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Berühmte Gäste in Bern>     → Künstlerlexikon

Alphabetisch

Hans Arp
Biografie und Eröffnungsrede von Marguerite Arp-Hagenbach am 17. Mai 1969 anlässlich der Retrospektive Hans Arp im Guggenheim Museum, New York.
(Anm. Ein aussergewöhnliches Dokument)
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Hugo Ball
Im Mai 1915 emigrierte er nach Zürich; er schrieb wieder für Zeitschriften und tingelte mit einem Varieté-Ensemble als Klavierspieler und Texter durch die Schweiz. Im Februar 1916 gründete er mit Hans Arp, Tristan Tzara und Marcel Janco in Zürich das «Cabaret Voltaire», die Wiege des Dadaismus; er zog sich aber bald wieder aus dem Kreis der aktiven Dadaisten zurück und arbeitete 1917-20 als Mitarbeiter, schliesslich als Verlagsleiter der «Freien Zeitung» in Bern, wo er politische Tageskommentare und kritische Beiträge verfasste.
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Ernst Bloch
Als Bloch in die Schweiz kam, hatte er seine Frau, die Bildhauerin Else von Stritzky, neben sich. Sie sollte schon 1921 sterben, und sie muss ein inneres Leuchten verbreitet haben, das alle, die sie kannten, «unbegreiflich trostreich» (Benjamin) berührte. Sie wohnten zuerst in Bern, dann in Thun, später in Interlaken, in kümmerlichsten Verhältnissen. In Bern war Bloch 1917 «drei Monate lang in fast täglicher und nächtlicher Symbiose» mit dem Philosophen Max Scheler zusammen, der als Sonderbeauftragter des Auswärtigen Amtes in Bern weilte.
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Bazon Brock
Bazon (der Schwätzer, siehe Balbulus) Brock lebt in Hamburg und Frankfurt / Main. Geboren 1936 in Stulpow (heute Polen). Studium der Philosophie, Literaturwissenschaft und Politik in Hamburg, Zürich und Frankfurt. Hospitant bei Claus Bremer in Darmstadt (Sellner-Ära). 1960 Chefdramaturg bei Horst Gnekow. Zur Zeit Dozent für Nicht-Normative-Ästhetik an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg.
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Mark Brusse
Un an et demi après j'ai rencontré une nuit au Martini-Bar à Venise Monsieur Szeemann, et en parlant de son projet pour une exposition sur l'environnement j'ai mentionné ma boîte. Bref, venu à Berne on a pris les mesures des murs, du plafond et du sol d'une salle, afin de l'occuper totalement avec ma boîte en bois, bien finie etc.
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Marc Chagall
Chagall war 64 Jahre alt, doch kam er in den ersten Februartagen des Jahres 1951 mit der Ausstrahlung eines jugendlichen Schalks, aber auch der eines Grandseigneurs nach Bern, um die in der Kunsthalle von Noldi Rüdlinger initiierte Ausstellung von seinen Werken zuerst zu hängen und dann an der Eröffnung teilzunehmen. Es war meine erste Begegnung mit ihm, zu mehr als einem scheuen Händedruck reichte es nicht.
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Christo
Ein Schweizer Museum, die Kunsthalle Bern, bot Christo und Jeanne-Claude erstmals die Gelegenheit, ein ganzes Gebäude zu verhüllen. Im Juli 1968 fand zur Feier des 50. Jahrestags der Museumsgründung eine internationale Gruppenausstellung mit Environments von zwölf Künstlern statt.
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Churchill
Bevor Winston Churchill nach Zürich reiste, um dort seine berühmt gewordene Europarede zu halten, besuchte der frühere britische Kriegspremier, vom Genfersee kommend, Bern, wo er am 17. September 1946 begeistert empfangen wurde.
