g26.ch

HOME
EVENTS
MUSEEN
GALERIEN
BIOGRAPHIEN
G26.CH NEWS
BLACKBOARD
BERN INFO
KUNST

Google
Web g26.ch















Bern - Volksfeste

X. Fest in der Kriegszeit

  1. So festeten unsere Vorfahren
  2. Auch Masshalten in der Kleidung
  3. Man feierte in der Kirche
  4. Wenn es darauf ankam...
  5. Narreteien und Possen
  6. Würde und Freude am Ostermontag
  7. Der Ausritt des Äusseren Standes
  8. Freiheitsbäume und Aufbruch ins 19. Jahrhundert
  9. Jenes gewaltige Fühlen
  10. Fest in der Kriegszeit
  11. Einst war's ein Kalb...
Auch 1953, als des Eintritts von Bern in die Eidgenossenschaft gedacht wurde, konnten die Berner nicht uneingeschränkt den Festwein geniessen. In den rückblickenden Worten von Walo von Greyerz kam dies zum Ausdruck: «Bern hat jubiliert. Im Juni des Jahres 1953, ja schon im Monat März und hinein bis in den September ist in Ausstellungen, Festakten in der Kirche, im Rathaus, auf dem Münsterplatz, am Bankett, durch vier Umzüge, ein Festspiel, Chutzenfeuer, Feuerwerk, Tanz und fröhliche Ausgelassenheit Berns 600jährige Zugehörigkeit zum ewigen Bund der Eidgenossen gefeiert worden....

Fast unerschöpflich in der Mannigfaltigkeit seiner Veranstaltungen umfing das Jubiläum ein ganzes Volk im Einklang der Gegühle; Liebe zum Heimatland, Stolz auf unsere Geschichte, Schwelgen in der Verbundenheit ... Freilich, wir wissen, dass dieser Einklang nicht ideal und nicht vollkommen war. Denn es gibt im Jura Brüder, die abseits stehen und sich nicht als Berner bekennen wollen. Das sei nicht übersehen und weder mit Fahnen noch mit Festwein weggeschwemmt.» An diesem Fest hingen nicht patriotische Verse über den Gassen. Stattdessen hörte man hinter den Hausversen ganz von fern das polternde Lachen der alten Fastnachtsberner:

Der Hausfassade schönste Zier / Ist dieses grosse Affentier.
Vergäben tut es in der Gassen / Auf andre grosse Affen passen.

Auf seinem Stäg der schwarze Mohr / Er kommt dir sicher böse vor.
Bei manchem Berner ohne Fehl / Ist weiss die Haut und schwarz die Seel.

Aus diesem Schaalgebäu allhier / Möögt' einst ein Kalb als Schaalgetier.
O Bärner, zeuche hin und wandere / Einst war's ein Kalb, heut möögen andere!

Literatur: Chroniken von Valerius Anshelm, Conrad Justinger und Tschactlan. Gruners «Deliciae Urbis Bernae; Handschriftliche Aufzeichnungen von Pfarrer Karl Howàld (Berner Brunnen); Bern in seinen Ratsmanualen von Berchtold Haller; Edouard von Rodt, Bern im 18. Jahrh.; Berner Woche, Jahrgang 1939; Berner Taschenbuch 1889/90 und 1854; zum 19. und 20. Jahrhundert: Fest-Aktensammlungen in der Burgerbibliothek.

Christine Kobler
Fescht-Zytig Bärn-Fescht 1976
Gemeinsame Beilage des Bund, Berner Tagblatt und Tagwacht
31.08.1976


  1. So festeten unsere Vorfahren
  2. Auch Masshalten in der Kleidung
  3. Man feierte in der Kirche
  4. Wenn es darauf ankam...
  5. Narreteien und Possen
  6. Würde und Freude am Ostermontag
  7. Der Ausritt des Äusseren Standes
  8. Freiheitsbäume und Aufbruch ins 19. Jahrhundert
  9. Jenes gewaltige Fühlen
  10. Fest in der Kriegszeit
  11. Einst war's ein Kalb...
Bernfest Bärnfescht 1976
Landesausstellung 1914 in Bern
Berner Zibelemärit
Berner Fasnacht
Die Ratsprozession am Ostermontag in Bern
Zeichen der Freiheit
Links


Berner Zibelemärit

Berner Fasnacht. Kramgasse; im Hintergrund der Zeitglockenturm.

GP Bern Luftaufnahme Nydeckbrücke und Gerechtigkeitsgasse. Quelle: www.gpbern.ch. Foto: Rolf Arni
g26.ch PLATTFORM FÜR KUNST KULTUR UND GESELLSCHAFT