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Bern - die Hauptstadt mit Charme Gymnasium Waisenhausplatz Gymnasium Waisenhausplatz Waisenhausplatz 30. 1883 bis 1885 an Stelle des Burgerspital-Kornhauses errichtet. Das Gebäude beherbergt neben Gymnasium und Progymnasium noch die 1975 aufgehobene Primarschule der obern Stadt. (Speichergass-Schulhaus, Speichergasse 4). Später kommt die Töchter-Handelsschule dazu, während das Gymnasium 1926 ins Gymnasium Kirchenfeld verlegt wird. Seit 1965 heisst das Progymnasium Untergymnasium, das 1973 den Neubau beim Gymnasium Neufeld bezieht und teilweise auch in die Knabensekundarschule Viktoria und ins Kleefeld (Bümpliz) verlegt wird. Burgerspital-Kornhaus Das 1785/87 von Niklaus Sprüngli erbaute Kornhaus des Burgerspitals hiess auch Speichergasskornhaus oder kurz Spitalkornhaus. Von 1798 bis 1810 diente es als Obere Kaserne und blieb dann bis 1820 unbenutzt. Nachdem es bis 1825 nochmals ein Kornhaus gewesen war, wurde es bis 1830 umgebaut und diente bis zum Bezug der Kaserne 4) (1878) als Kaserne II und wurde 1883 für den Bau des Gymnasiums Waisenhausplatz abgebrochen. Standort: Waisenhausplatz 30 Lit.: KDM. 1 Gymnasium 1) Vor 1834 gab es in Bern kein G. im heutigen Sinne. Nach der Lateinschule trat der etwa 14jährige in die untere Stufe der Hohen Schule (Akademie 1)) über, wo er sich während zwei bis drei Jahren auf das eigentliche Fachstudium vorbereitete. 2) Mit der Gründung der Universität 1834 entstand die Literarschule, die 1856 bis 1880 Kantonsschule Bern hiess und auch ein Realgymnasium umfasste. Nachher wurde sie mit der Städt. Realschule zum Städtischen Gymnasium vereinigt. Standorte: 1528 bis 1885 in der Hochschule (Herrengasse 25), dann im Gymnasium Waisenhausplatz (Waisenhausplatz 30) Lit.: Durheim, Beschreibung Realschule Im Oktober 1829 als Burgerliche Realschule eröffnet, ging die R. 1852 an die Einwohnergemeinde über. Diese Schule wurde 1880 bei der Schaffung des Städtischen Gymnasiums diesem angegliedert, wobei eine technische und eine Handelsabteilung geführt wurden. Standorte: Bis 1839: Marktgasse 37; dann im Neubau Brunngasse 66 bis zum Bezug des Gymnasiums Waisenhausplatz (Waisenhausplatz 30) (1885). Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern von Berchtold Weber (1976) Gymnasium Waisenhausplatz - Geschichte des Gebäudes Das ehemalige Progymnasium ist nicht nur ein imposantes Bauwerk an prominenter städtebaulicher Lage, sondern auch ein Schulhaus mit langer Tradition. Der «Proger» weckt bei Generationen von Ehemaligen heute noch Erinnerungen. Im 19. Jahrhundert wuchs die Stadtbevölkerung rasch an. Primarschule und Gymnasium brauchten mehr Platz. Das 1785-1787 von Niklaus Sprüngli erbaute ursprüngliche Kornhaus (sog. Burgerspital-Kornhaus) hatte bis 1878 als Kaserne gedient und stand anschliessend leer. Es wurde 1883 abgebrochen, um für das Gymnasium Platz zu machen. Im Dezember 1882 hatten die Stimmberechtigten den Kredit für den Neubau bewilligt. Er wurde 1885 bezogen. 1926 zog das Gymnasium in einen Neubau im Kirchenfeldquartier um. Die Primarschule und die Klassen des Untergymnasiums verblieben im Gebäude am Waisenhausplatz. Das Untergymnasium hiess damals «Progymnasium», und so heisst das Gebäude bis heute, obwohl zuletzt nicht mehr das Untergymnasium, sondern die Wirtschaftsmittelschule Bern (WMB) und die Berufsschule für Verwaltung (BV) dort beheimatet waren. In den 90er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die Schulgebäude von etwa 360 Schülerinnen und Schülern genutzt und noch vor etwas mehr als zehn Jahren schien es, als würden auch in Zukunft junge Leute im «Proger» die Schulbank drücken.. Die Vorbereitungen für eine Gesamtsanierung des Schulhauses waren bereits weit fortgeschritten, als der Regierungsrat den Umzug der damals im Gebäude untergebrachten Schulen in einen Neubau beim Stade de Suisse–Wankdorf beschloss. Die schon damals überfällige Sanierung wurde auf die lange Bank geschoben und eine neue Nutzung gesucht. Die Idee, ein Museum für die Werke des Malers Paul Klee einzurichten, war umstritten. Das Ehepaar Maurice E. und Martha Müller setzte der Diskussion ein Ende mit einer grosszügigen Finanzierung und dem Auftrag an Architekt Renzo Piano, das Zentrum Paul Klee zu bauen. Livia Klee, die der Stadt und dem Kanton eine unschätzbare Sammlung von Klee-Bildern schenkte, Maurice E. und Martha Müller wurden für ihre ausserordentlichen Leistungen die ersten Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürger der Stadt. Die Verhandlungen mit dem Kunstmuseum an der Hodlerstrasse brachen danach nicht ab. Eine Abteilung für Gegenwartskunst sollte im ehemaligen Progymnasium eingerichtet und vom in Bern aufgewachsenen und in den USA lebenden Mäzen Hansjörg Wyss weitgehend finanziert werden. Es kam anders: das Kunstmuseum entschied sich für einen Neubau am Aarehang. Nach dem Auszug von WMB und BV an den Quartierplatz beim Stade de Suisse bewilligte der Gemeinderat eine Zwischennutzung mit Ateliers für Künstlerinnen und Künstler, Kulturräumen und einer Bar für vorerst zwei Jahre. Als die Verhandlungen mit dem Kunstmuseum für die Einrichtung einer Abteilung für Gegenwartskunst scheiterten, wurde die Zwischennutzung bis zum 31. Juli 2009 verlängert. Die Zwischennutzung hat sich zu einem viel beachteten Kulturzentrum entwickelt. Die Mieten sind auch für junge Kulturschaffende erschwinglich und die spartenübergreifenden Kontakte bringen Einzigartiges hervor. Das Gebäude ist jedoch seit langem renovationsbedürftig. Die Haustechnik ist veraltet, das Dach muss dringend erneuert werden und für Menschen mit Behinderung muss das Haus endlich erschlossen werden. Botschaft des Stadtrats an die Stimmberechtigten. Gemeindeabstimmung vom 17. mai 2007 ![]() |