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Bern - die Hauptstadt mit Charme Bellevue Palace Grandhotel und Bernerhof Die Lage und Geschichte dieses Hotels sind ebenso einzigartig wie der herausragende Service und das einmalige Panorama der Berner Alpen. Standort: Kochergasse Kochergasse 3-5. Direkt neben dem Bundeshaus. 10 Gehminuten vom Bahnhof Bern. Hotel Bellevue-Palace Wo Staatsgäste rasten, dinieren und debattieren – das Hotel Bellevue-Palace. Nachdem der Bundesstaat gegründet und Bern zur Bundesstadt auserkoren worden war, mussten ausser Nutzbauten auch Unterkünfte für Parlamentarier und Staatsgäste bereitgestellt werden. Die Parlamentarier brachte man ab 1858 im neuen Berner Hof unter. Die Staatsgäste quartierte man dagegen in dem für seine Gastlichkeit und die gute Küche bekannten Hotel Falken ein. Noch fehlte es dem Bundesstaat an eigenen Repräsentationsräumen. Der Hotelier des Falken, Friedrich Osswald, sah für sich eine grosse Chance darin, dass der Bundesstaat regelmässig hohe Gäste empfing und diesen noble Unterkünfte und Lokalitäten für Bankette und Verhandlungen zur Verfügung stellen musste. So kaufte er 1864 eine Liegenschaft an der Inselgasse und liess dort noch im gleichen Jahr das Luxushotel Bellevue auf einer Felsterrasse erbauen. Wegen der «belle vue» auf die Alpen frequentierten neben Staatsgästen auch zahlreiche gutbetuchte Touristen das Hotel. Der 110 Zimmer zählende Bau vermochte den Ansturm bald nicht mehr zu bewältigen. Das Hotel und die angrenzenden Gebäude wurden deshalb abgebrochen, und 1913 konnten die ersten Gäste im wesentlich grösseren Bellevue Palace begrüsst werden. Von Beginn an zeichnete sich das neue Hotel durch seine exquisite Küche und seine Anlässe für berühmte Gäste aus. Zu ihnen zählten im Verlauf der Zeit unter anderen Königin Elisabeth II. von England, die Könige Juan Carlos von Spanien und Hussein I. von Jordanien, die Staatsmänner Churchill, Gorbatschew, Kohl und Genscher, aber auch Maximilian Schell, Charlie Chaplin, Placido Domingo und Marc Chagall. 1994 schenkte die Nationalbank, die damalige Eigentümerin, das Hotel der Eidgenossenschaft. Um den Betrieb des Fünfsterne-Hauses kümmert sich heute die «Victoria-Jungfrau Collection». Am Denkmaltag schauen wir uns die Architektur an und werfen einen Blick in Präsidenten-Suite, Gesellschaftsräume und Küche. www.nike-kultur.ch Aus den Annalen des Bellevue Palace Geschichte, Chronik und Fundstücke Die Konservativen sind im Bürgerkrieg besiegt, die neue Verfassung ist durch die Tagsatzungskommission ausgearbeitet und vom Volk gutgeheissen, Bern zur Hauptstadt des Bundes bestimmt, National- und Ständerat und die Regierungen der einzelnen Kantone sind bestellt - da kann es losgehen, auf in die Freiheit der eidgenössischen Selbstbestimmung. Die Frage «Freiheit wovon?» kann sich in die Frage «Freiheit wofür?» verwandeln... Jedenfalls blüht ab 1848 die Wirtschaft. Eisenbahnlinien werden gebaut, nachdem im benachbarten Ausland bereits Hunderte von Eisenbahnkilometern die Handelsbeziehungen erleichtern und beschleunigen. Vor allem die Textil- und die Maschinenindustrie weisen vollgeschriebene Auftragsbücher auf, Gewinne werden gemacht, Kapital angehäuft. Die Schweiz streift den Ruf ab, ein instabiles, von politischen Unruhen durchgeschütteltes Land zu sein, und wird für Investoren und Unternehmer mit langfristigen Plänen attraktiv. Bern als frisch gekürte Bundesstadt (nicht Bundeshauptstadt, wie oft fälschlich bezeichnet) hat für die Parlamentarier, Diplomaten und Staatsgäste folgendes bereitzustellen: ein Bundeshaus (zuerst Bundesratshaus 1856, heute Bundeshaus West), genügend Verwaltungsgebäude, geeignete Wohnhäuser, entsprechende Hotels, dazu Räume für Sitzungen und Konferenzen, für öffentliche und halböffentliche, für private und intime, äussere und innere Angelegenheiten. Ein Bauboom sondergleichen erfasst die junge Schweiz. Und Bern: Weitere Gaststätten, Cafés und Spelunken entstehen, breitere Gehsteige zum Flanieren, Strassen und Chausseen als Zuliefer- und Verkehrswege werden gebaut und - nicht zu vergessen - ein Bahnhof. Westlich des Bundesratshauses beherbergt schon in den fünfziger Jahren das Hotel Bemerhof die Parlamentarier. Für die vornehmen und wichtigen Gäste wählt man den Falken, der ebenfalls in der Nähe des Bundeshauses gelegen und schon im Ancien régime berühmt ist für seine gehobene Küche und gediegene Bedienung. Der Hotelier des Falken, der ebenso geschäftstüchtige wie mit Sinn für Stil begabte Friedrich Osswald, liest die Zeichen der Zeit und schmiedet Pläne für einen grösseren und erstklassigen Hotelbetrieb neben dem Bundeshaus. Würden, solange der Staat mit Bern und Bundeshaus funktionierte, nicht immer Zimmer für Staatsgäste gefragt sein, die weit mehr sind als blosse Unterkünfte? Wären nicht Festessen, Staatsdiners, Bankette, Gabelfrühstücke mit Sekt und Lunches in den Pausen anstrengender Verhandlungen die Garantie für einen florierenden Hotelbetrieb? Und