g26.ch

HOME
EVENTS
MUSEEN
GALERIEN
BIOGRAPHIEN
G26.CH NEWS
BLACKBOARD
BERN INFO
KUNST

Google
Web g26.ch















Berühmte Gäste in Bern

Hugo Ball

22.2.1886 Pirmasens - 14.9.1927 St. Abbondio bei Lugano

Deutscher Schriftsteller; 1916 in Zürich Mitbegründer des Dadaismus (Verfasser von «Lautgedichten»); pazifistischer Kulturkritiker; Freund und Biograf (1927) Hermann Hesses.

www.wissen.de



  • Hugo Ball
  • Das erste dadaistische Manifest
  • «Nur ein Künstler im Kleinen, ein Kabarettist»
  • Hugo Ball Biografie
  • Politik und Mystik - Aus dem Leben und Denken einiger Emigranten
  • Hugo Ball (Wikipedia)
  • Hugo Ball (HLS)
  • Hugo-Ball-Preis (Wikipedia)
  • Dada Dadaismus
  • Dada (HLS)
  • Erinnerungen an Dada
  • Abbildung



    Hugo Ball

    Ball wuchs in gutbürgerlichen Verhältnissen einer streng katholischen Familie auf, brach die Lehre in einem Ledergeschäft ab, holte das Abitur nach und studierte 1906-10 Germanistik, Soziologie und Philosophie in München und Heidelberg. Seine Dissertation über Nietzsche schloss er nicht ab, überwarf sich mit seinen Eltern und ging nach Berlin an Max Reinhardts Schauspielschule. 1911/12 arbeitete er als Dramaturg in Plauen, 1912-14 an den Münchner Kammerspielen. Er verhalf Wedekind zum Durchbruch auf der Bühne, führte selbst Regie, war Mitarbeiter von Zeitschriften und Lektor verschiedener Theaterverlage. Gemeinsam mit Kandinsky plante er einen Almanach als Ergänzung zum «Blauen Reiter», das Projekt scheiterte am Kriegsausbruch. Da man ihn für kriegsuntauglich erklärte, ging er nach Berlin, wo er für Zeitschriften arbeitete, sich mit revolutionärem Anarchismus beschäftigte und Kontakte zur literarischen Avantgarde pflegte.

    Im Mai 1915 emigrierte er nach Zürich; er schrieb wieder für Zeitschriften und tingelte mit einem Varieté-Ensemble als Klavierspieler und Texter durch die Schweiz. Im Februar 1916 gründete er mit Hans Arp, Tristan Tzara und Marcel Janco in Zürich das «Cabaret Voltaire», die Wiege des Dadaismus; er zog sich aber bald wieder aus dem Kreis der aktiven Dadaisten zurück und arbeitete 1917-20 als Mitarbeiter, schliesslich als Verlagsleiter der «Freien Zeitung»1 in Bern, wo er politische Tageskommentare und kritische Beiträge verfasste. Nach dem Ruin des Verlages verlor er das Interesse an der politischen Aktion, widmete sich einem streng orthodoxen Katholizismus und studierte die alten Mystiker. Vortragsreisen führten ihn durch Deutschland und die Schweiz. Nach seiner Heirat 1920 wohnte er, unterbrochen von Italienaufenthalten, im Tessin, wo er enge Freundschaft mit Hermann Hesse schloss. Er schrieb für die katholische Zeitschrift «Hochland» und befasste sich mit dem Exorzismus als einer Form frühchristlicher Psychotherapie.

    1 Freie Zeitung, Propagandablatt der Entente, das in der Schweiz in hoher Auflage erschien und in Deutschland verboten war. Auch Walter Benjamin, der sich in jenen Jahren in Bern aufhielt, und Ernst Bloch, waren Autoren dieses Blattes.



    Das erste dadaistische Manifest

    Dada ist eine neue Kunstrichtung. Das kann man daran erkennen, dass bisher niemand etwas davon wusste und morgen ganz Zürich davon reden wird. Dada stammt aus dem Lexikon. Es ist furchtbar einfach. Im Französischen bedeutets Steckenpferd. Im Deutschen: Addio, steigt mir bitte den Rücken runter, auf Wiedersehen ein ander Mal! Im Rumänischen: »Ja wahrhaftig, Sie haben Recht, so ist es. Jawohl, wirklich. Machen wir'. Und so weiter.

    Ein internationales Wort. Nur ein Wort und das Wort als Bewegung. Es ist einfach furchtbar. Wenn man eine Kunstrichtung daraus macht, muss das bedeuten, man will Komplikationen wegnehmen. Dada Psychologie, Dada Literatur, Dada Bourgeoisie und ihr, verehrteste Dichter, die ihr immer mit Worten, nie aber das Wort selber gedichtet habt. Dada Weltkrieg und kein Ende, Dada Revolution und kein Anfang. Dada ihr Freunde und Auchdichter, allerwerteste Evangelisten. Dada Tzara, Dada Huelsenbeck, Dada m'dada, Dada mhm'dada, Dada Hue, Dada Tza.

