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Bern - die Hauptstadt mit Charme

Welttelegrafen-Denkmal

Telegraphendenkmal
1911 veranstaltet der 1865 gegründete Welttelegraphenverein (UIT) ein Preisausschreiben. Der Entwurf von G. Romagnoli, Bologna wird 1922 von A. Romagnoli ausgeführt. Die ursprüngliche Tafel mit den Namen der 83 Gründerstaaten auf der Südseite ist seit der Zentenarfeier durch eine Mitgliedertafel verdeckt, die der Bundesrat gestiftet hat.
Standort: Helvetiaplatz 5 vor dem Historischen Museum

Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern von Berchtold Weber (1976)



  • Welttelegrafen-Denkmal (Bundesamt für Bauten und Logistik)
  • Welttelegrafen-Denkmal (Bernische Denkmäler)
  • Giuseppe Romagnoli (italienisch)
  • Abbildungen



    Welttelegrafen-Denkmal

    1908 wurde an der Lissabonner Telegrafenkonferenz der Bundesrat als Aufsichtsorgan zur Durchführung eines internationalen Denkmalwettbewerbs ernannt. Bern beherbergte das Verwaltungsgebäude der Telegrafenunion. 1909 schrieb die Eidgenossenschaft einen Wettbewerb für ein Welttelegrafendenkmal am Helvetiaplatz in Bern aus.

    Als Sieger ging der international bekannte Künstler Giuseppe Romagnoli (1872- 1966) aus Bolognia hervor. Das Projekt Tebro, im Stil des italienischen «Il Liberty», gilt als sein Hauptwerk. Nach diversen Diskussionen über den Standort zwischen dem Gemeinderat der Stadt Bern und der Eidgenossenschaft wurde das Denkmal 1922 eingeweiht.

    Es verweist auf die kulturelle Bedeutung der Welttelegrafenunion und die internationale Aufgabe der Schweiz. Die dominierende Mittelfigur, eine Alegorie der Welttelegrafenunion, und die thematischen Figureneinheiten (Familie, körperliche und geistige Arbeit, Schmerz, Fruchtbarkeit, Barmherzigkeit), liess der Künstler aus Bronze schaffen. Das Motiv «die Seelen der Völker zu verbinden» durchzieht als wellenartige Bewegung die gesamte Denkmalplastik. Der üppige monumentale Sockel und die beiden Brunnenbecken aus Calciumsilikat beruhen auf einem raumfüllenden und auf Symmetrie angelegten Konzept.

    Die Brunnenbecken sind nach italienischen Vorbildern dem Spätbarock nachempfunden und wurden durch die Direktion der eidgenössischen Bauten gezeichnet und konstruiert.

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    Welttelegrafen-Denkmal

    Die Internationale Telegrafen-Union

    Am 17. Mai 1865 wurde in Paris die Internationale Telegrafen-Union gegründet, mit dem Zweck, den weltweiten Telegrafendienst zu sichern und zu erleichtern. Zwanzig Staaten, darunter die Schweiz, gehörten dieser zwischenstaatlichen Vereinigung der Telegrafenverwaltungen ursprünglich an - sie war die erste einer Reihe internationaler Organisationen mit technischer Ausrichtung. Die Union besass ein Zentralorgan, das «Bureau international des Administrations télégraphiques» , das seinen Sitz in Bern einrichtete und 1869 seine Tätigkeit aufnahm. Dem schweizerischen Bundesrat wurde die Aufsicht über dieses Zentralorgan übertragen.

    «Der grosse Erfolg der Telegrafen-Union liegt vornehmlich in der gewaltigen Erleichterung, welche die Vereinheitlichung und Vereinfachung einer grossen Anzahl Vorschriften sowohl dem Publikum als auch dem Dienstpersonal gebracht hat. Diese vereinfachende und uniformierende Tätigkeit der Union hat sodann auch auf dem Gebiete des Taxenwesens ganz erhebliche Fortschritte und damit gleichzeitig eine kaum geahnte Vermehrung des Verkehrs zur Folge.» So lautet das kompetente Urteil des ehemaligen Bundesrates Emil Frey, welcher das Büro der Telegrafen-Union von 1897 bis 1921 als Direktor leitete. Beispiel für den erwähnten Aufschwung: Im Jahr 1868 wurden in den Vertragsländern 5'678'000 internationale Telegramme aufgegeben, 1903 waren es bereits 32'647'000.