wäre dieser nicht fast ebenso wichtig wie das Bundeshaus selbst? Suiten und Salons, Plüsch und Lüster... Friedrich und seine Frau Philippine erwerben mit Kaufvertrag vom 19. Januar 1864 die Liegenschaft Inselgasse 136A, wo sie - zwischen Spital, alter Münzstätte, Hallerhaus und in Flanierdistanz zum Bundeshaus gelegen - 1865 das Luxushotel Bellevue errichten. Auf der Felsterrasse hoch über der sich um die Berner Altstadt schlängelnden Aare thront das neue Hotel. Im französischen Garten des Innenhofs lässt es sich sitzen, la belle vue auf das Alpenpanorama und das unverbaute andere Aareufer geniessen und auf dem neutralen Hotelboden dies oder das informell bereden. Aber nicht allein ermattete Parlamentarier empfinden den Blick auf die schneeüberzuckerte Pracht als erholsam für Seele und Geist. Die Alpen faszinieren die Touristen: Aus allen Himmelsrichtungen wird angereist, und Bern ist auf dem Weg in die Höhe eine mehr als zweckmässige Station. Die Schweiz baut Strassen, bohrt Tunnel, schlägt Brücken, gräbt Spazierwege, verlegt Schienen. Und bis zum Ende des Jahrhunderts werden an die berückendsten Aussichtspunkte die prunkvollsten Hotelpaläste gestellt: das Hotel Gletsch beim Rhonegletscher etwa, das Grand-Hotel Victoria Jungfrau in Interlaken oder das Hotel Palace in St. Moritz. «Die Schweiz besitzt keine grossen Bodenschätze unter der Erde, die Schätze ihres Bodens liegen über der Erde, es sind ihre Seen, ihre Berge und Täler, ihre ganze Landschaft überhaupt. In anderen Ländern wird der Reichtum des Bodens durch Bergwerke und Fördergruben gehoben und ausgenutzt, in der Schweiz verrichten diesen Dienst die Gaststätten und Hotels», ist in der 25 JahreJubiläumsschrift des Hotel Bellevue Palace 1938 zu lesen, und eindringlich wird davor gewarnt, den Tourismus nicht genug zu fördern. Schweizer Landschafts- und Genremaler wie Alexandre Calame, Albert Anker, Frank Buchser oder Robert Zünd finden im Gebirge ihre Bildthemen. Die alpine Natur wird in der Folge der Aufklärung als eine ideale und Sehnsüchte stillende geradezu verehrt. Die Schweiz ist Thema, die Schweiz ist Reiseziel. Osswald hat gut gewählt. Das neue Hotel erfreut sich solcher Beliebtheit, dass schon nach kurzer Zeit der steigenden Gästezahl und ihrer teils exklusiven Wünsche wegen Erweiterungen und Modernisierungen nötig werden. Nicht nur vom Garten, sondern von den meisten der 110 Gastzimmer aus hat man, was der Name verspricht: einen grossartigen Ausblick auf Eiger, Mönch und Jungfrau, die Berner Alpen. Mehr und mehr reist eine internationale Oberschicht an: Reisen gehört zur (höheren) Bildung, und die körperliche «Ertüchtigung» in der freien Natur wird Mode. Man sonnt sich (mit Sonnenschirm), spaziert, plaudert, diniert. Das erste Auto, das in Berns Mauern knattert - man schreibt mittlerweile das Jahr 1896 -, steuert ein spanischer Grande (oder sein Chauffeur?) direkt vor das Entrée des Bellevue. Sechsspännig fährt man ansonsten vor, lenkt die Kaleschen in die Inselgasse, um im Bellevue - schlicht das Hotel - abzusteigen: Diplomaten, englische Lords und Ladies, italienische Conti mit ihren Contesse, russische Grossfiirsten in Begleitung und amerikanische Millionäre mit Gattinnen, Söhnen und Töchtern auf ihrem grand tour durch Europa. Ihnen allen öffnen flinke Hotelboys die Flügel der Eingangstür... Ob nun der Rubel und die Dollars mit beiden Händen zum Fenster hinausgeworfen, die Francs oder Pounds mit gebührend vornehmer Zurückhaltung (wobei man sich doch nichts versagt) ausgegeben werden: für den aus dem badischen Offenbach stammenden Osswald stimmt die Rechnung. In Schweizer Franken. Mit Schweizer Franken nämlich wird seit 1850 bezahlt. Die Münzen entwirft und prägt der Genfer Antoine Bovy. Seither ziert identitätsstiftend Helvetia die eine Seite der Frankenstücke. Unter napoleonischen Einfluss geraten, hatte sich die Helvetische Republik (1789-1803 beziehunsweise 1818) dem System des Revolutions-Franc anschliessen müssen, doch sollte es noch fast fünfzig Jahre dauern, bis Franken und Rappen als einheitliche eidgenössische Währung durchgesetzt werden konnten. Während der Restauration (1815-1848) sind auf dem Gebiet der heutigen Schweiz, das rund 50 kantonale, städtische und herrschaftliche «Behörden» umfasste, über 700 verschiedene kantonale und internationale Münzsorten im Umlauf. Es herrscht ein heilloses Durcheinander von Münzen und Falschmünzen. Nur wer sich auskennt, kann sich davor schützen, übers Ohr gehauen zu werden: «1, 2, 3, das ist ein Rother», zählt noch 1847 Jeremias Gotthelfs Sämeli in Der Besuch auf dem Lande, «4, 5, 6, du wirst den für einen Ganzen gezählt haben, es ist aber nur ein Halber; 7, 8, 9; wieder ein Rother (...) 