    Wie erlangt man die ewige Seligkeit? Indem man Dada sagt. Wie wird man berühmt? Indem man Dada sagt. Mit edlem Gestus und mit feinem Anstand. Bis zum Irrsinn, bis zur Bewusstlosigkeit. Wie kann man alles Aalige und Journalige, alles Nette und Adrette, alles Vermoralisierte, Vertierte, Gezierte abtun? Indem man Dada sagt. Dada ist die Weltseele, Dada ist der Clou, Dada ist die beste Lilienmilchseife der Welt. Dada Herr Rubiner, Dada Herr Korrodi, Dada Herr Anastasius Lilienstein.

    Das heisst auf Deutsch: die Gastfreundschaft der Schweiz ist über alles zu schätzen, und im Ästhetischen kommt's auf die Norm an.

    Ich lese Verse, die nichts weniger vorhaben als: auf die Sprache zu verzichten. Dada Johann Fuchsgang Goethe. Dada Stendhal. Dada Buddha, Dalai Lama, Dada m'dada, Dada m'dada, Dada mhm'dada. Auf die Verbindung kommt es an, und dass sie vorher ein bisschen unterbrochen wird. Ich will keine Worte, die andere erfunden haben. Alle Worte haben andere erfunden. Ich will meinen eigenen Unfug, und Vokale und Konsonanten dazu, die ihm entsprechen. Wenn eine Schwingung sieben Ellen lang ist, will ich füglich Worte dazu, die sieben Ellen lang sind. Die Worte des Herrn Schulze haben nur zwei ein halb Zentimeter.

    Da kann man nun so recht sehen, wie die artikulierte Sprache entsteht. Ich lasse die Laute ganz einfach fallen. Worte tauchen auf, Schultern von Worten; Beine, Arme, Hände von Worten. Ay, oi, u. Man soll nicht zuviel Worte aufkommen lasen. Ein Vers ist die Gelegenheit, möglichst ohne Worte und ohne die Sprache auszukommen. Diese vermaledeite Sprache, an der Schmutz klebt wie von Maklerhänden, die die Münzen abgegriffen haben. Das Wort will ich haben, wo es aufhört und wo es anfängt. . Dada ist das Herz der Worte.

    Jede Sache hat ihr Wort; da ist das Wort selber zur Sache geworden. Warum kann der Baum nicht «Pluplusch» heissen, und «Pluplubasch», wenn es geregnet hat? Und warum muss er überhaupt etwas heissen? Müssen wir denn überall unseren Mund dran hängen? Das Wort, das Wort, das Weh gerade an diesem Ort, das Wort, meine Herren, ist eine öffentliche Angelegenheit ersten Ranges.

    Hugo Ball
    Eröffnungs-Manifest, 1. Dada-Abend
    Zürich, 14. Juli 1916




    «Nur ein Künstler im Kleinen, ein Kabarettist»

    Hugo Ball und das Cabaret Voltaire im Zürcher Niederdorf

    Die Kabarettbewegung um 1900 in der Schweiz beflügelte die dadaistischen Aktivitäten. Variété und Tingeltangel im Vergnügungs- und Unterhaltungsviertel des Zürcher Niederdorfs prägten auch Hugo Ball, der dort das Cabaret Voltaire gründete und seine Eindrücke in einem Gedichtzyklus poetisch verarbeitete.

    Hugo Ball behagt die Stadt, in die er 1915 reist. Am 29. Mai notiert er in sein Tagebuch: «Der Limmatquai besonders gefällt mir. Ich kann diesen Kai vielmals auf und abgehen, und immer wieder wird er mir gefallen. Die grossen Ziffernblätter der Turmuhren am Wasser, die Schifflände mit ihren grüngestrichenen Fenstern -: das alles ist schön und gediegen. Echt ist es. Ich kann mich hier heimisch fühlen so gut wie die alte Turmuhr und wie ein geborener Schweizer.»

