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Berühmte Gäste in Bern Marc Chagall 7.7.1887 Liosno bei Witebsk - 28.3.1985 Saint Paul de Vence Französischer Maler russischer Herkunft, ; ausgebildet in Witebsk, St. Petersburg und seit 1910 in Paris. Seine visionären, von russischer Folklore und der Glaubensmystik des ostjüdischen Chassidismus inspirierten Darstellungen lehnten sich bis 1919 formal an den französischen Kubismus an. Ersten Ausstellungserfolgen, der Rückkehr nach Russland (1914) und kunstamtlicher Tätigkeit während der russischen Revolution folgte 1923 Chagalls endgültige Übersiedlung nach Frankreich. Neben Buchillustrationen entstanden zahlreiche Gemälde von märchenhaft-surrealem Reiz, mit subtiler Farbbehandlung und gegenüber dem Frühwerk kaum erweiterter Thematik (russische Dorfszenen, Liebespaare, Motive des Alten Testaments). 1941-1947 lebte Chagall in den USA, beschäftigt u. a. mit Kostüm- und Bühnenbildentwürfen sowie Lithographien zu «Tausendundeiner Nacht», denen sich ausser ähnlichen dekorativen Werken seit der Rückkehr nach Frankreich auch Plastiken, keramische Arbeiten, Gobelins (Gobelintriptychon für die Knesset, Jerusalem, 1969) und monumentale Glasfensterentwürfe (u. a. für die Kathedrale in Metz, 1958; für das UN-Gebäude, New York, 1965; für das Zürcher Fraumünster, 1970) anschlossen. Autobiografie: «Ma vie» 1931, deutsch «Mein Leben» 1959. www.wissen.de Erinnerungen an Marc Chagall, seine Besuche in Bern und Begegnungen in Südfrankreich «Mais non, c'est mon Koechel ...» Marc Chagall war im Juni 1940 den in Paris einmarschierenden deutschen Truppen rechtzeitig entkommen und hatte sich mit seiner Frau Bella und seiner Tochter Ida nach Gordes ins unbesetzte Frankreich in Sicherheit gebracht. Von dort aus gelang ihm, auf Einladung des Museum of Modern Art in New York, die Überfahrt nach den USA. 1944 starb dort Bella unter tragischen Umständen. Nach 1946 tastete sich Chagall wieder vorsichtig nach Europa zurück, 1948 kam die endgültige Rückkehr, vorerst mit den Wohnorten Orgeval bei Paris und Saint-Jean Cap Ferrat an der Côte. Ab 1949 lebte er dann in Vence. Chagall war 64 Jahre alt, doch kam er in den ersten Februartagen des Jahres 1951 mit der Ausstrahlung eines jugendlichen Schalks, aber auch der eines Grandseigneurs nach Bern, um die in der Kunsthalle von Noldi Rüdlinger initiierte Ausstellung von seinen Werken zuerst zu hängen und dann an der Eröffnung teilzunehmen. Es war meine erste Begegnung mit ihm, zu mehr als einem scheuen Händedruck reichte es nicht. Mein Lehrer August Klipstein lebte noch, ich war 27 Jahre alt, in jener Zeit der alten Grafik fast mehr zugetan als der neuen. Im Lager der Firma lag damals eine schöne schwarzweisse Tuschzeichnung von Chagall aus dem Jahre 1917, eine Bauernszene. Sie kostete 450 Franken, für mich einen Monatslohn. Ich sehe sie immer noch vor mir. Den Ankauf riskierte ich nicht, bis heute wirken die Regretten nach. Auf den 1. September 1955 hin verliess Noldi Rüdlinger die Kunsthalle Bern, seine letzte Ausstellung war eine Übersicht über Eisenplastiker gewesen, mit dem Untertitel «Hommage à Gonzalez». Franz Meyer, erst Dr. iur. der Universität Zürich, dann nach Paris gegangen, um dort Kunstgeschichte zu studieren und an seiner Dissertation über die grosse Rose der Kathedrale von Reims arbeitend, wurde als Nachfolger gewählt. Er hatte in den Jahren vor 1955 zum «Berner Club» in Paris gehört und durch Noldi Rüdlinger Ida Chagall kennengelernt und geheiratet. Die bereits mit drei Kindern gesegnete Familie kam nach Bern, und die Wohnung an der Herrengasse 23 war von Anfang an durch eine grosszügige Gastfreundschaft geprägt. Die Kontakte zu Marc Chagall und seiner neuen Frau Vava begannen sich zu intensivieren. Eine neue grosse Chagall-Ausstellung in der Kunsthalle wurde geplant. Marc Chagall hatte sich 1922 in Berlin mit Grafik beschäftigt und dann in den dreissiger Jahren in Paris vor allem die Illustrationen der von Ambroise Vollard in Auftrag gegebenen Werke «Tote Seelen» von Gogol, «Fables» von La Fontaine und der Bibel vorangetrieben. Ab 1950 begann er, sich im Atelier von Mourlot in Paris wieder intensiv mit der Grafik, vor allem mit Lithografien zu befassen. Die reife Frucht dieser Jahre, meist nur in kleineren Auflagen gedruckt, lag vor, einer umfassenden Ausstellung harrend. Und so reifte der Plan, parallel zur grossen Chagall-Ausstellung in der Kunsthalle vom Herbst 1956, bei mir in der Galerie «Klipstein und Kornfeld» (August Klipstein war im April 1951 gestorben) eine Übersicht über das grafische Schaffen der Nachkriegszeit zu zeigen. In Chagalls Pariser Wohnung am Quai d'Anjou, direkt neben Daumiers früherem Haus gelegen, wurden die Bestände gesichtet und katalogisiert. Die Eröffnung der Ausstellung in der Kunsthalle an einem Samstag nachmittag und -abend war ein kleines Volksfest, die Eröffnung unserer Ausstellung am folgenden Sonntag morgen nicht minder fröhlich. Von da an begannen sich die Kontakte zu intensivieren, und Marc Chagall liess uns von jeder neuen Grafikauflage einen grösseren Teil zu kommen. Er war vertraglich an die Pariser Galerie Aimé Maeght gebunden, trotzdem konnte man bei ihm in Vence immer wieder einzelne Zeichnungen und Aquarelle erwerben. Es tat sich aber auch eine andere Quelle auf: In Bern hatte sich Nell Walden, die Witwe des von 1910 bis 1925 in Berlin führenden Inhabers der Galerie «Der Sturm», Herwarth Walden, niedergelassen. Die grossartige Sammlung der Waldens war 1956, nachdem 1945 das Berner Kunstmuseum den Ankauf der ganzen Sammlung leichtfertig und kläglich verpasst hatte, mit grossem Erfolg in Deutschland verkauft worden. Aber einzelne Stücke waren der eindrücklichen alten Dame geblieben, vor allem Aquarelle und Zeichnungen von Marc Chagall, Reste der grossen Chagall-Ausstellung bei Herwarth Walden in Berlin im Frühjahr 1914. Ich begann sie dann Stück für Stück zu übernehmen, der Bestand bildet, zusammen mit Ankäufen aus anderen Quellen, noch heute den Grundstock meiner Chagall-Sammlung. Marc Chagall war höchst interessiert an diesen Werken, die er seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hatte, sah sich alles bei mir zuhause an, war beeindruckt und willigte gleich in den Vorschlag einer Ausstellung ein, zu der er selbst einige Blätter beisteuerte und auch den Umschlag des Katalogs zeichnete. Die Ausstellung ging dann im Frühjahr 1960 mit grossem Erfolg über die Bühne, nachdem wir kurz zuvor die erste Übersicht über das verlegerische Werk von Tériade gezeigt hatten. Tériade war der wichtigste Buchverleger von Chagall, hatte alle unvollendeten Projekte von Vollard übernommen und zu Ende geführt und war mit Chagall eng befreundet. Zu beiden Ausstellungseröffnungen kamen die Chagalls und auch die Tériades, es waren heitere, von Freundschaft geprägte Tage. In dieser Zeit, vielleicht auch schon früher, reifte der Plan, über das grafische Werk der Jahre seit 1922 einen «Catalogue raisonné» zu erarbeiten. Das bedingte intensive Recherchen in den Kupferstichkabinetten der Museen in Europa und den USA, vor allem aber die Bearbeitung des Chagallschen Archivs, das teilweise während des Kriegs in Paris erfolgreich versteckt worden war, teilweise aber auch die Reise nach USA und zurück nach Frankreich mitgemacht hatte. Während mehrerer Aufenthalte bezog ich Quartier in Vence und marschierte jeden Morgen zum Haus «Les Collines» hinauf, das, zu Chagalls leichter Verärgerung, obwohl er Matisse sehr schätzte, an der «Avenue Henri Matisse» gelegen war. Nebst der Bearbeitung der Archivbestände und ihrer Erfassung für den «Catalogue raisonné» wuchs ich mehr und mehr in andere Pflichten hinein, hatte das Telefon zu betreuen, wurde für die Abwehr allzu aufdringlicher Besucher eingesetzt und half auch beim Pflücken der Orangen, welche die als etwas sparsam bekannte Vava im Dorf zu verkaufen suchte. Eines Morgens wünschte Chagall, dass ich ihn allein nach Cannes bringen sollte, wo er ein Geburtstagsgeschenk für seine Frau einkaufen wollte. Auf dem Weg kamen wir an Picassos Villa «La Californie» vorbei. Chagall blickte geradeaus, zeigte mit dem Daumen kurz nach rechts und kommentierte: «Ici habite l'espagnol ...» Als ich später einmal zu Picasso kam, der von meinem Vorhaben des Werkkatalogs für Chagall wusste, fragte er plötzlich beiläufig: «Comment va le russe ...?» Die beiden begegneten sich höflich, wirkliche Freunde sind sie nie geworden. 