    Die Internationale Telegrafen-Union - es wurde für sie auch die Bezeichnung «Welttelegrafenverein» verwendet - bestand bis 1932. Angesichts der technischen Entwicklung im weltweiten Fernmeldewesen entstand damals als Nachfolgerin die «Union internationale des télécommunications» - zu deutsch «Weltnachrichtenverein», später «Internationale Fernmelde-Union». Die UIT hatte ihr Büro weiterhin in Bern. 1947 jedoch verlegte sie ihren Sitz nach Genf, da sie der UNO als Sonderorganisation angegliedert wurde.

    Wettbewerb mit zwei Anläufen

    Die Geburtsstunde des Telegrafen-Denkmals auf dem Helvetiaplatz schlug am 11. Juli 1908 an der Telegrafenkonferenz in Lissabon. Mit Akklamation wurde hier beschlossen, zur Erinnerung an die 1865 erfolgte Gründung der Internationalen Telegrafen-Union in Bern ein Denkmal zu errichten, welches im Jahre 1915 aus Anlass des 50jährigen Bestehens der Vereinigung enthüllt werden sollte. Der Antrag des Konferenzpräsidenten Alfredo Pereira sah eigentlich die Gründungsstadt Paris als Standort des Monuments vor, doch schlug der französische Delegierte Simyan selbst Bern vor, da dort zur Zeit auch das Weltpost-Denkmal gebaut werde. Mit der Ausführung des Projekts wurde die schweizerische Regierung beauftragt.

    Der Bundesrat nahm in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Büro der Telegrafen-Union die Sache unverzüglich in Angriff. Als erstes wurde ein Fonds für die Erstellung des Denkmals geschaffen. Die veranschlagten 200'000 Franken sollten bis 1915 durch jährliche Beiträge aller Mitgliedstaaten aufgebracht und von der eidgenössischen Staatskasse sichergestellt werden. Im weiteren bestimmte .der Bundesrat ein internationales Preisgericht, dem die Schweizer Eugen Jost, Architekt. in Lausanne, als Präsident und Direktor Emil Frey angehörten. Diese elfköpfige Jury sollte die Gesichtspunkte festlegen, von denen die am Wettbewerb teilnehmenden Künstler bei der Ausarbeitung ihrer Projekte auszugehen hatten; dazu musste vorab der Standort des Denkmals bestimmt werden.

    Der Platz für das künftige Telegrafen-Denkmal wurde recht schnell und problemlos gefunden - erst nach Bekanntwerden des preisgekrönten Modells erhitzte die Standortfrage für ein ganzes Jahrzehnt die Gemüter in Bern. Als im März 1909 das Post- und Eisenbahndepartement den Berner Gemeinderat ersuchte, öffentliche Plätze zu bezeichnen, die für eine Aufstellung des Monuments in Betracht kämen, stellte dieser den Viktoria- und den Helvetiaplatz zur Verfügung. Zum letzteren führte der Gemeinderat in seiner Antwort vom 24. März 1909 aus, dass sich ein Denkmal mitten im bestehenden Rondell sehr vorteilhaft ausnehmen würde. «Einzig ist vielleicht zu bemerken, dass die Hauptfassade des Bernischen Historischen Museums als Hintergrund besser zu einem auf die Landesgeschichte sich beziehenden Denkmal als zu einem Monument des Weltverkehrs passen würde», ergänzten die Stadtväter, welche keinem der beiden Standorte den Vorzug gaben. Die Leiste Kirchenfeld und Spitalacker-Wyler-Beundenfeld hingegen propagierten mit Nachdruck die besondere Eignung «ihrer» Plätze. Der Bundesrat entschied sich am 29. Juni 1909 für den Helvetiaplatz, und die internationale Jury stellte sich einstimmig hinter seinen Entscheid.

