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Bern - die Hauptstadt mit Charme Bern - Restaurants, Kneipen und Beizen nach Standorten (Speiselokale) Bärengraben bis Zeitglocken Restaurant Altes Tramdepot und Brauerei Am Bärengraben - Grosser Muristalden 6 3006 Bern 031 368 14 15 Täglich geöffnet Geschichte: Der Gebäudekomplex des Alten Tramdepots beim Bärengraben wurde 1890 bezogen, nachdem in Bern als grosse Neuerung das Drucklufttram eingeführt worden war. Nach der Stilllegung der Tramlinie wurde die Anlage längere Zeit für verschiedene Zwecke genutzt: zuerst als Autogarage, später als Requisitendepot des Stadttheaters und zuletzt für kulturelle Anlässe. 1999 Umbau und Umnutzung als Restaurant mit eigener Brauerei, Gästezentrum von Bern Tourismus und Kiosk. Brasserie Bärengraben Grosser Muristalden 1 3013 Bern 031 331 42 18 Täglich geöffnet Geschichte: Café Bärengraben - Grosser Muristalden 1. Kurz nach der Eröffnung der Strassenbahn Bärengraben-Bahnhof-Bremgarten-Friedhof (1890) entstand im nordöstlichen Zollhaus der Nydeggbrücke das Café Bärengraben. Pizzeria Restaurant Treff Gerechtigkeitsgasse 12 3011 Bern 031 311 02 82 Täglich geüffnet Geschichte: 1897 ergibt der Abbruch des Hauses Nr. 12 einen Durchgang zur Postgasse. Diese Verbindung wird 1964 in die Verlängerung der Postgasshalde verlegt mit dem Abbruch des Hauses Nr. 10 und dem Neubau von Nr. 12. Hotel-Restaurant zum goldenen Adler (Geschlossen) Siehe: Hotel Restaurant zum Goldenen Adler: Eine Familientradition geht zu Ende. Geschichte: Adler, Goldener Adler - Gerechtigkeitsgasse 7. Den 1489 als Weisses Kreuz erstmals erwähnten Gasthof erwirbt 1763 Gabriel Thormann. Er kauft das schmale östlich anstossende Haus dazu und lässt (vermutlich durch Niklaus Hebler) in den Jahren 1764/66 den Neubau errichten. Seit dem 1. Februar 1766 heisst das Haus zum Goldener Adler. Beim Gesamtumbau von 1953 kommt das Schild von 1766 wieder zum Vorschein; der Name wird in Adler vereinfacht. fugu NYDEGG modern asian cuisine & bar Adrian von Weissenflug und Fritz Grunder Gerechtigkeitsgasse 16 3011 Bern 031 311 51 25 Geschichte: Die «Nydegg» war eine der ersten Gaststätten von Bern und hatte im 15. Jahrhundert als einziges Lokal in Bern eine Lizenz zum Verkauf von Bärenfleisch. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg gab es im Haus Gerechtigkeitsgasse 16 eine Wirtschaft Café Bosshard; später Nydeggstube Restaurant Krone - zum Singstudenten Gerechtigkeitsgasse 66 3011 Bern 031 311 14 89 Geschichte: Krone - Gerechtigkeitsgasse 66. Im 20. Jh. eröffnetes Restaurant, genannt in Anlehnung an: Krone - Gerechtigkeitsgasse 64/Postgasse 57. Schon vor 1470 an Stelle von drei Häusern errichteter Gasthof, der in der ersten Hälfte des 17. Jh. das erste Haus Berns ist. Die Postgassfront datiert von 1630. 1858 überträgt J. Kraft das Patent auf den Bernerhof, den er anfangs auf französisch noch «Couronne» nennt. In den Sechziger- und Siebzigerjahren des 19. Jh. gab es im Haus Postgasse 59 eine Wirtschaft zur Krone. Restaurant Zunft zu Webern - Wäbere René Schneider, Küchenchef Gerechtigkeitsgasse 68 3011 Bern 031 311 42 58 Montag bis Samstag 10:00 bis 00:30 Sonntag geschlossen Warme Küche 11:00 bis 24:00 Uhr Geschichte: Gerechtigkeitsgasse 68. 1427 erwirbt die Gesellschaft zu Webern ein Haus an der Kramgasse (Nr. 69 oder 73), 1465 dann das Haus Marktgasse 9, das sie mehrfach umbaut. Unter Werkmeister Abraham Dünz II. entsteht 1702/04 ein Neubau, der 1830/31 um den dritten Stock erhöht wird. 1911 zieht die Gesellschaft von der Marktgasse in ihr heutiges Haus an der Gerechtigkeitsgasse. Restaurant Gaumentanz Postgasse 49 / Gerechtigkeitsgasse 56 3011 Bern 031 311 64 84 Sonntag und Montag geschlossen Geschichte: Keine Angaben über die Liegenschaft gefunden - dafür ein paar Infos über die Gassen Gerechtigkeitsgasse: Der Name wird erst im 18. Jh. allgemein gebräuchlich. Seit 1798 ist er offiziell. Frühere Namen Kramgasse. Das Gefälle wird 1760-1764 von 10% auf 7% verringert. 1844-1854 werden die Verhältnisse beim Bau von Nydeggbrücke und Nydegggasse nochmals verändert. 1897 ergibt der Abbruch des Hauses Nr. 12 einen Durchgang zur Postgasse. Diese Verbindung wird 1964 in die Verlängerung der Postgasshalde verlegt mit dem Abbruch des Hauses Nr. 10 und dem Neubau von Nr. 12. Der Stadtbach wurde 1897/98 zugedeckt. Postgasse: Seit 1798 offizieller Name des untern Teils der Hormansgasse , an der seit 1675 im Haus Nr. 64/66 die Fischer'sche Post eingerichtet war. Erst seit 1870 ist der Name Postgasse allgemein üblich, obschon sich die Post seit 1832 nicht mehr an der Postgasse befindet. Ristorante Enoteca De Fusco Piatti freddi, Pasta. Mehr als 100 Grappas im Offenausschank. Weine über die Gasse oder Verzehr in der Enoteca. Herrengasse 24 3011 Bern 079 233 46 51 Montag-Freitag 16:00-24:30 Uhr Samstag 11:00-18:00 Uhr Seit dem 18. April 2005 wieder mit Antonio und Cristina De Fusco. Piman thai Gehobene thailändische Küche Herrengasse 22 / Münstergasse 47 3011 Bern 031 311 14 48 Dienstag bis Sonntag: 08:00 bis 00:30 Uhr November bis März: Sonntag geschlossen Geschichte: Café Schwarz - Münstergasse 47. Seit dem Ersten Weltkrieg bestand bis zum Neubau des Hauses Münstergasse 47 in dessen westlichstem Teil das Café Schwarz. Während Jahren vegetarisches Restaurant Menuetto mit hohen Gault et Millau Punkten. 2004 Restaurant Pamir. Seit 2005 Piman thai. Wein & Sein Münstergasse 50 3011 Bern 031 311 98 44 Sonntag und Montag geschlossen Geschichte: Für die Liegenschaft Münstergasse 50 keine Einträge gefunden. Im Nebenhaus: Privatbank Schnell - Die im 18. Jh. eröffnete Privatbank Ziegler & Kollier hiess bis in die Restaurationszeit Ziegler jun. & Cie, in den Zwanzigerjahren des 19. Jh. Hollard & Schnell und in den Dreissigerjahren Schnell. Sie verschwand um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Standorte: Bis ins 3. Jahrzehnt des 19. Jh. Kramgasse 5, später Münstergasse 48 Casino Restaurants Bern Herrengasse 25 3011 Bern 031 328 03 20 Täglich geöffnet - Grosse Terrasse Geschichte: Casino - Herrengasse 25. An Stelle der alten Hochschule in den Jahren 1906/08 von Lindt und Hofmann für die Burgergemeinde erbaut. 1967/69 im Innern renoviert. Restaurant Frohsinn Daniel Schmidt (vormals Restaurant «zum untern Juker») Münstergasse 54 3011 Bern 031 311 37 68 Montag bis Freitag 09:00-24:30 Uhr Samstag 16:00-24:30 Uhr Sonntag und Feiertage geschlossen Geschichte: Frohsinn - Münstergasse 54. Kurz vor Ende des 19. Jh. eröffnetes Restaurant Restaurant Falken Helene Hebeisen Münstergasse 64 3011 Bern 031 311 30 95 Montag bis Freitag 09:00-24:00 Uhr Samstag 08:30-15:00 Uhr Sonntag geschlossen Geschichte: Falken - Münstergasse 64. Das im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnete Restaurant Schützen heisst seit 1905 Falken. Restaurant Camargue Kramgasse 42 3011 Bern 031 311 82 77 Täglich geöffnet Geschichte: Schweizerische Volksbank - Die Volksbank eröffnete 1871 eine Filiale im Haus Gerechtigkeitsgasse 64, die 1877 an die Kramgasse 42 verlegt und gut zwei Jahre später geschlossen wurde. Später Restaurant Mistral und schliesslich Umbenennung in Camargue. Nähere Angaben folgen, sobald bekannt. Hotel Restaurant Goldener Schlüssel Rathausgasse 72 3011 Bern 031 311 02 16 Täglich geöffnet Geschichte: Schlüssel - Rathausgasse 72. 