26, 27, 28, diese Kreuzer nimmt kein Hund; 30, 31, 32, 33, 34; was Teufels soll das für ein Stück sein, ein solches hab' ich noch nie gesehn; 36, 37, 38 und ein Halber. Sechs Kreuzer zuwenig und solch schlecht Geld noch.» Der Schweizer Franken setzt dieser Wirrnis ein Ende. Es stimmt aber auch Osswalds Annahme, das Bellevue werde sich als «Bundeshaus-Dépendance» etablieren. Déjeuners und Diners als angemessener Rahmen zur Unterzeichnung von Verträgen oder zur Überbringung von Botschaften an den Bundesrat finden im Bellevue statt, und Dîner d'adieux für Diplomaten, scheidende Gesandte oder Parlamentarier werden selbstverständlich im Bellevue abgehalten. Ob Touristen, hohe Staatsgäste, gekrönte Häupter oder Angehörige des Corps diplomatique, die Zugereisten verleihen dem behäbigen Bern etwas Weltläufiges: Das Bellevue, eingezwängt zwischen alter Münz und Hallerhaus, genügt den Anforderungen nicht mehr. Als Friedrich Osswald 1882 stirbt, wird Walter Haerlin interimistisch Direktor, bis die beiden Söhne Osswalds die Leitung übernehmen können. Alphons und Philipp (der als «Seele des Geschäfts» bezeichnet wird und zu den, wie man etwa sagt, «Manne mit Schnäuz» gehört) beschliessen 1910, statt erneuter Modernisierungen und Erweiterungen ein neues Hotel zu bauen. Zusammen mit weiteren Hoteliers und mehreren Berner Financiers gründen sie die Société Anonyme du Bellevue Palace, die mit 2 Millionen Aktienkapital und 3,6 Millionen Franken in Obligationen die 5,6 Millionen zusammenbringt, die zum Erwerb des nachbarlichen Grundstücks und zum Bau des Hotels notwendig sind. Zur Aktiengesellschaft der Hotelpioniere gehören: die Familie Osswald, der langjährige Küchenchef Max Metz, die Herren Oberst Trüssel und Georges Marcuard, die Herren Bankiers von Grenus, Roesti in Montreux und Berger in Langnau, Professor Golliez, der Wirt des Bahnhofrestaurants Jules Schieb, die Hoteldirektoren Tschumi vom Hotel Beau Rivage in Ouchy und Spalinger aus Genf, weiter der Lausanner Notar Monsieur Allaman und schliesslich die Stadt Bern. Man erwirbt für Franken 450'000.00 ein weiteres Grundstück, und bereits am 1. November 1911 schlagen die Abbruchhämmer in die Mauern von Hotel, Hallerhaus und alter Münzstätte. Auch die Münz, die von 1850 bis 1906 als eidgenössische, vorher als bernische Prägestätte gedient hatte, muss also weichen. Am 29. Februar 1912 ist der Abbruch beendet. Am 1. März wird damit begonnen, Fundamente zu legen und die Mauern hochzuziehen. Am 30. November ist die feuersichere Eisenbeton-Dachkonstruktion und damit der Rohbau fertig. Es folgen Innenausbau und Möblierung. Am 27. November 1913 nimmt das neue Hotel Bellevue, das neue Bellevue Palace, seinen Betrieb auf. Die Baukosten betragen Fr. 3'255'923.50, im Kostenvoranschlag hatte man mit Fr. 3'275'000.- gerechnet. Mit «Zinspalais», diesem unnachahmlich wienerischen Ausdruck für ein herrschaftlich-palastartiges Mietshaus, könnte man auch die neuen Hotels bezeichnen. Verfügt man über das nötige Münz, kann jede und jeder teilhaben am Palastgefühl. Das hotel-Palais ist zwar nicht privater Femilienbesitz, es ist öffentlich und ein Geschäft, aber nichts soll die Gäste unangenehm daran erinnern, dass man in Hundertschaften zahlend unter einem einzigen Dach lebt und dass eine immense technische und personelle Maschinerie notwendig ist, den Mietspalast so in Schwung zu halten, als sei alles selbstverständlich und leicht. Mit 200 Gästezimmern und 280 Betten ist das Bellevue Palace für damalige Verhältnisse ein grosses Hotel. Die Zimmer sind alle mit eigenem Telefon und Toilette, manche mit einem luxuriösen Bad ausgestattet. Trotz des hohen Preises von 22.50 Franken pro Tag und Person reist man wieder aus allen Himmelsrichtungen an, um im Bellevue abzusteigen. Suiten und Salons, Plüsch und Lüster... Direktor wird Fritz Eggimann, der als Kurhausdirektor in Bad Weissenbach die nötige Erfahrung vorweisen kann. Er leitet das Bellevue bis zu seinem Tod 1933. Die Architekten des neuen Hotel Bellevue sind die Berner Paul Lindt und Max Hofmann. Ihr Auftrag: Der Bau soll modernste Technik für reibungslos funktionierenden Service in einem eleganten Kleid verhüllen, sich in das Stadtbild einfügen, ein repräsentatives Ausseres haben und dennoch die monumentalen Bundesbauten nicht beeinträchtigen. Das Gebäude verbirgt hinter seiner Sandsteinfassade eine der ersten Eisenbetonkonstruktionen der Schweiz und ein ausgeklügeltes Belüftungs-, Staubsaugund Heizungssystem. Durch den geschützten Haupteingang an der TheodorKocher-Gasse betritt der Gast das Empfangsvestibül. Hier finden sich die Réception mit Safes und Direktion, der Portier, die Herren- und Damengarderobe, Lift, Haupttreppe und Telefonkabinen. (1912 ist die Inselgasse nach dem berühmten Berner Arzt und Chirurgen Theodor Kocher umbenannt worden, der dem Bellevue zahlreiche Gäste gebracht und 1909 den Nobelpreis erhalten hatte.) Der Palmengarten im Atrium dient als Vorraum zu den Gesellschaftssälen. Darum herum gruppieren sich die Restaurants, die Halle, das Damenzimmer, der Schreib- und Lesesaal, die American Bar und ein Billardraum. In direkter Verbindung zur Aussenterrasse dient die ruhige Halle als Ort für Aperitifs und zur (vertraulichen) Unterhaltung vor grossen