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Kunst - Glossar Francis Picabia 22.1.1879 Paris - 30.11.1953 Paris Französischer Maler, Grafiker und Schriftsteller; malte nach impressionistischen Anfängen kubistische Bilder und wurde 1919 radikaler Vertreter des Dadaismus, von dem er sich jedoch bald lossagte. Im 2. Weltkrieg entstanden gegenständliche Bilder, danach malte er vorwiegend abstrakt. www.wissen.de Francis Picabia, eigentlich Francis de Martinez Francis Picabia ist der Sohn eines kubanischen Diplomaten und schon als Heranwachsender ein Lieblingskind der Pariser Schule. Nach einer «orphischen» Periode (1907) gehört er mit Caoutchouc (Gummi, 1909) und den grossen Bildern von 1912: Udnie, Catch as catch can, zu den Bahnbrechern der ungegenständlichen Malerei. Während des Kriegs lebt er mit Gabrielle Buffet und Duchamp in den Vereinigten Staaten. In dieser Zeit entsteht die vor-dadaistische Zeitschrift 291 und die Maschinenkunst. 1917 wird 291 in Barcelona zu 391. Diese Zeitschrift erscheint bis 1924. Inzwischen begegnet er Tzara, gründet mit ihm Dada in Paris, und seine mechanischen Bilder machen im Herbst-Salon Skandal. 1921 bricht er mit Breton und der Gruppe um Littérature. Das Ballett Relâche (Theaterferien, 1924), in das René Clairs Film Entr'acte (Pause, Drehbuch von Picabia) eingefügt ist, hält den jungen Gründern der surrealistischen Bewegung einen ungezwungenen Geist vor. Picabia zieht sich in sein Schloss in der Provence zurück, segelt auf seiner Jacht. 1927 beginnt die «durchsichtige» Periode: Les Clowns, Héra, Craccae. 1939 lässt er sich mit Olga Mohler in Golfe-Juan nieder und sieht sich während des Kriegs gezwungen, kommerzielle Aktbilder auszuführen; sein bisheriges Luxusleben hat ihn nämlich an den Rand der Armut gebracht. 1949 lenkt die Retrospektive Cinquante ans de plaisir (Fünfzig Jahre Spass) bei René Drouin die Aufmerksamkeit der jungen Pariser Maler auf Picabia. Sie sehen in ihm einen Künstler, der die religiöse Kunstauffassung zurückweist. Georges Ribemont-Dessaignes: Picabia vu en transparence (en collaboration avec P. Walberg), Paris, Galerie Mona Lisa, 1961. Michel Sanouillet: Picabia et 391, Paris, J.-J. Pauvert, 1965. Francis Picabia Biografie 1879 Am 22.Januar in Paris geboren. Schulen in Paris. 1894 Studien im Atelier Cormon, an der Académie Humbert und der Ecole des Arts Décoratifs. 1898 Bekanntschaft mit Pissarro. Beginn der«période impressionniste» (1898-1908). 1899 Teilnahme am Salon des Artistes Français (ebenso 1894, 1901-1907). 1903 Teilnahme am Salon des Indépendants (ebenso 1911-1913, 1920-1924) und am Salon d'Automne (ebenso 1904,1910-1913,1919-1923). 1905 Einzelausstellung in der Galerie Haussmann, Paris. Teilnahme am 2.Salon de la Gravure Originale en Couleurs (ebenso 1906, 1907). 1906 Teilnahme am 4. Salon de l'Ecole Française (ebenso 1907). Atelierausstellung in Paris und in Caspers Kunstsalon, Berlin. 1907 Ausstellungen in der Galerie Haussmann, Paris, und in der Cremetti Gallery, London. Teilnahme an der Ausstellung Artistes Français in der Galerie Wimmer, München. 1908 Erste abstrakte Kompositionen. Teilnahme an der Graphikausstellung «Les Cinquante» in der Galerie Petit, Paris. 1909 Heirat mit Gabrielle Buffet. Ausstellung in der Galerie Georges Petit. Endgültige Aufgabe der impressionistischen Malerei und öffentliche Versteigerung der impressionistischen Bilder in Paris. 1911 Teilnahme an den sonntäglichen Zusammenkünften im Atelier von Jacques Villon mit Duchamp-Villon, Léger, de la Fresnaye, Gleizes u. a. m. 1912 Sogenannte «période orphique» (Apollinaire), die bis 1916 dauert. Picabia organisiert mit seinen Freunden den Salon de la Section d'Or (Villon, Duchamp, Gris, Lhote, Herbin, Metzinger, Marcoussis, Gleizes, La Fresnaye, Segonzac u.a. m.). Teilnahme an einer Ausstellung bei Cassierer, Berlin. 