1508 erstmals erwähnter Gasthof, der 1560 in den Besitz der Stadt gelangt und neu aufgebaut wird. Vermutlich seit 1602 wieder Privatbesitz. Die heutige Fassade stammt vom Umbau im Zusammenhang mit der Einrichtung der ersten Berner Herberge zur Heimat. Diese war hier einige Jahre provisorisch untergebracht bis zum definitiven Standort an der Gerechtigkeitsgasse 52 im Jahre 1910. Das Räume des heutigen Restaurants dienten als Stallungen (mit Zugang von der Brunngasse her) - die Bewirtung erfolgte im heutigen Stübli. Der Schlüssel ist der älteste Gastgewerbebetrieb in Bern. Ergänzung Nach Umbau im Jahre 2008 verfügt der «Schlüssel» über einen Dreisterne-Komfort. Die 34 Zimmer (fünf mehr als bisher) sind modern eingerichtet, alle verfügen über ein Bad, Internetanschluss sowie TV-Flachbildschirm. Neu wurde auch eine romantische Junior-Suite eingerichtet, mit viel Holz, einem kleinen Balkon und Aussicht auf die Berner Altstadt. Das ehemalige Säli im Restaurationsbetrieb wurde zur modernen Rezeption und Internetstation umfunktioniert. Das Restaurant selbst hat seinen Charakter mit der uralten, gewölbten Holzdecke beibehalten. Kulinarisch setzt die neue «Schlüssel»-Küche auf Schweizer Wurstkreationen wie etwa Glarner Kalberwurst, Boutefas aus Payerne, Berner Zungenwurst und Tessiner Luganighetta. Auf die traditionellen «Schlüssel»-Gerichte wie Suure Mocke, Wienerschnitzel und Mignons vom Lamm müssen die Gäste auch in Zukunft nicht verzichten. Der «Schlüssel» ist täglich geöffnet. Restaurant Punkt Rathausgasse 73 / Zibelegässli 3 3011 Bern 031 318 18 88 Fernöstliche Spezialitäten Montag bis Samstag. Durchgehend warme Küche. Geschichte: Restaurant Steinhölzli Zibelegässli 3. In den Siebzigerjahren des 19. Jh. eröffnetes Restaurant. Name nach der Brauerei Steinhölzli (Gde. Köniz). Während Jahrzenten vom legendären Brienzer Röbu Trauffer (und vor allem von seiner Frau) geführt. Dann mehrere Namens- und Besitzerwechsel: Belle Battelière, Kaisergarten u.a. Seit 14.10.04 total umgebaut und mit neuem Konzept Restaurant Punkt. Am 14. Oktober 2004 eröffnete das Restaurant Punkt am Zytglogge im Herzen von Bern. In gepflegtem Ambiente erwarten den Gast eine «pan-asiatische» Küche. Spezialitäten und Klassiker aus Indien und Thailand über China bis nach Japan. Die jungen Betreiber haben es sich zum Ziel gesetzt, «eine stilvolle und unkomplizierte Küche mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu vereinen.» Hauptgänge sind ab CHF 18.50 («Dal» - Linseneintopf mit indischem Curry) oder ein grünes Curry mit Jasmin Reis ab CHF 20.50 zu haben. Zum Mitnehmen werden alle Gerichte auf der Karte mit einer Ermässigungvon zirka 30 Prozent angeboten. Ausserdem iss tjeder 100. Gast im Punkt auf Kosten des Hauses. Auch für die Getränke hat man sich etwas einfallen lassen: Softdrinks können im 3-dl-Glas oder aber zu einem Aufpreis à discretion bestellt werden. Ähnlich unkompliziert und ungezwungen wie seine Speisen präsentieren sich auch die Räumlichkeiten im Punkt. Es dominieren ein schlichtes, modernes Design und natürliche Farben. Auf schwarzem Schiefersteinboden stehen lange Esstische und Bänke aus dunklem Holz, die bis zu zehn Gästen Platz bieten. Insgesamt stehen im Punkt 90 Sitzplätze und 10 Stehplätze zur Verfügung. Zudem legen die jungen Punktmacher Wert auf soziales Verantwortungsbewusstsein und unterstützen deshalb aktiv den Arche Fonds Bern für Familien mit krebskranken Kindern. «Wir erlauben uns, unseren werten Gästen auf jeder Rechnung 50 Rappen fürdieses Projekt zu verrechnen. Es steht ihnen aber frei, auf diesen Unterstützungsbeitrag zu verzichten und unsere Servicemitarbeiterinnen erstatten ihnen die 50 Rappen gerne zurück», erklärt der Geschäftsführer Ibrahim Ben. Text: Simon Bühler La Soupe Bar Altstadt Rathausgasse 23 3011 Bern 031 311 15 87 Montag – Freitag 9:00 -14:30 - Donnerstag und Freitag 18:00-23:00 Uhr Samstag 10:00-15:00 Uhr Geschichte der Liegenschaft: Hotel Ochsen. Das um die Mitte des 19. Jh. eröffnete Hotel hiess bis gegen 1880 Union und ist heute verschwunden. Standort: Rathausgasse 23 Restaurant Union Brunngasse 36 3011 Bern 031 311 28 24 Adolf Blunier, Küchenchef Montag bis Freitag 14:00 bis 23:30 und nach Absprache Räumlichkeiten für Anlässe und Bankette, Kegelbahnen, Cheminée, Bar, schöner Ausblick auf die Aare. Geschichte: In diesen Räumlichkeiten befand sich während Jahrzehnten die Wirtefachschule Bern. Zimmermania Brunngasse 19 3011 Bern 031 311 15 42 Geschichte: Zimmermannia - Brunngasse 19. Das in den frühen Vierzigerjahren des 19. Jh. von Friedrich Zimmermann-Hügli eröffnete Restaurant war Stammlokal der radikalen Erneuerer des Staates Bern. Hier soll die Staatsverfassung von 1846 entstanden sein. «Zimmermannia» Restaurant Harmonie Hotelgasse 3 3011 Bern 031 311 38 40 Samstag und Sonntag geschlossen Geschichte: Harmonie - Hotelgasse 3. Um die Mitte des 19. Jh. eröffnetes Restaurant. Die Harmonie ist eines der ältesten und traditionsreichsten Restaurants beim Zytglogge. Seit 1915 in Besitz der Familie Gyger. Das Restaurant Harmonie - Geschichte Restaurant Lorenzini Hotelgasse 8 / 10 3011 Bern 031 311 78 50 Sonntag geschlossen Geschichte: Hôtel de Musique - Theaterplatz 7 / Hotelgasse 10. Eine 1766 eigens zu diesem Zweck gegründete Aktiengesellschaft (die älteste in Bern) lässt in den Jahren 1767/69 von Niklaus Sprüngli und Waeber (Holzwerk) das H. d. M. erbauen. Trotz eingebauter Bühne darf es bis 1798 nur zu Bällen und Festen, nicht aber für Theater verwendet werden. 1836/38 wird der Theatersaal ausgebaut. Von 1862 bis 1903 dient es als Stadttheater. Das Café du Théâtre im Erdgeschoss bestand schon vor der Mitte des 19. Jh. Die Renovation des Hauses 1904/05 unter René von Wurstemberger zerstörte die Freitreppen und die Proportionen des Erdgeschosses. Der Theatersaal verschwand dabei. In der Liegenschaft Hotelgasse 8 bafand sich vor dem Umbau das Einrichtungsgeschäft Schweizer. Zeitglocken bis Käfigturm Restaurant Anker Kornhausplatz 16 3011 Bern 031 311 11 13 Sonntag geschlossen Geschichte: Anker - Kornhausplatz 16. Älter als das in den Siebzigerjahren des 19. Jh. eröffnete Restaurant Anker war die zu Beginn des 20. Jh. geschlossene Kellerwirtschaft im selben Haus, die Arnet- oder Krummenacherkeller, populär Kleiner Kornhauskeller oder Sackträger hiess. Restaurant Schmiedstube Zunftwirtschaft & Brasserie Im Sommer grosse Terrasse Schmiedenplatz 5 / Zeughausgasse 3011 Bern 031 311 34 61 Täglich geöffnet Geschichte: Schmieden - Zeughausgasse 5. Die Vennerzunft zu Schmieden, die alle metallverarbeitenden Berufe umfasste, hatte ihren ersten Sitz, bevor sie 1448 das Haus Marktgasse 12 erwarb, unterhalb des Zytglogge. 