Festanlässen. Eine Garderobe für grosse Empfänge im Untergeschoss, ein Coiffeur und - die «Schweizerische Bauzeitung» vom 9. Januar 1915 erwähnt es explizit - eine Herrentoilette deuten an, was Osswalds Söhne unter einem Hotel ersten Ranges auch verstanden: Bankette. Ungezählt sind in der ganzen Geschichte des Hotel Bellevue die Empfänge, Cocktails und Bankette für Staatsgäste, Könige, Königinnen und Diplomaten, die festlichen Essen für berühmte Künstlerinnen und Künstler. Die Hotelküche - getrennt nach kalten und warmen Speisen - ist eine hell beleuchtete und belüftete Maschinerie aus Dampfkochtöpfen, Restaurantherden, Pfannen, Platten, Löffeln, Messern, Zutaten, Köchen, Köchinnen, Küchenburschen, elektrischen Aufzügen und eiligen Serviceangestellten. Im Jahr 1986 wird auch Küchenchef Heinrich Zauber für einen Cocktail Menüs und Buffetspeisen hinzaubem: erwartet werden 1000 Personen. Lauber wird dann zum erlauchten Club des Chefs des Chefs gehören, dem 1977 von Paul Bocuse gegründeten Club der Köche, die für gekrönte oder präsidiale Häupter und ihre diplomatischen Gäste kochen. Zaubern können wird er aber (wie seine Vorgänger) nur mit seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen: die Vorbereitung der Salons, der Buffets, der Hotelbar und der Terrasse nach Einsatzplan. Die Organisation der Garderobe wie abgesprochen. Personaleinteilung nach Plan. Eine Extra-Brigade zum Reichen von rotierenden Platten: Noix de coquillages St-Jacques frites, Tartelettes mignons de poireaux et crevettes roses... Das Nachgiessen von Getränken gemäss Einsatzplan. Das Servieren von Kaffee nach Wunsch. Blumenschmuck durch Dekorationsabteilung. Jede Dame erhält eine schöne, dunkelrote Rose! Die Belegschaft steht in der Silber- und Porzellanputzerei, vor der Kupferspüle, in der Lingerie. Sie putzt, wäscht, wechselt Glühbirnen. Sie kontrolliert die Toiletten. Trägt Gepäck, kocht, serviert, tauscht die Wäsche. Sie erneuert die Seifen, die Blumen aus der hauseigenen Gärtnerei. Sie eilt die Gänge entlang mit schweren Silbertabletts und dampfendem Kaffee. Sie erfüllt seit 1913 (seit 1865) Wünsche. Sie nistet in den 100 Dachzimmern. Der Gast soll sich wohl fühlen «The very best of Berne» ist nichts anderes als das internationale Savoir-vivre, das mit dem Neubau von 1913 auch technisch und innenarchitektonisch vorbereitet ist. Von einer zentralen Schalteranlage im Parterrebüro aus kann die gesamte Ventilation des Hotels bedient werden. Jede Toilette, sämtliche Bäder, alle Suiten, Salons und Vorräume sind im neuen Hotelbau auf diese Weise zu belüften. «Bei vollem Gange der Ventilation werden stündlich 49'000 Kubikmeter frische Luft in das Gebäude eingeführt und im gleichen Verhältnis die schlechte, verbrauchte Luft abgeführt.» Die Gästezimmer, bedient durch zwei Personen-, einen Gepäck- und einen Speiseaufzug, reihen sich neben den Räumen für die mitgebrachte Dienerschaft auf vier Etagen um den zentralen Lichthof. Vorzimmer, Doppeltüren (die heute leider durch neue ersetzt werden sollen) und Zwischenwände, die mit einer isolierenden Luftschicht konstruiert sind, und mit Teppich ausgelegte Räume und Gänge sichern «völlige Geräuschlosigkeit in allen Zimmern». Was la belle vue verlangt, nämlich einen Balkon, haben die Zimmer der Ostund Südseite in Form windgeschützter Loggien. Seit 1913 haben die Zimmer elektrisches Licht. Ein Telefonnetz verbindet jedes Zimmer mit der Réception und alle Zimmer untereinander, und elektrische Uhren geben dem Hotelbetrieb den Takt an. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs in den Tagen nach dem 28. Juli 1914 unterbricht brutal das hochsommerliche Schwirren und Summen. Überstürzt reisen die Touristen ab, die Grenzen gehen zu, und das Militär mit General Ulrich Wille an der Spitze wählt das Bellevue als Hauptquartier. Die Ermordung des österreichischungarischen Thronfolgers durch serbische Nationalisten in Sarajevo hatte lawinenartig die Kriegserklärungen Osterreich-Ungarns an Serbien (28. Juli), Deutschlands an Russland (l. August), Frankreich (3. August) und England (4. August) ausgelöst. Verdun wird in die Geschichte eingehen als blutigste und verlustreichste (Material-) Schlacht des Ersten Weltkriegs. Welches Zuckerschlecken dagegen im Bellevue Palace! - obwohl das Ausbleiben des europäischen Hoch- und Geldadels zu empfindlichen Einbussen führt, immerhin teilweise ersetzt durch Willes Mannen und Berner Bürger, die im Hotel logieren. Die Schweiz, die verschonte Schweiz, ist die eingeschlossene Schweiz, die im Rückzug durchhaltende Schweiz, die vor allem Lebensmittelknappheit auszuhalten hat. Küchenchef Max Metz tut sein Bestes. Und Ferdinand Hodler, auch schon als «schweizerischster aller Schweizer Künstler» bezeichnet, malt derweil im Hotel Bellevue den General, der offenbar mitten im Krieg Zeit findet, Modell zu sitzen. Als 1918 der Generalstreik Regierung und Wirtschaft in Aufruhr versetzt, stehen 200 Soldaten im Parterre des Hotel Bellevue, um den