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Bern - die Hauptstadt mit Charme Bern - Brunngasse Name nach dem Stettbrunnen; 1349 als vicus fontis, 1360 als Brunngasse belegt. In eigener Sache: Die Seite ist noch nicht vollständig. Beiträge oder Angaben von Quellen sehr willkommen.
Bern Brunngasse ca. 1950 - Der grosse Verkehr strömt durch die Hauptgassen; in der Unteren Stadt sind dies die Kramgasse und die Gerechtigkeitsgasse. Von den sich rechts und links an diese anschliessenden Nebengassen sind einige, wie hier die Brunngasse, so still und wenig belebt, dass sie den Anwohnern fast den Garten vor dem Haus zu ersetzen vermögen. An den Markttagen freilich werden sie zum Parkplatz der vom Land hereingekommenen Fahrzeuge. Virtueller Rundgang in der Brunngasse Stettbrunnen Der 1377 erstmals erwähnte Brunnen mit eigener Quelle erhielt schon früh eine Überdachung. Er gab der Brunngasse den Namen. In den Dreissigerjahren des 19. Jh. wurden die Stützen in der alten Form ersetzt. Vermutlich wurde aber damals ihre Zahl von 4 auf 3 vermindert. Die Becken waren bis 1848 hölzern, die steinernen wurden 1855 mit der Umfassungsmauer zusammen erstellt. Gegen das Ende des 18. Jh. hiess der St. wegen des nahen alten Schlachthauses auch Schlachthausbrunnen. Renoviert 1974/75. Standort: Nördlich der Häuser Rathausgasse 16/18 Mehr Informationen Brunngassbrunnen Vom Stettbrunnen unterhalb des Ostausgangs, nicht von einem Brunnen in der Gasse selbst hat der alte vicus fontis, eine der wenigen Gassen Berns, die ihre erste mittelalterliche Bezeichnung bis heute bewahrt haben, seinen Namen40. Spätestens Ende des 16. Jahrhunderts erhält auch sie ihren eigenen, noch 1720 mit neuem Eichentrog ausgestatteten Brunnen etwas westlich von der Gassenmitte41; wohl um 1740-1745 neu in Stein errichtet und auf einen kleinen Platz an der Schattseite versetzt, erscheint er 1759 bereits in der heutigen Situation und Gestalt: Vierkantpfeiler mit nördlich anschliessendem Granitachteckbecken und Nebentrog an dessen Ostseite42. Einzig der Stock 1785 ersetzt: über quadratischem Postament kannelierte Würfelbasis, Fries mit Volutenmotiven und drapierter Louis XVI-Obelisk in jenem auf Niklaus SPRÜNGLIN zurückgehenden Typus des Waisenhausplatz- und Muristaldenbrunnens, mit etwas reicherer Bekrönung: statt Kugel vorkragendes Gesims und Pinienzapfen Der ganze Stock in Solothurner Muschelkalk; in Entwurf und Ausführung den zwei erwähnten Anlagen von 1784/85 unmittelbar verwandt43. Im ganzen eine trotz Ungleichzeitigkeit von Trog und Pfeiler geschlossen wirkende Anlage von einfacher, zurückhaltender Eleganz. Siehe Abbildung Ungerade Hausnummern Brunngasse 9 Tong Fong Ist die Zeit knapp, liegt der Gang zum Chinesen nahe. Der Schnellimbiss ist penibel sauber, die Bedienung zuvorkommend freundlich, das Essen schmeckt vorzüglich.
Brunngasse 11 Zsa Zsa Bar Die kleinste Bar in Bern mit dem griechischen Ambiente. Im Sommer auch ein paar Sitzplätze vor dem Lokal, was etwas Farbe in die sonst, vor allem abends, fast ausgestorbene Gasse bringt. Brunngasse 13 Auf der Terrasse vom Hause Brunngasse 13. Gebenüber sind die ürspünglichen Fassaden der Liegenschaften Brunngasse 10, 12, 14 + 16 erkennbar.