1719/20 baut Samuel Baumgartner das Haus äusserlich vollständig um. Das Hinterhaus, 1738/41 von Abraham Zehender neu gebaut, weicht 1892/93 einem nach Osten erweiterten Neubau. Das Vorderhaus wird, um das Haus Marktgasse 10 verbreitert, 1912 neu gebaut, wobei der alte Gasthof verschwindet. Es bleibt die Schmiedstube im Hinterhaus, das 1956/58 neu gebaut wird. La Table de Urs Hauri Zeughausgass-Passage 19 3011 Bern Telefon 031 311 14 13 Dienstag bis Freitag 11:30 Uhr bis 15:30 Uhr Businesslunch Dienstag bis Samstag für geschlossene Gruppen ab 10 bis 40 Personnen. Kornhauskeller Kornhausplatz 18 3011 Bern 031 327 72 72 Täglich geöffnet Geschichte: Kornhauskeller - Kornhausplatz 18. Der Keller des Grossen Kornhauses, ursprünglich als Staatsweinkeller gebaut, war neben dem Klötzlikeller die einzige Kellerwirtschaft der Stadt, welche die strengen Polizeivorschriften der ersten Hälfte des 20. Jh. überdauerte. Im Volksmund heisst der Kornhauskeller auch Chübel. Siehe auch: Kornhaus und Kornhauskeller Hotel Bellevue Palace Bern Bellevue Grill - La Terrasse - Zur Münz Kochergasse 3 - 5 3001 Bern 031 320 45 45 Täglich geöffnet Geschichte: Bellevue - Kochergasse 5. Das 1864 westlich der (neuen) Münzstatt erbaute Hotel wird 1911 mit dieser und dem Hallerhaus abgebrochen und neu gebaut. Seit dem letzten Jahrzehnt des 19. Jh. lautet der Name Bellevue-Palace. Geschichte Bellevue Palace Grandhotel und Bernerhof Hotel Bern - Restaurant 7 Stuben und Gourmetrestaurant Kurierstube Zeughausgasse 9 3011 Bern 031 329 22 22 Täglich geöffnet Geschichte: Volkshaus - Zeughausgasse 9. Die in der Mitte des 19. Jh. eröffnete Wirtschaft Spanische Halle hiess seit den Siebzigerjahren Bayrische Bierhalle. Seit dem letzten Jahrzehnt des 19. Jh. heissen Hotel und Restaurant Volkshaus. Den heutigen Bau errichtete Otto Ingold 1913/14. Die vier Plastiken an der neubarocken Fassade schuf B. Hötger, Darmstadt. Mit dem Neubau entstand im Westteil des Volkshaus das Volkstheater und ein Kino (Forum). Seit den Siebzigerjahren des 20. Jh. heisst das Restaurant Volkshaus zu den 7 Stuben. Restaurant zum Äusseren Stand Zeughausgasse 19 3011 Bern 031 311 32 05 Täglich geöffnet Geschichte: Rathaus des Äussern Standes Zeughausgasse 17. Der Äussere Stand, das altbernische Jugendparlament, kauft 1728 die nordwestliche Parzelle des Besitzes der Zielmusketen-Schützengesellschaft, auf deren Stube er sich seit 1605 schon getroffen hat. Vermutlich nach Plänen von Albrecht Stürler entsteht der Bau vor 1731. Nach der 1798 erfolgten Auflösung des Äussern Standes dient der 1817 umgebaute grosse Saal verschiedenen Zwecken, so als Sitzungssaal des Helvetischen Senats, der Tagsatzung, des Verfassungsrats, des Ständerats, der Assisen, der Gründungsversammlung des Weltpostvereins. 1903-1934 befindet sich im Saal das Alpine Museum. Das Rathaus des Äussern Standes geht 1904 in Privatbesitz über, was einen entstellenden Umbau der Fassade zur Folge hat. Ab 1934 diente der grosse Saal als Verkaufslokal. Nach umfassenden Renovationen und Wiederherstellung des Empie-Saales seit 1982 als Restaurant geführt..Das Gebäude gehört heute einer Stiftung, in der Bund, Kanton, Stadt, Burgergemeinde und Post vertreten sind. Bärenplatz - Waisenhausplatz Entrecôte Café Fédéral Lukas Uehlinger Bärenplatz 31 3011 Bern 031 311 16 73 Täglich geöffnet Geschichte: Bärenplatz 31. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnet. Geschichtsträchtiges Restaurant gleich gegenüber dem Bundeshaus. Brasserie Chez Edy Bärenplatz 3011 Bern 031 311 38 93 Täglich geöffnet Geschichte: Langjähriger Standort des Käse- und Milchladen Au bon fromage am Bärenplatz. Nach Umbau 1996 neue Nutzung als Restaurant Ristorante La Pizzeria Bärenplatz 3011 Bern 031 311 69 46 Täglich geöffnet Geschichte: Börse - Bärenplatz 27. An der Stelle des Hotels z. Goldenen Hahnen wurde in den Siebzigerjahren des 19. Jh. das Restaurant Gambrinus eröffnet, das seit dem Ende des 19. Jh. Börse heisst. Die Pizzeria befindet sich im 1. Stock und ist die älteste in Bern Restaurant China Imperial Bärenplatz 3011 Bern 031 312 54 00 Täglich geöffnet Geschichte: Im 1. Stock, genau über dem bekannten Kaffee- und Kuchen-Restaurant Gfeller am Bärenplatz, eröffnete am 4. März 1992 das China Imperial. Restaurant «Bim Grosi» Marktgasse 69 / Bärenplatz 3 (beim Käfigturm) 031 305 08 88 Täglich geöffnet Geschichte Bärenplatz 3. Nach der Aufhebung der Gefängnisse im südlich an den Käfigturm anschliessenden Haus (1897) wurde dort die Spanische Weinhalle neu eröffnet. Das Restaurant hiess seit dem Anfang des Ersten Weltkriegs nach dem Besitzer Garnier. In den Fünfzigerjahren des 20. Jh. entstand das Trottoircafé Grotto. Seit 1969 lautet der Name High Noon. Von 2004 bis 2007 «Mr. Chu» (chinesisches Restaurant). Ergänzung Die sieben Stockwerke der Liegenschaft sind während zehn Monaten umgebaut und saniert worden und der Betrieb wurde im Juni 2008 unter dem Namen «Bim Grosi» eröffnet. Wie der Name andeutet, wird «Bim Grosi» schweizerisch nach Grossmutters Art gegessen. In einer Zeit, in der exotische Kost fast leichter zu finden ist als traditionelle schweizerische Küche, setzt der 36-jährige Berner Gastrounternehmer Ralf Jansen einen Kontrapunkt. Es wird Grossmutters Braten ebenso geben wie währschafte Suppen aus der Porzellanschüssel, Gschwellti oder Gugelhopf, ebenso fast in Vergessenheit geratene Gerichte wie Vogelheu oder Fotzelschnitten. Restaurant Le Mazot Bärenplatz 5 3011 Bern 031 311 70 88 Täglich geöffnet Geschichte: Untere Meyerei - Bärenplatz 8. Das in den Sechzigerjahren des 19. Jh. eröffnete Café Suisse hiess vom letzten Jahrzehnt des 19. Jh. an Untere Meyerei. Seit der Mitte des 20. Jh. heisst es Le Mazot. Es gab auch eine Obere Meyerei: In den frühen Achtzigerjahren des 19. Jh. eröffnetes Restaurant, das kurz vor dem Ersten Weltkrieg verschwand. Standort: Hirschengraben 3 Restaurant Vatter (biologisch, vegetarisch) Bärenplatz 2 3011 Bern 031 312 51 71 Sonntag geschlossen Geschichte: Bäreck - Bärenplatz 2. Nach der 1861 wegen des Abbruchs erfolgten Verlegung des Bärens wurde im Neubau das Hotel de l'Europe eröffnet, das bis 1874 existierte. Das Haus Bäreck mit dem gleichnamigen Restaurant entstand 1932. Im März 2000 wurde die Gaststätte vatter - das Restaurant-Café unmittelbar über dem seit 8 Jahren auf zwei Etagen geführten Bio-Lebensmittelgeschäft eröffnet (Nachfolger vom legendären Samen Vatter - jetzt in Allemdingen). Die neue Gaststätte ist das erste Restaurant in Bern mit ausschliesslich biologischer Küche, sowohl für Vegetarier wie für Liebhaber von Fleischgerichten. Käfigturm bis Bahnhof Della Casa Schauplatzgasse 16 3011 Bern 031 311 21 42 Sonntag geschlossen Geschichte: Della Casa - Schauplatzgasse 16. Das schon im frühen 19. Jh. bestehende Restaurant hiess in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts Café Fédéral, später Café Frick, dann nach dem neuen Besitzer im letzten Jahrzehnt Della Casa. Charakteristischer Riegbau aus dem späten 16. Jh.. Familie Della Casa - Ursprünglich in Meride und Stabio heimatberechtigt. Der in der deutschen Schweiz ansässige reformierte Zweig mit Bürgerrecht in Stabio geht auf Francesco Fernando zurück, der um 1860 als Maurermeister nach Bern kam. Sein Sohn Franz Robert (1856-99), ursprünglich Kaufmann bei der Tuchfirma Geiser in Langenthal, übernahm das Restaurant Hopfenkranz in der Matte in Bern, später das Café zur Post und die Tonhalle in Biel (BE). 1892 kaufte er das heute noch im Familienbesitz sich befindende Della Casa an der Schauplatzgasse in Bern. Sein Sohn Franz (1879-1949) war ab 1911 Augenarzt in Burgdorf, ebenso sein Enkel Franz , wo die Familie eine reiche gesellschaftlich-kulturelle Tätigkeit entfaltete. Bekanntestes Familienmitglied ist die Opernsängerin Lisa Della Casa. Restaurant Pinocchio Aarbergergasse 6 3011 Bern 031 311 33 62 Geschlossen Geschichte: Café Bigler - Um die Mitte des 19. Jh. gab es im Haus Aarbergergasse 6 eine Speisewirtschaft Gyger, die später Andres hiess. Im ersten Viertel des 20. Jh. hiess das Restaurant Café Bigler. 