Generalstab mit Ulrich Wille zu beschützen und die Verhandlungen zwischen dem Bundesrat und den Abgeordneten des Generalstreikkomitees zu bewachen. In den zwanziger Jahren entspannt sich die Situation der Schweizer Hotellerie. Erleichtert klingt es aus der 25 JahreJubiläumsschrift 1938: «Durch den Fremdenverkehr ist die Schweiz das reiche, kapitalgesättigte Land geworden, das sie heute noch ist. (...) Fremdenverkehrsförderung ist so wichtig wie Exportförderung. Ja, der Fremdenverkehr ist selber eine Art Export, ein Aus der Not eine Tugend macht der seit 1933 amtierende Direktor Hermann Schmid, als der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs den florierenden Betrieb wieder lahmzulegen droht: 1940 richtet er kleine Appartements mit eigener Kochgelegenheit ein, renoviert die Bar und eröffnet zusätzlich ein Grill-Restaurant. Was als wagemutig bis leichtsinnig erscheinen mag, erweist sich als Segen. Die Schweiz ist erneut die verschonte Schweiz, die eingeschlossene Schweiz, die im Rückzug durchhaltende Schweiz. In kalten Winternächten verbringen ganze Berner Familien die Abende im geheizten Bellevue, logieren sich wochenlang ein. Die Bar wird Treffpunkt für Gäste und Einheimische, Parlamentarier und Funktionäre, Journalisten und - Spione. Vom Bellevue aus sollen international Fäden gesponnen worden sein. Später macht die Bardame Alexandra Schlagzeilen wegen einer Sex- und Spionageaffäre, und wahrscheinlich keineswegs zufällig wird 1981 John le Carrés Spionagethriller Agent in eigener Sache mit Sir Alec Guinness im Bellevue verfilmt... Dass hierüber vor allem Gerüchte zu erfahren sind, liegt in der Natur der professionellen Sache. Dass die Hoteldirektionen nicht akribisch Buch führten über die Beziehungen ihrer Gäste untereinander, ist mehr als sympathisch. Doch mutet es seltsam an, dass das Hotel - das Staatshotel -, das seit seinem Bestehen so viele Celebrities aus Kunst und Wissenschaft und ungezählte wichtige politische Persönlichkeiten beherbergt, seine Gästelisten nicht lückenlos aufbewahrt hat. Auch das Schweizerische Bundesarchiv führt in seinen 35 Kilometern Aktenmaterial kein Dossier «Hotel Bellevue Palace». So marginal ein vollständiges Gästealbum in den grossen geschichtlichen Zusammenhängen sein mag: Dass kein Interesse bestand, zu dokumentieren, wer hier war, ist symptomatisch für das Verhältnis der Schweiz zu ihrer Vergangenheit. Die Zimmerwände des Bellevue könnten einiges erzählen. Um so wertvoller ist das Tagebuch, das der Kochlehrling Rolf Liechti während seiner Lehre in der Bellevue-Küche vom 1. April 1940 bis 1. November 1942 verfasst hat. Es ist mit grosser Sorgfalt farbig illustriert, und es dokumentiert Diners, die während der Kriegsjahre stattfanden. «Durch die General-Mobilisation wurde der Kongress (des ACS) empfindlich gestört. Das vom Hohen Bundesrat offerierte Essen fand nicht statt. Alles war reduziert. Die Sitzungen fanden anstatt im Bundeshaus in unserm Salon rouge statt.» Oder: «Lunch in der Westhalle aus Anlass der Fahneneinweihung und der Übergabe durch den General. 35 Teilnehmer, viele Stabsoffiziere. Apéritif auf der Veranda 11.30 Uhr. Essen 12.30 Uhr, Schluss 15.00 Uhr. Total der Rechnung FRS. 492.55.» Ob 1.-August-Feier 1941 («Die Verdunkelung war an diesem Tage aufgehoben») oder hoher Besuch aus Panama und Argentinien, Liechti malt die Landesflaggen zu Menü, Rechnung und Stimmungsbericht. Zum Diner Deutsche Gesandtschaft, folgerichtig mit einer Hakenkreuzfahne geschmückt, notiert er: «Bestellt von Herrn Minister Dr. O. Köcher, Dîner zu Ehren der Deutschen Handelskammer, am Mittwoch den 2. Juli 1941, 20.00 h in der Westhalle. Schluss 00.30 h. Es waren 53 Herren anwesend.» Das Menü, das jetzt Speisenfolge heisst: «Kraftbrühe kalt mit Madeira-Wein. Frischer Laufenburger Salm gekocht mit Walliserweisswein Tunke und neue Kartoffeln. Blätterteigpastetchen gefüllt mit frischen Morcheln an einer Rahmtunke, neue Erbsen in Butter, dazu gemischter Salat. Neuenburger Erdbeeren nach Melba Art, Kleingebäck, Schweizer Käseplatte, Mokka. Weine: Château de Luins 1938, Dôle de Sion 1938, Henkell privat extra trocken.» Das Tagebuch berichtet von Rationierung und Tagen ohne Fleisch - der erste fleischlose Bellevue-Tag ist der 16. Mai 1941 - und vom Umgang mit Wein, es führt Rechnungen, Listen mit Warenpreisen und Preisvergleichen und die Barrendite 1941 auf. Es erzählt vom Kücheninventar am 30. Juni 1941 und enthält ein Organigramm über die Arbeitsabläufe im Hotel. Als würde der Küchenbursche Liechti sehnsüchtig durch einen Türspalt schielen oder als Wahrsager in halbleer gegessenen Tellern wie im Kaffeesatz lesen, so kommentiert er, was die hohen Herrschaften im Glanz und Gloria offizieller Empfänge, an Hochzeiten oder am Presseball treiben: «Noch nie in den letzten Jahren», so berichtet er vom Silvester 1941, «sind so viele Besucher in den stilvollen Räumen des Bellevue Palace zur Silvesterfeier zusammengekommen. Es hiesse Wasser in die Aare