    «Die Wahl der Art des Denkmals ist dem Künstler freigegeben, nur soll dasselbe deutlich an die Gründung des Welttelegrafenvereins erinnern und sich dem gewählten Platze gut anpassen. Es ist dem Künstler anheimgestellt, das Denkmal mit einem Brunnen in Verbindung zu bringen.» So lautete die entscheidende Wettbewerbsbestimmung, die den interessierten Künstlern in aller Welt samt Fotografien des Helvetiaplatzes zugestellt wurden. Insgesamt 92 Entwürfe wurden bis August 1910 eingereicht und nach der Prüfung durch die Jury in der Reitschule öffentlich ausgestellt. «Wie sich die armen Künstler das Gehirn zermartern, ist einfach rührend: Kupferdrähte, fliegende, frei in der Luft schwebende Genien, Telegrafenstangen und Porzellanisolatoren sind die modernsten Errungenschaften dieser hochoffiziellen Denkmalkunst ...», spottete C.A. Loosli, damals Zentralsekretär der Gesellschaft der Schweizer Maler und Bildhauer. Kein einziges der 92 Projekte vermochte das Preisgericht zu überzeugen. Es beschloss darum, die Konkurrenz neu auszuschreiben. Das Wettbewerbsprogramm blieb unverändert. Die Teilnehmer wurden zusätzlich auf die geplanten Neubauten «Kunsthalle» und «Alpines Museum» am südlichen Ende der Kirchenfeldbrücke hingewiesen. Als letzter Eingabetermin wurde der 15. August 1911 festgelegt.

    Ungeachtet der schlechten Erfahrungen ihrer 95 Vorgänger fanden sich erneut 105 Bewerber, die ihre Arbeiten dem Preisgericht unterbreiteten. Am 5. September 1911 sprach dieses dem Entwurf «Tebro» des Italieners Giuseppe Romagnoli aus Bologna den ersten Preis zu. Der Entscheid fiel mit 7 zu 5 Stimmen knapp aus - zu den Gegnern gehörte auch Direktor Emil Frey. Auf die nachfolgend klassierten sieben Vorschläge wurde eine Gesamtpreissumme von 20000 Franken verteilt.

    «Die Seelen der Völker werden durch die Welttelegrafen-Union verbunden.» Dieses Leitmotiv liegt dem Werk Rornagnolis zu Grunde. Das mauerähnliche Denkmal hat einen Unterbau aus hellem Granit. Darüber erhebt sich der elf Meter breite figürliche Teil aus Bronze. Die Mittelfigur verkörpert die Idee der Union; sie reicht ihre Hände den beiden Hauptfiguren der Seitengruppen, welche die Menschheit und die Völker darstellen. In zwei Inschriften zu seiten der zentralen Figur wird auf die Gründung der Vereinigung und den Beschluss zur Errichtung des Monuments erinnert. Auf der Rückseite sind die Namen der Gründerstaaten sowie der Mitgliedländer im Jahre 1915 verewigt, die allerdings seit der Zentenarfeier von 1965 von einer Bronzetafel mit den damaligen 128 Mitgliedern überdeckt werden. Vor und hinter dem Denkmalkern sind zwei halbkreisförmige Wasserbassins angegliedert.

    Heiss umstrittene Standortfrage

    Kaum war Romagnolis Entwurf des Welttelegrafen-Denkmals in der Öffentlichkeit Berns zur Kenntnis genommen worden, meldeten sich die ersten kritischen Stimmen zur vorgesehenen Aufstellung des Monuments auf dem Helvetiaplatz. «Eine Betrachtung des Entwurfes mag zur Genüge bestätigen, dass wir hier eine Lösung besitzen, die der symbolischen Gestaltung durchaus gerecht wird, die vor einer Friedhofmauer eines südländischen Camposanto aufgestellt werden könnte, die aber keineswegs als Centralanlage auf einen offenen Platz gehört», schrieb die «Berner Woche» am 16. September 1911. Viel besser würde sich dafür, so fand das Blatt, der Wettbewerbsbeitrag der Münchner Netzer und Pfann eignen; eine 6 Meter hohe Figur des blitzewerfenden Zeus «als erhabenes, einfaches und klares Symbol der Herrschaft über die mächtige Naturkraft».