1968 von Rudolf Rutschi zu einer der ersten Pizzerias in Bern ausgebaut. Rutschie (vormals Bierhübeli) war auch Besitzer des «Mocambo» an der Ecke Genfergasse/Aarbergergasse , welches nach internationalen Massstäben das Nachtleben der «Weltstadt Bern» bereicherte und auch als erstes Berner Striptease-Lokal Diskussionen ausgelöst hatte. Das Restaurant wurde 2005 geschlossen. Restaurant Le Beaujolais Aarbergergasse 50/52 3011 Bern 031 311 48 86 Das Le Beaujolais ist seit Anfang September 08 geschlossen, letzten Infos zufolge soll möglichst bald ein asiatisches Restaurant dort öffnen. (häck) Geschichte: Café Schmutz - Aarbergergasse 52. Das in der Mitte des 19. Jh. Café Holzer heissende Café Schmutz verschwand während des Ersten Weltkrieges. Im selben Haus entstand in den Sechzigerjahren des 20. Jh. das Café Le Beaujolais. Einer der ersten Wirte war der legendäre Käsehändler Küenzi Ergänzung: Das Restaurant Schmutz später Schmutz & Walliserkanne war 1894 von «Vater Schmutz» (Vorname unbekannt) übernommen worden. Er führte das Geschäft während 47 Jahren als Junggeselle. Das Lokal war ein Weinrestaurant (insbesondere Walliserweine). Die Gäste waren vorwiegend Beamte, Bahnangestellte und Pensionierte, die täglich ihren Schoppen zu sich nahmen. Dezember 1941 erkrankte Vater Schmutz schwerwiegend und musste hospitalisert werden. Mein Vater, Léon André, übernam das Restaurant kurzfristig am 3. Januar 1942 (meine Eltern haben hierzu am 27. Dez. 1941 geheiratet). Das Inventar umfasse unter anderem 30'000 Liter Walliser Weine in Fässern! Meine Eltern führten das Lokal vorerst als Weinrestaurant später wurde es zu einem 2-Klassen-Restaurant: Die Wein-Kundschaft blieb, daneben führten meine Eltern gute Französiche Küche ein (Bistro, Kundschaft: Diplomaten etc.). 1954 konnte man sich nicht auf die Verlängerung des Pachtvertrages einigen, da die Adoptivtochter von Vater Schmutz die Pacht nahezu verdoppeln wollte (es seien jetzt ja zwei Geschäfte). So übernahmen meine Eltern am 18. Januar 1954 das Restaurant Räblus/Pery Bar an der Zeughausgasse 3. Diese führten sie bis Ende Februar 1971 (Französische Küche im 1. Stock, Bar im Erdgeschoss). Léon André, Spiegel bei Bern Gourmanderie Moléson Aarbergergassse 24 / Speichergasse 21 3011 Bern 031 311 44 63 Sonntag geschlossen Geschichte: Café Mittler - Speichergasse 21. Im zweiten Jahrzehnt des 20. Jh. eröffnetes Restaurant. Heute: Moléson Café Paglia - Aarbergergasse 24, Im ersten Jahrzehnt des 20. Jh. bestand für kurze Zeit dieses Café im Haus Aarbergergasse 24. Heute: Moléson Bistrot Burgunder - Bulgarische Spezialitäten Speichergasse 15 3011 Bern 031 311 11 15 Mo und Sa 11.00 - 24.30 Di - Fr 16.00 - 24.30 Geschichte: Diana. Speichergasse 15. In den Sechzigerjahren des 19. Jh. mit dem Namen Edelweiss eröffnetes Restaurant, welches das Café Löw, Speichergasse 9 ablöste. Ergänzung Akademische Komment-Verbindung Burgundia in Bern. 1979 wird die Genossenschaft Burgunderhaus gegründet und Ende des selben Jahres kann das Restaurant Diana in der Speichergasse gekauft werden. Das renovierte Burgunderhaus kann im Dezember 1984 eingeweiht werden. Der Stamm der Aktivitas befindet sich seit dem SS 1985 dort. Umbau 2006. Restaurant Sassafraz Aarbergergasse 57 3011 Bern 031 311 79 50 31 311 97 51 (Fax) Täglich geöffnet Online-Tischreservation Geschichte: Traube. Aarbergergasse 57. In den Sechzigerjahren des 19. Jh. eröffnetes Restaurant. 2008 Totalsanierung der Liegenschaft und Umbenennung in Sassafraz (Name einer alten italienischen Apfelsorte). Ergänzung: Das Lokal bietet im Parterre gut 40 Personen Platz, im oberen Stockwerk wurden zwei Räume mit je 30 Plätzen geschaffen. Die Tische und der Boden sind in warmen Holztönen gehalten, an der Stirnseite des Lokals wurde das alte Mauerwerk wieder sichtbar gemacht. Urchig-währschafte Küche, die auch für Neuzeitliches offen sein soll: Auf der Karte stehen etwa Bratwurst, Entrecôte, Suppen mit Gnagi, Käseschnitten, Rösti, Kartoffelstock, Polenta und Teigwaren. Aber auch Salate mit diversen Mozzarellas, aus Bergamo, dem Piemont oder dem Emmental. Terrinen, kalte Platten und sogar ein Tiroler Gröstl ergänzen das Angebot. Ristorante Scala Schweizerhof-Passage 7 3011 Bern 031 326 45 45 Sonntag und Montag geschlossen Geschichte: Madame de Meuron - Elisabeth de Meuron, geborene von Tscharner (1882-1980) verkörperte das Alte Bern. Die Schweizerhofpassage hätte schon längst gebaut werden sollen, wurde von ihr aber immer wieder verhindert. Sie wollte den Baumbestand ihrer Lliegenschaft nicht preisgeben: Wo sollen den die Vögel hingehen? Matte Cinématte Wasserwerkgasse 7 3011 Bern Telefon 031 312 21 22 Montag, Mittwoch bis Samstag 18.00 – 00.30 Uhr Sonntag 11.30 – 00.30 Uhr Dienstag geschlossen Mit ihrer einzigartigen Lage direkt an der Aare und der Kombination von Kino und Restaurant bereichert die Cinématte die kulturelle und gastronomische Landschaft Berns. Casa Novo Läuferplatz 6 3011 Bern Telefon 031 992 44 44 Sonntag u. Montag auf Anfrage Di-Fr 11:30-14:30 / 17:30-23:30 Samstag 17:00-23:30 Am Läuferplatz, direkt an der Aare, verwöhnen Jesús & Dominik Novo die Freunde der Gastrokultur - in bezauberndem rauchfreiem Ambiente und mit mediterraner Küche. Rossschwemmeturm auch Toggeliturm oder Salpeterturm Läuferplatz 6. Der vermutlich 1625 erbaute Turm wurde 1640 in die Langmauer einbezogen. Nach 1761 diente er als Salpetermagazin. 1847 erhält Joseph Volmar den Turm von der Stadt als Gratifikation für die Erstellung des Erlachdenkmals. 1848 erwirbt ein Kohlenhändler den R., lässt die Fenster vergrössern und eröffnet darin 1852 das Laufeneggbad. Aufstockung und Walmdach (statt Spitzhelm) entstellen den Turm seit dem späten 19. Jh. Lit.: Hofer, Wehrbauten Laufeneggbad 1852 eröffnete Badwirtschaft im Rossschwemmeturm. 1966 als Restaurant chinois Kam Yu wieder eröffnet. Standort: Läuferplatz 6 Restaurant Mühlirad Gerberngasse 4 3011 Bern 031 311 21 09 Sonntag geschlossen Geschichte: Mühlerad - Gerberngasse 4. Zu Beginn des 20. Jh. eröffnetes Restaurant. Restaurant Fischerstübli und Bar Gerberngasse 41 3011 Bern 031 311 53 67 Täglich geöffnet, am Wochenende erst nachmittags Geschichte: Fischerstübli - Gerberngasse 41. Restaurant, das als Pintenwirtschaft im Neeser-Haus schon in der Mitte des 19. Jh. bestand. Der Populärname Dreckiger Löffel verlor sich im zweiten Viertel des 20. Jh. Als im ersten Jahrzehnt des 20. Jh. der Wirt Kohler hiess, lautete der Vulgärname Kohlerenschlucht in Anlehnung an die Schlucht des Hünibachs bei Thun, bei deren Eingang sich früher oft fahrendes Volk aufhielt. Restaurant Santorini Gerberngasse 34 3011 Bern 031 312 18 12 Täglich geöffnet Geschichte: Café Hübscher - später Restaurant Matte Gerberngasse 34. Das im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnete Restaurant hiess zuerst Café Herren, dann Café Wälti und seit dem Ersten Weltkrieg Café Hübscher. Dieser Name ist lange Zeit populär geblieben. Heute Restaurant Santorini. Restaurant Zum Zähringer Badgasse 1 3011 Bern 031 311 32 70 FAX 031 311 21 31 zaerhringer@bluewin.ch Montag und Samstag von 18:00 bis 23:30 Dienstag bis Freitag von 11:30 bis 14:30 und von 18:00 bis 23:30 Sonntag geschlossen Geschichte: Zähringer - Badgasse 1. In der Nachfolge eines Hauses zweifelhaften Rufes um die Mitte des 19. Jh. eröffnetes Restaurant, dessen südlicher Anbau der Verbreiterung der Aarstrasse 1967 weichen musste. Restaurant Landhaus und Bar Altenbergstrasse 4 + 6 3011 Bern 031 331 41 66 Täglich geöffnet Geschichte: Landhaus - Altenbergstrasse 6. Wirtschaft vor dem Untern Tor. Der heutige Bau von 1898 ersetzt den 1897 abgebrannten Barockbau. 