Foto: ca. 1940 - Willy Roth, Quariergasse 14, 3013 Bern Brunngasse 15 Foto alter Zustand. Heute 3-stöckiges Wohnhaus. Im Erdgeschoss Autoeinstellhalle. Im Hintergurnd links Brunngasse 17 und das Restaurant Zimmermania.
Foto: ca. 1945 - Aufnahme von Brunngasse 10 aus - Willy Roth, Quariergasse 14, 3013 Bern Brunngasse 17 Deutsches Bierhaus Name einer Wirtschaft um die Mitte des 19. Jh. Standort: Brunngasse 17 Shiatsu-Therapie Schnyder Maria, dipl. Shiatsutherapeutin SGS, 031 311 85 30 www.brunngasse.ch LINX Kein Krieg Die Räume im Erdgeschoss dienten als Coiffeursalon im Film Dällebach Kari von Kurt Früh, Schweiz 1971, mit Walo Lüönd, Lukas Ammann, Annemarie Düringer, Ellen Widmann, Hans Gaugler Von 1979-1993 Treffpunktlokal der HAB Homosexuelle Arbeitsgruppe Bern siehe Bericht Brunngasse 19 Zimmermannia (heute Restaurant Zimmermania) Das in den frühen Vierzigerjahren des 19. Jh. von Friedrich Zimmermann-Hügli eröffnete Restaurant war Stammlokal der radikalen Erneuerer des Staates Bern. Hier soll die Staatsverfassung von 1846 entstanden sein. «Zimmermannia» Brunngasse 29 Nähstube Die 1796 eröffnete Nähstube der Privat-Armenanstalt befand sich 1880 im Hause Brunngasse 29. Brunngasse 31 Brunngassbrunnen Kurz vor der Mitte des 18. Jh. ersetzt ein steinerner Brunnen auf der Schattseite den Holzbrunnen vom Ende des 16. Jh., der in der Gassenmitte stand. 1785 erhält der Brunngassbrunnen einen neuen Stock mit einem Pinienzapfen als Bekrönung. Standort: Vor dem Haus Brunngasse 31 Siehe Abbildung Brunngasse 39 Meierisli Speise Wirtschaft bis in die Achtzigerjahre des 19. Jh. Standort: Brunngasse 39 Gerade Hausnummern Brunngasse 2 Agathes Second-Hand-Shop Spezialisiert auf ausgesprochen schöne Stücke und Exklusivitäten - hochstehende Marken und Designermodelle. Brunngasse 6 Mohnhaus Das Mohnhaus ist in den 1950er-Jahren von den damaligen Besitzern, der Mohn AG, zu einem Appartementkomplex umgebaut worden. Hotel und Mietwohnung zugleich: Mindestmietdauer eine Woche. Brunngasse 10 Siehe separater Text Brunngasse 14 Galerie Margit Haldemann Ihr professioneller Einsatz für die Vermittlung von Kunst geht zurück ins Jahr 1980. Damals war Margit Haldemann eine der Mitorganisatorinnen des ersten Burgdorfer Bildhauersymposiums, das ihr den entscheidenden Anstoss zur Gründung ihrer Galerie «H» in Burgdorf gab. Bald schon folgte die Eröffnung einer Filiale an Berns Münstergasse, wo die Galeristin ihre Ausstellungstätigkeit bis zum Umzug ins heutige Ausstellungslokal an der Brunngasse 14 im Jahr 1996 fortsetzte. Mit diesem neuerlichen Wechsel einher ging die Umbenennung in den weniger anonymen Namen «Galerie Margit Haldemann», was sich in Anbetracht ihres persönlich geprägten Programms als sinnvoll erwiesen hat, aber auch das Selbstverständnis der Galeristin spiegelt. Brunngasse 16 «Haus Sein» Ein Bürohaus wurde für eine Hausgemeinschaft in Hinblick auf ökologische Wohnqualität und gesundheitliche Aspekte des Älterwerdens umgebaut. mehr... Vermietungen für mehrwöchige Aufenthalte in Bern Brunngasse 18 + 20 Die beiden Hausnummern existieren nicht mehr. Sie wurden mit dem Neubau Brunngasse 16 zusammengelegt