tragen, wollte man über das leckere Mahl und die mustergültige Arrangierung der Feier von Herrn Direktor Hermann Schmid lange Worte verlieren. Es gab für jeden etwas. Ein stiller Beobachter mochte sich am Kommen und Gehen einer auserlesenen Gesellschaft und den rauschenden farbenfrohen Balltoiletten schöner Frauen erfreuen, den Tanzlustigen spielten die Savoy Melodians Swing and Hot und im Westsaal endlich war in bunter, heimatlicher Tracht ein original Appenzeller Streichquartett. Dessen hüpfende Weisen zu einem beschaulichen Tänzchen einluden. (...) Als um Mitternacht das Licht erlosch, das neue Jahr seinen Einzug hielt, da hat wohl jeder der Ballbesucher über die eigenen, tausendfältigen Hoffnungen hinweg, der Wunsch nach einem friedbringenden Jahr vereint.» Als Hermann Schmid 1949 stirbt, übernimmt seine Ehefrau Emma Schmid die Leitung. Ihre Aufgabe ist keine leichte: Das Bellevue mag den Krieg gut überstanden haben, die potentiellen Gäste aus umliegenden Ländern oder den USA jedoch finden sich in einer schwierigen finanziellen Lage wieder. Nur wer nach 1945 unbeschadet oder als Kriegsgewinnler dasteht, kann sich einen Aufenthalt in einem schweizerischen Luxushotel leisten. Österreich vor allem ist eine scharfe Konkurrenz, und so spürt das Bellevue, was man gemeinhin «Frequenzeinbruch» nennt. Daran ändert das 1953 erneuerte Terrassendancing nur wenig. Ruhe statt Betriebsamkeit machen denn auch Direktor Jost Schmid, Sohn von Hermann und Emma Schmid, der 1955 das Hotel übernimmt, zu schaffen. «Und mehr denn je hat es der strebende Mensch nötig, sich zu erholen. So unruhig und scheinbar unsicher die Welt von heute auch sein mag, so mächtig ist auch das Streben der Völker nach Frieden und ruhiger Entwicklung. Das alles erlaubt es, auch dem Fremdenverkehr trotz seiner ausserordentlichen Krisenempfindlichkeit eine bessere Zukunft vorauszusagen», meint 1963 vergleichsweise erschüttert die Jubiläumsschrift zum 50. Geburtstag des Bellevue. Doch die bessere Zukunft will vorerst nicht kommen. Das finanziell stark angeschlagene Bellevue droht 1976 in ausländische Hände zu fallen. Volkswirtschaftsminister Kurt Furgler, von Berns grösstem Immobilienmakler Charles von Graffenried über die bevorstehende Ungeheuerlichkeit informiert, alarmiert sogleich seine sechs Kollegen: das Schweizerische Staatshotel in fremdem Besitz - undenkbar! Massentourismus und mediokre Küche auf der Terrasse neben dem Bundeshaus! Und der Staat ohne sein Gästehaus! Weil der Mehrheitsaktionär Jost Schmid auf der Geheimhaltung der Verkaufspläne besteht, darf offiziell keine neue Trägerschaft für den Hotelbetrieb aus der Privatwirtschaft gesucht werden. Weil aber auch der Bund nicht einfach in die Rolle des Hoteliers und Wirts schlüpfen darf, muss unbürokratisch schnell eine dritte Lösung gefunden werden. So zerschlägt die Nationalbank, sozusagen in höherem Landesinteresse, ein Sparschwein, um zu retten, was zu retten ist: Sie kauft für 11 Millionen Franken von Jost Schmid die Aktienmehrheit von etwas über 50 Prozent ab und investiert allein 15 Millionen Franken, um das dringend notwendige Restrukturierungsprogramm mit einer neuen Küche und moderner Technik im ganzen Haus zu finanzieren und die Angestelltenräume im Dachgeschoss in Gästezimmer umzubauen. 1978 erhöht sie zudem ihren Aktienanteil auf 87 Prozent, um den sofort einsetzenden Spekulationen den Boden zu nehmen; die restlichen 13 Prozent Bellevue-Papiere halten Kleinaktionäre aus Berner Kreisen. Das Bellevue wird aus dem Dämmerschlaf seiner letzten Phase privat geführter Existenz gerissen. Statt Familiendynastien bildet ab 1976 Prohotel und ab 1981 Swissôtel - eine Tochterfirma von Swissair und Nestle - das Management. Sie haben einen klaren Auftrag: Gewinnsteigerung um das Doppelte. Als Swissôtel 1990 von den Japanern aufgekauft wird, übernimmt die Nationalbank den Betrieb des Bellevue selbständig. Die Bedingungen aber sind nicht so leicht zu erfüllen: Innert 10 Jahren (tatsächlich werden es beinahe 20) muss das Hotel, das unter hohen Hypotheken, Bankschulden und noch immer veralteten Betriebsstrukturen leidet, wieder selbsttragend in den schwarzen Zahlen haushalten und vom Bund zurückgekauft werden. Denn: Auch die Nationalbank ist weder Wirtin noch Investorin à fonds perdu. Nicht ungeteilte Freude herrscht jedoch, als anlässlich des 75-Jahre-Jubiläums 1988 die Nationalbank der Eidgenossenschaft das Bellevue plötzlich zum Geschenk macht. Dass der geschenkte Gaul noch allerhand fressen würde, ist dem Bundesrat mehr als klar. Die Annahme des Geschenks verzögert sich denn auch bis 1994 - bis ein Übernahmevertrag zwischen der Nationalbank und dem Eidgenössischen Finanzdepartement ausgearbeitet ist. Noch am 6. September 1986 meldet die «Neue Zürcher Zeitung», dass das Bellevue stark überschuldet sei und noch weiterer, erheblicher Renovationsarbeiten bedürfe. Die Nationalbank hat inzwischen mit zusätzlich rund 2 Millionen Franken 99 Prozent der Aktien in ihren