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Bern - die Hauptstadt mit Charme Bern - Käfigturm Marktgasse 67. 1. Turm. Der 1256 mit der 2. Stadtbefestigung erbaute Torturm, wird seit dem 14. Jh. als Neue Kebie erwähnt. Beim Chronisten Konrad Justinger († 1438) heisst der K. Gloggnerstor nach einer bürgerlichen Familie, später heisst er Mannenkefi. Abgebrochen 1640. 2. Turm. Erbaut 1641-1644 nach Plänen von Joseph Plepp, der den Bau bis zu seinem Tod im April 1642 geleitet hat. Das südlich anstossende Haus wurde 1641 als Bestandteil der Oberen Gefangenschaft neu erbaut. Seit 1897 dient der K. nicht mehr als Gefängnis. Höhe des Turms bis zum Knauf der Wetterfahne: 49 m. Die Grabenbrücke von 1286 verschwand 1578, das Uhrwerk datiert von 1690/91. Die Durchfahrt nördlich des Käfigturms wurde 1823 geschaffen, der zweite, südliche Torbogen 1902/03. Lit.: Hofer, Wehrbauten Berchtold Weber: Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern
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![]() Der zweite Käfigturm 1641 - 1644 Der Neubau des Käfigturms im 17. Jahrhundert ersetzte den ursprünglichen Turm von 1256 Mit dem letzten grossen Torbau Berns, der Neuerrichtung des Käfigturms von 1256, schliesst 1641-1644 die Wehrbauperiode des 17. Jahrhunderts. So eng die zeitliche Verbindung mit Schanzenanlage und Längmauer, so lose freilich der Zusammenhang im Baulichen. Dem Prinzip des Wallgürtels lag ja die Erkenntnis von der fortifikatorischen Überholtheit hoher Stadttürme zugrunde; wenn die Stadt kurz nach dem Schanzenbau noch einmal einen annähernd 50m hohen Torturm errichtet, dann jedenfalls nicht mehr als Wehrbau. Ausschlaggebend ist vielmehr das Bedürfnis nach einem geräumigen neuen Gefängnisturm; daher der Hinzukauf des südlich anstossenden Bürgerhauses und dessen Neubau als Bestandteil der oberen Gefangenschaft; im Vergleich mit dem zivilen Zweck und der bereits deutlich wahrgenommenen Bedeutung im Stadtbild treten die wehrbautechnischen Gesichtspunkte klar ins zweite Glied. Am 19. Mai 1638 erteilt der Rat Auftrag, Projekte über die Neugestaltung des jahrzehntelang kaum mehr unterhaltenen alten Käfigturm ausarbeiten zu lassen. Auf Vorschlag des militärischen Experten, des Geschützgiessers und Kriegsingenieurs Friedrich Löscher, wird von zwei Projekten des Stadtwerkmeisters Joseph Plepp dasjenige mit Hochwacht und Uhrwerk zur Ausführung bestimmt. Die örtliche Bauleitung übernimmt der wohl aus den Südwalser Tälern über Freiburg hergezogene Lamparter Antoni Graber. Januar 1641 beginnt Plepp den Neubau; gleichzeitig aber führt die Opposition einer Kommissionsminderheit gegen einen Neubau am alten Ort zu einer neuen Rückfrage an Löscher, worauf sich dieser aufs entschiedenste gegen die vorgeschlagene Verlegung des Gefängnisses ans Marzilitor und, mit Betonung der städtebaulichen Qualität, zugunsten des Pleppschen Projekts ausspricht; durch Entscheid vom 29. Mai 1641 hält der Rat am Platz des alten Turms, mit leichter Verschiebung des Neubaus gegen Westen fest. April 1642 stirbt Plepp; von dann an führt Graber das Steinwerk selbständig zu Ende, während Holzwerkmeister Hans Stähli die Konstruktion des Dachstuhls übernimmt; Dezember 1643 ist der Rohbau, Frühling 1644 auch das Innere vollendet. Über