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Bern die Hauptstadt mit Charme

Münstergasse

Münstergasse
Seit dem 1. November 1967 offizielle Bezeichnung der Kesslergasse (Nrn. 34-78 und 31-61), des Nordteils des Münsterplatzes (Nrn. 26-32) und der Kirchgasse (Nrn. 2-24).

Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern



  • Fleischmärit an der Münstergasse
  • Das May-Haus
  • Das Berner Münster
  • Restaurant Harmonie
  • Bern - Restaurants, Kneipen und Beizen
  • Vom alten Bern
  • Livecam Münstergasse
  • Abbildungen



    Fleischmärit an der Münstergasse

    Fleischmarkt - Frischwarenmarkt
    Dienstag und Samstag von 07:00 - 12:00

    Traditionell wurde hier nur Fleisch angeboten. Heute ist es ein sehr durchmischter Markt, neben den Fleischständen gibt es auch einen Stand mit Fisch, Käse, Leckerein und vielem Anderem, Stände mit Backwaren und Blumen. Tee und Gewürze finden ebenso Platz wie verschiedene Olivenöle aus diversen Regionen.

    Münstergasse - früher Kesslergasse

    Seit 1576 Bezeichnung des westlichen Teils der ursprünglichen Kirchgasse. Das Gassenstück zwischen Finstergässchen und Hotelgasse heisst um 1600 Vor den Barfüssern, dann bis ins 19. Jh. Bei der Ankenwaag oder Ankenlaube, auch Salzlaube. Seit 1967 ist die Kesslergasse Teil der Münstergasse (Nrn.34-78 und 31-63). Die Kesslergasse diente im 15. Jh. als Kürschnermarkt, seit 1514 als Ankenmarkt und spätestens seit 1778 den auswärtigen Metzgern als Fleischmarkt. Seit dem 1. November 1967 Umbenennung in Münstergasse.

    Märkte, Messen, Läden

    Das älteste Element des städtischen Handels ist der Markt, der seit dem Mittelalter ein zentraler Bestandteil des Stadtrechts war. Bis weit ins 19. Jahrhundert waren die verschiedenen städtischen Märkte für den Warenaustausch wichtiger als die Läden. Die einzelnen Warengruppen wurden immer an den gleichen Orten feilgeboten. Jeweils am Dienstag fand der üppige Wochenmarkt statt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts brachten über 1000 Pferde- und Handwagen und mehrere Extrazüge die Marktbesuchenden und die Waren in die Stadt. Entlang der Hauptgassen türmten sich Gemüse und Früchte. Beim Münster befand sich der Geflügelmarkt, in der Münstergasse standen die Auslagen mit Fleisch, Käse und Butter, auf dem Waisenhausplatz wurden Holzwaren, Schweine und Schafe verkauft und beim Kornhaus Getreide. 1863 hielt ein staunender Beobachter dazu fest: «Vermuthlich auf keinem Markte in der Schweiz sind so verschiedene und oft die einem Fremden sonderbarsten Marktartikel ausgestellt. Ein Fleischmarkt wie in Bern findet sich wenigstens in der Ostschweiz nirgends.»

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    Fleischmärit an der Münstergasse

    Mosesbrunnen auf dem Münsterplatz. Rechts Münstergasse mit May-Haus. Photo: Peter Leuenberger.
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