    Es sind schwierige Zeiten, in denen Ball und seine Lebensgefährtin Emmy Hennings nach Zürich kommen. Der deutsche Kriegswinter hat sie in die Emigration getrieben. In der Schweiz geraten sie zusehends in finanzielle Notlage, die nur Auftritte als Pianist und Sängerin lindern können. Dabei verfügte Hugo Ball als Regieschüler von Paul Legband und ausgebildeter Dramaturg über fundierte Theatererfahrung. Emmy Hennings war in ihrer Berliner Zeit bereits im Kabarett «Simplizissimus» aufgetreten. Im September 1915 findet sie nach einem Engagement in der «Bonbonnière» (Bahnhofstrasse) eine kurzzeitige Anstellung im «Marcelli»-Ensemble. Das «Maxim-Ensemble» von Ernst «Flamingo» Michel holt schliesslich Ball ans Klavier und Emmy auf die Bühne. Später porträtiert Hugo Ball diese Erlebnisse in seinem Roman «Flametti oder Vom Dandysmus der Armen». In einem Brief vom 12. November 1915 berichtet er von seiner Kabarettarbeit: «Ich bin Artist, Kapellmeister, Redakteur, alles mögliche zu gleicher Zeit.» Und am 16. November schreibt er: «Wir haben Schlangenmenschen, Feuerfresser, Drahtseilkünstler, alles was man sich wünschen kann.» Zurückblickend erinnert sich Emmy Hennings, man hätte meinen können, Ball gehöre zu den Leuten im Variété, zu den «Zauberkünstlern, Jongleuren, Bajazzos, Bärenkämpfern und Entfesslungskünstlern».

    Der Wunsch, den Ball bereits Mitte November äussert («Unser Ehrgeiz ist, später dann selbst ein kleines Ensemble zu haben»), wird Ende des Jahres 1915 Wirklichkeit. Ball und Hennings kündigen ihre Verpflichtung im «Maxim-Ensemble» und tingeln kurze Zeit mit dem «Arabella-Ensemble» auf einer eigenen Tournee entlang dem Bodensee. Als Ball zu dieser Zeit durch das Zürcher Vergnügungsviertel spaziert, entdeckt er in der Spiegelgasse eine «entzückende, kleine Weinstube», die ihm geeignet erscheint, ein Kabarett zu gründen. Der Saal hatte zuvor dem «Cabaret Pantagruel» eine Spielstätte geboten. Geprägt vom intellektuellen Aktivismus, nennt Ball die Künstlerkneipe das «Cabaret Voltaire».

    In einer Pressenotiz zur Eröffnung vom 2. Februar 1916 kündigt Ball an, «einen Mittelpunkt für die künstlerische Unterhaltung und den geistigen Austausch» zu schaffen. Bei den täglichen Zusammenkünften sollen die als Gäste verkehrenden Künstler musikalische und rezitatorische Vorträge präsentieren. Die «junge Künstlerschaft Zürichs» ist eingeladen, sich «ohne Rücksicht auf eine besondere Kunstrichtung» mit Beiträgen einzufinden. Damit realisiert Ball konsequent jene Bühnenkonzeption, die er in seiner Theatertheorie in Form eines expressionistischen Theaterstils aus Suggestion, Bewegung, Unmittelbarkeit und Körperlichkeit formuliert hatte: «Das expressionistische Theater, so lautete meine These, ist eine Festspielidee und enthält eine neue Auffassung des Gesamtkunstwerks.» Was Otto Julius Bierbaum 1900 im Roman «Stilpe» mit der «Renaissance der Künste und des ganzen Lebens vom Tingeltangel her» gefordert hatte, wird im Cabaret Voltaire in die Tat umgesetzt.

    Ball als Kabarettlyriker

    Gemeinsam mit Hans Arp, Tristan Tzara, Richard Huelsenbeck und Marcel Janco erfindet Hugo Ball den Zürcher Dadaismus und dichtet «Verse ohne Worte», Laut- und Klanggedichte, in denen gänzlich auf vollständige Syntax und verständliche Semantik verzichtet wird, wo Satzbau und Wortwahl aufgebrochen sind. Hugo Ball, der Dadaist - das ist vor allem vom Schaffen Balls in Erinnerung geblieben. Dabei hat er stets die immer neuen und gegensätzlichen Attribute seiner Person betont: «Dissertant über Nietzsche, Schauspielschüler bei Max Reinhardt, erfolgloser Stückeschreiber, Kriegsfreiwilliger, Vollzeit-Bohémien und erklärter Negationist, Kriegsfreiwilliger, gnostisch ausgerichteter Mystiker, bekennender Katholik, erster Hesse-Biograf, Exorzismusforscher und bettelarmer Eremit» (Raimund Meyer und Julian Schütt). Übersehen wurde allerdings bisher eine weitere Facette seiner Künstleridentität: Hugo Ball als Kabarettlyriker.

    Die Gedichte aus den Jahren 1913 und 1914 entsprechen mit wenigen Ausnahmen nach Form und Inhalt dem Berliner Frühexpressionismus. Sie stehen unter dem Einfluss von Jakob van Hoddis, Alfred Lichtenstein und Georg Heym. Gemeinsam mit seinem Freund Hans Leybold verfasste erschienen unter dem Pseudonym «Ha Hu Baley» in avantgardistischen Zeitschriften. Als Ball das Cabaret Voltaire eröffnet, schreibt er vier Kabarettgedichte. Diese wurden bisher weder von der Literaturwissenschaft noch von der Ball-Forschung beachtet. Verantwortlich für dieses Defizit ist die Quellenlage. Nur zwei Gedichte wurden zu Lebzeiten Balls in der 1916 erschienenen Sammlung «Cabaret Voltaire» veröffentlicht, die Ball selbst herausgab und die Beiträge der Gründer des Expressionismus, Futurismus und Kubismus enthielt. Am 2. Juni 1916 schreibt Ball darüber an August Hofmann: «Ich habe ein kleines Buch herausgegeben: ein Propagandaheft für die Kneipe. ‹Cabaret Voltaire› heisst es. Es hat mir viel Arbeit gemacht, aber ich glaube, dass dafür auch noch nie ein so interessantes Propagandaheft gemacht wurde. Es kam mir aber eigentlich darauf an, dies Cabaret als Idee zu dokumentieren.»