    Die Kritik aus der Bevölkerung bewog den Berner Gemeinderat Ende 1911, den Bundesrat zu ersuchen, die Platzfrage nochmals zu überprüfen. In Einsprachen wiesen verschiedene interessierte Institutionen und Vereine, darunter die Aufsichtskommission des Bernischen Historischen Museums, darauf hin, dass das mächtige Denkmal in der Platzmitte die Sicht auf das Historische Museum stark beeinträchtige, den zunehmenden Verkehr behindere und wegen der Ausrichtung seiner Vorderseite nach Norden nie recht beleuchtet werde. In einem Schreiben vom 9. April 1912 versuchte der Gemeinderat zudem, der Landesregierung schmackhaft zu machen, das Romagnoli-Denkmal auf dem Viktoriaplatz vor dem projektierten Verwaltungsgebäude der BKW zu plazieren. Nach gründlichen Abklärungen entschied der Bundesrat am 22.Oktober 1912, am alten Platz festzuhalten. In einem Vertrag mit Romagnoli hatte er nämlich bereits ausdrücklich den Helvetiaplatz zugesichert, und er befürchtete nun bei einem Standortwechsel rechtliche Schritte seitens des Künstlers. Einzig eine Verringerung der Denkmalhöhe um einen halben auf 5,5 Meter wurde zugestanden.

    Der bundesrätliche Entscheid vermochte indessen den Widerstand der «Denkmalgegner» keineswegs zu brechen. Neben den Stadtbehörden, die erneut auf die negative Stimmung in der Bevölkerung hinwiesen, wurde auch der bernische Regierungsrat bei der Landesregierung vorstellig. Am 7. Dezember 1912 reichte er ein Wiedererwägungsgesuch der Aufsichtskommission des Historischen Museums ein. Die allfällige Errichtung des Denkmals würde, so stand darin, eine «bleibende Schädigung» des Museumsgebäudes bedeuten. Im weitern legte die Kantonsregierung einen Vorschlag des Kunstmalers Adolf Tièche bei, der das Monument auf die Westseite des Helvetiaplatzes verlegen wollte. Von dieser Idee zeigte sich Romagnoli wenig begeistert, und nach Meinung Bundesrat Ludwig Forrers, Vorsteher des Post- und Eisenbahndepartements, hätte das Denkmal dadurch an Bedeutung verloren; dies wäre nicht im Sinne der anderen Vertragsstaaten.

    Den vorläufigen Höhepunkt der Kampagne gegen das Denkmal bildete eine Protestversammlung der Quartier- und Gassenleiste am 3. Februar 1913 im Casino - der Kirchenfeldleist hatte übrigens längst zu den Gegnern gewechselt. Hier wurde mit einer Gemeindeabstimmung gedroht, durch welche die, etwas voreilige, bedingungslose Abtretung des Helvetiaplatzes durch den Gemeinderat im Jahre 1909 wiederrufen werden sollte. Der Bundesrat liess sich jedoch nicht mehr umstimmen; auch 2400 Unterschriften, welche das Historische Museum gesammelt hatte, liessen ihn unbeeindruckt. Am 23. Mai 1913 bestätigte er seinen früheren Entscheid. Eine Änderung des Standortes, sei es auch nur auf dem Helvetiaplatz, bedinge die Zustimmung des Preisgerichts. Es erscheine aber als ausgeschlossen, «dass die Jury das notwendige Einverständnis geben würde», argumentierte die Landesregierung. Vor diesem bundesrätlichen Machtwort kapitulierten die bernischen Behörden. Der Ausbruch des Weltkriegs brachte die öffentliche Kritik zum Verstummen, verunmöglichte aber auch die Fertigstellung des Monuments auf den vorgesehenen Zeitpunkt. Die Giesserei in Pistoia und die Granitwerke in Bellinzona stellten ihre Arbeit am Denkmal vorläufig ein.