1913 Armory Show in New York. Begegnung mit dem Photographen Alfred Stieglitz, in dessen Galerie «291 » er ausstellt. 1914 New York. 1915 Mit Marcel Duchamp arbeitet er an der Revue «291» von Stieglitz. Beginn der «période mécanique» (1915-1921). 1917 In Barcelona trifft er mit Gleizes, Marie Laurencin, Arthur Cravan u. a. m. zusammen. Ausstellungen in der Modern Gallery, New York, und Galerie Clees, Philadelphia. 1918 In Lausanne und Zürich. Verbindung mit den Zürcher Dadaisten Arp, Ball, Hülsenbeck, Janco, Richter, Sophie Taeuber, Tzara u.a. m. 1919 Beginn der «période dada» (1919-1922), die parallel zur «période mécanique» verläuft. Teilnahme an den Ausstellungen «The Evolution of French Art» in der Arden Gallery, New York, im Cirque d'Hiver, Paris, und im Kunsthaus Zürich. Begegnung mit Germaine Everling. 1920 Initiant mehrerer Dadamanifestationen in Paris. Teilnahme an Ausstellungen in der Galerie Moos, Genf, der Société Anonyme, New York, in der Galerie «Au Sans Pareil», Paris (ebenso 1930), und «La Cible», an den Dadaveranstaltungen in Berlin und Köln. 1921 Bruch mit den Dadaisten. Ausstellung in der Galerie Dalpayrat, London. 1922 In Tremblay-sur-Mauldre (Seine-et-Oise) bis 1924. Beginn der sogenannten 1 «période des monstres» (1922-1929). Ausstellung in der Galerie Daimau, Barcelona. 1923 Galerie Danthon, Paris. 1924 Mise en scène, Dekorationen und Kostüme für das Ballett «Relâche» von Erik Satie und des Filmes «Entre-acte» von René Clair, ferner mit Marcel Duchamp u.a.m. ein «Ciné-Sketch». Lässt für Germaine Everling das «Château de Mai» in Mougins bauen. Gruppenausstellung in der Galerie Mesens, Brüssel. 1925 Übersiedlung ins «Château de Mai» (bis 1935). 1926 Versteigerung der Sammlung Marcel Duchamp mit 80 Werken von Picabia im Hôtel Drouot, Paris. Ausstellungen in Brooklyn und in der Galerie Detaille, Marseille. 1927 Beginn der «période des transparences» (mit Unterbrüchen bis 1939). Einzelausstellungen im Cercle Nautique, Cannes, Galerie Van Leer, Galerie Briant-Robert, Paris, Gruppenausstellungen in der Galerie Bernheim-Jeune, Paris, und in der Société des Beaux-Arts, Nizza. 1928 Galerie Fabre, Cannes, und Galerie Théophile Briant, Paris (ebenso 1929). 1929 Galerie Léonce Rosenberg, Paris (ebenso 1930, 1932). 1930 Galerie Alexandre III, Cannes. 1931 Galerie Bernheim-Jeune, Paris. 1933 Galerie Vignon, Paris (ebenso 1934). 1936 Teilnahme an der Exposition Internationale du Surréalisme im Museum of Modern Art, New York (ebenso 1940 in Mexiko, 1947 in der Galerie Maeght, Paris). 1937 Galerie de Beaune, Paris (ebenso 1938). 1938 Galerie Serguy, Cannes. 1939 Mit seiner Gemahlin, Olga Mohler, lässt sich Picabia bis 1945 am Golf Juan nieder. 1940 Beginn der «période des nus» (1940-1945). 1941 Galerie Pasteur, Algier (ebenso 1942), und 3+5, Cannes. 1943 Galerie Art et Artisanat und in Monaco. 1945 Teilnahme an Ausstellungen in der Kunsthalle Basel und in der Galerie Kaspar, Zürich. Rückkehr nach Paris. Beginn der letzten, erneut ungegenständlichen Periode seines Schaffens. 1946 Galerie Denise René, Paris, Galerie Dellevoy, Brüssel, und Galerie Colette Allendy, Paris (ebenso 1947, 1951, 1952). 1947 Ausstellung mit Galibert in der Galerie des Etats-Unis, Cannes. 1948 Galerie du Luxembourg und Galerie des Deux-Iles, Paris (ebenso 1949). 1949 Galerie Drouin, Paris. 1950 Ausstellung Duchamp und Picabia in der Rose Fried Gallery, New York. Vertreten in «The Collection of the Société Anonyme, Museum of Modern Art 1920», Yale University Art Gallery. 1951 Galerie Artiste et Artisanat. 