Foto: 1939 - Willy Roth, Quariergasse 14, 3013 Bern Brunngasse 22 + 24 Die beiden Hausnummern existieren nicht mehr. Sie wurden mit dem Neubau Brunngasse 26 zusammengelegt Brunngasse 26 Wohnhaus mit 24 Wohnungen. Hier wohnte einige Jahre der bekannte Berner Künstler Paolo (1894-1982). Er wurde vor allem durch seine Darstellung einfacher Volkstypen und durch sein soziales Engagement bekannt. Biografie Galerie g26.ch Private nonprofit Galerie seit 1970 031 311 84 17 Brunngasse 28 Diese Hausnummer existieren nicht mehr. Sie wurde mit dem Neubau Brunngasse 30 zusammengelegt Brunngasse 36 Restaurant Union 031 311 28 24 Adolf Blunier, Küchenchef Montag bis Freitag 14:00 bis 23:30 und nach Absprache Räumlichkeiten für Anlässe und Bankette, Kegelbahnen, Cheminée, Bar, schöner Ausblick auf die Aare. In diesen Räumlichkeiten befand sich während Jahrzehnten die Wirtefachschule Bern. Brunngasse 42 Cave du Midi et d'ailleurs Langst gehört die mediterrane Ausstrahlung des gut sortierten Weinfachgeschäfts Cave du Midi zum Savoire Vivre der verträumten Brunngasse. Unter dem Laubenbogen steht das verspielte Bistrot-Tischchen, an welchem jederzeit unter fachkundiger Begleitung zweier Weinfachfrauen ein Gläschen mitdegustiert werden kann. Siehe: Wenn Wein-Frauen fremd gehen... Siehe: Brunngasse 42-46 - Umbau und Renovation 1996-1999 Brunngasse 44 Onori Innendekorationen Augusto Onori 031 312 74 64 Rundgang Atelier Siehe: Brunngasse 42-46 - Umbau und Renovation 1996-1999 Brunngasse 46 Trouvailles - Eintrag folgt David Linder Tolle Fotos Brunngasse, Fasnacht, Zibelemärit und vieles mehr Siehe: Brunngasse 42-46 - Umbau und Renovation 1996-1999 Brunngasse 48 Salzkammer 1642-1798 befand sich die Salzkammer im Haus Brunngasse 48. Später wurde in diesem Haus die Akademische Entbindungsanstalt eingerichtet. Entbindungsanstalt Am 1. Dezember 1781 beginnt an der Insel der erste dreimonatige Hebammenkurs an der ersten Entbindungsanstalt Berns. Später wird die Entbindungsanstalt ins Obergeschoss des Interlaknerhauses verlegt. 1834 zieht die Entbindungsanstalt ins ehemalige Salzkammergebäude (Brunngasse 48) um, das 1853 neu aufgebaut wird. Seit 1876 befindet sich die Entbindungsanstalt im heutigen Frauenspital. Kantonalbank Bundesplatz 8. Die 1847 gegründete Museumsgesellschaft baute in Verbindung mit der 1. Berner Baugesellschaft in den Jahren 1867/69 das Gesellschaftshaus Museum. Bis 1903 wurde der Saal im 1. Stock als Konzertsaal benützt. Dann erfolgte bis 1906 der Umbau zur Kantonalbank. Die 1871 aufgestellten, von Robert Dorer geschaffenen Standbilder wurden 1924 durch Kopien ersetzt und zeigen Adrian von Bubenberg, Hans von Hallwyl, Hans Franz Nägeli, Samuel Frisching, Niklaus Friedrich von Steiger, Thüring Fricker, Niklaus Manuel und Albrecht von Haller. Die am 1. Oktober 1834 eröffnete Kantonalbank befand sich bis 1836 im Hause Brunngasse 48, dann bis 1861 im Stift, Münsterplatz 3, hernach bis 1869 im Haus Amthausgasse 1 und zuletzt noch im Haus Bundesgasse 8. Glanz + Gloria Second-Hand-Shop Bei «Glanz und Gloria» an der Brunngasse, das ebensogut «Samt und Seide» heissen könnte, wird fündig, wer eine Vorliebe für antike Kleider hat - vertreten sind die 20er bis 70er Jahre. Universum Coiffure Stella Mario und Patrizia Miggiano Siehe auch separater Text Brunngasse 52 Goldschmiede Atelier Dähler Madeleine und Blaser Eduard Brunngasse 58 Barisi Comestibles und Weinhandlung Ein Besuch bei «Barisi Comestibles und Weinhandlung» an der Brunngasse liess die Magensäfte immer