Besitz gebracht, für Renovationsarbeiten sind weitere 20 Millionen Franken bereitgestellt. Am 24. Juni 1994 kann der Bund, repräsentiert durch Bundespräsident Otto Stich, von Markus Lusser, Nationalbankpräsident und Verwaltungsratspräsident der Bellevue Palace AG, feierlich den Schlüssel entgegennehmen: Die Eidgenossenschaft ist nun Besitzerin des renovierten und endlich rentierenden Bellevue, der «Immobiliengesellschaft Bellevue AG». Direktor ist ab 1986 Melchior Windlin. Gegen 50 Millionen soll die Nationalbank schliesslich neben dem Erwerbspreis in die Renovationen 1986 und 1991 investiert haben. Das Bellevue steht für Sicherheit, Stabilität, Seriosität und absolute Diskretion. Neutrales Terrain. Bequemlichkeit, unspektakuläre Ästhetik und störungsfreie Eleganz. Das Bellevue ist das Bild des schweizerischen Kompromisses, das Mittelmass in höchster Qualität, wenn man so will. In der Dauer hat sich das «Hotelgeheimnis» als vertrauenswürdig erwiesen: Das Personal senkt wie in je dem Luxushotel verständnisvoll den Blick, schweigt. In der Dauer hat sich die Qualität als stabil bewiesen: Jährlich beher bergt heute das Bellevue mehr als 40'000 Gäste und bewirtet auf den rund 1000 Sitzplätzen 800'000 Besucher, wobei mehr als zwei Drittel Politikerinnen, Politiker, Diplomaten oder Geschäftsleute sind. Die Suiten und Salons, der Plüsch und die Lüster... «Es ist nicht Schweizerart», meinte anno dazumal die 25-Jahre-Jubiläumsschrift, «den eigenen Reichtum augenscheinlich zur Schau zu tragen, aber es ist noch weniger Schweizerart, den Reichtum, der von aussen ins Land gebracht wird, gering zu schätzen.». Dem kann man auch heute nicht widersprechen. Von Nadine Olonetzky Bern. Hotel Bellevue Palace. Dépendance der Macht du 8/1998 Hotel Bellevue-Palace Kochergasse 3-5 / 3011 Bern / 031 320 45 45 www.bellevue-palace.ch Berühmte Gäste im Hotel Bellevue-Palace (Auszug) General Bourbaki, 1871 (nachdem er mit 87'000 Soldaten die Schweizer Grenze überschritten hatte) General Ulrich Wille, Oberbefehlshaber der CH-Armee im 1.Weltkrieg S. M. Fouad I., König von Ägypten, 1929 Principe Paolo Borghese, 1929 Marie Princesse Radziwill, 1929 S. Königliche Hoheit Prinz Heinrich der Niederlande, 1930 S. M. Heinrich XIV., Erbprinz von Preussen, 1930 Frederic M. Sackett, amerikanischer Botschafter in Berlin, 1930 Principe di Sciarra, 1930 Arturo Toscanini, Dirigent, 1930 Son Altesse Royale Carol, Prince de Roumanie, 1930 Sophie und Herbert von Beneckendorff und von Hindenburg, 1930 August Zalesky, polnischer Aussenminister, 1930 Duquesa de Alba, 1931 Lord Grey of Fallodow, 1931 Hermann Graf Keyserling, 1931 Emilio Portes Gil, mexikanischer Präsident, 1931 Erich Maria Remarque, Schriftsteller, 1931 Georg Prinz Schwarzenberg, 1931 Nicolas Titulescu, rumänischer Botschafter in London, 1931 Jakob Wassermann, Schriftsteller, 1932 Wladimir Horowitz, Pianist, 1933 Erzherzog Franz Josef von Österreich, 1935 Sven Hedin, Asienforscher, 1935 Frank H. Bowater, Lord Major of London, 1938/39 Alvine Dollfuss, Ehefrau des österreichischen Bundeskanzlers, 1938 Sergei Rachmaninow, 1938 Général Henri Guisan, Le Commandant en Chef de l'Armée, 1939 S. E. George Scapini, französischer Botschafter zur Repatriierung von Kriegsgefangenen, 1940 S. Königliche Hoheit Duarte, Herzog von Braganza, Prinz von Portugal, 1941 S.E. Aziz Izzet Pacha, Ancien Régent d'Egypte, 1942 Maria Condesa de Barcelona, 1942 Hiroshi Oskima, japanischer Botschafter, 1942 Friedrichchristian Prinz zu SchaumburgLippe, 1942 Principe Guido Colonna di Poliano Napoli, 1943 Principe Marcello Borghese, 1943 Fürst von Bismarck, 1943 Princesse Aga Khan, 1943 Pierre Prince de Monaco, 1943 Augusto Giacometti, Kunstmaler, 1945 The Right Hon. Dingle Mackintosh, 1945 Gret Palucca, Tänzerin, 1945 Major General A. Vichorev, UdSSR, 1945 Maria Pia de Bourbon, Princesse d'Orléans Braganza, 1946 Colonel-Général Chang-Chen, von China, 1946 Beniamino Gigli, Opernsänger Metropolitan Opera, New York, 1946 M. Königin Nazli von Ägypten, 1946 Sidney Beer, Kapellmeister, London, 1946 Sir Winston Churchill und Mary Churchill, Staatsbesuch 1947 Nagy Ferenc, ungarischer Ministerpräsident, 1947 Theodor Heuss, Publizist und Politiker, 1947 Barbara Hutton, Schauspielerin, 1947 General John C. Lee, amerikanischer General der GIs, 1947 Prince Igor Troubetzkoy, 1947 Evita Perôn, 1947 Artur Rubinstein, Pianist, 1948 Jawaharlal Nehru, indischer Premierminister, 1949 Lord Beveridge und Janet Beveridge, 1951 Sherpa Tensing und Raymond Lambert, Alpinisten, 1953 Kaiser Haile Selassie, Staatsbesuch 1954 Charles Chaplin, Schauspieler und Filmregisseur, 1955 William V. S. Tubman, Präsident von Liberia, 1956 Sukarno, indonesischer Präsident, 1956 Julius Raab, österreichischer Bundeskanzler, 1956 Bruno Walter, Dirigent, 1956 Habib Burgiba, tunesischer Präsident, 1957 I.M. König und Königin von Griechenland, 1958 Marc Chagall, Kunstmaler, 1958 Arturo Frondizi, argentinischer Premierminister, 1960 Fürst Rainier