einem Grundrissquadrat von knapp 10m Seitenlänge erhebt sich der Bau als schweres Turmviereck von gedrungenen Verhältnissen, mit sparsam gegliedertem Schaft und haubenförmig geschwungenem Helm. Die Sockelstärke beidseits des 5m weiten Torbogens beträgt 2,5m; bis zum obersten Geschoss geht die Mauerdicke allseitig bis 0,85m zurück; die Turmhöhe erreicht bis zum Dachvorscherm 23,2m, bis zum Knauf der Wetterfahne 49m. Mit Ausnahme des Hartstein-Unterbaus aus gesprengten Findlingsblöcken und der Tuffwölbung der Durchfahrt besteht der ganze Bau aus Sandsteinquadern. Völlig schmucklos das Innere der vier flachgedeckten Gefängnisgeschosse, ebenso die Hochwächterstube auf dem Dachboden mit ihren vier Ausguckfenstern. Auch hier liegt das architektonische Gewicht auf dem Aussenbau. Durch betont sparsame, dafür kräftige Gliederungen erzielte Plepp das geschlossene Gesamtbild, das dem Charakter des Gebäudes als Gefängnisturm entspricht. Wuchtig tritt der Mauermantel in Erscheinung; auf durchgehende Vertikalen ist verzichtet; einzig Kranzgesims, Attika und Helm sind durch Konsolen, Pilaster und Ausgucktürmchen mit lebhafteren Akzenten ausgestattet; plastischen Schmuck trägt allein die Triumphbogenfront des äusseren Toreingangs, Beispiel eines steingerechten Rustika-Portals in feinfühlig durchgearbeiteten Spätrenaissanceformen. Mit glücklichem Gelingen überträgt der Architekt Elemente dieses Stils auf einen Baukörper, dessen Umriss und Schwere bereits deutlich zum Frühbarock hinüberleiten; wo, wie an der Ostfront gegen die Marktgasse fast nur die Verhältnisse sprechen, kommt die wortkarge Gedrungenheit der Gesamterscheinung im festgeschlossenen Verband des Gassenraums eindrucksvoll zur Geltung. Im dreistufigen Aufbau aus Torbogen, Turmschaft, Helm entspricht das Bauwerk durchaus dem Zeitglocken- und Christoffelturm; trotz neuer, vorwiegend ziviler Zweckbestimmung bleibt das mittelalterliche Stadttor Vorbild. Zwei Horizonte überschneiden sich: nach Zweck, Funktion und Wert gehört der Turm kaum mehr in den Verband der Wehrbauten; im Bautyp aber bezeugt dieses letzte wirkliche Stadttor Berns das Fortleben mittelalterlicher Grundformen wehrhaften Bauens bis ins mittlere 17. Jahrhundert hinein. Zitiert aus: Hofer Paul, Die Wehrbauten Berns. Burg Nydegg und Stadtbefestigung vom 12. bis zum 19. Jahrhundert, Bern, 1953. Schon damals als Denkmal gebaut Der Käfigturm in Bern wurde als architektonisches Monument an einem markanten Ort im Stadtgefüge erbaut. Die Nutzung war dabei sekundär. Der Käfigturm, durch Joseph Plepp (1595 bis 1642), den obrigkeitlichen Werkmeister, in den Jahren 1638 bis 1643 gebaut, war bis 1897 Gefängnis, dann Archiv und versah verschiedene weitere Nutzungen. Heute steht er leer. Hauptproblem für eine neue Nutzung ist die enge Zugangssituation, die in dieser Form seit 1902/1903 besteht. Haus oder Turm? Der erste Käfigturm, als Torturm 1246 erbaut, war im frühen 17. Jahrhundert baufällig. Eine vierköpfige Baukommission bereitete deshalb das Geschäft des Gefängnisneubaus vor und holte Projekt und Kostenvoranschlag ein, um es dem Grossen Rat zu unterbreiten. Joseph Plepp, bernischer Architekt, Maler und Kartenverfasser, hatte zwei Alternativprojekte ausgearbeitet, einen gemauerten und