wieder frohlocken. Im schlauchartigen Ladenlokal baumelten fast ein Dutzend verschiedene Salamisorten von der Decke herab, in massiven Vitrinen türmten sich Frischkäse, Parmaschinken und fette Mortadella, in riesigen Gläsern lagerten die Antipasti, in langen Holzregalen folgten sich Schritt auf Tritt Teigwaren, Reis, Wein, Süssigkeiten und Kaffee. Begonnen hat alles 1921. Damals eröffnete der gelernte Maurer Felice Barisi an der Brunngasse ein Spezereigeschäft. Das Geschäft mit Teigwaren, Reis, Wein und den hierzulande noch weitgehend unbekannten eingelegten Pepperoni, Auberginen, Artischockenherzen und Pilzen entwickelte sich prächtig. An der Brunngasse wurde es zusehends enger, die Küche im hinteren Teil des Erdgeschosses musste zusätzlicher Verkaufsfläche weichen. Unmittelbar vor dem zweiten Weltkrieg erfolgte der nächste Expansionsschritt - nach Ostermundigen. An der Oberdorfstrasse kauften die Barisis ein Lagerhaus, um den Wein zu lagern und abzufüllen. Pietro Barisi gehört wie Bruder Renzo und Cousin Enrico zur dritten Generation. Fast dreissig Jahre haben sie die Geschicke des Familienunternehmens dirigiert. Nicht tangiert von Pietros Ausstieg ist die Ostermundiger Niederlassung. Renzo und Enrico Barisi verkaufen dort weiterhin Wein, Spirituosen und gut haltbare Lebensmittel wie Teigwaren, Essig und Olivenöl. Im Jahre 2001 geschlossen. Brunngasse 60 Emil Zbinden Holzstecher, Illustrator, Zeichner, Maler und Grafiker. Holzstich-Illustrationen zu den Gotthelf-Ausgaben der Büchergilde Gutenberg. Mitbegründer der Holzschneidervereinigung Xylon. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er an dieser Adresse, wo er auch am 13. Dezember 1991 an einem Herzversagen starb. hep verlag ag - ott verlag - baufachverlag der führende Schweizer Bildungs- und Sachbuchverlag Postadresse: Brunngasse 36, Postfach, 3000 Bern 7 Fon +41 31 310 29 29 Direktwahl +41 31 310 29 11 Fax +41 31 318 31 35 Brunngasse 64 mode cathrine Die Boutique mode cathrine hat rechtzeitig zum Saisonstart Herbst/Winter2002 nach dreimonatiger Pause an der Rathausgasse 5 ihr neues Verkaufsgeschäft eröffnet. Das Modegeschäft befand sich bisher an der Brunngasse 64. Cathrine Mischler übergibt die Geschäftsführung nach 30 Jahren Tätigkeit ihrer langjährigen Mitarbeiterin und Einkäuferin Franziska Spring. Brunngasse 66 Einwohnermädchenschule Die 1836 gegründete Einwohnermädchenschule ist Nachfolgerin der alten Meitlilehr. Sie umfasst von Anfang an alle Stufen vom Kindergarten bis zum Seminar. Nach ihrem langjährigen Direktor Gustav Fröhlich (1811-1873) heisst sie oft Fröhlich-Schule. 1880 wird sie mit der Städtischen Mädchenschule vereinigt. Standorte: 1836: Brunngasse 66; 1837/38: Predigerkloster (Predigergasse 3); 1838-1857: Erdgeschoss des Rathauses des Äusseren Standes (Zeughausgasse 17); 1857-1873: Nägelihaus 2) (Kornhausplatz 11) und Brunngasse 70; 1873-1880: Bundesgasse 26 Knabensekundarschule Munzinger Munzingerstrasse 11. Wie die Munzingerstrasse benannte man die zweite Knabensekundarschule nach Karl Munzinger (1842-1911), dem vielseitigen Förderer des bernischen Musiklebens. Die Knabensekundarschule Munzinger wurde 1916/18 gebaut und enthielt bis in den Herbst 1921 Notwohnungen für obdachlose Familien. Als Schulhaus wurde sie im Frühling 1922 