    Wer geglaubt hatte, in den Kriegsjahren sei Gras über den Berner Denkmalstreit gewachsen, sah sich getäuscht! Im Frühjahr 1921 drängte der Bundesrat auf eine rasche Vollendung des Telegrafen-Denkmals, und im Juli des gleichen Jahres stimmte der Berner Gemeinderat der Aufstellung auf dem Helvetiaplatz definitiv zu, nachdem er eine Rückversetzung um 9 Meter von der Platzmitte erreicht hatte. Als anschliessend das Blumenrondell beseitigt wurde, mobilisierte dies die Gegner des Denkmals erneut. Sie schlossen sich in einem Protestkomitee zusammen, in dem unter anderem der städtische Verkehrsverein, der Heimatschutz, der Burgerrat und die verschiedenen Leiste vertreten waren. Präsidiert wurde es von Stadtrat Rudolf Lüdi, als Vizepräsident amtete Dr. Rudolf Wegeli, der Direktor des Historischen Museums. Rund 8000 gesammelte Unterschriften belegten den Rückhalt des Komitees in der Bevölkerung. Wie schon vor dem Krieg, setzte sich auch der bernische Regierungsrat entschieden für eine «andere Lösung» ein - eines seiner Mitglieder, Emil Lohner, war übrigens Präsident der Museumskommission.

    Allein der Bundesrat blieb hart. Vergeblich wurden in letzter Stunde noch zwei neue Standortvorschläge unterbreitet. Der erste sah vor, das Denkmal anstelle des Hauptportals zum Museum zu errichten. Der zweite Vorschlag ging dahin, das Weltpost-Denkmal auf den Helvetiaplatz zu versetzen und dadurch auf der Kleinen Schanze Platz für das Telegrafenmonument zu schaffen. Hier liege der geeignete Längsplatz, fand der Vater dieser Idee, Architekt Eduard von Rodt, und niemand würde dabei geschädigt, «ausser vielleicht die Wildenten, die etwas in Schatten kämen».

    1m Oktober 1922 erreichten die Bronzefiguren - Gesamtgewicht 7,5 Tonnen - auf vier Bahnwagen Bern. Das fertige Denkmal konnte am 22. Dezember eingeweiht werden. Der französische Botschafter Henri Alizé übergab es dem schweizerischen Bundespräsidenten Robert Haab, welcher in seiner Rede erklärte: «Seien Sie dessen gewiss, dass das Schweizervolk nicht nur das ihm anvertraute Monument unter seinen Schirm und Schutz nehmen, sondern auch die Idee, die es verkörpert, stets hochhalten wird.»

    Prellbock für eine Geisterbahn

    Hier sei kurz über die frühmorgendliche Fahrt einer Geisterbahn, welche vom Telegrafen-Denkmal glücklicherweise gestoppt wurde, berichtet: Am 17. Mai 1950, kurz nach Mitternacht, verliess eine Schar Helveter-Studenten in «bester Stimmung» den «Sternen» in Muri und entdeckte auf einem Abstellgeleise beim Bahnhof der Vereinigten Bern-Worb-Bahnen einen Reparaturmotorwagen. Man beschloss, mit ihm in die Stadt zu fahren, und setzte alle Hebel auf Fahrt. Da jedoch der Strom ausgeschaltet war, rührte sich nichts, und der Weg wurde unter die eigenen Füsse genommen.

    Nach Einschaltung des Stromes am frühen Morgen setzte sich das Gefährt jedoch in Bewegung, rollte führerlos zum Burgernziel und darauf mit zunehmender Geschwindigkeit die Thunstrasse hinunter zum glücklicherweise menschenleeren Helvetiaplatz. Dort sprang es aus den Schienen und krachte in das Telegrafen-Denkmal. Dieses nahm im Gegensatz zum Wagen keinen grossen Schaden. Bern indessen hatte ein neues Gesprächsthema.