1952 Ausstellung bei PAB, Alès. 1953 Am 30. November in Paris gestorben. Ausstellungskatalog Francis Picabia . Werke von 1909-1924 Kunsthalle Bern 7. Juli bis 2. September 1962 Francis Picabia - Werke von 1909-1924 Die Kunsthalle hatte als Sommerausstellung ursprünglich eine grosse Retrospektive des Werkes von Francis Picabia (1879-1953) zusammen mit Arbeiten der letzten Schaffenszeit des Schweizers Fritz Huf vorgesehen. Unüberwindbare Schwierigkeiten, die uns von einigen Sammlern und besonders von einem Mitglied der Nachlassverwaltung entgegengesetzt wurden, und die - ein dadaistischer Zug in dieser dem Rebellen Picabia gewidmeten Schau - beinahe zur Verhaftung des Leiters geführt hätten, verhinderten dieses Vorhaben. Immerhin konnte vom Musée Cantini in Marseille, das im April eine erste grosse Picabia-Ausstellung gezeigt hatte, ein kleiner Teil des Ausstellungsgutes, erweitert um Bilder aus italienischem, englischem, französischem und schweizerischem Privatbesitz, übernommen werden. Das Zusammentreffen glücklicher Umstände erlaubte dann die Übernahme der Ausstellung «4 Amerikaner», die erst für Februar 1963 vorgesehen war, bereits diesen Sommer. Für die Ausstellung der dezimierten Picabia-Kollektion drängte sich daher eine andere Problemstellung auf, indem gerade durch eine Gegenüberstellung des Dadaisten mit den etwas unglücklich Neodadaisten genannten Rauschenberg und in geringerem Masse Johns die Berner Ausstellung etwas zur Klärung der herrschenden Begriffsverwirrung beitragen kann. Die Akzente wurden dementsprechend auf die Werke der orphischen, mechanischen und dadaistischen Zeit gelegt, während auf die Werke der Zeit der «Monstres», «Transparences», der «Nus» und der späten ungegenständlichen Bilder verzichtet wurde. Zusammen mit Duchamp ist es vor allem der dadaistische Picabia, dessen Tätigkeit in den Jahren 1912-1927 für eine ganze Reihe junger Künstler und vor allem der amerikanischen Sammler Gegenstand einer wahren Wiederentdeckung bildete. Auch uns scheint, dass der Klang der Rebellion und ihres bildnerischen Ausdruckes in dieser Zeit bei Picabia am reinsten ist. Der Vorstand des Vereins Kunsthalle Bern dankt allen öffentlichen und privaten Leihgebern, die zum Gelingen dieser Ausstellung beigetragen haben. Der Leiter der Kunsthalle ist Madame Jacques Latour, Konservator des Musée Cantini in Marseille, Gabrielle Buffet-Picabia, Olga Picabia und ganz besonders Jean-Jacques Lebel zu Dank verpflichtet. Text: Harald Szeemann Ausstellungskatalog Francis Picabia - Werke von 1909-1924 Kunsthalle Bern 7. Juli bis 2. September 1962 L'ennemi des lois «C'est avec cette pensée que j'entraîne derrière moi l'avenir.»Les témoins stupides de l'art moderne se demandent souvent si le fait d'intégrer à un assemblage un objet usuel ou un objet trouvé dans la rue (comme Schwitters et Picabia l'ont fait il y a quarante ans) suffit pour «en faire de l'art»; si la violence fait partie du vocabulaire utilisable; si la beauté est horrible ou jolie; si elle doit plaire comme une carte postale ou bien saisir à la gorge comme un chien affamé; mais d'abord, qu'est-ce que ça représente??? J'ai l'impression d'avoir déjà entendu tout cela quelque part... à Paris, à Cologne ou à Zurich vers 1919. Le fantôme de Dada et surtout de Picabia plane sur l'esprit moderne aussi nettement que celui d'Hector sur Andromaque. BEAU COMME / LAID COMME ... malgré les coups d'état imputables, entre autres, à Lautréamont et à Picabia, l'art et la poésie modernes continuent de se soumettre au code archaïque du BEAU COMME / LAID COMME. Cependant, que la nouveauté ne soit pas trop laide et vendable, on l'accepte sur le champ. Si l'œuvre plastique et poétique de Francis Picabia a été maintenue dans l'ombre, d'où elle agit néanmoins, nous allons le voir - c'est sans doute parce que marchands et spéculateurs ont trouvé qu'elle ne se vendait pas assez bien. Un paradoxe à double face a voulu que des échos de cette œuvre géniale passent le mur du silence. La période dite mécanique de Picabia est un