1970 war es endlich soweit: Das «Verzeichnis der Kupferstiche, Radierungen und Holzschnitte von 1922 bis 1966» erschien in Deutsch und Französisch, begleitet von einer Vorzugsausgabe in hundert Exemplaren, für die Marc Chagall eine farbige Radierung beigesteuert hatte. Im Hinblick auf weitere Bände folgten weitere Aufenthalte in Vence. An einem der Tage war ein hoher Rabbiner aus Jerusalem zu Gast, der, wie es häufig vorkam, von Chagall eine grosszügige Unterstützung für irgend ein Werk wünschte, die vom Künstler meist auch bewilligt wurde. Kurz vor dem Nachtessen erkundigte sich der Rabbiner bei Chagall, ob ich auch Jude sei. Chagall, etwas amüsiert über die Frage, gab schlagfertig zur Antwort: «Mais non, c'est mon Koechel, [der Verfasser des Mozartschen Werkverzeichnisses] c'est mon petit juif d'honneur ...» Wenig später gab dann Chagall «Les Collines» in Vence auf, ein Gebäude, das über keine grossen Sicherheitsvorkehrungen verfügt hatte, und baute sich in Saint -Paul, unweit der Maeghtschen Stiftung, ein neues grosses Haus. Eine eiserne Schiebetür am Eingang an der Strasse unten, mit Gegensprechanlage zum Haus, genau gleich wie bei Picasso, verbaute nun den freien Zugang. Die Besuche dort verliefen etwas förmlicher, trotzdem immer fröhlich und von Freundschaft geprägt. Orangenhaine gab es keine mehr, dafür wurden alte Leintücher unter die zahlreichen Olivenbäume ausgebreitet und dann die Bäume fest geschüttelt. Im Keller des Hauses stapelten sich die illustrierten Bücher, die im Laufe der Jahre heraus kamen. Ab und zu bekam man eines in die Hand gedrückt oder zum Verkauf anvertraut. Die grafische Produktion verlagerte sich auf farbige Lithografien, deren Massenproduktion von geschäftstüchtigen Verlegern mehr als nur gefördert wurde. Ich konnte mich immer weniger dafür begeistern, aber unvergessen sind die runden Geburtstage, der siebzigste in Paris bei Ida am Quai de l'Horloge: Malraux war Ehrengast, und am Quai wurde mit den «clochards» Champagner getrunken, der achtzigste und dann vor allem der neunzigste mit einem Konzert im «Palais de la Méditérannée» in Nizza unter anderen mit Mstislav Rostropovitsch, Isaac Stern und Hermann Prey. Marc Chagall wurde nahezu hundert Jahre alt. Am 28. März 1985 ging sein Leben in Saint-Paul zu Ende. Bei der Beerdigung auf dem kleinen Friedhof des Dorfes trafen sich die Familie und die Freunde, nebst einem Riesenaufmarsch von Presse, Fernsehen und anderen Neugierigen. Beim anschliessenden Essen in der «Colombe d'Or», wo Chagall so gerne Gast bei den Roux gewesen war, wurden Erinnerungen ausgetauscht. Auf dem Friedhof liegt seit Ende 1993 auch Frau Vava, und die Tochter Ida trugen wir im August 1994 auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris zu Grabe. Eine Epoche, die in Bern einst die Begeisterungswogen hoch gehen liess und starke Spuren hinterlassen hat, ist damit zu Ende gegangen. Chagall und Bern Marc Chagalls Beziehung zu Bern und zu den Bernern stellte sich erst lange nach den Jugendjahren ein, denen die Ausstellung im Kunstmuseum gewidmet ist. Dennoch soll sie hier nicht vergessen werden. Eberhard W. Kornfeld, der Berner Kunstauktionator, ist als persönlicher Bekannter des Künstlers und seiner Familie ein berufener Zeuge. Eberhard W. Kornfeld 16.12.1995 Der Bund Marc Chagall Stammt aus einer armen jüdischen Familie. 