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Kunst - Glossar Gabriele Münter 19.2.1877 Berlin - 19.5.1962 Murnau, Oberbayern Deutsche Malerin; Schülerin und Lebensgefährtin von W. Kandinsky, 1911 Mitglied des «Blauen Reiters»; starkfarbige Landschaften, Stillleben und Bildnisse; Hinterglasbilder. www.wissen.de Gabriele Münter Gabriele Münter (Berlin 19.2.1877 - Murnau 19.5. 1962). Gabriele Münter war 1901 nach München gekommen und hatte zunächst die Schule des Künstlerinnenvereins besucht, da Frauen damals an den Akademien nicht zugelassen waren. 1902 wechselte sie an die Schule der Künstlergruppe «Phalanx» und wurde Schülerin bei Kandinsky. Aus dem Schüler-Lehrer-Verhältnis entwickelte sich 1903 eine Lebensgemeinschaft, die bis 1916 dauerte. Münter begleitete Kandinsky in den folgenden Jahren auf allen Reisen. Natürlich war sie Kandinskys Schülerin auch in diesen Jahren, aber da sie ihre grosse Begabung ohne Ehrgeiz und eher unreflektiert einsetzte, geriet sie nie in eine Abhängigkeit. Vorbildlich war ihr vielmehr van Gogh, vermittelt durch Jawlensky, und Jawlensky selbst. Im Sommer 1908, den sie zusammen mit Kandinsky, Jawlensky und Werefkin in Murnau verbrachte, fand auch sie zu ihrer Form. Vorbereitet durch die Fauves, die sie aus Paris kannte, entdeckte sie die Ausdruckskraft der bayerischen Volkskunst in Form der Hinterglasbilder. Sie sah bei Jawlensky das Nebeneinandersetzen kräftig konturierter, leuchtender Farbflächen, das auch für ihre Arbeit charakteristisch wurde. In Landschaften und Stilleben vor allem drückte sie nun ihr Gefühl aus, in dem sich Melancholie und Traum mischten. 1909 war sie Mitbegründerin der Neuen Künstlervereinigung München. Sie gehörte ebenfalls zum «Blauen Reiter» und war an allen wichtigen Ausstellungen in Deutschland bis 1914 beteiligt. 1914 musste Kandinsky Deutschland verlassen. Gabriele Münter traf ihn noch einmal in Stockholm, ehe sie sich 1916 endgültig trennten, und die Münter für lange Jahre als Malerin verstummte. J. Eichner: «Kandinsky und Gabriele Münster; von Ursprüngen moderner Kunst», München, Bruckmann Verlag, 1957. |