g26.ch

HOME
EVENTS
MUSEEN
GALERIEN
BIOGRAPHIEN
G26.CH NEWS
BLACKBOARD
BERN INFO
KUNST

Google
Web g26.ch















Bern - Volksfeste

X. Fest in der Kriegszeit

  1. So festeten unsere Vorfahren
  2. Auch Masshalten in der Kleidung
  3. Man feierte in der Kirche
  4. Wenn es darauf ankam...
  5. Narreteien und Possen
  6. Würde und Freude am Ostermontag
  7. Der Ausritt des Äusseren Standes
  8. Freiheitsbäume und Aufbruch ins 19. Jahrhundert
  9. Jenes gewaltige Fühlen
  10. Fest in der Kriegszeit
  11. Einst war's ein Kalb...
Unter düsteren Voraussetzungen wurde 1941 die Feier des 750jährigen Bestehens der Stadt Bern durchgeführt. Der Schlussbericht verheimlicht die Schwierigkeiten nicht: «Der aus Mitgliedern des Heimatschutzes und der Trachtenvereinigung gebildete Bärnfest-Ausschuss begann seine Tätigkeit Mitte April. Er sah ein Festprogramm vor, das den Anlass in folgende drei Teile gliederte: a) Trachtenumzüge, b) vaterländische Weiheakte auf dem Bundesplatz, c) Festbetrieb beim Münster und auf dem Bundesplatz. Das Komitee begnügte sich nicht damit, einen farbenprächtigen Aufmarsch unseres Landvolks in seinen schönen Sonntagstrachten zu organisieren, sondern es wurde jeder Gruppe zur Pflicht gemacht, irgend etwas Typisches aus ihrer Gegend zu zeigen, sei es eine alte Sitte, ein Brauch oder etwas aus dem täglichen Leben.

Verschiedene ausserordentliche Schwierigkeiten störten die Vorbereitungen des Festes erheblich und machten grundlegende Umstellungen des Programms notwendig. So war es nicht möglich, eine Lockerung der Verdunkelungsvorschriften zu erwirken. Dieser Umstand hatte zur Folge, dass der Festbetrieb an beiden Abenden bereits um 22.30 Uhr abgebrochen werden musste. Nach Beginn der Verdunkelung wurde das Programm am Samstag in Form von Heimatabenden in verschiedenen grossen Lokalen fortgesetzt. Eine weitere Einschtänkung ergab sich aus dem regierungsrätlichen Tanzverbot für den Bundesplatz und die Bundesterrasse. An Stelle des Tanzbetriebes wurde hier ein durchgehendes Programm mit Volksliedern, Volkstänzen, Alphornblasen, Jodeln, Fahnenschwingen abgewickelt, wobei besonders auf dem Bundesplatz grosser Erfolg erzielt wurde, war doch die mächtige Tribünenanlage stundenlang bis auf den letzten Platz besetzt.» Die Einschränkungen zogen nicht nur Nachteile mit sich. Es ging ein wenig stiller zu, wahrscheinlich nicht weniger fröhlich - und es wurden weniger Worte gemacht: «Die Zeitumstände verboten es dem Organisationskomitee, ein Bankett nach dem Vorbild früherer offizieller Anlässe durchzuführen.

Statt dessen wurde den Ehrengästen nur ein einfaches Mittagsmahl im Kornhauskeller geboten, während die Weibel in der Schmiedstube bewirtet wurden. Trotz der kurzen und bescheidenen Speisenfolge - es gab Suppe, Bernerplatte, Früchte und Käse - wurde dieses Mittagessen zu einem herzerfreuenden eidgenössischen Freundschaftsmahl. Der Kornhauskeller war mit Fahnen und Blumen reich geschmückt. Bei jedem Gedeck lag eine hübsche Menükarte, die ein handkolorierter Holzschnitt von Kunstmaler Paul Boesch zierte. Da das Mittagessen kein Bankett sein sollte, fielen auch die bei solchen Gelegenheiten sonst üblichen Reden weg. Es wurden lediglich zwei kurze Ansprachen gehalten. Herr Regierungspräsident C. Moeckli begrüsste die anwesenden Gäste, und Herr Bundespräsident Dr. W. Wetter überbrachte die Wünsche des Bundesrates.»

Literatur: Chroniken von Valerius Anshelm, Conrad Justinger und Tschactlan. Gruners «Deliciae Urbis Bernae; Handschriftliche Aufzeichnungen von Pfarrer Karl Howàld (Berner Brunnen); Bern in seinen Ratsmanualen von Berchtold Haller; Edouard von Rodt, Bern im 18. Jahrh.; Berner Woche, Jahrgang 1939; Berner Taschenbuch 1889/90 und 1854; zum 19. und 20. Jahrhundert: Fest-Aktensammlungen in der Burgerbibliothek.

Christine Kobler
Fescht-Zytig Bärn-Fescht 1976
Gemeinsame Beilage des Bund, Berner Tagblatt und Tagwacht
31.08.1976


  1. So festeten unsere Vorfahren
  2. Auch Masshalten in der Kleidung
  3. Man feierte in der Kirche
  4. Wenn es darauf ankam...
  5. Narreteien und Possen
  6. Würde und Freude am Ostermontag
  7. Der Ausritt des Äusseren Standes
  8. Freiheitsbäume und Aufbruch ins 19. Jahrhundert
  9. Jenes gewaltige Fühlen
  10. Fest in der Kriegszeit
  11. Einst war's ein Kalb...
Bernfest Bärnfescht 1976
Landesausstellung 1914 in Bern
Berner Zibelemärit
Berner Fasnacht
Die Ratsprozession am Ostermontag in Bern
Zeichen der Freiheit
Links


Berner Zibelemärit

Berner Fasnacht. Kramgasse; im Hintergrund der Zeitglockenturm.

GP Bern Luftaufnahme Nydeckbrücke und Gerechtigkeitsgasse. Quelle: www.gpbern.ch. Foto: Rolf Arni
g26.ch PLATTFORM FÜR KUNST KULTUR UND GESELLSCHAFT