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Henry Dunant
Es ist der permanente Glaube an das Gute, der den Einsamen beseelt, über die Schaffung internationaler Organisationen den Weltfrieden zu sichern, und seine ganze Wut gehört denen, die sich diesen Zielen entgegenstellen: «Zermalmen wir die zwei Niederträchtigen! Die beiden grossen Feinde der Menschheit! Die Kirche und der Staat sind die geistige und moralische Quelle aller Knechtschaft, zwei willkürliche Räderwerke: das erste scheinheilig, verstockt, dünkelhaft pharisäisch und grausam fanatisch, das zweite brutal, gewissenlos und heuchlerisch gewalttätig ...»
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Albert Einstein
Seine Bewerbung beim Schweizer Patentamt in Bern war 1902 endlich erfolgreich, nachdem er sich zuvor vergeblich für mehrere Assistentenstellen in der Schweiz und im Ausland beworben hatte. Am 23. Juni 1902 nahm Einstein die Arbeit als Experte II. Klasse auf. In seiner Berner Zeit schrieb Einstein zahlreiche Abhandlungen, so über die Lichtquantenhypothese und über eine neue Bestimmung der Moleküldimensionen (1905). Letztere nahm die Universität Zürich als Dissertation an.
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Claude Givaudan
Ouvert depuis une année environ, la Galerie Givaudan se spécialise peu à peu dans l'édition de Multiples. Parmi ses artistes, Kowalski, Takis, Etienne Martin... De plus, Givaudan considère ses livres-objets comme des Multiples.
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Hermann Hesse
Als Hermann Hesse sich im Herbst 1912 in Bern niederliess, war er 35jährig, ein berühmter Mann, verheiratet und Vater von drei kleinen Buben. Das Land- und Familienleben in Gaienhofen am Bodensee war ihm eng geworden. Und das «Unbehagen in der überheblichen, protzigen Gesellschaft des wilhelminischen Deutschland» machte ihm zu schaffen. Warum nicht in die Schweiz ziehen, die ihm von Kindheit an vertraut war und wo er viele Maler- und Musiker-Freunde hatte? auch seiner Frau zuliebe, einer Baslerin? Da bot sich ihm das Haus seines eben verstorbenen Freundes, des Malers Albert Welti, an, eine leicht verwahrloste Campagne am Melchenbühlweg in Bern, das «Ougspurgergut», den Einheimischen bekannt als Schauplatz der Tavel-Romane «Veteranezyt» und «Jä gäll, so geit's».
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Piotr Kowalski
Alle Formen in Kowalskis Schaffen sind mittels einer von ihm erfundenen Technik entstanden, die den Rang einer Werkphilosophie hat. Sein Ziel ist die Schaffung neuer Formen, wie sie direkt aus allen Deformationen, denen sich eine elastische Oberfläche unterziehen lässt, hervorgehen.
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Lenin
1907, nach Auflösung der Duma, dem Scheinparlament, das nach der Revolution von 1905 eingeführt worden war, floh Lenin überstürzt über Schweden nach Westeuropa, wo er sich nun für fast zehn Jahre aufhalten sollte, zuerst von Land zu Land herumeilend und, als er sich als Russe nicht mehr unbeschränkter Freizügigkeit erfreuen durfte, von 1914 bis zu seiner Rückkehr nach Russland in der Schweiz. Zuerst wohnte er in Bern, ab 1915 in Zürich. 1915/16 nahm er an den Konferenzen von Zimmerwald und Kiental sowie an weiteren Konferenzen [mit Jugendlichen, Frauen] teil. Strikte um den Bestand seiner Aufenthaltsbewilligung bemüht, mischte er sich kaum direkt in die Verhandlungen ein, wusste aber aus dem Hintergrund geschickt Einfluss zu nehmen.
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Konrad Lueg
Konrad Lueg, der mit Gerhard Richter und Sigmar Polke seine ersten Ausstellungen bestritt, wollte seine Künstlerkarriere für kurze Zeit zugunsten der Errichtung eines Modells einer neuartigen Galerie für Düsseldorf unterbrechen. Doch es kam zu einer Unterbrechung auf Lebenszeit und zur Gründung der renommierten Konrad Fischer Galerie.