bezogen und im Herbst eingeweiht. Die Schule selber hatte vorher das Brunngassschulhaus (Brunngasse 66/Grabenpromenade 3) benützt. Realschule Im Oktober 1829 als Burgerliche Realschule eröffnet, ging die R. 1852 an die Einwohnergemeinde über. Diese Schule wurde 1880 bei der Schaffung des Städtischen Gymnasiums diesem angegliedert, wobei eine technische und eine Handelsabteilung geführt wurden. Standorte: Bis 1839: Marktgasse 37; dann im Neubau Brunngasse 66 bis zum Bezug des Gymnasiums Waisenhausplatz (Waisenhausplatz 30) (1885). Brunngassschulhaus Brunngasse 66/Grabenpromenade 3. 1835 wurde der Bau des 1839 eingeweihten B. beschlossen, das ursprünglich der Burgerlichen Realschule diente, 1852 mit dieser an die Stadt überging und seit 1885 für verschiedene Schulen verwendet wird. Nach dem Bezug des Neubaus der Knabensekundarschule Munzinger 1921 kamen insbesondere die Städt. Zeichenklassen ins B. Städtische Zeichenklassen Brunngasse 66/Grabenpromenade 3. Die 1898 eröffneten Zeichenklassen befanden sich ursprünglich im Grossen Kornhaus (Kornhausplatz 18), wurden später teilweise dezentralisiert und bezogen 1922 das Brunngassschulhaus. Begonnen hat die Geschichte der Zeichenklassen 1896 mit einer Motion im Berner Stadtrat. Ziel der Initianten war es, die Primarschüler im Freihand- und Technischzeichnen so zu fördern, dass sie zu Beginn der Lehrzeit den Sekundarschülern ebenbürtig sind. Weiter sollten sie auch bei Stellenbewerbungen für gehobene Berufe gute Chancen haben. Dieses Ziel sei erreicht worden, heisst es in einem Bericht über die Zeichenklassen, der im Dezember im Informationsblatt der Schuldirektion erschienen ist. Bewiesen werde dies durch «die Tatsache, dass unter den Ehemaligen sehr viele Ingenieure, Architekten, Vermessungszeichner, erfolgreiche Grafiker und Handwerksmeister anzutreffen sind». Lange Jahre standen die Zeichenklassen nur Knaben offen - erst 1959 wurde erstmals ein Mädchen aufgenommen. Der Zeichenunterricht wurde 1998 vollständig in die Quartierschulen integriert und die Städtischen Zeichenklassen aufgelöst. Neue Mittelschule Während dem Umbau 1998 der Neuen Mittelschule NMS - eine traditionsreiche Privatschule mit evangelischem Hintergrund am Waisenhausplatz - wurden einige Klassen an die Grabenpromenade ausgesiedelt. Volkshochschule Bern Die Volkshochschule Bern hat 2001 von der Stadt das Schulhaus an der Grabenpromenade 3 übernommen - ein Bildungs- und Kulturzentrum für alle Interessierten, für jährlich über 15'000 Teilnehmende, rund 500 Dozentinnen und Dozenten und für die über 3600 Vereinsmitglieder. Der Eingang auf der Brunngassseite wurde schon seit Jahren aufgehoben. Brunngasse 68 Elendenherberge Gestiftet 1395/96 von den Brüdern Rudolf u. Heinrich Seiler zur Beherbung von Heiliggrabfahrern, später auch von Pilgern nach Santiago de Compostela. Deshalb heisst die E. am Ende des 15. Jh. auch St. Jakobsspital. 1466 bemalt Heinrich Büchler die Fassade. 