    Emmy Hennings Tochter Annemarie Schütt- Hennings nahm die beiden dort publizierten Gedichte in die «Gesammelten Gedichte» (1963) auf. Die anderen erschienen zunächst sechs Jahre nach Balls Tod in der niederländischen Zeitschrift «Transition» und wurden erst kürzlich von Franz Pelgen in der Lyrikanthologie «Die Nichtgesammelten Gedichte» (1996) erneut zugänglich gemacht. Überhaupt werden erst seitdem alle vier Gedichte in Verbindung zueinander gesetzt.

    Da Ball die im Cabaret-Voltaire-Heft abgedruckten Gedichte mit den Ziffern /3./ und /4./ bezeichnet, bilden vermutlich die Gedichte aus «Transition» die ersten Teile des Kabarettzyklus. Ball muss diese Gedichte als einen lyrischen Zyklus verfasst haben. Eine Datierung auf die ersten Monate des Jahres 1916, also nach den ersten Programmabenden im Cabaret Voltaire, ist wahrscheinlich. Vergleicht man die unterschiedlichen Quellen, ergeben sich zum Teil drastische Unterschiede. Pelgen übernimmt einen Lesefehler, der eine schwerwiegende Entstellung zur Folge hat. Korrekt muss es heissen: «O Vielgetön eisgelb geschwollener Sordinen!» und keineswegs «Sardinen», wie Pelgen meint. Abgesehen davon, dass Annemarie Schütt-Hennings die Bezeichnungen der Gedichte /3./ und /4./ fälschlicherweise in /1./ und /2./ ändert, hat sie in die Syntax des dritten Gedichtes eingegriffen. Gemäss dem Erstdruck lautet der Vers richtig: «Der sticht eine Bogenlampe die Augen aus» und nicht: «Der sticht einer Bogenlampe die Augen aus». Auf diese Überlieferungsfehler hat bisher niemand hingewiesen.

    Bizarre Schauplätze bestimmen die Gedichte inhaltlich. Damit lässt Ball auf die Kabarettszene im Zürcher Niederdorf blicken. Die Zusammenhänge sind oftmals nur vor dem Hintergrund des kultur- und zeitgeschichtlichen Kontextes zu verstehen. So beginnt das erste Kabarettgedicht mit einer sonderbaren Szenerie: «Auf das Gesuch des Negers schwieg die grosse Huppe.» Im Cabaret Voltaire wurden «Negertänze» getanzt und «Negermasken» getragen. Dada-Trommler Richard Huelsenbeck plädierte dafür, dass «man den Rhythmus verstärkt (den Negerrhythmus)». Im Schweizerdialekt bezeichnet «Huppi» die Haare von Menschen oder Tieren, die sich buschförmig erheben. Eine «Huppe» dürfte also eine Variété- Künstlerin sein, die eine besondere Haarpracht oder einen grossen Kopfschmuck trägt. Im zweiten Vers wird Emmy Hennings beim Namen genannt. Sie galt als renommierte Diseuse. Im Cabaret Voltaire sang sie «Lieder zur Laute» und «deutsche Chansons» mit überwältigender Wirkung. Die «Zürcher Post» urteilt am 26. April 1916: «Stern wie vieler Nächte von Cabarets und Gedichten, so leiht sie auch heute mit immer mutiger Stirn denselben Apachenliedern einen Körper, seither nur wenig ausgehölt von Schmerz.» Sich selbst beschreibt Ball als predigende «Archipenko-Puppe». Der russische Bildhauer Alexander Archipenko verwendete Materialien wie Pappe, Blech und Eisen für seine Skulpturmalerei. Ball trat im Cabaret Voltaire in einem kubistischen Bischofskostüm im Archipenko-Stil auf.