de ces moments importants et très rares où sont effectivement transmutées toutes les valeurs esthétiques et morales qui définissent une culture. Est-on enfin prêt à l'admettre, presque cinquante ans après? Considérez «la Sainte Vierge» en couverture de «391» (mars 1920). Au contraire de la lèpre tachiste dont l'art actuel est atteint, ne vous semble-t-il pas que cette macule noire éclaboussant signifie quelque chose d'autre que l'ennui? Derrière sa forme rageuse il y a un dogme oblitéré, anéanti. Ou bien, puisque certaine mythologie non-orthodoxe nous parle d'une Vierge Noire, il pourrait s'agir d'un autoportrait apocryphe (au sang noir, bien entendu). On a beau la dévisager, cette «image sainte» reste parfaitement ardente et méconnaissable. Les tableaux Dada de Picabia repoussent du pied le BEAU COMME, ils instituent je crois pour la première fois l'image de L'Etre aliéné, décervelé par «notre» civilisation. Il est curieux que cette image soit si souvent féminine: « Udnie», « Dédée d'Amérique», «Voilà la Femme», «la Sainte Vierge», etc.... L'usage systématique des machines fait par Picabia à cette époque, la liquidation temporaire de toute espèce d'anthropomorphisme pour exalter et ruiner à la fois la mécanique des femmes (c'est un titre d'Isou) eut un résultat étrange. Ces images, comme le délire industriel qu'elles dénonçaient, envahirent l'existence; on les vit sur des affiches, au cinéma, partout, et je suis certain qu'elles contribuèrent à la création de ce qu'on appelle aujourd'hui l'esthétique industrielle. Il n'est que de visiter une usine modèle ou bien une de ces raffineries de pétrole dont les formes et couleurs sont strictement plastiques pour s'en rendre compte. Un film parmi d'autres tels que le «Chant du Styrène» de Raymond Queneau et Alain Resnais rend compte de l'aspect caricatural et monstrueux au second degré de l'obsession mécanique esthétisée. La seconde zone d'influence de Picabia est dans l'histoire de l'art. Ce fut Apollinaire qui la situa le premier. Voici un extrait de l'article intitulé « La Critique des Poètes» qu'il publia le 5 mai 1914 dans «Paris-Journal»1: «On a si souvent reproché ces derniers temps à Picabia d'être vulgaire, que j'avais plaisir à noter qu'il produisait sur moi une impression entièrement différente. Cette sécheresse raffinée a d'ailleurs disparu de ses nouvelles compositions que j'ai eu le plaisir de voir dernièrement. M. Thiesson demande sur qui Picabia aurait eu de l'influence. J'ai peut-être tort de rechercher les influences que peuvent subir ou exercer les peintres dont je parle, mais on ne peut nier, je crois, que Picabia n'ait influencé deux peintres intéressants et qui cherchent: Marcel Duchamp et Jacques Villon, dont le premier a un réel et grand talent. M. Thiesson se demande encore par qui Picabia est combattu. C'est que M. Thiesson ne lit point les journaux, qu'il ne fréquente pas les peintres, car Picabia est combattu très vivement. M. Soffici m'a reproché avec violence dans la ,Voce" d'avoir parlé de ce peintre. Il ne se passe point de jour ou l'insincérité de Picabia ne fasse l'objet de quelque filet de journal ou de revue.» Les historiens ont noté l'identité entre les fondements de la peinture et les fondements de la culture en général, ils ont parlé de son «historicité». En effet, l'activité artistique adhère par définition au mouvement de l'homme. Comment Pascal a-t-il pu se plaindre que la peinture prétendait l'intéresser à la reproduction de choses qui ne le concernaient pas? L'argument vaut sans doute pour les batailles de Meissonier, que dire cependant de celles d'Uccello, des enfers d'Orcagna, des paradis de Bosch? Nous concernent-ils? Personne n'en a pourtant admiré les originaux sauf quelques mystiques. La question est bien là: la poésie est-elle, oui ou non, «le