verputzten Turm und ein Haus mit Sandsteinfassaden und Satteldach. Weshalb gab man überhaupt ein Turmprojekt in Auftrag? Der Käfigturm lag ja im Innern der damaligen Stadt, seit diese 1345 zum zweiten Mal nach Westen erweitert und der Christoffelturm als neues Stadttor erbaut worden war. Der Tordurchgang des Käfigturms verband noch Spital- und Marktgasse. Aber er musste nachts und in Kriegszeiten nicht mehr verschlossen werden und hatte keine Wehraufgaben mehr. Deshalb wurde im Ratsprotokoll vom 2. September 1639 die Frage aufgeworfen: «ob diß Fortifikation Werck nochmalen nützlich, notwendig und dienstlich (sei), oder aber dem vermeinen nach vergebenlich, und deß vielen Costens und der Untertanen großer beschwerdt wegen zeunderlaßen seye.» Zwei Meinungen teilten den Rat: Die eine lautete, der Turm bringe nichts ausser Kosten, und man könne die Bürger und Landleute nicht zusätzlich mit Fronarbeit und Freifuhren strapazieren, und die andere hielt daran fest, dass an dieser Stelle ein Wehrturm von Nutzen sei. Strategische Argumente Zur Entscheidungsfindung bestellte man ein Gutachten von Wolf Friedrich Löscher, einem Geschützgiesser und Fortifikationsingenieur. Dieser befand, beide Projekte seien gut. Dann liess er sich darüber aus, dass ein Turm mit Hochwacht der weiten Übersicht, welche diese gewähre, stets nützlich sei, in Friedens- und Kriegszeiten und vor allem bei Katastrophen wie zum Beispiel bei Feuersbrünsten. Die vom Rat geforderte Begutachtung des militärischen Nutzens kam erst an zweiter Stelle und fiel umständlich und bemüht aus: «. . . wan ich I. G. militärisch was diesen Thurn antwortten solle, so kan I. G. ich gar gering erweisen daß es dieser Statt sehr nützlich, ein guoten vesten Thurn uff diesen Plaz zuordnen, sintemalen wohl zu bedenken, im Fall ein Feind welches Gott (. . .) verhüten (möge), durch einen Anschlag in diese Statt komme, wie große Gegenwehr aus solchen, und dergleichen anderen Türnen zuthun, sintemalen . . .» und so weiter und so weiter. Der Fortifikationsingenieur sprach sich für den Turm aus. Dazu bemühte er strategische Argumente, was sich in der Zeit des Dreissigjährigen Krieges gut anbringen liess (siehe Kasten). Aber eigentlich ging es um etwas anderes. Man muss zwischen den Zeilen der Gutachten lesen, um zur tatsächlichen Motivation des Projektverfassers und seines wohlwollenden Gutachters vorzustossen, der vermutlich auch die Meinung der Baukommission vertrat. Zwischen den Zeilen Der Turm dürfte, ist in einem Manual des Kriegsrates festgehalten, «der Stadt nit eine geringe Zier» bringen, dies als Gegenargument für eine Standortverlegung des Gefängnisses ins Marzili, die ebenfalls diskutiert wurde. Das führt auf die richtige Spur: Es ging bei den Diskussionen letztlich um Gestaltungsfragen und um städtebauliche Konzepte. Anstelle des alten Käfigturms plante der Architekt einen neuen Turm. Wenn man die städtebauliche Struktur Berns mit den beiden alten und dem damaligen aktuellen Westabschluss betrachtet, je mit einem Torturm an der Hauptachse, so muss man ihm recht geben. An diese markante Stelle gehörte ein Turm, das war das «Strickmuster» dieser Stadt, das der sensible Entwerfer nicht durchbrechen wollte. Die alten Tortürme behielten ja, trotz veränderter