    Eine Bronzetafel zum Hundertsten

    «Ein wahrhaft babylonisches Sprachengewirr und malerische Nationaltrachten dominierten die Szene», so berichtete der «Bund», als sich am 8. Oktober 1965 die rund 900 Delegierten der Internationalen Fernmelde-Union auf dem Helvetiaplatz besammelten. Anlass war die Übergabe einer Bronzetafel mit den Namen der 128 Mitgliedstaaten, welche auf der Südseite des Denkmals angebracht worden war. Der Bundesrat hatte sie zum 100jährigen Bestehen der UIT gestiftet. Bundespräsident Tschudi würdigte in französischer Sprache das Werden und Wachsen der UIT und enthüllte anschliessend die Gedenktafel. Die Postmusik intonierte dazu eine eigens zu diesem Anlass komponierte UIT-Hymne.

    Peter Martig

    Bernische Denkmäler
    Ehrenmale in der Gemeinde Bern und ihre Geschichte
    Karl F. Wälchli, J. Harald Wäber, Peter Martig, Peter Hurni
    Bearbeitet vom Staatsarchiv des Kantons Bern
    Verlag Paul Haupt Bern und Stuttgart




    Giuseppe Romagnoli

    Leider nur italienisch - würden uns über eine deutsche Übersetzung freuen...

    Scultore e medaglista, nato a Bologna il 14 dicembre 1872. Compie i suoi studi presso il Collegio Artistico Venturoli di Bologna, avendo come insegnanti il pittore Luigi Serra, lo scultore Enrico Barbieri, il decoratore Alfredo Tartarini. Terminati gli studi ottiene il pensionato artistico Angiolini nel quadriennio 1892-96.

    Nel 1897 esordisce partecipando alla Il Biennale veneziana con l'opera Ex natura ars, che viene premiata; per la medesima statua ottiene a Parigi la medaglia d'argento. Giuseppe Romagnoli partecipò assiduamente alle Esposizioni Biennali d'arte della città di Venezia; alla V Biennale (1903) fu presente con le opere Terra mater”, bronzo acquistato dalla Galleria veneziana, Busto di donna (marmo) e La vita (vaso in bronzo) ; alla VI Biennale (1905) espose il ritratto in gesso della Contessa Bianconcini Nunziante di Mignano, una Testa di donna in marmo e il bronzo Sfinge; alla VII Biennale (1907) espone il bronzo Giovinezza; nello stesso anno esegue un medaglione in bronzo raffigurante Giuseppe Mazzini nel 1908 Scolpisce un grande bassorilievo in travertino intitolato Gloria per il monumento a Vittorio Emanuele II a Roma; viene premiato a Monaco con una medaglia d'oro per l'opera Giovinezza.

    All'VIII Biennale (1909) partecipa con una statua intitolata Meditazione; realizza per la famiglia Guizzardi un monumento in marmo e sempre nel corso di quell'anno vince il concorso per la direzione e l'insegnamento della modellazione nella Scuola per l'Arte della Medaglia e si trasferisce a Roma. Giuseppe Romagnoli nei primi anni della sua attività artistica fu molto suggestionato dalla scultura antica, soprattutto dai modi dei quattrocentisti e dal Bernini; successivamente, facendo proprio l'insegnamento del Barbieri, ripropose un verismo di stampo umanitario, assolutamente in linea con i tempi, fino ad approdare nel corso degli anni Trenta a quella corrente artistica più generalmente conosciuta come Novecento italiano.

    Nel campo della medaglistica devono essere ricordate le straordinarie medaglie eseguite per l'Istituto Internazionale d'Agricoltura, per il Bimillenario di Virgilio, per la Mostra Augustea della Romanità, per il Ventennale della Rivoluzione Fascista, per l'Inaugurazione del Comune e della Provincia di Littoria e del Comune di Sabaudia. Il Romagnoli ha dedicato la sua attività quasi esclusivamente alla medaglistica. Sono suoi pressoché tutti i modelli per le monete del Regno d'Italia (dal 1918), dell'Impero (dal 1936) e della Repubblica Italiana. E' morto a Roma nel 1966.


    Bern: Welttelegrafen-Denkmal auf dem Helveiaplatz

    Bern: Welttelegrafen-Denkmal auf dem Helveiaplatz

    Bern: Welttelegrafen-Denkmal auf dem Helveiaplatz

    Bern: Welttelegrafen-Denkmal auf dem Helveiaplatz

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