1910 kommt er als Stipendiat nach Paris, beteiligt sich an den Agitationen von Montparnasse. In seiner Malerei, die voller Anspielungen an den naiven Glauben seiner Kindheit ist, mischen sich ironische Zärtlichkeit und antirealistische Phantasie. Später schreibt Breton darüber: «In diesem Augenblick (1911) führt Chagall (allein) triumphierend die Metapher in die moderne Malerei ein.» Bei Kriegsbeginn kehrt Chagall nach Vitebsk zurück und heiratet 1915 Bella. Von nun an greift er immer wieder das Thema des Glücks und der Liebe auf. Nichts wird ihn jemals von diesem Thema entfernen: weder die enttäuschende Erfahrung in seinem offiziellen Amt in Vitebsk (1917), noch der zweite Weltkrieg und die Ausrottung seiner Glaubensgenossen, noch die Bombardierung von Vitebsk, noch Bellas Tod (1944). (1952 heiratet er wieder.) In Des Amoureux au-dessus de la ville (Liebende über der Stadt, 1913-1918), Le grand Cirque (Der Grosse Zirkus, 1956), Les Amoureux (Liebespaar, 1923), Les Mariés de la tour Eiffel (Brautpaar des Eiffelturms, 1928 und 1939), Entre Chien et loup (Dämmerstunde, 1938-1943), A ma femme (An meine Frau, 1944), bleibt die Kontinuität ungebrochen. Dies, und dass er aus den religiösen und folkloristischen Quellen schöpft, erklärt vielleicht die Zurückhaltung der Surrealisten: denn sie neigen kaum dazu, Glück auszudrücken. Ausserdem hat Chagall selbst den Automatismus abgelehnt, und er weigert sich, zu den Surrealisten «zugeordnet» zu werden. René Passeron Lexikon des Surrealismus Somogy Paris Marc Chagall Chagall wuchs in einer armen, kinderreichen Familie auf. Das einfache Leben in streng jüdischer Umgebung vermittelte ihm die tiefe Religiosität, die zusammen mit der Erinnerung an die dörfliche Welt sein ganzes Werk bestimmten sollte. 1906 begann er seine künstlerische Ausbildung in Witebsk bei Jehuda Pen und ging 1907 nach St. Petersburg an die Schule der kaiserlichen Gesellschaft zur Förderung der Künste. 1908 wechselte er an die Swansewa-Schule, wo Leon Bakst sein Lehrer wurde, der ihn auf Cézanne, van Gogh und Gauguin hinwies. 1910 konnte Chagall mit einem kleinen Stipendium nach Paris reisen. Unter dem Einfluss der Fauves gelangte er zu einer kräftigen, expressiven Farbigkeit. 1911 fand er die Gemeinschaft von Léger, Delaunay, Gleizes, Modigliani u. a. und begann seine Auseinandersetzung mit dem Kubismus. Besonders die auf das Abstrakte zielende Farbigkeit Delaunays und dessen Prinzip des Simultanen verhalfen Chagall zu seiner Form des Zusammenordnens der verschiedenen inneren Erlebnisse und Erinnerungen in einem komplexen Bild. 1911 stellte er erstmals im Salon des Indépendents aus, 1912 im Salon d'Automne. Chagall schloss Freundschaft mit dem Dichter Cendrars, der häufig die Titel für Chagalls fantastische Bildszenerien erfand. 1913 war er Apollinaire und Walden begegnet, der 1914 die erste Einzelausstellung Chagalls in der Berliner «Sturm»-Galerie zeigte. Chagalls Kunst, die weniger auf das Formale, sondern mehr auf die unmittelbare Umsetzung innerer Erlebnisse zielte, verband ihn mit den Bestrebungen des deutschen Expressionismus. Chagall reiste 1914 über Berlin nach Witebsk. Der Kriegsausbruch verhinderte die Rückkehr nach Paris. In Russland füllte er das Reservoir seiner Erinnerungen auf und malte unter stärkerer Bindung an die Wirklichkeit, ohne auf die kubistische Flächenteilung zu verzichten. 1917 nach Ausbruch der Oktoberrevolution wurde Chagall zum Kommissar für die Künste im Gouvernement Witebsk ernannt und gründete eine Kunstakademie, deren Direktor er wurde. Nach Auseinandersetzungen mit Malewitsch zog Chagall sich 1920 zurück und verliess 1922 Russland, um nach Paris zurückzukehren. G. Schmidt: «Chagall», Basel, Holbein-Verlag, 1955 M. Brion: «Marc Chagall», Paris, Somogy, 1959 F. Meyer: «Marc Chagall», Paris, Flammarion, 1964 R. Maritain: «Chagall ou l'orage enchanté», Paris, Desclée de Brouwer, 1965 J. Cassou: «Chagall», Paris, Somogy, 1966. Marc Chagall - Biographische Angaben 1887 Marc Chagall wird am 7. Juli als ältestes von acht Kindern einer jüdischen Familie in Witebsk (Weissrussland) geboren. Seine Mutter Feigelta, ist eine einfache Frau, sein Vater Sachar ist Arbeiter in einem Heringsdepot. Sein Geburtsname ist nicht Marc, sondern Moses. 