|
g26.ch HOME EVENTS MUSEEN GALERIEN BIOGRAPHIEN G26.CH NEWS BLACKBOARD BERN INFO KUNST |
Bern die Hauptstadt mit Charme Bernisches Historisches Museum Historisches Museum Helvetiaplatz 5. In den Jahren 1892/94 durch Staat, Einwohner- und Burgergemeinde erbaut. 1920/22 südlich erweitert. 1938 erfolgte der Anbau des Schützenmuseums, das die Sammlung der seit 1885 dem Historisches Museum angegliederten Schützenstube aufnimmt. Vorher hatte die «Antiquarische Gesellschaft» eine permanente Ausstellung in der Antonierkirche (Postgasse 62) in den Jahren 1837-1843 zeigen können. Ein Teil der heutigen Sammlung war 1850/51 im Erdgeschoss der Kavalleriekaserne, dann im Gr. Zeughaus zugänglich. Nach Bezug der Zeughausbauten auf dem Beundenfeld wurde die Zeughaussammlung dorthin und 1881 in die Bibliotheksgalerie verlegt. Lit.: KDM. 3 Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern Bernisches Historisches Museum Mit der Idee, einen kulissenartigen Bau in die Brückenachse zu stellen, griff man 1889/1892 offenbar nach Vorschlag von Architekt Gustav Gull bedenkenlos in die sorgfältige Planung von 1881 ein, und die Berne-Land-Company setzte sich keineswegs zur Wehr, da ihr Ziel nicht Städtebau, sondern Landverkauf war. Freilich schlug Davinet zwei Palazzi für das historische und für das Kunstmuseum vor, die zu beiden Seiten der Mittelstrasse, der Thormannstrasse, Platz finden und mit einem Triumphbogen rittlings über die Strasse verbunden werden sollten. Die 1889 und 1891 ausgeschriebenen Konkurrenzen führten zu zahlreichen weiteren Entwürfen, von denen jener des Architekten ANDRE LAMBERT von Eduard von Rodt ab 1892 ausgeführt wurde. Als romantischer vielteiliger Schlossbau unter dem Eindruck von Gulls Landesmuseumsentwurf unterscheidet er sich deutlich von klassizistischen Vorschlägen von 1889. An den beherrschenden, von Türmchen eingefassten Mittelbau unter Walmdach sind asymmetrisch Längstrakte unter Satteldächern angefügt, die ihrerseits in Türmen bzw. Erkern endigen. Die dominierende Situation ist durch den künstlich aufgeschütteten Hügel und die hohen Dächer noch unterstrichen worden. Der repräsentative Mittelbau mit Freitreppe, Portalhalle und Staffelfenster trägt das von PAUL ROBERT entworfene, vom Atelier CLÉMENT HEATON, Neuenburg, ausgeführte Mosaik «Die Zeitalter der Geschichte». Im Vordergrund sucht die als Greisin dargestellte Geschichte, das Dunkel der Vergangenheit zu erhellen: Sie sieht Kelten, Römer, Ritter, Bischof und Patrizier. Am Fuss über Urkundenrollen brennen Burg und Stadt. Die junge Frau rechts wirft als Poesie der Chronistin Blumen zu. – Rückwärtiger Erweiterungsbau 1919-1921 von Architekt RENÉ VON WURSTEMBERGER. Auf den Pfeilern des Eingangstores sitzen die von FRANZ ABART 1828 aus Granit gehauenen Bären des ehemaligen Murtentors. Aus «Kirchenfeld und Brunnadern in Bern», Jürg Schweizer Schweizerischer Kunstführer ISBN 3-85782-488-3 Historisches Museum heute Ein universalhistorisches Museum, in welchem man die Kulturen der Welt und die bernische Geschichte in verständlicher Ordnung durchschreiten kann, soll bis 2005 Realität werden. Erstmals seit einem halben Jahrhundert wird dann die gesamte Dauerausstellung des Museums neu eingerichtet sein. Das Historische Museum Bern wurde 1894 vom Architekten André Lambert errichtet. Das Gebäude war ursprünglich als «Landesmuseum» konzipiert. Der Neuenburger Architekt griff für seinen Entwurf nicht nur Bauformen des 15. und 16. Jh. auf, sondern nahm auch verschiedene historische Schlösser zum Vorbild, die im Bau deutlich wieder zu erkennen sind. Der historistische Baustil soll auch an die Zeit erinnern, aus der die wichtigsten Sammlungen des Hauses stammen. Nach der Wahl Zürichs zum Standort des Landesmuseums wurde vom ursprünglichen «Entwurf zu einem National-Museum Bern» schliesslich nur das Hauptgebäude ausgeführt. Es beherbergt heute das zweitgrösste historische Museum der Schweiz, das unter einem Dach eine der wichtigsten völkerkundlichen Sammlungen des Landes mit den bernischen historischen Sammlungen von der Urgeschichte bis zur Gegenwart vereinigt. Der Bestand umfasst etwa 250'000 Objekte. Die Burgunderteppiche, das Königsfelder Diptychon, die Hydria von Grächwil, aber auch eine Reihe von Ethnographica und Numismatica geniessen Weltrang. Das Historische Museum Bern wird von Kanton, Stadt und Burgergemeinde getragen und geniesst die Unterstützung durch die Regionale Kulturkonferenz der Agglomerationsgemeinden. www.bhm.ch ![]() |