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August Macke
Die Freundschaft zwischen Macke und Louis Moilliet begann während der Hochzeitsreise von August und Elisabeth Macke, die sie auch zur Familie Moilliet in Bern führte. Louis Moilliet begleitete August und Elisabeth anschliessend nach Paris. Sie besuchten dort Karl Hofer, dem Moilliet wiederum 1907, während eines Aufenthalts in Rom, begegnet war. Louis Moilliet sah Macke dann im Sommer 1910 in Tegernsee und 1911 in München wieder. Nicht zuletzt auf Veranlassung von Macke nahm er sowohl 1912 an der Sonderbund-Ausstellung in Köln wie im Jahr darauf am Ersten Deutschen Herbstsalon in Berlin teil.
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Lutz Mommartz
Regie, Script, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Produzent.
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Benito Mussolini
Erneut verdiente Mussolini seinen Lebensunterhalt im Baugewerbe. Bei der Firma Froidevaux & Co. am Fischermätteliweg arbeitete er als Handlanger und Hilfsarbeiter. Im selben Quartier, an der Cäcilienstrasse Nummer 20, bewohnte er ein Zimmer. Der junge Muratore lebte in Bern nicht mehr unerkannt und anonym, sondern, wie die Dokumente der Berner Polizei und der Bundesanwaltschaft zeigen, vom Auge des Gesetzes diskret überwacht.
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Napoleon Buonaparte
Auf dem Weg nach Rastatt wählte er den kürzesten Weg durch die Schweiz. Über den Mont Cenis gelangte er am 21. November 1797 nach Genf. Im Waadtland wurde er als berühmter Feldherr, Befreier und Friedensstifter gefeiert, in Bern aber, wo er, mit Kanonensalut begrüsst, am 23. November zu später Stunde eintraf, stumm und neugierig angestarrt. Die Höflichkeitsvisite beim Schultheissen überliess er General Junot. Und da ihm Bern «unausstehlich» war, beschloss er nach kurzer Rast im «Falken», seine Kutschenreise ohne Aufschub fortzusetzen. Ob er damals schon an die Erbeutung des berühmten Berner Staatsschatzes gedacht hat, kann nur vermutet werden. Fest steht, dass wenige Wochen später französische Invasionstruppen in die Westschweiz vordrangen und im März 1798 Bern zur Kapitulation zwangen. Der gewonnene Staatsschatz aber diente Napoleon, der am 5. Dezember 1797 nach Paris zurückgekehrt war, zur Finanzierung seiner Expedition nach Ägypten.
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Niki de Saint Phalle
Nikis Beziehungen zur Schweiz hatten im wesentlichen mit Jean Tinguely und der gemeinsamen Arbeit zu tun, waren aber auch geprägt von Nikis Krankheitsgeschichte und den damit verbundenen Spital- und Kuraufenthalten. Seit Mitte der 1970er Jahre litt die Künstlerin an einem Lungenabszess, den sie sich während ihres jahrelangen Umgangs mit Polyester zugezogen hatte. Mehrmals wurde sie zur Pflege ins Tiefenauspital nach Bern gebracht. Am Eingang des Tiefenauspitals steht denn auch die einzige «Nana» auf Berner Boden.
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Renzo Piano
Die Umgebung der Gebäudehügel des Klee-Zentrums, in denen dereinst Klees Werke, aber auch ein Musiksaal, ein Kindermuseum, eine Forschungsbibliothek sowie Räume für Veranstaltungen, Wechselausstellungen, Kongresse und für die Verwaltung untergebracht werden, präsentiert sich jetzt noch trist und unordentlich. Erdhaufen türmen sich im hinteren Teil des Geländes. Bis im Herbst sollte das Aushubmaterial abgetragen sein, damit mit der Rekultivierung des Geländes begonnen werden kann. Denn die drei wellenartigen Gebäude sollen eingebettet werden in eine speziell gestaltete Landschaft - eine eigentliche Landschaftsskulptur wird entstehen.