und Fürstin Grace von Monaco, 1960 Manuel Prado, peruanischer Präsident, 1960 I.M. König und Königin von Thailand, 1960 Heinrich Lübke, Staatspräsident der BRD, 1961 S. M. König von Burundi, 1962 Renata Tebaldi, Opernsängerin, Metropolitan Opera, New York, 1962 Alfons Gorbach, österreichischer Bundeskanzler, 1962 Giovanni Gronchi, italienischer Staatspräsident, 1962 Mary Lavater-Sloman, Schriftstellerin, 1963 Swjatoslaw Richter, Pianist, 1963 Luitpold, Herzog von Bayern, 1964 Hatachi Masahito und Hanako, Prince et Princesse du Japon, 1965 L M. König Frederik und Königin Ingrid von Dänemark, 1965 Gerhard Schröder, deutscher Aussenmininister, 1966 S. M. König Olaf von Norwegen, 1968 Manlio Brosio, Generalsekretär NATO, 1970 V. V. Giri, indischer Staatspräsident, Staatsbesuch 1970 Robert McNamara, Verteidigungsminister der USA, 1970 Sithu U Thant, birmanischer Politiker, Generalsekretär der UNO, 1971 Giovanni Leone, italienischer Präsident, Staatsbesuch 1973 Kronprinz Hassan von Jordanien, 1975 Hildegard Knef, Schauspielerin, 1976 Mobutu, Präsident von Zaire, 1976 (als nicht sicher vermerkt) Anneliese Rothenberger, 1976 (langjähriger Gast) Gaston Thorn, luxemburgischer Präsident, 1976 John Cassavetes, Schauspieler, Filmregisseur, 1978 Moshe Dayan, Ministerpräsident von Israel, 1978 Max von Sydow, Schauspieler, 1978 Kurt Waldheim, als Generalsekretär der UNO, 1978 Sophia Loren, 1978 Staue Potocar, jugoslawischer Generalstabschef, 1979 Claudio Arrau, Pianist, 1979 José Carreras, Opernsänger, 1979 Lennart Ljung, Oberbefehlshaber der schwedischen Armee, 1979 Prinz Philip von England, 1979 und 1984 König Juan Carlos und Königin Sofia von Spanien, Staatsbesuch 1979 Prinz Sultan Bin Abdul Aziz, Verteidigungsminister von Saudi-Arabien, 1980 Boutros Boutros-Ghali, UNO-Generalsekretär, 1980 und 1992 Königin Elisabeth von England, Staatsbesuch 1980 David Muldoon, neuseeländischer Ministerpräsident, 1980 Peter Schreier, Sänger, 1980 John le Carré, Schriftsteller, Autor des Drehbuchs zum Film Agent in eigener Sache, 1981 (langjähriger Gast) Emil Steinberger, Kabarettist, 1981 Sir Alec Guinness, während der Dreharbeiten Agent in eigener Sache, 1981 Sandro Pertini. italienischer Präsident, Staatsbesuch 1981 Rudolf Kirschschläger, österreichischer Bundespräsident, Staatsbesuch 1981 Shirley Bassey, Sängerin, 1981 Karl Carstens, Bundespräsident der BRD, Staatsbesuch 1982 Plácido Domingo, Opernsänger, 1982 Karel Gott, Sänger, 1982 The Who, Musikband, 1982 Jupp Derwall, Trainer der deutschen Nationalmannschaft, und die deutsche Nationalmannschaft, 1983 Hazy Osterwald, Musiker, 1983 Ivo Pogorelich, Pianist, 1983 Johannes M. Simmel, Schriftsteller, 1983 und 1996 Charles Dutoit, Chef d'Orchestre Symphonique de Montréal, 1984 König Gustav und Königin Silvia von Schweden, Staatsbesuch 1985 Ivan Rebroff, Sänger, 1985 (langjähriger Gast) Angelo Branduardi, Sänger, 1986 Supertramp, Musikband, 1986 Mauno Koivisto, finnischer Präsident, 1986 Chaim Herzog, israelischer Präsident, 1987 Alice, Sängerin, 1987 Richard von Weizsäcker, deutscher Bundespräsident, Staatsbesuch 1987 Giulio.Andreotti, italienischer Präsident, 1988 Pérez de Cuellar, UNO-Generalsekretär, 1988 Felipe Gonzáles, spanischer Regierungspräsident, 1988 Miguel Munes, Oberbefehlshaber der spanischen Streitkräfte, 1988 Mario Soares, portugiesischer Staatspräsident, 1988 und 1996 Franz Vranitzky, österreichischer Bundeskanzler, 1988 I. M. König und Königin von Belgien, Staatsbesuch 1989 Hans-Dietrich Genscher, deutscher Aussenminister, 1989 Helmut Kohl, deutscher Bundeskanzler, 1989 Fürst Hans Adam II. von und zu Liechtenstein, Staatsbesuch 1990 I. M. Königin Beatrix von Holland und Prinz Claus, 1993 Michail Gorbatschow, 1993 Alberto Lysy, Violinist, 1994 Claude Nicollier, ESA-Astronaut, 1994 Volker Rühe, deutscher Verteidigungsminister, 1994 Senta Berger, Schauspielerin, 1995 Eduardo Frei Ruiz-Tagle, chilenischer Präsident, 1995 Roman Herzog, Präsident der BRD, und Christiane Herzog, 1995 Desmond Tutu, südafrikanischer Bischof, 1995 José Francisco Araiza, Opernsänger, 1996 Jean-Bertrand Aristide, ehemaliger haitianischer Präsident, 1996 Michael Ferris, irischer Parlamentspräsident, 1996 Juliette Greco, Chansonnière, 1996 Leonid Koutchma, ukrainischer Präsident. 1996 Li Lanquing, chinesischer Vize-Premierminister, 1996 und 1998 Michel Petrucciani, Pianist, 1996 Oscar Luigi Scalfaro, italienischer Präsident, 1996 Bonny Tyler, Sängerin, 1996 Martti Ahisaari, finnischer Präsident, 1997 Kofi Annan, UNO-Generalsekretär, 1997 Johnny Cash, Sänger, 1997 Mendsaikhany Enkhsaikhan, mongolischer Ministerpräsident, 1997 Nelson R Mandela, Präsident Republik Südafiika, 1997 König Hussein I. und Königin Noor von Jordanien, 1997 Kronprinz Hassan bin Talal von Jordanien, Prinzessin Sarwath, 1997 Maximilian Schell, Schauspieler, 1997 Viktor S. Tschemomyrdin, Ministerpräsident der Russischen Föderation, 1997 Fidel Castro Ruz, Präsident Republik Kuba, 1998 ![]() |