1996/97 Integration des angrenzenden Schindelhauses und Ausbau zu einem Hotel, das neben Zimmern mit üblichem Komfort auch Mehrbettzimmer für das kleine Budget anbieten kann. Bahnhof bis City West Restaurant Mille Sens und Vinothek Mille Vins Bubenbergplatz 9 3011 Bern 031 329 29 29 Sonntag geschlossen Geschichte: Am 15.10.98 öffnet die Markthalle Cityhof am Bubenbergplatz ihre Tore und überraschte mit einem auserlesenen Angebot an Frischwaren und dem Restaurant Markthalle (heute Restaurant Mille Sens). Mittlerweile hat es aber immer weniger Anbieter von frischen Grundnahrungsmitteln und es floriert der Gastrobereich mit unterschiedlichen Angeboten Hotel Restaurant National Hirschengraben 24 3011 Bern 031 381 19 88 Täglich geöffnet (Restaurant Mo - Fr) Geschichte: Maulbeerbaum - Hirschengraben 24 . 1792 richtete Karl Samuel Ziegler im Hause der etwa 30 Jahre vorher eingerichteten Seidenfabrik von Daniel Kurz eine Brauerei mit Bierwirtschaft ein. Mit dem Haus, das 1908 für den Bau des Hotel National abgebrochen wurde, verschwand auch das «Beeri-Bier». Weitere National in Bern: National - Schauplatzgasse 3. In den Sechzigerjahren des 19. Jh. eröffnetes Restaurant, das kurz nach dem Einzug der Kantonalbank in Café des Banques umbenannt wurde. National - Bundesplatz 2, früher auch Nr.4. Das in den Sechzigerjahren des 19. Jh. als Café Roth eröffnete Restaurant hiess seit den Neunzigerjahren Café Merz. 1909 wurde es für den Neubau der Spar- und Leihkasse abgebrochen. Als Hotel N. bestand es weiter, bis es 1919 dem Neubau der Schweiz. Kreditanstalt weichen musste. Allrest Bern - Restaurants, Bar & Kongresszentrum (vormals Galaxy) Effingerstrasse 20 3008 Bern 031 381 90 38 Wander - Mattenhof - Brunnmatt - Insel Restaurant Frohegg Belpstrasse 51 3007 Bern (Nähe Eigerplatz) Telefon 031 382 25 24 Montag bis Freitag 09:00 bis 23:30 Uhr Samstag 11:00 - 14:30 und 17:30 - 23:30 Uhr Sonntag geschlossen Geschichte: Das in den Achtzigerjahren des 19. Jh. eröffnete Restaurant an der Belpstrasse 51 hiess ursprünglich Frohsinn. Restaurant Brunnhof - Griechische Spezialitäten Lilienweg 20 3007 Bern 031 381 98 51 Täglich geöffnet Geschichte: Malaga - Lilienweg 20. Das im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnete Restaurant heisst seit anfangs Zwanzigerjahre des 20. Jh. Brunnhof. Im Volksmund auch Brunnhöfli. Azzurro Stevo Nilovic (vormals La Trattoria Tallarini) Terra e Mare Murtenstr. 2 3008 Bern 031 385 85 85 Täglich geöffnet Geschichte: Lindenhof - Murtenstrasse 2. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnetes Restaurant. La Tavola Pronta Laupenstr. 57 3008 Bern 031 382 66 33 Sonntag geschlossen Geschichte: Ecke Laupenstrasse - Zieglerstrasse, im Keller eines Wohnhauses. Kirchenfeld Bistro Steinhalle Helvetiaplatz 5 3005 Bern (separater Eingang Museum und Park Historisches Museum) 031 351 51 00 Montag geschlossen Geschichte: Historisches Museum - Helvetiaplatz 5. In den Jahren 1892/94 durch Staat, Einwohner- und Burgergemeinde erbaut. 1920/22 südlich erweitert. 1938 erfolgte der Anbau des Schützenmuseums, das die Sammlung der seit 1885 dem H. M. angegliederten Schützenstube aufnimmt. Vorher hatte die «Antiquarische Gesellschaft» eine permanente Ausstellung in der Antonierkirche (Postgasse 62) in den Jahren 1837-1843 zeigen können. Ein Teil der heutigen Sammlung war 1850/51 im Erdgeschoss der Kavalleriekaserne, dann im Gr. Zeughaus zugänglich. Nach Bezug der Zeughausbauten auf dem Beundenfeld wurde die Zeughaussammlung dorthin und 1881 in die Bibliotheksgalerie verlegt. Die Steinhalle wurde im letzten Jahrzehnt des 20. Jh. eingebaut. Restaurant Kirchenfeld Thunstrasse 5 3005 Bern 031 351 02 78 Sonntag und Montag geschlossen Geschichte: Kirchenfeld - Thunstrasse 5. Kurz nach der Eröffnung der Kirchenfeldbrücke entstand 1883 das Restaurant Kirchenfeld. Tierpark Restaurant Dählhölzli Dalmaziquai 151a 3005 Bern 031 351 18 94 Täglich geöffnet Geschichte: Dählhölzli - Dalmaziquai 151a. Kurz vor dem Ende des 19. Jh. wurde das Restaurant Dählhölzli auf dem alten Knechteninseli eröffnet (Gebiet des Verwaltungsgebäudes und des Restaurants im Tierpark Dählhölzli, hiess im 19. Jh. auch Knechteninseli). Schosshalde Restaurant Schosshalde Kleiner Muristalden 40 3006 Bern 031 371 50 50 Öffnungszeiten siehe Homepage Geschichte: Schosshalde - Kleiner Muristalden 40. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnetes Restaurant. Schosshalde ist die Bezeichnung der Moränenterrasse zwischen Schosshaldenstrasse, Schosshaldenwald, Oberer Zollgasse, Buchserstrasse und Egelgasse. Restaurant Schöngrün - Zentrum Paul Klee Monument im Fruchtland 1 3006 Bern Telefon 31 359 02 90 Adresse Monument im Fruchtland 1 Café: Dienstag bis Sonntag 09:30 bis 17:30 Uhr Restaurant: Mittwoch bis Sonntag 11:30 bis 23:30 Uhr Küche 11:30 bis 13:30 Uhr / 18:00 bis 22:00 Uhr Geschichte Stararchitekt Renzo Piano baute die drei spektakulären Wellen fürs Museum. Und designte im gleichen Zug gleich noch die nahe Jugendstilvilla zum topmodernen Restaurant um. Man sitzt in einer Art Glashaus mit freiem Blick auf «Welle» und Villa, man sitzt auf orangen Stoffstühlen an modernen Plexiglastischen, man sitzt unter riesigen, futuristischen Abzugsrohren mit freiem Blick in die offene Küche. Breitenrain Hotel-Restaurant Jardin Militärstrasse 38 3014 Bern 031 333 01 17 Täglich geöffnet Geschichte: Militärgarten Militärstrasse 38. Dieses Restaurant wurde gegen Ende der Siebzigerjahre des 19. Jh. zusammen mit der Kaserne 4) eröffnet. Ursprünglicher Standort: Militärstrasse 36. Nr. 38 Rütli. Rütli Die am Ende der Siebzigerjahre mit der Kaserne 4) eröffnete Wirtschaft war am Ende des 19. Jh. nur noch eine Kaffee- und Speisehalle und musste später dem hierher verlegten Militärgarten weichen. Standort: Militärstrasse 38 Restaurant Dufour Beundenfeldstrasse 47 3013 Bern 031 331 66 79 Täglich geöffnet Geschichte: Dufour - Beundenfeldstrasse 47. Zu Beginn des 20. Jh. eröffnetes Restaurant. Restaurant Hotel Alpenblick Kasernenstrasse 29 3013 Bern 031 335 66 66 Samstag und Sonntag geschlossen Geschichte: Alpenblick - Kasernenstrasse 29. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnetes Hotel. Lorraine Restaurant Du Nord Lorrainestr. 2 Bern 031 332 23 38 Täglich geöffnet Geschichte: Café du Nord - Lorrainestrasse 2. 1896 eröffnetes Restaurant in der gleichzeitig erbauten Häuserreihe. Altenberg Restaurant Altenberg Uferweg 4 Bern 031 332 02 69 Täglich geöffnet Schweizer und türkische Küche Grosser Garten direkt an der Aare Geschichte: Kurz nach dem Bau des Altenbergstegs (1834) wurde unter dem Namen Cafe du Pont das Altenbergbad eröffnet. 1862 wurde ein Flussbad eingerichtet. Seit der Übernahme durch Rupert Gassner 1884 besteht nur noch das heutige Restaurant Altenberg. Kursaal Bern Restaurant Meridiano (16 Gault Millau Punkte), Allegretto, Allegro Bar, Terrasse Meridiano, Terrazza, Piazza Kornhausstr. 