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Pablo Picasso
Im Herbst 1937 begleitete Picasso seinen 17jährigen Sohn Paulo zu einer spezialärztlichen Untersuchung nach Bern. Hier betreute Geiser den Künstler. Kahnweiler hatte angeregt, dass Picasso in Bern den Sammler Hermann Rupf und den Maler Paul Klee besuche. Am 28. November 1937 führte Geiser seinen Gast zwischen dem Mittagessen im «Sternen» in Worb und dem Besuch bei Klee ins Bernische Historische Museum.
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Martial Raysse
Das Anliegen von Martial Raysse ist die Verwirklichung einer höchsten Realitätsnähe (das unvergleichlich Faszinierende des Lebens) und zugleich höchsten Dingferne (die Ausscheidung des Vergänglichen).
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Rainer Maria Rilke
Rilke war auch eine Vorliebe für Museen eigen, in denen sich die «prächtigen Sammlungen» in Ruhe betrachten liessen. Zu diesen Museen gehörte auch das Bernische Historische Museum. Im Berner Museum war Rilke nachweislich in den Jahren 1919, 1920, 1923 und 1924. Wie aufmerksam der Dichter die Sammlungen studierte, können wir einem «Führer durch das bernische historische Museum» von 1916 entnehmen, der, von Rilke mit zahlreichen Randbemerkungen versehen, uns heute in der Schweizerischen Landesbibliothek erhalten ist.
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Klaus Rinke
Das zentrale Element des Konzeptkünstlers Klaus Rinke stellt das WASSER und ein Experimentieren mit seinen Möglichkeiten dar. Der am 29. April 1939 in Wattenscheid/Ruhr geborene Rinke schrieb sogar, anlässlich seiner Leverkusener Ausstellung im Schloss Morsbroich 1970, einen auf seine prägenden Wasserkontakte ausgerichteten Lebenslauf.
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Kurt Schwitters
Schwitters hatte schon 1923, als er sich um ein Visum für die Schweiz bemüht hatte, vom Schweizer Konsul in Bremen den Bescheid bekommen, dass seine Anwesenheit in der Schweiz «nicht erwünscht und nicht erforderlich» sei. Eine Erfahrung, die ihm später, als ein wirkliches künstlerisches Überleben für ihn eigentlich nur noch in der Schweiz möglich gewesen wäre, nicht gerade Mut gemacht haben dürfte, einen Asylantrag zu stellen.
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Jesus Raphael Soto
Für die Berner Kunsthalle hat Soto eine «mur cinétique» speziell angefertigt. Vor dem gestreiften. Hintergrund hängen in zu- und abnehmender Dichte Eisenstäbe, Der durchsichtige Stabvorhang teilt der geschwungenen Wand eine poetische Bewegung mit. Der Raum. zwischen den Schichten ist nur mit den Augen betretbar und in seiner Tiefe vieldeutig. Mit den Mitteln der kinetischen Kunst verwirklicht Soto in großzügigem Rahmen die Belebung der Wand. Das Anliegen, kinetische Kunst mit der Architektur zu verbinden, ist hier als Aufforderung an die Architekten überzeugend formuliert.
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Günther Uecker
Der 1930 in Mecklenburg geborene Künstler kam 1955 als junger Mensch aus der DDR in die Bundesrepublik und studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie, wo er später bis zu seiner Emeritierung 1995 auch als Professor tätig war. Bereits Ende der 50er Jahre stand Uecker, u.a. als Mitglied der legendären Avantgarde-Gruppe ZERO, in den vorderen Reihen der internationalen Kunsterneuerung.
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In Bearbeitung
Wird fortgesetzt



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Berühmte Berner Künstler und Künstlerinnen
In Bern geboren oder Künstler und Künstlerinnen, welche viele Jahre in Bern verbracht haben.
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