1906 Chagall beendet die jüdische Elementar- und Gemeindeschule und wird für etwa 2 Monate Schüler im Atelier des Malers Jehuda Pen (dessen Werke im Museum in Witebsk ausgestellt sind). 1907 Schon zu dieser Zeit gab es ein antisemitische Pogrome in Weissrussland. Im täglichen Leben gab es für Juden viele Einschränkungen. So durften diese nur mit einer Erlaubnis nach St. Petersburg, der Hauptstadt der Zaren. 1907 geht Chagall gemeinsam mit seinem Freund Mekler mit einer solchen Erlaubnis nach Petersburg, wo er an der Schule der «Kaiserlichen Gesellschaft zur Förderung der Künste» studiert und als Retuscheur bei Photographen arbeitet. Während dieser Zeit wechselt Marc Chagall öfter zwischen Petersburg und seiner Heimatstadt Witebsk. 1908 Chagall wechselt in die Swansewa Schule, die Leon Bakst leitet, dort bleibt er bis 1910. 1909 Wiederholte Aufenthalte in Witebsk; hier lernt er auch Bella Rosenfeld kennen, die Tochter eines Juweliers, die er später auch heiratet. 1910 Im August des Jahres 1910 geht er mit einem Stipendium des Dumaabgeordneten Winawer nach Paris und arbeitet dort. Im darauffolgenden Jahr Geht er nach Paris: ein Mäzen finanziert die Reise. Er ist fasziniert von der intensiven Farbigkeit van Goghs und der Fauves. Die Geburt 1911 Stellt er lch und das Dorf auf >>Salon des Independants<< aus und bezieht sein erstes Atelier in der Künstlersiedlung «La Ruche«, wo auch Leger, Modigliani und Soutine wohnen. Hier beginnt eine Freundschaft mit Leger, Cendrars, Apollinaire und Delaunay. In Paris - zu jener Zeit das Mekka der Kunst - experimentierte Chagall mit Fauvismus und Kubismus. Er löste er sich unter dem Einfluss der Fauves um Matisse einerseits und den Kubisten um Picasso und Léger andererseits von seinem bisher impressionistischen Stil. 1912 Teilnahme am Salon der Unabhängigen und am Herbstsalon. Der Viehhändler 1913 Lernt er durch Apollinaire den Berliner Kunsthändler Walden kennen und nimmt am ersten Herbstsalon in Berlin teil. 1914 Erste Einzelausstellung in Berliner Galerie der Zeitschrift «Der Sturm«. Im gleichen Jahr besucht er seine Familie in Witebsk, wo ihn der Ausbruch des Ersten Weltkriegs überrascht, dieser verhindert eine baldige Rückkehr nach Paris. Dadurch verliert fast alle in Berlin und Paris zurückgelassenen Bilder und wird in Sankt Petersburg zum Tarnungsdienst eingezogen. Zu dieser Zeit malt Chagall eine Vielzahl malerischer «Dokumente» und die Bildnisreihe alter Juden. Er entwickelte seinen eigenen Stil aus Elementen der russischen Volkskunst und der jüdisch-chassidischen Erlebniswelt seiner Kindheit, also einen ganz eigenen poetischen und emotionalen Stil. 1915 Am 25. Juli heiratet Chagall in Witebsk seine Verlobte Bella Rosenfeld (die im Sept. 1944 verstirbt). Im Herbst zieht das Paar nach Petrograd. Hier leistet Chagall Kriegsersatzdienst in einem Büro für Wirtschaftsfragen. Der liegende Dichter und Der Geburtstag 1916 Geburt der Tochter Ida. Ausstellungen in Moskau und Petrograd. 1917 / 18 Im September 1918 er zum «Volkskommissar für die schönen Künste in der Stadt und Region Witebsk» ernannt, wohin er zurückkehrt. Unter anderem organisiert er die Festlichkeiten zum ersten Jahrestag der Oktoberrevolution. Im gleichen Jahr erscheint die erste Chagall-Monographie. Verlässt Akademie nach Streit mit Malewitsch. Die Tore des Friedhofs 1919 In Witebsk gründet er die moderne Kunstakademie, an der auch Lissitzky und Malewitsch unterrichten. Im gleichen Jahr nimmt er an der «Ersten staatlichen Ausstellung Revolutionärer Kunst» in Petrograd teil, die Regierung kauft zwölf Bilder. 1920 Es kommt immer häufiger zu Auseinandersetzungen mit Konstruktivisten der Akademie, so dass Chagall im Mai von seinem Posten als Leiter der Akademie zurücktrat Er zieht nach Moskau. Unter der Förderung des marxistischen Journalisten und Dramaturgen Anatoli Lunatscharski entwirft Chagall Wandbilder und Dekorationen für das «Jüdische Theater»; in Moskau. 1921 Chagall arbeitet als Zeichenlehrer in der Kriegswaisenkolonie Malachowka bei Moskau sowie in einer weiteren Kriegswaisenkolonie. 