3 3013 Bern 031 339 55 00 Täglich geöffnet Geschichte: Kursaal früher Kursaal Schänzli - Schänzlistrasse 71. Aus dem in den Siebzigerjahren des 19. Jh. eröffneten Restaurant Schänzli auf dem Schänzli (im 14. und 15. Jh. Busenhard ( = Wald des Buso), dann Thüringhölzli, später Gandegg) entstand der Kursaal, der für die Landesausstellung 1914 vollständig umgebaut wurde. Der Theatersaal wurde 1932 neu erbaut. Im letzten Jahrzehnt des 20. Jh. Neubau und Angliederung des Hotel Allegro mit 4 Restaurants, 3 Terrassen, 3 Bars, Kongress- und Seminarmöglichkeiten . Grand Casino seit 2002, vorher während Jahrzenten Boule-Betrieb). Länggasse Restaurant Seidenhof Zähringerstrasse 44 3012 Bern (Länggasse) Telefon 031 301 41 02 Montag bis Samstag 09:00 bis 00:30 Uhr Sonntag geschlossen Geschichte: Zu Beginn des 20. Jh. eröffnetes Restaurant, dessen Name von der benachbarten Seidenfabrik abgeleitet ist. Nachdem schon im frühen 19. Jh. die Familie Simon in Bern Seide fabriziert hatte, gründete Eduard Albert Simon 1868 die bis 1930 existierende Seidenfabrik in der Länggasse, auf welche der Name zurückgeht. Standort der Seidenfabrik: Gesellschaftsstrasse 71-75 und 70-78. Restaurant Veranda Schanzeneckstrasse 25 3012 Bern Telefon 031 305 21 80 Montag bis Freitag 11:00 bis 23:00 Uhr Geschichte: Favorite; Schanzeneckstrasse 25. Auf der 1861 vom Manuelgut abgetrennten Parzelle wurde 1862 die Villa Bergheim errichtet. Der Name Favorite stammt aus der Zeit, als die französische Botschaft dort eingerichtet war (1880-1908). Danach wurde die Favorite ein Hotel, dann ein Alters- und Pflegeheim, das seit 1926 dem Diakonissenhaus gehört. Das Gebäude wurde 1935 aufgestockt. Lit.: Brechbühl, Länggasse Ergänzung: Seit 2001 gibt es hier Wohnungen, Kindergarten, Kulturtreffpunkt sowie das Restaurant. Mappamondo im Schweizerbund Länggassstr. 44 3012 Bern 031 301 30 82 Täglich geöffnet Geschichte: Schweizerbund - Länggass-Strasse 44. In den Siebzigerjahren des 19. Jh. eröffnetes Restaurant. Mahamaya indian restaurant & take away Länggassstr. 43 3012 Bern (Länggasse) Telefon 031 301 01 01 Montag 11:30-14:30 Dienstag & Mittwoch 11:30-15:00 und 18:00-23:30 Donnerstag & Freitag 11:30-15:00 und 18:00-00:30 Samstag 18:00-00:30 Casa d'Italia Bühlstr. 57 3012 Bern 031 301 90 74 Täglich geöffnet Geschichte: Café Aebi - Bühlstrasse 57. Die im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. als Café Bieri eröffnete Wirtschaft hiess vor dem Ersten Weltkrieg Café Kiener, nach dem Ersten Weltkrieg Café Aebi; heute Casa d'Italia. Enge Restaurant Äessere Enge Les Amis Reichenbachstrasse 2 3004 Bern 031 301 22 33 Grosse Terrasse - Parkplätze hinter dem Haus Sonntag geschlossen Geschichte: Äussere Enge - Reichenbachstrasse 2. In den Achtzigerjahren des 19 Jh. eröffnetes Restaurant. In unmittelbarer Nähe befand sich schon im ersten Viertel des 19. Jh. die Wirtschaft Belmont, die in der zweiten Hälfte der Dreissigerjahre z. Goldenen Löwen hiess. Hotel Innere Enge Engestrasse 54 3012 Bern 031 309 61 11 Täglich geöffnet Geschichte: Innere Enge - Engestrasse 54. Nach Anlage der Engeallee wurde das Viererhaus obenaus als Küherhaus neu erbaut. Das beliebte Ausflugsziel mit Gartenwirtschaft wurde 1820 im klassizistischen Stil umgebaut und 1864 abgebrochen. An seiner Stelle entstand die Innere Enge, die 1945/46 erweitert wurde. Gurten Gurten - Park im Grünen 3084 Wabern (Anreise nur mit Gurtenbahn) 031 970 33 33 Täglich geöffnet Geschichte: Hotel Gurten-Kulm (1899-1901) von Albert Gerster (1864-1935) erbaut. Am 22. Dezember 1893 wurde eine neue Konzession für eine Drahtseilbahn von Wabern auf die Höhe des Gurtens erteilt an W. Berghoff, Direktor der Berner Tramways Gesellschaft. Mit Bundesbeschluss vom 17. Dezember 1897 wurde die Konzession an Herrn Fritz Marti in Winterthur übertragen und am 15. Oktober 1898 war die Gründungsversammlung der «Elektrischen Gurtenbahn» in Bern. Seit Anfang Juli 1899 war der Bau fertiggestellt, und am 12. September wurde dann der elektrifizierte Betriebe aufgenommen. Im Jahre 1966 erfolgte ein Umbau der Gurtenbahn. Danach war sie die schnellste Standseilbahn in der Schweiz. Sie verkehrte mit 5,7 m/s. Die Anlage war bis am 23. Februar 1999 unverändert im Einsatz. Wiederum erneuert ist die Gurtenbahn seit dem 1. Juli 1999 in Betrieb. 1998/99 baute die Migros das Gurten-Areal, das sich seit 1925 in städtischem Besitz befand, zum «Park im Grünen» aus, der zum Jahrhundertwechsel eingeweiht wurde. Ergänzung: Hotel Gurten Kulm, inkl. Landwirtschaftsbetrieb und Gurtenbahn Mein Grossvater, Gabriel André war Hoteldirektor in Engelberg. Er kam 1915 nach Bern, weil sein Bruder Ernst, der Pächter auf dem Gurten Kulm war, an einer Blinddarmentzündung verstarb. So führte mein Grossvater das Hotel, den Landwirtschaftsbetrieb und die Bahn zum Gurten Kulm (diese war damals schon eine AG). Es kam zum Bruch mit dem Besitzer Fritz Marti, da dieser aus finanziellen Gründen seine Villa im Kirchenfeld verkaufen musste und ein Stockwerk auf dem Gurten als Privatwohnung bezog. 1925 musste Fritz Marti aus finanziellen Gründen den Gurten zu einem Preis von Fr. 650'000 an die Stadt Bern verkaufen. Die Volksabstimmung hatte ein Mehr von 100 Stimmen ergeben. Mein Grossvater übernahm am 1. November 1921 das Café Rudolf als Pächter. Agglomeration Restaurant Bellevue Ittigen Lecco Woo, Jan La Porte und Team Papiermühlestr. 140 3063 Ittigen 031 921 77 12 Montag bis Freitag 09:00 bis 23:30 Samstag 17:00 bis 23:30 Sonntag geschlossen Cafe 21 Toffen Bar Pizzeria Hauslieferdienst Bahnhofstrasse 21 3125 Toffen Erdinc und Cornelia Kartal-Wyssen 031 819 83 93 Täglich geöffnet Eine Lektion in «Wirtschaftsgeographie» Bern hat immer schon eine reiche Tradition von Wirtschaften oder, wie die Einheimischen zu sagen pflegen, von «Beizen» gekannt. Unzählbar viele Lokale für jeden Geschmack wurden im Laufe der Jahrhunderte eröffnet; sie florierten oder fallierten, wechselten Besitzer und/oder Namen, verschwanden schliesslich auch wieder. Am Beispiel der Schauplatzgasse zwischen Bahnhofplatz und Bärenplatz (sie ist eine Parallelstrasse zur Spitalgasse) wollen wir etwas «Wirtschaftsgeographie» betreiben. Als Vorlage dient uns wie gewohnt ein Paar Fotos vom gleichen Standort aus, mit Blick stadtabwärts Richtung Bärenplatz. Die obere Aufnahme wird kurz nach der Jahrhundertwende entstanden sein. Das im Vordergrund sichtbare Restaurant hatte gerade wieder einmal einen neuen Besitzer namens Della Casa erhalten, der mit südländischem Stolz das Lokal nach sich selber benannte. Das Haus war kurz vor 1700 erbaut worden und hat als eines der wenigen aus dieser Epoche in der oberen Altstadt überlebt. Ab etwa 1800 wurde es zur Wirtschaft. «Café Fédéral» hiess es nach 1848 zu Ehren der Ernennung Berns zur Bundesstadt; später trug es die Bezeichnung «Café Frick». Das von aussen so bescheiden aussehende Della Casa, im Voksmund liebevoll «Deli» genannt, ist bekannt für seine bürgerliche Küche und als Treffpunkt von Politikern ebensolcher Ausrichtung. Neben dem Restaurant Della Casa erkennen wir auf dem unteren Bild das Hotel Bristol, an dessen Stelle früher das Gasthaus Storchen stand. Das «Bristol» wurde 1913 erbaut und brach mit dem Brauch, die besseren Berner Hotels mit französischen Namen zu versehen («France», «De la Poste»; «De la Suisse», «Bellevue-Palace»). Bodenständig bernisch kommt indessen das Hotel Bären auf dem oberen Bild daher. Der Bau von 1860 wich 1958 einem moderneren «Bären». Ihrer Liebe zu den-«Beizen» geben die Bernerinnen und Berner gerne mit Wortspielen Ausdruck. Verbreitet sind Koseformen wie Deli für «Della Casa», Düti für das vornehme «Du Théâtre» am Theaterplatz oder Piri für die Szenekneipe «Pyrénées» am Kornhausplatz. Auch Drastischeres kommt vor : Stammgäste der «Drei Eidgenossen» an der Rathausgasse bezeichnen ihr Restaurant etwa als «die sechs Arschbacken». BERN. Gestern und heute aus dem gleichen Blickwinkel Texte: Franz Auf der Maur Fotos: Robert Hofer und Nicolas Crispini SLATKINE VERLAG GENF 1989
