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Bern - Volksfeste X. Fest in der Kriegszeit
Fast unerschöpflich in der Mannigfaltigkeit seiner Veranstaltungen umfing das Jubiläum ein ganzes Volk im Einklang der Gegühle; Liebe zum Heimatland, Stolz auf unsere Geschichte, Schwelgen in der Verbundenheit ... Freilich, wir wissen, dass dieser Einklang nicht ideal und nicht vollkommen war. Denn es gibt im Jura Brüder, die abseits stehen und sich nicht als Berner bekennen wollen. Das sei nicht übersehen und weder mit Fahnen noch mit Festwein weggeschwemmt.» An diesem Fest hingen nicht patriotische Verse über den Gassen. Stattdessen hörte man hinter den Hausversen ganz von fern das polternde Lachen der alten Fastnachtsberner: Der Hausfassade schönste Zier / Ist dieses grosse Affentier. Vergäben tut es in der Gassen / Auf andre grosse Affen passen. Auf seinem Stäg der schwarze Mohr / Er kommt dir sicher böse vor. Bei manchem Berner ohne Fehl / Ist weiss die Haut und schwarz die Seel. Aus diesem Schaalgebäu allhier / Möögt' einst ein Kalb als Schaalgetier. O Bärner, zeuche hin und wandere / Einst war's ein Kalb, heut möögen andere! Literatur: Chroniken von Valerius Anshelm, Conrad Justinger und Tschactlan. Gruners «Deliciae Urbis Bernae; Handschriftliche Aufzeichnungen von Pfarrer Karl Howàld (Berner Brunnen); Bern in seinen Ratsmanualen von Berchtold Haller; Edouard von Rodt, Bern im 18. Jahrh.; Berner Woche, Jahrgang 1939; Berner Taschenbuch 1889/90 und 1854; zum 19. und 20. Jahrhundert: Fest-Aktensammlungen in der Burgerbibliothek. Christine Kobler Fescht-Zytig Bärn-Fescht 1976 Gemeinsame Beilage des Bund, Berner Tagblatt und Tagwacht 31.08.1976
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