    Sinn für Körperlichkeit

    Die Bezüge zu den Lebensumständen von Hugo Ball und Emmy Hennings, wie sie in den Kabarettgedichten beschrieben werden, rekurrieren vor allem auf jene Erfahrungen, die Ball in den ersten Jahren im Schweizer Exil machte. So ist auch der Vers «Vielgetön eisgelb geschwollener Sordinen» zu verstehen. Unter «Sordinen» versteht man die Dämpfer am Klavierinstrument. Bei seiner Arbeit als Pianist im «Maxim»-Ensemble spielte Ball oft ununterbrochen von sechs Uhr nachmittags bis zwölf Uhr nachts. Auch im Cabaret Voltaire zermürbten ihn die anstrengenden Bühnenprogramme. Mitte März 1916 notiert er in sein Tagebuch: «Das Kabarett bedarf einer Erholung. Das tägliche Auftreten bei dieser Spannung erschöpft nicht nur, es zermürbt.» Die Sordinen in den Kabarettgedichten haben sich deshalb in grotesker Weise ausgedehnt. Auf das musikalische Inventar des Cabaret Voltaire wird Bezug genommen, wenn die «lilafarbene Pagodentrommel» schief scheppert. Bei den Tänzen der Dadaisten kamen grosse und kleine Trommeln zum Einsatz. Ball vermerkt: «Die Trommel ist der Bauch der Zeit, der knurrende Töne von sich gibt, und das Kalbsfell der Generationen.»

    Neben solchen Anspielungen auf die Programme und Inhalte des Cabaret Voltaire veranschaulichen Balls Kabarettgedichte ausserdem die Umstände der Zürcher Kabarettbewegung der 1910er Jahre: «Der Exhibitionist stellt sich gespreizt am Vorhang auf», heisst es im dritten Gedicht. Die NZZ vermerkt im Dezember 1915: «Der Sinn für Körperlichkeit wird allerorts kräftig geweckt.» In einem Polizeibericht aus dieser Zeit ist von «leicht geschürzter Muse» die Rede. Kaum verwunderlich, dass Ball im Kabarettzyklus sexuelle Gesten poetisiert, ein «langes Blasinstrument» und eine schlangenförmige «Speichelfahne» auftreten lässt. Das Publikum in den Kabaretts des Niederdorfs hätte daran seine Freude gehabt. Vielleicht wurde dort ein Kunststück gezeigt, wie es in den Kabarettgedichten vorkommt: Ein Clown fängt einem Esel Fliegen von dem gespitzten Ohr. Der Clown steht in Verbindung mit «Baronen in der Stadt». In der Gangster- und Gaunersprache bedeutet «baronisieren», untätig und stellungslos zu sein. Ball dokumentiert dieses «Apachen»-Milieu im «Flametti»-Roman, der im Frühjahr 1918 im Verlag Erich Reiss erscheint.

    Damals hatte der Tanz in Zürich Hochkonjunktur. Einer der grossen Vertreter des freien Ausdruckstanzes, Rudolf von Laban, eröffnete neben seiner Schule in München eine Sommerresidenz in Ascona und verlegte sein Domizil 1916 gänzlich nach Zürich. Die Beziehungen zwischen Laban und den Dadaisten sind bekannt. Hans Arp lernte die Laban-Schule bei einem Besuch auf dem Monte Verità kennen und heiratete später die Laban-Tänzerin Sophie Taeuber. Zu künstlerischer Zusammenarbeit kam es aber erst zu Zeiten der Galerie Dada, die Hugo Ball und Tristan Tzara in der Galerie Corray (heutiges Sprüngli- Haus) 1917 eröffnen: «Abstrakte Tänze: ein Gongschlag genügt, um den Körper der Tänzerin zu den phantastischsten Gebilden anzuregen. Der Tanz ist Selbstzweck geworden. Hier im besonderen Falle genügte eine poetische Lautfolge, um jeder der einzelnen Wortpartikel zum sonderbarsten, sichtbaren Leben am hundertfach gegliederten Körper der Tänzerin zu verhelfen.» Die Einsätze von Janco-Masken im Cabaret Voltaire hatten ebenfalls von ihren Trägern einen «tragisch- absurden Tanz» verlangt. Im dritten Kabarettgedicht tritt die Tänzerin «Pimpronella» auf, die mit ihren roten Unterröcken reizt. Das gefällt «Koko, dem grünen Gott».

    «Koko» wurde Oskar Kokoschka von seinen Freunden gerufen. Auch in Balls Prosaskizze «Tenderenda der Phantast» kommt er vor. Am 7. April 1917 führen die Dadaisten das Kokoschka-Drama «Sphinx und Strohmann» auf, bei dem Ball die Rolle des «Herrn Firdusi» übernimmt. In dem Aufsatz «Wedekind als Schauspieler» betont Ball bereits 1914 die Wiederentdeckung des «Akrobatentums» für die Bühne der Zukunft: «Er berührt das ursprüngliche Volksgaudi; die Schwertschlucker, Seiltänzer und Purzelbaumschläger. Es ist sein grösster Vorteil, dass er (in jungen Jahren) mit dem Zirkus reiste.» Ball bewunderte die Verbindung der Künste im Kabarett, das sich ganz selbstverständlich der Mittel des Variétés bediente und zeitgenössische künstlerische Tendenzen aufnahm und verschärfte.