Der etwas andere Blick aufs gute alte Bern Bern gilt als langweilig und träge - und es bewegt sich doch: Von diesem Sommer an versucht die Stadt mit drei grossen Attraktionen mehr Aufmerksamkeit zu gewinnen. In Kürze gehen das Zentrum Paul Klee und das Stade de Suisse auf, zum Einstein-Jahr 2005 finden Ausstellungen und Events statt. Das kleine Bern bietet allerdings noch viel mehr als das: Skurriles, Neues, Einzig- und Grossartiges. Wir zeigen ein paar Beispiele. Cafés und Bars Im Erdgeschoss näht die Nichte von Stadtpräsi Tschäppät Kleider, im Keller erträumt Geschäftsführer Stephan Minder ein neues Bern. Er hantiert an der Original-Art-déco-Theke seines eben eröffneten Café Alpin (Gerechtigkeitsgasse 19) und ist stolz auf die Coiffeurstühle, die er im Matte-Puce gekauft hat, dem Secondhandmöbel-Laden mit Bar und Aare-Blick (Wasserwerkgasse 5). Dass Bern oft als langweilig belächelt wird, kann Stephan nicht mehr hören. Dass es für Leute zwischen Teenie- und Rentenalter wenig Ausgehmöglichkeiten gibt, nervt ihn aber auch. Darum soll sein Doppellokal nicht nur zum Kleiderkaufen und Apérotrinken gut sein. Ende Monat finden erste Musikevents statt: berndeutsche Lieder, Tango, Elektropop. Was und wann, erzählt er am Telefon (031 311 25 75) oder im Alpin, wo er fast immer zu treffen ist - bei Abendsonne draussen an einem der Tischlein in der Laube. Vor dem Café del Sud (Nähe Klee-Zentrum) sitzen die Leute schon mittags gedrängt an Bistrotischen und schauen durch Olivenbäume auf die Ostringstrasse. Focaccia und Amaretti, Töggelikasten und Kaffee gibts hier - und manchmal Konzerte oder Fotoausstellungen (Egelgasse 65). Kunst Die kleine Stadt hat eine grosse Kleintheaterbewegung. Seit dem Höhepunkt in den 60er- und 70er- Jahren sind allerdings einige Theater eingegangen. Das Kleintheater Kramgasse 6, wo Meret Oppenheim Picassos einziges Bühnenstück uraufführte, gibts nicht mehr, dafür in selbigen Räumen Ausstellungen, eine Bar - und «ono» (Berndeutsch: «auch noch») Theater. Der Berner Regisseur Daniel Kölliker hat in den zwei Kellergewölben vor anderthalb Jahren das Ono eröffnet, einen Dreispartenbetrieb: Bühne, Galerie und Bar. Da gibts Lesungen, Punk-unplugged-Konzerte, Ausstellungen (aktuell: Gemälde zu Einsteins Relativitätstheorie) und Partys (Deep House usw.). Ono bietet eine Mischung zwischen Kommerz und Innovation, eine Plattform für professionelle und noch nicht sehr arrivierte Künstlerinnen und Künstler. Allein die schlichte Innenarchitektur ist es wert, die Stufen hinunter in den typischen Altstadtkeller zu nehmen (www.onobern.ch). Weniger zeitgemäss, aber nicht minder interessant: Im Museum für Kommunikation wartet der Inbegriff der Biederkeit unter surrenden Lampen auf Besuch - die Briefmarke. In der weltweit einmaligen Sammlung sind 500'000 bunte Papierchen aus aller Welt sauber archiviert (www.mfk.ch). Einkaufen Rudolf von Erlach gewann die Schlacht von Laupen 1339 und sitzt hoch zu Ross auf einem Sockel mitten in Bern. Vor ihm das Stadttheater, hinter ihm Berns Auge zum Universum der Kunst und Architektur: UFO steht da in neonfarbigen Leuchtbuchstaben in einem Schaufenster. Im Laden: Bildbände, Zeitschriften, Karten, Bücher. Über die Stadtplanung in Bern zum Beispiel, über neue chinesische Architektur oder Graphic Design aus Barcelona. Die Lauben mögen eine der längsten geschützten Einkaufspromenaden Europas sein (6 km), UFO ist eines der geschmackvollsten Buchgeschäfte überhaupt (Brunngasse 60). Wenige Meter entfernt davon fährt ein verglaster Lift in 30 Sekunden von der Münsterplattform in die Matte. Er heisst Senkeltram, fährt seit 1896 und erlaubt für 1.20 Fr. einen fantastischen Blick auf die Aare. «Merci u adiö», sagt der Liftchauffeur - und schon steht man fast vor der Schneiderei am Fluss (Schifflaube 48). Der Laden ist neu. Eine Coiffeuse und eine Schneiderin verkaufen frisches Aussehen. Wer Bern-Typisches posten will, kauft Süsses. In der Traditionsbäckerei Glatz (Zeughausgasse 41) stehen sie im Viererpack oder als Einzelstück zum Kauf bereit: die köstlichen Mandelbärli, in fünf Sorten, mit treuem Blick. Draussen Er ist nicht weit und doch allgegenwärtig: Paul Klee. Seine Werke sind demnächst in Renzo Pianos Meisterbau zu sehen, und ganz in der Nähe prangen seine Worte auf Strassenschildern. «Schreiten und Gleiten» heisst es zum Beispiel beim Egelsee. Spiegelglatt das Wasser, durch Schilf und Gras watscheln Enten. Vogelstimmen in jeder Tonlage, als wäre man mitten in einem Naturschutzgebiet. Auf einem Bänkli sitzen zwei Jungs, Dächlikappe, Chips und Cola, auf dem schmalen Weg joggt eine Frau den See entlang. «Warum zu Fuss?», steht am See-Ende auf einem Strassenschild - auch dies Worte von Grossmeister Klee. «Es promeniert» heisst der Weg, der zurückführt zum Ausgangspunkt, weg vom See und hin Richtung Stadtzentrum. Dort, unweit des Bahnhofs, führt eine Treppe von der Lorrainebrücke hinunter in die Exotik. Der Botanische Garten hat ein grosses Palmen- und ein kleines Orchideenhaus, Kräuter aus allen Ländern der Welt und viele Bänkli. Im Gras sitzen drei Frauen - nein, sie machen nicht Yoga - und blinzeln in die Abendsonne. Und unten die Aare, kurz oberhalb der Lorraine-Badi, wo der Fluss langsam fliesst und schon im Mai Pommes-frites-Geruch über grünem Wasser und Gras schwebt. Essen und schlafen Ungewöhnlich in Bern: Für ein Essen im Mahamaya (Länggassstr. 43, Tel. 031 301 01 01) muss man eine Woche zum Voraus reservieren. Das neue kleine indische Restaurant mit Bollywoodfilmen läuft wie geschmiert. Der Inder-Berner Äschu und der Griechen-Berner Giorgio können selbst nur noch staunen. Nun entsteht noch ein Wintergarten. Unschlagbar sind die Speisen, von indischen Köchen zubereitet, die via Arbeitslosenprojekt zum Maha Maya gekommen sind. Auch ins Restaurant Rosengarten (www.rosengarten.be) geht man neuestens dank dessen guter Küche - und der neuen, schlichten Einrichtung. Noch immer ist die Aussicht auf die Altstadt von hier am schönsten. Man sieht etwa aufs Hotel Belle Epoque: Ein Sammler-Ehepaar hat seine Jugendstilsammlung in ein bewohnbares Museum verwandelt (Gerechtigkeitsgasse 18, Tel. 031 311 43 36, DZ ab 280 Fr.). Ein sympathisches, günstiges und herziges Bijou ist das Pension Marthahaus in der Lorraine. Die Pension befindet sich in einem Haus aus der Jahrhundertwende, unweit des Bahnhofs (Wyttenbachstr. 22a, Tel. 031 332 41 35, DZ ab 95 Fr.). Inbegriffen: Küchenbenutzung, Internetzugang, Velogebrauch. Ausgang «Fussballspiel verboten» steht auf dem Schild hinter der Kletterstange bei der Bar. Von der Decke baumeln Turnringe, französische Chansons und Rauch hängen im Raum, die Sonne strahlt gebrochen durch hohe Fenster, und draussen auf der Terrasse: Geplauder. Abendstimmung in der Turnhalle, die einst eine war und heute zwar noch so heisst, aber zum angesagten Kultur- und Ausgangsort Berns geworden ist. Hier finden Diskussionen statt, Theatervorführungen, Filmnächte und Parties. Die Turnhalle gehört zum Progr, wie man in Bern das Progymnasium nennt. Kulturelle Zwischennutzung heisst das, was in diesem Haus nun geschieht: Ursprünglich hätte das Klee-Museum einziehen sollen, heute arbeiten über 80 Menschen in den Ex-Schulzimmern an ihrer Kunst. Nach acht Uhr abends tummelt sich die halbe Stadt in der Turnhalle (www.progr.ch). Die andere Hälfte, eher an Jazz als an Elektro interessiert, sitzt derweil in Marians Jazzroom - nicht neu, aber eine Sensation: Hier treten Jazzgrössen von Weltklasse auf. Grössen anderer Art sieht man in La Cappella (www.la-cappella.ch), einer umgebauten Kapelle mit Chansons und Kabarett im Programm - von Franz Hohler oder den Berner Troubadours. Von Katrin Hafner www.tagesanzeiger.ch 17.05.2005 Nostalgie - Verschwundene Betriebe Festliches Essen und Trinken im alten