngers, Ella Vetter und Karl Lüthi, leisteten ihm dabei wertvolle Dienste. Mit Bedacht hatte Rudolf Münger sein künstlerisches Programm gestaltet. Ein Zyklus heraldischer und volkskundlicher Motive, inspiriert von den Präraffaeliten und dem beginnenden Jugendstil, leitet durch den Raum. Pflanzen-, Tier- und heraldische Elemente an Gurtbogen und in den Gewölbeflächen stimmen den Betrachter ein. Auf den Widerlagern der Gewölbe finden sodann die damals noch dreissig Ämterwappen des Kantons Bern, unterlegt von zweizeiligen Sinnsprüchen, ihren dekorativen Platz. Darüber, in den Gewölbezwickeln, sitzen 31 Figuren in der deutschen Männertracht des 16. Jahrhunderts als buntes Orchester versammelt. Es ist der Freundeskreis von Rudolf Münger, der sich hier ein Stelldichein gibt. Unter den sorgfältig Porträtierten finden sich etwa Ferdinand Hodler oder auch Bundesrat Eduard Müller, Münger selbst hat sich als Dudelsackbläser auf die Mauer gebannt. Das schweizerische Volksliedergut kommt auf fliegenden Bändern in den Gewölben des Mittelschiffs und der Galerien links und rechts zur Darstellung. Wahrhaft ein Liederbuch der «verschollenen und verhallenden Volkslieder»! Dann die mythologischen Gestalten: 14 antropomorphe Darstellungen der Naturerscheinungen in teils ausgereifter Jugendstilmalerei zieren als Medaillons die Gewölbe. Da erscheinen uns der Reif-Riese und der Föhn, der wilde Jäger und ganz besonders schön die Sternennacht, die Sonne, der Mann im Mond, der Drache, ein Kornengel, die Nixe und der Stromnix, das Quellweiblein und das Waldschrättlein, das Härdmannli und ein feuriger Hund. Den Höhepunkt jedoch bilden die Pfeilerfiguren mit den zwölf Berner Mädchen - wir sehen eine Oberhaslerin neben der Interlaknerin und dem Mädchen aus dem Simmental, zwei Bernerinnen aus dem Mittelland (aus Köniz und Bern) und eine Emmentalerin, weiter eine Jurassierin, eine Seeländerin und eine Oberaargauerin, schliesslich die Guggisbergerin neben der Grindelwaldnerin und dem Mädchen aus Meiringen. Münger, der grosse Reformator des schweizerischen Trachtenwesens, hat hier eine unschätzbare kulturhistorische Quelle hinterlassen. In sorgfältiger Kleinarbeit hat er den Eigenarten all dieser Volkstrachten nachgeforscht, hat sich nicht von modischem Zubehör irremachen lassen und die schönen Trachten in ihrer Ursprünglichkeit abgebildet. Ein gemaltes volkskundliches Geschichtsbuch ist dabei entstanden! Eine Attraktion für Besucher aus nah und fern. www.ebund.ch Der kleine Bund Annelies Hüssy 04.07.1998 |