1531 hebt die Vennerkammer die Anstalt auf und überweist das Vermögen dem Obern Spital. (Elende sind Pilger, fremde Durchreisende.) Standort: Brunngasse 68 Als Gründungsjahr der dritten ins Grosse Spital aufgegangenen Anstalt, der Elendenherberge zu oberst an der Brunngasse Sonnseite, wird heute allgemein die Zeit um 1395/96 angenommen; Stifter waren, wie Morgenthaler vermutet, die Brüder Rudolf und Heinrich Seilers. Zweck des Spitals ist die Beherbergung und Pflege «Elender», d. h. fremder Durchreisender, zunächst vornehmlich von Heiliggrabfahrern, dann der St. Jakobspilger; gegen Ende des 15. Jahrhunderts kommt für die Anstalt der Name St. Jakobspital auf. Beherbergt werden aber auch Kindbetterinnen und Kranke; ferner wird 1474/75 eine Kerkerzelle eingebaut; im Jahre 1466 bemalt Meister Heinrich BÜCHLER die Gassenfront. Die Verwaltung entspricht mit Vogt und Meister derjenigen der drei andern städtischen Spitäler. Am 27. Mai 1531 verfügt die Vennerkammer die Aufhebung der Anstalt und überweist das ablösbare Zinsgut dem Oberen Spital. Quelle: Die Kunstdenkmäler des Kantons Bern; Band 1; Die Stadt Bern; von Paul Hofer Meitlilehr Die 1598 eröffnete Mädchenschule befand sich ursprünglich in der früheren Elendenherberge, dann im Haus des Guardeins Wyss, das die Stadt 1659/60 erwarb. Später zieht die M. ins Haus Brunngasse 66, wo sie 1836 bei dessen Abbruch von der Einwohnermädchenschule abgelöst wird. Die M. wird dabei ins Fischer'sche Posthaus verlegt. Standorte: Vor 1660 Brunngasse 68, nachher dem Haus Rathausgasse 1 gegenüber Kornhaushalle Um die Wende zum 20. Jh. Name einer Wirtschaft im Hause Brunngasse 68/Grabenpromenade 1. Radion - erstes ständiges Kino in Bern Die Kinoära in Bern begann 1907 in einem leerstehenden Laden an der Marktgasse 17 (heute Parfumerie Kindler). Ein Vorführraum mit Stühlen und Bänken wurde improvisiert, der Projektionsapparat von Hand gekurbelt, während ein «Erklärer» seinen mehr oder weniger witzigen Kommentar zu den Bildern abgab. Dieses «Ladenkino» nannte sich Fischers Salon-Kinematograph. Im «Stadtanzeiger» wurde das Lokal mit dem «neusten, flimmerfreien Pathé-Apparat» angepriesen und ein «sehr amüsantes Programm mit den neusten lebenden Bildern» angekündigt. 1908 wurde der Kinematograph in «Radium» umbenannt und an die Grabenpromenade verlegt. Das «Radium» wurde zum ersten ständigen Kino in Bern. «Seit dem 1. Mai befindet sich der Kinematograph Radium an der Grabenpromenade 1, vis-à-vis dem Stadttheater, Eingang an der Brunngasse. Vorstellungen finden jeweils von 2 bis 6 und von 8 bis 10 statt. Schülern in Begleitung der Lehrer wird eine bedeutende Ermässigung angeboten.» Zudem wurde versichert, «dass keine anstössigen Bilder zur Darstellung gelangen» («Berner Tagblatt» vom 22. Mai 1908). Das «Radium» ging bereits 1909 wieder ein. Mehr Informationen Brunngasse 70 Einwohnermädchenschule Die 1836 gegründete Einwohnermädchenschule ist Nachfolgerin der alten Meitlilehr. Sie umfasst von Anfang an alle Stufen vom Kindergarten bis zum Seminar. Nach ihrem langjährigen Direktor Gustav Fröhlich (1811-1873) heisst sie oft Fröhlich-Schule. 1880 wird sie mit der Städtischen Mädchenschule vereinigt. Standorte: 1836: Brunngasse 66; 1837/38: Predigerkloster (Predigergasse 3); 1838-1857: Erdgeschoss des Rathauses des Äusseren Standes (Zeughausgasse 17); 1857-1873: Nägelihaus 2) (Kornhausplatz 11) und Brunngasse 70; 1873-1880: Bundesgasse 26 Apiarius-Haus Brunngasse 70. 