Bern Reiseberichte aus vergangenen Zeiten liefern eine Hauptquelle für die Erforschung früherer Sitten und Bräuche. So beschreiben Reisende in der Schweiz nicht nur die Schönheit der Berge, sondern auch den unmässigen Appetit der Einwohner. Übereinstimmend wird berichtet, das Essen sei eines der Hauptvergnügen der Schweizer, besonders der Berner. Mit Spott oder Empörung lassen sich die Reiseschriftsteller über die ungeheuren Quantitäten aus, die an Festessen verzehrt werden. Wir wollen dem grossen Hunger und Durst etwas nachgehen und uns fragen, welches die Hintergründe waren, die zu diesem Ruf der Berner führten. Doch hören wir uns vorerst die Gedanken eines deutschen Reisenden im 18. Jahrhundert an. Es handelt sich um die «Briefe über die Schweiz, vornehmlich über Bern aus dem Jahre 1776» von Christian Cajus Laurenz Hirschfeld. Hirschfeld lebte 1742-1792 und gilt als grosser Erneuerer des Gartenbaues im 18. Jahrhundert. In vielem bewundert er die Schweiz, doch die Lebensgewohnheiten der Berner finden in ihm einen scharfen Kritiker: weiter... «Gatteranni» (um 1790-1846) Zur Biographie des «Gatteranni» gibt es nur wenige Anhaltspunkte. Alles, was man bisher zu diesem stadtbernischen Original weiss, stammt aus dem Verehrer-Zirkel der burgerlichen Reismusketen-Schützengesellschaft, in deren Vereinsleben das «Gatteranni» seit 1850 eine massgebliche Rolle spielt. Hier nämlich wird das Andenken an die freundliche Serviertochter der Gatter-Wirtschaft am Nydeggstalden dadurch in Ehren gehalten, dass ihr Konterfei 1848 zuerst als «Grümpelstichscheibe» und ab 1850 dann, anfänglich «gegen den Willen des Vorgesetztenbotts», als Ehrenscheibe dient. Sie steht damit in der Tradition der «Gauggler», welche durch rhythmische Verrenkungen mit Armen und Beinen das Publikum zum Staunen brachten. weiter... Der «Löwen» und seine Vorgänger in Bern Die älteste bekannte Löwenwirtin wird im Berner Steuerrodel von 1448 kurz «Greda Löwin» genannt; sie gehörte mit einem Vermögen von 3100 Pfund zu den wohlhabenden Einwohnern und betrieb ihre Herberge zusammen mit einem Knecht und zwei Mägden. weiter... Zum Falken - Au Faucon Marktgasse 11/Amthausgasse 6. Seit dem Beginn des 16. Jh. Gasthof des Bischofs von Lausanne. Der Name geht auf die beiden letzten kirchlichen Besitzer, Aymon und Sebastien de Montfaucon, zurück. 1536-1546 in städtischem Besitz, bis 1722 privat, dann Gesellschaftshaus zu Mittellöwen, welche den Gasthof nur noch im 1732/36 von Samuel Baumgartner neu errichteten Nordteil der Liegenschaft führt. 1905 wird dieser Teil des Hauses von Lindt und Hofmann neu gebaut. Von der Mitte des 17. bis in die Mitte des 19. Jh. war der Falken das erste Haus Berns. Es verschwindet 1904. weiter... Krone Gerechtigkeitsgasse 64/Postgasse 57. Schon vor 1470 an Stelle von drei Häusern errichteter Gasthof, der in der ersten Hälfte des 17. Jh. das erste Haus Berns ist. Die Postgassfront datiert von 1630. 1858 überträgt J. Kraft das Patent auf den Bernerhof, den er anfangs auf französisch noch «Couronne» nennt. Nicht zu verwechseln mit dem heutigen Restaurant Krone an der Gerechtigkeitsgasse 66. Hôtel Poste & France Hotel de la Poste: Im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnetes Hotel, das nach dem Zusammenschluss mit dem Hôtel de France Poste & France hiess. Nach dem Abbruch des Hauses 1957 wurde es nicht wiedereröffnet. Standort: Neuengasse 43 Das Hotel France entstand in den Sechzigerjahren des 19. Jh. aus dem Café Français, das 1837 oder 1838 eröffnet worden war. Vor dem Ersten Weltkrieg lautete der Name France & Terminus. Später wurde es mit dem Hotel de la Poste vereinigt. An seinem ursprünglichen Standort entstand das heute noch bestehende Café Brésil. Standort: Neuengasse 46. Ergänzung: Das Hotel wurde bis 1921 von einem Herr Schaffer als Besitzer «geführt» (offenbar machte er seinem Namen keine Ehre). 1921 übernahm ein Herr Glaser die Geschäftsleitung. Um einen Konkurs abzuwenden wurde 1922 unter Führung vom Hauptgläubiger «Stucker und Zesiger, Lebensmittel engros» eine Genossenschaft Hotel zur Post gegründet. Die meisten Gläubiger verkauften ihre Genossenschaftsscheine zu 50% an Stucker und Zessiger. Mein Grossvater konnte in der Folge alle Genossenschaftsscheine übernehmen. Er führte das Haus erfolgreich bis 1953. Wegen einer Krebserkrankung übernahm sein Sohn Gabriel das Hotel 1953. Bereits 1957 musste der Hotelbetrieb aus finanziellen Gründen aufgegeben werden. Léon André, Spiegel bei Bern Simplon Aarbergergasse 60. Das schon in der ersten Hälfte des 19. Jh. bestehende Restaurant hiess gegen Ende des 19. Jh. Beauregard, seit dem Neubau des 1543 erbauten Hauses im Jahre 1904 Simplon; unter diesem Namen war es später auch ein Hotel. Es war ein beliebter Treffpunkt, Speise- und Konzertlokal - viele die das Lokal noch kannten kommen ins Schwärmen. Seit den frühen Sechzigerjahren des 20. Jh. war sein Name Dézaley; dann bis zur definitiven Schliessung Steak-House Churrasco. Es ist eine des wenigen Lokale in Bern, welches man wieder in den Urzustand versetzen könnte; sogar die ursprüngliche Raumhöhe ist noch vorhanden (die Decken sind nur runtergehängt). Die Besitzerin der Liegenschaft ist die BLS... Ergänzung (Bildbeschreibung im Stadtanzeiger) In den Jahren 1904-1906 liess die Bauherrschaft Bollwerk AG anstelle der dortigen Synagoge den Gebäudekomplex Aarberger-/Genfer-/Speichergasse errichten. 1904 wurde an der Aarbergergasse 60 das Hotel Simplon eröffnet und 1906 zog die eben gegründete Berner Alpenbahn-Gesellschaft Bern—Lötschberg—Simplon (BLS) ins Haus Genfergasse 11 ein. Während das Hotel Simplon 1960 schloss, wurde das Restaurant erst zum Dézaley und später zum Steak-House Churrasco. Im Parterre der 1987 von der BLS erworbenen Liegenschaft befindet. sich nun das Geschäft Aerni Coiffures. Sammlung Hans-Ulrich Suter, Bern Wilder Mann Das 1494 erwähnte Gasthaus zum Wilden Mann befand sich bis 1643 im Haus Zibelegässli 16. Der 1572 neu erbaute Gasthof an der Aarbergergasse 41 hiess bis 1643 zum Hecht, dann zum Wilden Mann. 1970 verschwand mit dem Abbruch des Hauses von 1924 auch das Hotel und damit auch die legendären Bars Titanic und tiefer Keller. Café de la Poste In den Achtzigerjahrendes 19. Jh. verschwundene Wirtschaft, die vermutlich vor 1850 eröffnet worden war. Der Name weist auf die nahe gelegene Hauptpost hin. Standort: Kramgasse 26. Café Zytglogge Amthausgasse 2. Das in den Siebzigerjahren des 19. Jh. als Café Hauptwache eröffnete Restaurant heisst seit dem Neubau von 1905 Café Zytglogge. Die Namensänderung erfolgte nach der Verlegung der Kantonspolizei von der Hauptwache ins Amthaus. Der Populärname Blausäure erinnerte an den Suizid eines Arztes, der einen Kunstfehler begangen zu haben glaubte. Im Hause des Café Zytglogge befand sich schon im 18. Jh. eine Kellerwirtschaft. Hôtel du Boulevard 1860 im Stil der Münchner Ludwigstrasse an Stelle der Kavalleriestallungen erbautes Hotel, in dessen Mittelteil sich seit 1861 die Hauptpost befindet. 1881 übernimmt die Post das ganze Gebäude. Nach dem Bezug der Bollwerkpost dient das Haus bis zum Abbruch 1966 als Transitpost. Standort: Gegenüber den Häusern Bollwerk 15-21. Central Das im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnete Restaurant befand sich im Haus Spitalgasse 25. Liste noch unvollständig - wird fortgesetzt Quelle: Die meisten geschichtlichen Angaben stammen aus: Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern von Berchtold Weber (1976) ![]() |