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Bern - die Hauptstadt mit Charme

Berner Burgen und Schlösser

Betrachtet man die Stadt Bern von der Rosengartenterrasse aus, so versteht man durchaus, weshalb Herzog Berchtold V. von Zähringen 1191 an dieser strategisch günstigen Lage eine Stadt gründete. Eine Stadt, die später einmal grossen Einfluss auf weite Teile der umliegenden Landschaft haben sollte, im 15. Jahrhundert gar zum grössten Stadtstaat nördlich der Alpen und später zur Bundeshauptstadt der Schweiz avancierte. Einer Legende zufolge soll von Zähringen seine letzte Gründungsstadt nach dem ersten in dieser Gegend erlegten Beutetier, einem Bären, benannt haben. Wen wunderts da, dass der Bär zum Berner Wappentier geworden ist.



Burgen, Schlösser, Campagnen im Kanton Bern

  • Burgen und Schlösser
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  • Schloss Aarwangen
  • Schloss Amsoldingen
  • Altes Schloss Belp
  • Schloss Blankenburg
  • Schloss Bümpliz I
  • Schloss Büren
  • Schloss Burgdorf
  • Schloss Burgistein
  • Schloss Fraubrunnen
  • Schloss Grasburg
  • Schloss Hindelbank
  • Schloss Holligen
  • Schloss Hünegg Hilterfingen
  • Schloss Interlaken
  • Schloss Jegenstorf
  • Schloss Kehrsatz
  • Schlössli Kirchdorf
  • Schloss Köniz
  • Schloss Landshut
  • Schloss Laupen
  • Schloss Münchenwiler
  • Schloss Oberdiessbach
  • Schloss Oberhofen
  • Schloss Reichenbach
  • Schloss Riggisberg
  • Burgruine Ringgenberg
  • Schloss Rümligen
  • Schloss Schadau
  • Schloss Schlosswil
  • Schloss Schwarzenburg
  • Schloss Sinneringen
  • Schloss Spiez
  • Schloss Thun
  • Schloss Toffen
  • Schloss Trachselwald
  • Schloss Wimmis
  • Schloss Worb II



  • Burgen und Schlösser

    Bern begann schon bald einmal über die Stadtmauern hinaus zu expandieren. Teils wurden Ländereien gekauft, teils wurden Gebiete erobert. Eine grosse Bautätigkeit war die Folge. Rund um Bern entstanden zuhauf Burgen und Schlösser für die von der städtischen Obrigkeit als Schultheisse und Landvögte eingesetzten Adeligen. Aber auch viele Klöster und Kirchen wurden gebaut, war doch zu jener Zeit der kirchliche Einfluss sehr gross. Ehemalige Klosteranlagen findet man in Frienisberg (heute genutzt als Altersheim), in Münchenbuchsee (heute eine Sprachheilschule). Die einstigen Klöster in St. Johannsen oder Thorberg sind heute Strafanstalten. Eine gut erhaltene Festung steht in Burgdorf, das im 14. Jahrhundert nach einer sechswöchigen, vorerst ergebnislosen Belagerung schliesslich doch noch den Bernern zugesprochen wurde (das Schloss Burgdorf dient heute als Amtssitz und Museum).

    Im Burgdorferkrieg eroberte Bern auch die Schlossburg Trachselwald. Zwischen 1408 und 1798 residierten darin nicht weniger als 79 vom Staat ernannte Landvögte und Oberamtsmänner. An einem von ihnen wurde einmal ein Exempel statuiert: Zur Zeit der Bauernaufstände im 17. Jahrhundert (unter dem Anführer Niklaus Leuenberger wollte man dem «Herrenbund» der Obrigkeiten den «Bauernbund» des Volkes entgegenstellen) wurde der verhasste Samuel Tribolet von der Berner Regierung seines Amtes enthoben und in die Verbannung geschickt. Seit 1798 amten im Schloss Trachselwald Regierungsstatthalter.

    Im Westen Berns weist die imposante, auf einem steilen Felsvorsprung über der Sense liegende Ruine Grasburg auf eine bewegte Vergangenheit hin: schliesslich war das nahegelegene Laupen Berns erste Vogtei. An die Schlacht von 1339, wo Bern unter Führung Rudolf von Erlachs Laupen gegen die Freiburger und ein Adelsheer verteidigte, erinnert ein Denkmal auf dem Bramberg bei Neuenegg. Während das Schloss Laupen (heute Amtssitz) weitgehend unversehrt blieb, wurde die Wehranlage Burgistein im Gürbetal zerstört. Das heutige Schloss Burgistein steht auf deren einstigen Grundmauern. Von kriegerischen Auseinandersetzungen zeugen u.a. auch Burgruinen in Melchnau, Rohrbach und Oberbipp.

    Viele Orte können noch immer stolz sein auf historische Landschlösser, die häufig auf Gemäuern alter Burgen entstanden sind. Auch wenn diese Bauten im Lauf der Zeit mehrmals dem Geschmack der Bewohner angepasst und im jeweils aktuellen Baustil erneuert worden sind. Heute werden die meisten Herrschaftssitze von ihren privaten Besitzern gehegt und unterhalten. In Privatbesitz befinden sich u.a. die Schlösser von Belp, Bremgarten, Burgistein, Gerzensee, Gümligen, Kiesen, Muri, Oberdiessbach, Rubigen, Reichenbach bei Zollikofen, Rümligen, Toffen, Utzigen und Worb.

    Im Schloss Aarberg befindet sich heute das Bezirksgericht, in Kehrsatz und Erlach dienen die Schlösser als Erziehungsheime, in Hindelbank ist der Prunkbau ein Frauengefängnis. Berns Erlacherhof, die Schlösser in Schwarzenburg, Aarwangen, Büren an der Aare, Schlosswil, Fraubrunnen und Nidau werden als Amtssitze genutzt. Im Jegenstorfer Schloss ist ein Wohnmuseum eingerichtet und das schmucke Landhaus Thunstetten wird von einer Stiftung verwaltet und für diverse Anlässe vermietet. Im Landsitz Lohn bei Kehrsatz empfängt der Bundesrat Staatsbesuche, die Schlösser Gerzensee, Hünigen bei Konolfingen und Münchenwiler dienen als Tagungszentren. Das einzige Wasserschloss im Kanton Bern, Schloss Landshut bei Utzenstorf, beherbergt heute ein Museum für Wohnkultur aus dem 17. Jahrhundert sowie ein Jagdmuseum.

    www.smit.ch


    Schloss Jegenstorf
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