    Hinter den Vorhang der Zürcher Kabaretts im Allgemeinen und des Cabaret Voltaire im Besonderen blickt Hugo Ball in seinem Gedichtzyklus. Er parodiert seine Beobachtungen, Erlebnisse und Eindrücke und montiert sie zu einer lyrischen Abfolge. Dadurch entsteht eine Satzcollage ohne eindeutige Logik. Wie im Film blendet Ball Kabarettnummern ein und aus. Selbst nach Balls Rückzug aus dem Dadaismus und nachdem die Türen im Cabaret Voltaire längst geschlossen sind, bleibt Ball dem Kabarett verbunden. Im Dezember 1916 bekennt er im Tagebuch: «Ich bin nur ein Künstler im Kleinen, ein Kabarettist.»

    Von Oliver Ruf
    Neue Zürcher Zeitung 15. November 2003




    Hugo Ball Biografie

    1886
    22. Februar: Hugo Rudolf Ball wird in Pirmasens als fünftes von sechs Kindern des Schuhreisenden und Lederhändlers Carl Ball und seiner Frau Josephina, geb. Arnold, geboren und am 11. März katholisch getauft.
    Im Elternhaus erfährt Ball eine streng katholische Erziehung.

    1891
    Besuch der Volksschule in Pirmasens (bis 1895).

    1895
    Besuch des Königlichen Progymnasiums zu Pirmasens, einer sechsklassigen Lateinschule (bis 1901).
    Erste lyrische und musikalisch-kompositorische Versuche.

    1901
    Auf Wunsch der Eltern beginnt Ball eine Lehre in einer Lederhandlung in Pirmasens.
    Erste dramatische Versuche und Gedichte.

    1904
    Nach einem gesundheitlichen Zusammenbruch bricht Ball seine Lehre ab und erhält Privatunterricht zur Vorbereitung auf die letzte Gymnasialklasse.

    1905
    In der Zeitschrift «Der Pfälzerwald» erscheinen erste Gedichte.
    September: Eintritt in das Königliche Humanistische Gymnasium in Zweibrücken (bis Juli 1906).

    1906
    Juli: Ball legt das Abitur ab.
    Oktober: Immatrikulation zum Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie in München (bis Juli 1907).
    Beginn einer lebenslangen Freundschaft mit seinem Vetter August Hofmann.

    1907
    Zum Wintersemester wechselt Ball an die Universität Heidelberg, wo er u. a. Lehrveranstaltungen über Wagner, Schopenhauer und Nietzsche belegt.

    1908
    Aufenthalt in Basel.
    November: Zum Wintersemester kehrt Ball an die Münchner Universität zurück (bis April 1910).

    1909
    Winter auf 1910: In dem Dorf Schnaitsee bei Wasserburg am Inn schreibt Ball an seiner Dissertation zum Thema «Nietzsche in Basel», wahrscheinlich mit der Absicht, in Heidelberg zu promovieren.

    1910
    Frühjahr: Ball bricht sein Studium ab, gibt sein Promotionsvorhaben vorerst auf und überwirft sich mit der Familie.
    September: Er wird Regieschüler an der Schauspielschule des von Max Reinhardt geleiteten «Deutschen Theaters» in Berlin.

    1911
    Sein erstes Buch, die Tragikomödie «Die Nase des Michelangelo» erscheint im Ernst Rowohlt Verlag.
    September: Regisseur und Dramaturg mit Schauspielverpflichtungen beim Stadttheater Plauen für die Spielzeit 1911/12.

    1912
    Juli: Wechsel zum «Münchner Lustspielhaus», das sich unter Eugen Robert in der Spielzeit 1911/1912 zu einem Forum moderner Dramatik entwickelt.
    1. Oktober: Engagement als erster und alleiniger Dramaturg des «Münchner Lustspielhauses».
    11. Oktober: Spielzeiteröffnung unter dem von Ball vorgeschlagenen neuen Namen «Münchner Kammerspiele».
    Freundschaft mit Hans Leybold und der Schauspielerin Leontine Sagan.
    24. November: Ball organisiert eine Feier zum 50. Geburtstag Gerhart Hauptmanns, bei der dessen «Helios»-Fragment uraufgeführt wird.
    30. November: Uraufführung von Frank Wedekinds Drama «Franziska», bei der Frank und Tilly Wedekind mitspielen.