1922 Verlässt er Russland endgültig und reist nach Berlin, seine Frau und Tochter folgen. Prozess wegen der 150 in Berlin hinterlassenen Bilder, die inzwischen verkauft wurden. Radierungsfolge «Mein Leben» für Kunsthändler Cassirer. Marc Chagall war schon 35 Jahre alt, als er mit Grafiken seine ersten Schritte machte. Er schuf Holzschnitte, Radierungen und insgesamt 24 Lithographien. Diese frühen Werke wurden von Chagall auf transparentes Papier aufgetragen und von einem professionellen Grafiker bis zum fertigen Lithograph weiterbearbeitet. Zu jener Zeit hatte Chagall - wie so viele berühmte Künstler - weder das notwendige Wissen noch Geschick, um den technischen Druckprozess selbst ausführen zu können. 1923 Von Berlin zieht es ihn wieder nach Paris. Dort entstanden im Auftrag des Kunsthändlers Ambroise Vollard seine Illustrationen zu Gogols «Die toten Seelen» (96 Radierungen), an denen er bis 1927 arbeitete. Diese erscheinen allerdings erst 1948. 1925 1llustrationen für La Fontaines «Fabeln» im Auftrag Vollards (erscheinen erst 1952), diese Arbeit nimmt mehrere Jahre in Anspruch. Das bäuerliche Leben 1926 / 27 Erste Einzelausstellung in New York. 19 Gouachen für Zirkusmappe. Den Sommer verbringt Chagall in der Auvergne. 1928 Arbeitet weiter an den «Fabeln». Im Sommer lebt er in Céret, im Winter in Savoyen. 1930 Auftrag zu Illustrationen der Bibel durch Vollard, es sollten 105 Blätter werden. Für alle 3 Serien («Tote Augen», «Fabeln» und «Bibel») wurde die Technik der Radierung gewählt. Vollard starb bevor diese Illustrationen beendet werden konnten. Sie wurden später mit riesiger Verzögerung von E.Tériade in den Jahren 1948, 1952 und 1956 herausgegeben. Die Akrobatin 1931 Autobiographie «Mein Leben» erscheint, übersetzt von Bella. Chagall reist mit der Familie zur Eröffnung des Museums in Tel Aviv, im Nahen Osten studiert er die biblische Landschaften in Palästina, Syrien und Ägypten. 1932 Reise nach Holland, dort sieht er erstmals Rembrandts Radierungen. 1933 zu Beginn des Hitler-Faschismus in Deutschland wurden einige seiner Bilder öffentlich in Mannheim verbrannt. Grosse Retrospektive in der Kunsthalle Basel. 1934 / 35 Spanienreise, hier ist er tief beeindruckt von EI Greco. Chagall reist nach Wilna und Warschau und spürt die Bedrohung der Juden. 1937 Chagall wird französischer Staatsbürger. Mehrere seiner Bilder werden auf der Ausstellung «Entartete Kunst» gezeigt, alle 59 Werke Chagalls, die sich in deutschem Museumsbesitz befinden, werden beschlagnahmt. Reise nach Florenz. Die Revolution. 1938 Chagall, der sich selbst als Jude fühlt, mahnt mit Bildern des Gekreuzigten an die Leiden seines Volkes. Die Vorgänge um die deutsche Aktion «Entartete Kunst» waren Anlass für sein weltberühmtes Schlüsselwerk «Die weisse Kreuzigung». Ausstellung in Brüssel. 1939 Chagall erhält, obwohl er Jude ist, den Carnegie-Preis für Malerei. 1940 Bei Kriegsausbruch zieht mit seinen Bildern an die Loire und später nach Gordes in die unbesetzte Provence. 1941 Im April reist er nach Marseille, wo er kurzzeitig verhaftet wird. Von dort aus auf Einladung des «Museum of Modern Art» nach New York; hier trifft er am 23. Juni ein, als die Deutschen in Russland einmarschieren. Hier arbeitet er bis 1943 an zahlreichen Kriegs- und Kreuzigungsdarstellungen. 1942 Entwirft im Sommer in Mexiko für die New Yorker Metropolitan Opera die Ausstattung von Massines Tschaikowski Ballett «Aleko». 1943 Sommer in Cranberry Lake bei New York. Chagall ist tief bewegt von den Kriegsereignissen in Europa. Die Anfechtung. 1944 Bella stirbt am 2. 5eptember an einer Virusinfektion. Chagall ist monate lang unfähig zur Arbeit. Das grüne Auge. 1945 Beginnt nach Bellas Tod wieder zu maIen. Ausstattung des Strawinsky Balletts «Der Feuervogel» für die Metropolitan Opera. 