1537-1547 hatte der erste Buchdrucker Berns, Matthias Apiarius (eigentlich Biener), in diesem Hause seine Offizin. Der heutige Bau stammt vom Ende des 17. Jh., die Gedenktafel von 1937. Berner Drucker und Buchbinder Boutique Comme il faut 031 311 06 46 Brunngasse 72 Spinnanstalt Halbprivate, wohltätige Unternehmung, die Heimspinnerinnen mit Arbeit und nötigenfalls mit Verpflegung versorgte. Gegründet 1785, bestand die Spinnanstalt bis zum Ende des 19. Jh. Standort: Verkaufsmagazin: Münstergasse 36, später Brunngasse 72 Eckhaus Brunngasse / Rathausgasse 82 Zur Käshütte Heugel (Bericht aus dem Sunntigsblatt aus dem Jahre 1944) Ein halbes Jahrhundert ist vergangen in Arbeit, Vorsorge und wechselvollen Tagen seit der Gründung der Firma Heugel in Bern. Es war damals, im Jahre 1894, ein kalter, unfreundlicher Herbst, der mehr Anforderungen an die Menschen stellte, als man es sonst gewohnt war. Und doch vermochte er nicht die Tatkraft der Frau Rosa Heugel-Walthert zu hemmen oder gar den Entschluss, von Oberdiessbach nach Bern zu ziehen, um ein Geschäftli zu übernehmen, über den Haufen zu werfen. Ein feiner Oktoberregen mit seiner melancholischen Stimmung bedeutete für die real denkende Frau Rosa kein Hindernis. Eine Fuhre wurde bestellt und aufgeladen. Jakob Beutler, ein Bauer von Aeschlen, führte den Zügel mit zwei Pferden und der Sohn der Frau Rosa, der heutige Grossätti Heugel sorgte für den glatten Verlauf der Züglete. Der Einzug in das Geschäftli an der Metzgergasse 26 gestaltete sich in der damalig üblichen Weise, und die ersten Geschäftsunkosten an den Bauern aus Aeschlen für die Fuhre von Oberdiessbach nach Bern betrugen volle Fr. 5.- und etwas Znüni... Das Geschäft entwickelte sich langsam, aber sicher, blieb jedoch von den ungünstigen Zeiten, die sich auch in andern Geschäftszweigen äusserten, nicht immer verschont. Doch Frau Rosa und ihr Sohn, dem auch seine Frau Luise tapfer zur Seite stand, verstanden es, der Schwierigkeiten Herr zu werden. Die solide und gewissenhafte Geschäftsführung zog manchen Käufer an, und es bildete sich bald ein treuer und ansehnlicher Kundenkreis. Damit begann das Geschäft aus seinem ursprünglichen Rahmen herauszuwachsen, und man sah sich genötigt, grössere Geschäftslokalitäten zu beziehen. 1926/27 wurde das Geschäft aus der Metzgergasse 26 in die heutige Käshütte,, Metzgergasse 82, verlegt. Mit der Zeit wuchs nun die dritte Generation heran, der es vergönnt ist, weiter zu bauen und auf einer guten Basis das Geschäft einer noch bessern Zukunft entgegenzuführen. Der Stadtbrand von 1405 Der 14. Mai 1405 war ein windiger Tag, eine starke Bise wehte aus Nordosten. Gegen 16 Uhr brach auf der Südseite der Brunngasse ein Feuer aus. Niemand wusste, wie es seinen Anfang genommen hatte. Die einen verdächtigten hinterher die kurz vor dem Brand eingekerkerten Priesterdirnen, die anderen die seit einem Jahr strenger kontrollierten Beginen oder Begarden; vermutlich war aber bloss ein Funke von einem Töpferofen oder einem Schmiedefeuer übergesprungen oder vielleicht ein brennendes Öllämpchen auf den mit Spreu bedeckten Fussboden gefallen. weiter... Kanalisationsgraben Brunngasse In der Stadt Bern gab es schon im Mittelalter ein am Stadtbach angeschlossenes Kanalisationssystem: die Ehgräben. Diese ältesten Abwasserkanäle führten zwischen den Häuserreihen hindurch und markierten die gesetzlichen Grundstücksgrenzen (Gesetz = Eh). Mit der Erweiterung der Stadt wurde auch das Kanalnetz