    1913
    März: «Aphorismen» erscheinen in der Zeitschrift «Jugend».
    Zusammenarbeit mit dem Verlag von Heinrich F. S. Bachmair in München.
    Juli: Erste expressionistische Gedichte von Ball erscheinen in der Zeitschrift «Die Aktion».
    Neben seiner Theatertätigkeit arbeitet Ball als Redakteur für verschiedene Theaterverlage.
    Ball verkehrt im Kreis des «Blauen Reiters».
    Oktober: Balls Gedicht «Der Henker» erscheint in der ersten Nummer von Bachmairs Zeitschrift «Revolution», woraufhin das Heft mit dem Vorwurf der Verbreitung unzüchtiger Schriften konfisziert wird. Der Prozess vor dem Münchner Landgericht macht Balls Namen bekannt.
    Bekanntschaft mit Johannes R. Becher, Emmy Hennings, Klabund, Richard Huelsenbeck und Hans Leybold.
    Oktober: Reise nach Dresden und Berlin. In Dresden wird der Besuch einer Futuristen-Ausstellung zur ersten prägenden Begegnung mit der Malerei der radikalen Moderne. Begegnungen mit Jakob Hegner in Hellerau sowie mit Else Lasker-Schüler, Gottfried Benn und Kurt Hiller in Berlin.
    Dezember: In der Zeitschrift «Die Neue Kunst» erscheinen expressionistische Gedichte von Ball.

    1914
    Zusammenarbeit mit Wassily Kandinsky bei dem Versuch einer Erneuerung des «Münchner Künstlertheaters». Die Bemühungen, dem Expressionismus einen Weg ins Theater zu bahnen, scheitern.
    6. April: Das Reichsgericht entscheidet in letzter Instanz über die Anklage wegen Balls Gedicht «Der Henker», es sei unverständlich und rufe daher keine «schamverletzende Wirkung» hervor.
    Unter dem Pseudonym Klarinetta Klaball erscheinen gemeinsame Gedichte von Ball, Klabund und Marietta di Monaco.
    Juni: Zum 50. Geburtstag von Frank Wedekind erscheint der Aufsatz «Wedekind als Schauspieler».
    Juni: Plan eines Almanachs «Das Neue Theater» als Pendant zur Sammlung «Der Blaue Reiter». Der Kriegsausbruch führt zum Scheitern des Projektes.
    Juli: Neuer Dramaturgen-Vertrag mit den Münchner Kammerspielen.
    August: Alle künstlerischen und herausgeberischen Pläne werden durch den Kriegsausbruch zunichte gemacht. Gemeinsam mit Klabund stellt sich Ball in München als Kriegsfreiwilliger. Beide werden für kriegsuntauglich erklärt.
    Aufenthalt bei der Familie in Pirmasens.
    September: Um einen verschwundenen Bekannten zu besuchen, Reise durch das frontnahe Lothringen. Eindrücke von den Verwüstungen des Krieges.
    7. September: Der Freund Hans Leybold begeht nach einem Lazarettaufenthalt Selbstmord.
    Oktober: Übersiedlung nach Berlin, wo Ball zur Gruppe der expressionistischen Avantgarde gehört. Er gerät zunehmend in Distanz zur «Aktion» um Franz Pfempfert und nähert sich René Schickele und seiner Zeitschrift «Die Weissen Blätter» an.
    Freundschaft mit Richard Huelsenbeck.
    Er wird zum erbitterten Kriegsgegner.
    November: Beginn der intensiven Beschäftigung mit Revolutionsbewegungen und Anarchismus.
    Ball beginnt mit Tagebuchaufzeichnungen (bis 1921).
    «Der Henker von Brescia» (Drama).
    Ball beginnt seinen Roman «Tenderenda der Phantast» (abgeschlossen 1920, Erstdruck 1967).

    1915
    April: Anstellung als Redakteur der Zeitschrift «Zeit im Bild» (bis 1915).
    Ball schreibt Beiträge für René Schickeles «Weisse Blätter».
    Enge Zusammenarbeit mit Richard Huelsenbeck, mit dem zusammen er «Ein literarisches Manifest» schreibt.
    12. Mai: Tumultuarischer Expressionistenabend in Berlin, der als Prototyp späterer Dada-Soireen gilt. Neben den Veranstaltern Ball und Huelsenbeck treten u. a. Johannes R. Becher, Emmy Hennings und Resi Langer mit einer Lesung von Gedichten Alfred Lichtensteins auf.
    Ende Mai: Auf Einladung von Walter Serner emigriert Ball gemeinsam mit Emmy Hennings nach Zürich. Er gerät in den folgenden Monaten in eine extreme wirtschaftliche Notlage.
    Kontakte zur syndikalistischen Arbeiterbewegung in Zürich und deren Theoretiker Fritz Brupbacher.
    Oktober-Dezember: Engagement im Varieté-Ensemble «Flamingo» als Texter und Pianist.