Aufgabe, eine besondere Bedeutung, der Zeitglocken mit der astronomischen Uhr in besonderem Masse. Derartige kostbare Uhrwerke gehörten damals zu den bewunderten Sehenswürdigkeiten, mit denen sich stolze Stadtgemeinden von Strassburg bis Stralsund gegenseitig zu übertreffen versuchten. Qualität hat ihren Preis Nach seinen eigenen Präferenzen befragt, sagte Plepp aus, er ziehe den Turm vor, weil er billiger und nützlicher sei. Er liess sich in der Diskussion nicht auf die Äste hinaus. Er überzeugte hingegen mit seinen Plänen und mit dem Modell, das er machen musste, damit die Räte, des Planlesens zumeist unkundig, sich ein Bild vom Projekt machen konnten. Es tat seine Wirkung. Die Räte beschlossen den Turmbau. Hauptargument für den kostspieligen Turm aber war, laut den Quellen, der angebliche fortifikatorische Nutzen. Städtebau und architektonische Qualität gewichteten schon damals wenig als Argumente, wenn es um grosse Ausgaben ging. Der Kostenvoranschlag für den Käfigturmbau war ansehnlich und die Zeit ungünstig für grosse Ausgaben: Das teuerste Bauvorhaben, das Bern im 17. Jahrhundert anpackte, war noch im Gange. Der barocke Wehrgürtel, die Grosse und die Kleine Schanze standen vor der Vollendung, die Staatskasse war strapaziert und die Bevölkerung des Bauens überdrüssig. Dennoch wollte die öffentliche Bauherrschaft investieren in einen prächtigen, einen anspruchsvollen Staatsbau, man liess sich nicht lumpen, aber das sagte man nicht. Das steht zwischen den Zeilen der Architvalien geschrieben. Materialfragen Im Jahre 1641, als die Materialfuhren schon im Gange und die Fundamente zum neuen Käfigturm gegraben waren, entschied der Grosse Rat auf Antrag der Baukommission, «dz der thurn unden und oben auch nebentseits soweit derselb für die hüser uffgan wirt, von mehrerer anständigkeit und wärschaft wegen mit gantzen quaderstucken uff geführt werden solle». Jetzt, als das Turmprojekt unter Dach war, sprach man offener von Gestaltungsfragen, aber immer noch gut getarnt. Man sprach von «wärschaft», also Dauerhaftigkeit, und «anständigkeit», was soviel wie Angemessenheit bedeutet. Es ist auch gut verständlich, dass die Baukommission beim konkreten Vorstoss für Quaderfassaden mit mehr Verständnis rechnen konnte als bei abstrakten städtebaulichen Fragen. Das ist heute nicht anders. Dass es dabei nicht nur um die Dauerhaftigkeit des Fassadenmaterials ging, sondern ebensosehr um eine Prestigefrage, mag folgende Massnahme erhellen. Der weiche Sandstein wurde schon damals imprägniert, um ihn vor der unvermeidlichen Abwitterung zu schützen. In der Rechnung des Säckelmeisters der Periode 1642/1643 ist dazu folgendes festgehalten: «Niclaus Löüwenberger von Burgdorf ist zu dryen underschidlichen malen umb 96 mass lynöl, (. . .) den nüwen thurn gegen wetter anzeölen und verbrucht wirtt 115 lb 43ß.» Und weiter notierte der Seckelmeister: «So bezalte ich wyter umb 34 mas leynöl und 12 lb unschlitt, so zu dünchung dess nüwen thurns verbrucht worden 45 lb 7ß.» Ein Prestigeobjekt Ausgangspunkt zum Entwurf des Käfigturms war die Gestalt eines wehrhaften mittelalterlichen Torturms, ähnlich dem Vorgängerbau. Darauf setzte Plepp eine barocke geschweifte Glockenhaube. Der spitzbehelmte Aufsatz und die Dachgauben gehören zum