grösser und grösser. Anfangs waren die Ehgräben noch offen. Um sie von hängengebliebenem Schmutz zu reinigen, wurden sie täglich durchgespült, indem man über ein ausgeklügeltes (auch heute noch bestehendes) Schleusensystem Stadtbachwasser in die Gräben leitete. Der Graben an der Brunngasse ist heute mit Platten abgedeckt und dient zur Aufnahme des Regenwassers. Noch vor wenigen Jahren wurde der Graben täglich durchgespült, indem ein städtischer Angestellter neben dem Haus der Intraform für eine halbe Stunde eine Schleuse öffnete. Begegnung mit Roland Rüfli - Paketbote der unteren Altstadt Ich stehe jeden morgen um 04.30 auf. Danach gibt's als erstes ein richtiges Frühstück. Man muss viel essen, denn man verbrennt viel. Pro Tag kommen da ein paar 100 Kilo an Paketen zusammen, die ich tragen muss. Meine Arbeit beginnt um 6.00 Uhr in der Distributionsbasis Mösli bei Ostermundigen. Feierabend ist zwischen 14.30 und 18.00. Je nach dem. Im Dezember gibt es mehr zu tun. Das ist wie in jedem anderen Geschäft auch. In den Spitzentagen trage ich bis zu 400 Pakete aus. Da muss man die Route gut einteilen und schon beim Packen des Wagens die Tour vor Augen haben. Der Tagesschnitt liegt so bei 220 - 250 Paketen. Mein Gebiet ist die untere Altstadt, genau vom Zytglogge bis zur Matte. Die Route muss man schon sehr gut kennen. Es gibt zum Beispiel viele Kleingeschäfte, die nur am Nachmittag geöffnet haben. Auch sind die meisten automatischen Türöffnungszeiten auf den Briefboten eingestellt, deshalb muss ich viele Strassen doppelt machen. Einmal am Morgen und dann nochmals am Mittag. Die tägliche Arbeit ist auch mein Training, ein sogenanntes Intervalltraining. Laufen - gehen - laufen. Ich bin ein leidenschaftlicher Mittel- und Langstreckenläufer. Pro Jahr nehme ich an ca. 10 - 12 kleineren Volksläufen, Halbmarathon- und Marathonläufen teil. Ich starte am Grand-Prix Bern genauso wie am Jungfrau-Marathon. Mit einer 3000er Nummer laufe ich am GP Bern im vorderen Drittel mit. Die Arbeit ist mein ganzes Training. Zusätzlich trainiere ich nur selten. Seit 1983 bin ich beim Zustelldienst der Post. In der unteren Altstadt arbeite ich seit 6 Jahren. Einen geregelten Mittag habe ich nicht. Das kann ich mir selbst einteilen. Lieber mache ich mehrere Kaffeepausen als 1 Stunde Mittag. Den ersten Kaffee-Stop mache ich im Restaurant Harmonie. Danach folgen meistens noch zwei bis drei weitere. Oft werde ich in den Geschäften zu einem Kaffee eingeladen. Einer meiner Hauptkunden ist übrigens das Bundeshaus. Dort habe ich auch mein bekanntestes Paket abgegeben, das war im Februar 2000: Die vier abgeschnittenen Luchspfoten von der illegalen Luchstötung im Kanton Bern. Die Flurpolizei hat mich nach Auffälligkeiten befragt, ich konnte jedoch nicht weiterhelfen. Ende Dezember 2004 bin für die nächsten 4 Jahre in die Betriebskommission der Gemeinde Ostermundigen gewählt worden. Von Frühling bis Herbst sind wir fast jedes Wochenende am Neuenburgersee. Wir, das sind meine Frau, unsere Tochter und unser Sohn, haben einen Wohnwagen auf einem festen Standplatz. Dazu gehört ein Garten, wo wir hauptsächlich Blumen, aber auch Gemüse anpflanzen. Dort verbringen wir auch unsere Sommerferien. hpv Brunne Zytig 11.03.2005
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