seul véritable réel absolu?». Picabia, lui commença de nous intéresser aux choses que l'on déteste. Son «Enfant-Carburateur» nous concerne mais nous serait-il venu l'idée d'admirer un vrai carburateur placé sur un socle comme par un sculpteur? L'effroyable beauté des ready-made de Duchamp, des constructions de Kalinowski ou de Rauschenberg a-t-elle besoin de références? En roulant la peinture dans l'ordure Picabia a sanctifié l'ordure et, paradoxalement, délivré l'art de son côté bassement religieux. Jean Arp, Marcel Duchamp, André Breton, Michel Seuphor et surtout Gabrielle Buffet-Picabia ont fait de leur mieux pour redresser la figure de Picabia, mais il fut un homme tellement jalousé que la critique eut beau jeu de l'oublier et de le faire oublier après son apothéose des années trente. Il mourut méconnu. On a rappelé son souvenir l'année dernière, mais pour de mauvaises raisons: un critique utilisa Picabia et Dada pour lancer le groupe d'artistes dont il s'occupe et qu'il a nommé (à leur corps défendant) les Nouveaux Réalistes. Ainsi, dans la presse des deux côtés de l'Atlantique plusieurs artistes de la nouvelle génération (le new-yorkais Rauschenberg, le parisien Dufréne, le milanais Baj, le Suisse Tinguely) ont été affublés abusivement de l'étiquette Néo-Dada. Si, en surface, leur travail est quelque peu analogue à Dada il faut dire que le contenu et les intentions diffèrent catégoriquement. C'est peut-être dommage, aucun artiste d'aujourd'hui n'a pu soutenir l'état permanent d'insubordination qui fut celui de Francis Picabia; la révolte profonde a pour ainsi dire disparu de l'art actuel au fur et à mesure que la société a digéré sa culture spirituellement et économiquement. L'insoumission de Picabia le lie spirituellement à Nietzsche et à Stirner, mais elle a ceci de particulier qu'elle s'exprime de plusieurs façons: sa peinture, sa poésie, ses actes, tout chez lui est libertaire. Il était de ceux dont ni les succès ni les disgrâces conditionnent la conception du monde. André Breton lui écrivit à propos du livre de Suzuki, Le non-mental dans la pensée Zen: « Dites-moi si Dada ne fut pas, au mieux, une paillette de Zen emportée jusqu'à nous. Mais, après comme avant, le grand Mica n'a cessé de scintiller dans votre œil »2». Et ceux qui connaissent l'exactitude de Marcel Duchamp, apprécieront l'hommage consacré par lui à son ami: «La carrière de Picabia est une série kaléidoscopique d'expériences artistiques. Elles sont à peine reliées entre elles par leur apparence extérieure, mais elles portent la marque définitive et indiscutable d'une forte personnalité. Dans ses cinquante ans de peinture Picabia a constamment évité d'adhérer à toute formule ou de porter un insigne. Il pourrait être appelé le grand défenseur de la liberté en art - non seulement contre l'esclavage académique, mais aussi contre la soumission à quelque dogme que ce soit'.» En fait, le courage intellectuel exprimé dans un poème tel que «Singulier Idéal» (391, mars 1917) est ce qu'il y a de plus rare dans l'histoire des idées. Il n'est pas surprenant qu'en ce temps de révolutions trahies et de désespoir obligatoire, on ne lui donne presque jamais la parole. Text: Jean-Jacques Lebel, Paris 1962 Ausstellungskatalog Francis Picabia - Werke von 1909-1924 Kunsthalle Bern 7. Juli bis 2. September 1962 1 «Les Chroniques d'Art» de Guillaume Apollinaire réunies et commentées par L.-C. Breunig (Gallimard). 2 Lettre-préface de A. B. (1 e' décembre 1952) pour la dernière exposition que Picabia fit de son vivant, à la Galerie Colette Allendy, Paris. 3 M. D. in «Collection of the Société Anonyme», Yale University Art Gallery, 1950. Sans vouloir le moins du monde contredire Duchamp, je dois signaler avec tristesse que Picabia portait la légion d'honneur à la fin de sa vie. |