    1916
    5. Februar: Ball gründet in Zürich das «Cabaret Voltaire», das Treffpunkt pazifistischer Emigranten und Zentrum des Dadaismus wird. Hier verkehren u. a. Hans Arp, Richard Huelsenbeck, Marcel Janco und Tristan Tzara.
    Das Gedicht «Totentanz 1916» erscheint in der Zeitschrift «Revoluzzer».
    18. April: Ball erfindet «Dada» als Namen einer geplanten Zeitschrift. Im Vorwort zu der von Ball herausgegebenen Sammlung «Cabaret Voltaire» macht er wenig später den Namen publik.
    23. Juni: Ball trägt seine ersten Lautgedichte «Verse ohne Worte» im «kubistischen Kostüm» vor.
    14. Juli: Im Zürcher Zunfthaus findet der «I. Dada- Abend» statt, bei dem Ball «Das erste dadistische Manifest» verliest, mit dem er sich vom Dadaismus lossagt.
    Ende Juli: Erster Rückzug ins Tessin (bis Oktober). Freundschaft mit Leonhard Frank.
    Ende Oktober-November: Rückkehr nach Zürich und Reise nach Ermatingen gemeinsam mit Leonhard Frank.
    Ende November: Rückkehr nach Zürich, wohin auch Emmy Hennings übersiedelt.

    1917
    Ball gerät zwischen die Fronten der innerhalb der Zürcher Emigrantenszene aufbrechenden Gegensätze
    17. März: Ball gründet gemeinsam mit Tristan Tzara die «Galerie Dada» in Zürich.
    27. Mai: Aufgrund organisatorischer und finanzieller Schwierigkeiten sowie wachsender Spannungen mit Tzara beendet Ball seine Tätigkeit in der «Galerie Dada», die aufgelöst wird.
    August: Übersiedlung nach Ascona.
    September: Übersiedlung nach Bern. Ball verfasst zahlreiche Beiträge für die Berner «Freie Zeitung» und wird 1918 Mitglied der Redaktion (bis 1920).
    Herbst: Freundschaft mit Ernst Bloch.

    1918
    April: Der Roman «Flametti oder Vom Dandysmus der Armen» erscheint mit einer Widmung an Emmy Hennings.
    August: Ball wird literarischer Leiter des neugegründeten Freien Verlags in Bern, in dem er den «Almanach der Freien Zeitung 1917-1918» herausgibt.

    1919
    Januar: «Zur Kritik der deutschen Intelligenz».
    Enge Kontakte zu Walter Benjamin, der in Bern promoviert und im Nachbarhaus von Ball wohnt.
    1. März: In seinem Artikel «An unsere Freunde und Kameraden» zieht Ball eine Bilanz der Novemberrevolution.
    Anfang März - Anfang April: Zum ersten Mal seit Kriegsende besucht Ball Deutschland. Reise nach München, Frankfurt am Main, Mannheim.
    Ende April - Ende Mai: Zweite Deutschlandreise, u. a. nach Berlin und München.
    Juli-August: Aufenthalt in Melide am Luganer See.
    September: Kontakt zu Rudolf Grossmann (Pierre Ramus).
    Jahresende: Der von Ball geleitete Freie Verlag gerät in wachsende finanzielle Schwierigkeiten.

    1920
    21. Februar: Eheschliessung mit Emmy Hennings in Bern.
    März: Übersiedlung nach Berlin.
    27. März: Die «Freie Zeitung» stellt ihr Erscheinen ein.
    Sommer: Auflösung des Freien Verlags.
    Rückwendung zur katholischen Überlieferung und Glaubenspraxis.
    August: Rückkehr in die Schweiz und Ansiedlung im Dorf Agnuzzo am Luganer See.
    Dezember: Erste Begegnung mit Hermann Hesse.

    1921
    Oktober: Übersiedlung nach München.

    1922
    Begegnung mit Hans Arp und Johannes R. Becher.
    Oktober: Wiedereinzug in Agnuzzo.

    1923
    «Byzantinisches Christentum. Drei Heiligenlegenden» (Schriften).
    30. August: Tod der Mutter in Pirmasens.

    1924
    «Carl Schmitts Politische Theologie» (Aufsatz).
    Oktober: Übersiedlung nach Rom.
    Im Zusammenhang mit einem Buchprojekt studiert Ball die Psychoanalyse in einem italienischen Laboratorium.

    1925
    März: Umzug nach Vietri Marina bei Salerno.
    Mai: Bezug eines Hauses in Albori bei Salerno.
    Studium der Schriften von C. G. Jung.
    Dezember: Umzug nach Vietri sul Mare.

    1926
    Mai: Rückkehr ins Tessin und Einzug in die Casa Schori in Lugano-Sorengo.

    1927
    «Die Flucht aus der Zeit» (Autobiographie, basierend auf Balls Tagebüchern der Jahre 1913 bis 1921).
    «Hermann Hesse. Sein Leben und Werk» (Monographie).
    14. September: Nach einer erfolglosen Operation stirbt Ball in Sant' Abbondio bei Lugano an Magenkrebs.

    Ingrid Pergande-Kaufmann


    Hugo Ball. München 1926. Photo: www.pirmasens.de
    g26.ch PLATTFORM FÜR KUNST KULTUR UND GESELLSCHAFT
  •