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Bern - die Hauptstadt mit Charme Der Meret-Oppenheim-Brunnen (Oppenheimbrunnen) Waisenhausplatz Erst seit der Mitte des 19. Jh. gemeinsamer Name der folgenden drei Platzteile. Südteil (Nrn. 2-14) östlich begrenzt durch die Häuser der Zwingelhofüberbauung der 2. Stadtbefestigung, erbaut in der Mitte des 16. Jh. Name: Viehmarkt, dann Holzmarkt, gelegentlich Weinplatz, im 18. und 19. Jh. Schweinemarkt. Mittelteil (Nrn. 16-28) nach Aufschüttung des Tachnaglergrabens Zeughausplatz genannt. Nordteil (Nrn. 29/30) erst 1784 fertig aufgeschüttet, heisst von da an Waisenhausplatz. Lit.: KDM. 2 Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern von Berchtold Weber (1976) Meret-Oppenheim-Brunnen (Oppenheimbrunnen) Symbol des Wachsens und des Lebens, 1983. Ein Brunnen, der im historischen Stadtkern künstlerische Gegenwart signalisiert. Betonsäule mit bewässerten Spiralstücken, Moospolster, Pflanzen und Gräser. Anstatt in Grau schillert die Säule in den reichen Tönen der Natur. Eine Utopie, die im Unesco-Weltkulturgut höchste Wellen schlug: Empörte Traditionalisten verlangten ultimativ die Entfernung des zeitgenössischen Werkes, das einen Gegenpol zu den traditionellen Sandsteinfassaden bilden sollte. Vergeblich: Der Meret-Oppenheim-Brunnen blieb, wo er war. Nicht zuletzt auch dank der Standhaftigkeit des kulturbegeisterten Stadtbaumeisters Ueli Laedrach, welcher im beschaulichen Bern verwaiste und öde Plätze mit bildender Kunst beleben wollte. Das angestrebte Wechselspiel, die lebendige Kommunikation zwischen Kunstwerk und Betrachtenden funktioniert! ![]() ![]() |