1946 Retrospektive im «Museum of Modern Art», anschliessend in Chicago. Erste Parisreise nach dem Krieg, Beginn der Zusammenarbeit mit Mourlot und Sorlier. In seinem Haus in High Falls schuf Chagall die Serie «Vier Erzählungen aus Arabischen Nächten». Die Serie besteht aus 12 Farblithographien. Sie wurden zuerst als Gouchen gemalt und dann im Jahr 1948 in dem Studio von Albert Carman in City Island, New York gedruckt. Es ist nicht bekannt, in welchem Mass Chagall an dem Druckvorgang beteiligt war. 1947 Ausstellung im Pariser «Musée National d' Art Moderne», danach in Amsterdam und London. Die Madonna mit dem Schlitten. 1948 Im August kehrt Chagall endgültig nach Paris zurück, er wohnt in Orgeval bei Saint Germain en Laye. Erster Graphikpreis auf der 25. Biennale in Venedig. 1949 Zieht nach Saint Jean Cap-Ferrat an der Còte d' Azur. Wandmalereien für das «Watergate Theatre» in London. 1950 Lässt sich endgültig in Vence nieder. 1950 wurde der Beginn einer völlig neuen Ära für seine grafischen Aktivitäten. Er begann mit dem berühmten Verleger Mourlot in Paris zusammen zu arbeiten. Im Alter von 63 Jahren lernte der Künstler fast wie ein Lehrling die Kunst der Lithographie quasi vom Nullpunkt. Der Lehrer dieses begabten «Lehrlings» wurde Charles Sorlier, ein gelernter und talentierter Drucker. Unter der Anleitung von Sorlier arbeitete Chagall regelmässig in der grafischen Werkstatt von Mourlot. Marc Chagalls Grafiken haben gewöhnlich eine Auflage von 50 Stück und wurden vom Künstler signiert und numeriert. Zusätzlich zu diesen numerierten Ausgaben gibt es ca. ein dutzend Künstler-Probedrucke - in römischen Ziffern numeriert und auf unterschiedlichem Papier gedruckt. Von 1950 an wurde Velin d'Arches oder B.F.K. de Rives Papier benutzt. Diese Papiere haben Wasserzeichen. Beide Papiersorten sind nicht rein weiss, sondern leicht getönt. Einige der grafischen Editionen wurden auch auf Japan Papier (Japon nacré) gedruckt. Neben seinen Grafiken mit kleiner Auflage wurden auch grosse Auflagen von bis zu 15.000 Kopien produziert und in Kunstmagazinen wie «Derrière le Mirroir» und «XX Siècle» beigelegt. Chagall benutzte Lithographien für alle möglichen Gelegenheiten wie zum Beispiel Speisekarten oder Geburtstagseinladungen. Chagall beginnt sich für neue künstlerische Techniken wie die Keramik und die Skulptur zu interessieren. Sein Werk ist eigentlich von Anfang an immer das gleiche geblieben. Es zeichnet sich durch einen ganz eigenen Sinn für das Dekorative und durch eine plastische Wirkung aus, die sich mit intimen Empfindungen und einem innigen Gefühl verbinden. Die «Bauern aus Vence» stehen für Chagalls Glauben an die Liebe. In einem schwerelosen Raum umarmt sich ein Paar zärtlich. Die Stadt Vence im Hintergrund scheint zu schlafen. Es kommt Chagall vor allem darauf an, die Zärtlichkeit in der Ruhe und in der Einfachheit der Gefühle auszudrücken. Retrospektiven in Zürich und Bern. 1951 Reist zu Ausstellungseröffnung nach Jerusalem. Erste Skulpturen. 1952 Heiratet am 12. Juli Walentina (Vava) Brodsky. Verleger Tériade erteilt Auftrag für Lithographien zu «Daphnis und Chloe» . La Fontaines «Fabeln»mit 100 Radierungen Chagalls erscheinen. Erste Griechenlandreise mit Vava. 1953 Ausstellung in Turin. Serie von Bildern über Paris. Le Quai de Bercy, Die Seinebrücken. 1954 Zweite Griechenlandreise. Arbeit an «Daphnis und Chloe». 1955 / 56 Ausstellungen in Hannover Basel und Bern. Lithographienserie «Zirkus» . 1957 Reist zur Eröffnung des Chagall-Hauses nach Haifa. «Die Bibel» erscheint bei Tériade. 1958 Ausstattung des Ravel Balletts «Daphnis und Chloe» für die Pariser Oper. Vorträge in Chicago und Brussel. Glasfensterentwürfe für die Kathedrale in Metz. 1959 Ehrenmitglied der «American Academy of Arts and Letters». Ehrendoktor der Universität Glasgow. Ausstellungen in Paris. München und Hamburg. Wandbild für Frankfurter Schauspielhaus. 1960 Erhält mit Kokoschka Erasmus-Preis in Kopenhagen. Fenster für die Synagoge der Hadassah Universitätsklinik in Jerusalem 1962 Reist zur Einweihung der Glasfenster nach Jerusalem. Beendet Fenster für Kathedrale in Metz. Ehrenburger von Vence. 1963 Retrospektiven in Tokio und Kioto. Reise nach Washington. 