spätmittelalterlichen Formeninventar. Die Ostseite des Turmes zeigt den herkömmlichen Typus besonders gut. Die Westseite, das ist die Ankunftsseite, ist im Torbereich und am Dachrand sorgfältig mit klassischen Gliederungsformen instrumentiert. Ein Rustika-Quadermauerwerk mit raffiniertem Fugenbild prägt den Turmfuss mit Torbogen. Die Elemente der davor geblendeten klassischen Torarchitektur sind doppelte quergebänderte Lisenen auf Podesten, ein differenziert gestuftes Gebälk mit Aufsatzpodesten. Gut dokumentiert Das war zu jener Zeit in Bern eine hochaktuelle Formulierung. Sie entsprach den Beispielen vornehmer oder auch wehrhafter Portale, welche verschiedene Illustrationen von zeitgenössischen Architekturlehrbüchern anboten. Plepp hat die Bücher gekannt und benutzt. Er besass selber eine ansehnliche Fachbibliothek, das heisst auf damalige Verhältnisse übertragen ein gutes Dutzend Architekturtraktate. Die Stadt- und Universitätsbibliothek Bern hat mehrere erhalten gebliebene Lehrbücher mit Randbemerkungen von Joseph Plepps Hand. Um die elegante Torarchitektur dürfte es letztlich auch gegangen sein, als der Entscheid fiel, den Turm in Hausteinen aufzuführen. Die Baukrediterhöhung war Voraussetzung dazu, dass der Werkmeister den anspruchsvollen Fassadenentwurf, woran die Räte offenbar Gefallen gefunden hatten, ausführen konnte. Der Fassadenplan lag beim Entscheid vor, das verraten die erhaltenen Akten. Monumentalbau Die Gefängnisnutzung wird in den bekannten Quellen nicht diskutiert. Sie begründet und rechtfertigt ja die anspruchsvolle Baugestalt, das teure Hausteinmauerwerk und die avantgardistische Torformulierung in keiner Weise. Der Käfigturm wurde im Gegenteil von allem Anfang an als Monumentalbau konzipiert. Diese seine wichtigste Aufgabe erfüllt er bis heute. Literatur Paul Hofer, Die Kunstdenkmäler des Kantons Bern I, Die Stadt Bern: Stadtbild, Wehrbauten, Stadttore . . ., Basel: Birkhäuser 1952, S. 129. Johanna Strübin Rindisbacher, Zwischen Perspektive und Mörtelrezept, Zum Bildungshintergrund von Joseph Plepp (1595 bis 1642, dem bernischen Werkmeister, Maler und Kartenverfasser, in: Im Schatten des Goldenen Zeitalters, Künstler und Auftraggeber im bernischen 17.Jahrhundert, Ausstellungskatalog Kunstmuseum Bern 1995, Bd. 2, S. 141-164. Kriegszeit Der Dreissigjährige Krieg tobte zwischen 1618 und 1648 im ganzen westeuropäischen Festland nördlich der Alpen und war ein Konfessionskrieg zwischen katholischen und protestantischen Ländern. Der eidgenössische Staatenbund wurde nicht direkt tangiert, aber auch die Stände rüsteten auf, nicht nur gegen die kriegführenden Heere, sondern auch gegen die eidgenössischen Orte der jeweils anderen Konfession. Ein tiefer Graben zog sich durch die Eidgenossenschaft. Die reformierten Stadtkantone Basel, Bern und Zürich und katholische Städte wie Freiburg und Solothurn errichteten barocke Schanzen, das sind erdhinterfüllte Festungswerke, die auch der Artillerie, also den schweren Geschützen, standhielten. Dieses kriegerische Szenario ist der Hintergrund dafür, dass die vorgeschobenen Fortifikationsargumente beim Käfigturmbau, der während der Kriegszeit errichtet wurde (1638 bis 1643), überhaupt Sinn machen. www.ebund.ch Johanna Strübin Rindisbacher ![]() |