1964 Reise nach New York Glasfenster im Haus der Vereinten Nationen. Beendet Deckengemälde in Pariser Oper. 1965 Wanddekorationen in Tokio und Tel Aviv. Beginnt mit Gemälden für die neue Metropolitan Opera und das Lincoln Center in New York sowie mit Ausstattung der «Zauberflöte». Cgagall wird «Offizier der Ehrenlegion». 1966 Mosaikwand und zwölf Wandfelder für das neue Parlament in Jerusalem. Reise nach New York zur Einweihung der Gemälde im Lincoln Center Umzug von Vence in das neu erbaute Haus im benachbarten Saint Paul-de Vence. Beendet «Exodus» und «Der Krieg». 1967 Besucht Premiere von Mozarts «Zauberflöte» in New York Retrospektiven zum 80. Geburtstag in Zurich und Köln. Entwirft drei grosse Gobelins fur Parlament in Jerusalem. 1968 Reise nach Washington. Glasfenster 1969 Grundsteinlegung der Stiftung «Message Biblique» in Nizza lsraelreise 1970 Einweihung der Glasfenster im Mainz. Ausstellung in Florenz. Zurcher FrauenmunsterAusstellung «Hommage à Chagall» im Pariser Grand Palais. 1972 Beginnt mit Mosaik für die «First National Bank» in Chicago 1973 Nach etwa 51 Jahren reist Chagall wieder das erste Mal nach Russland, nach Moskau und Leningrad, besucht aber auch seine Heimatstadt Witebsk. Eröffnung des «Musée National Message Biblique Marc Chagal» in Nizza. 1974 Einweihung der Fenster in der Kathedrale von Reims. Reise nach Russland und Chicago zur Einweihung des Mosaiks. 1975 / 76 Ausstellung von Arbeiten auf ster fur Kathedrale in Metz. Mosaik für die Papier in Chicago. Wanderausstellung in Universität in Nizza fünf japanischen Städten. Der Sturz des lkarus. 1977 / 78 Erhält vom französischen Präsidenten anlässlich Einweihung der Gobelins im Parlament der Republik das «Grosse Kreuz der Ehrenlegion». Besuch in Italien und Israel. Beginn der Arbeiten für die Fenster für Pfarrkirche St. Stephan in Mainz , Ausstellung in Florenz. 1979 / 80 Ausstellung in New York und Genf. Ausstellung der «Psalmen Davids» im Musée National Message Biblique in Nizza. 1981 / 82 Graphikausstellung in Hannover, Paris und Zürich. Retrospektive im Stockholmer Moderna Musee und im dänischen Louisiana Museum, Humlebæk (bis März 1983). 1984 In diesem Jahr findet die letzte Kunstausstellung Chagalls, welche die Stiftung Maeght veranstaltete, statt. Retrospektiven im Pariser Centre Pompidou, in Nizza, Saint-Paul-de-Vence, Rom und Basel. 1985 Grosse Retrospektive in der Royal Academy of Arts in London und im Philadelphia Museum of Art. Am 28. März stirbt Chagall in Saint Paul-de Vence. Retrospektiven der Arbeiten auf Papier in Hannover , Chicago und Zürich Unter den bildenden Künstlern war Chagall der Einzige, der seine russisch-jüdische Herkunft nicht leugnete und in seinen Werken verarbeitete. Neben seinen Gemälden und Glasfenstern - für römisch-katholische Kirchen und jüdische Synagogen gleichermassen - schuf Marc Chagall eine reiche Fülle an Grafiken. Da die Farbe für seine Werke so wichtig war, bevorzugte er die Lithographie als Drucktechnik. Das künstlerische Werk Chagalls ist gekennzeichnet durch starke, blühende Farben und eine phantastische, irreale Zusammenfügung symbolischer Bildmotive. Seine bevorzugten Themen sind die jüdische Mystik, das bäuerliche Russland, die Zirkuswelt, Liebespaare, Blumen und Tiere. So sind in seinen Bildern immer wieder Synagogen, Juden mit Torarollen oder Häuser, die an seine russische Heimat erinnern, zu finden. Marc Chagall wollte mit seinen Werken die Botschaft vermitteln, dass Liebe und Verständnis unter den Menschen sehr wichtig sind. Das 1938 von ihm gemalte Bild «Die weisse Kreuzigung» soll als Sinnbild des Leidens aufgefasst werden. Charakteristisch auch für Chagalls Bilder sind die kubistische Farbgebung und das Motiv des «Fliegens». Gegen Ende seines Lebens hatte Chagall mehr als 1000 Grafiken geschaffen - vor allem Lithographien und Radierungen. Seine Werke sind unter Kunstliebhabern und Museen in der ganzen Welt begehrt. Marc Chagall ist zweifellos einer der grössten Künstler des 20. Jahrhunderts. |