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februar 2006
Kunst-Coup mitten im Karneval-Chaos
Räuber holen Millionen-Beute im Museum in Rio / Werke von Picasso, Matisse, Dalí und Monet.
Louvre «vermietet» Meisterwerke
Der Louvre in Paris hat eine neue Einnahmequelle entdeckt.
«Schweiz ist geil»
Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Doch mache man sich bitte keine allzu grossen Illusionen hinsichtlich der Freiwilligkeit dieses ersten Schritts. Denn lange vor dem Aufbruch haben uns die geheimen Verführer in den Werbeagenturen schon eingeflüstert, wohin die Reise diesmal gehen soll.
Der Untergang männlicher Mythen
Schwarz, breit, stark? Der «Mythos Mann» ist seit Jahren auf dem Prüfstand. Mann benutzt Parfum und kleidet sich schick. Die letzten Hetero-Dömänen kennt man fast nur noch aus Film und Sport. Die Fassade bekommt Risse: «Gay Games» konkurrieren Olympia, und Hollywood bejubelt den schwulen Western «Brokeback Mountain».
Der Askarija-Schrein und seine Geschichte
Als die Kuppel der Moschee, die zu den grössten der Welt zählt, 1905 fertig gestellt wurde, war sie mit 72'000 goldenen Platten verkleidet. Der Anschlag auf die Moschee war mithin eine kunsthistorische Schändung, aber - und das wiegt wahrscheinlich noch viel schwerer - auch die Schändung eines der wichtigsten Heiligtümer der Schiiten. In den vergangenen Monaten wurden vielfach Moscheen der Schiiten attackiert, jedoch nie eine so wichtige. In einer Zeit, da die Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten ohnehin sehr gross sind, könnte das nicht nur zu Racheaktionen führen, sondern zu einem offenen Bürgerkrieg.
Love Parade feiert im Sommer ihr Comeback
Sechs Tage nach Abpfiff der Fussball-WM / Veranstalter erwarten rund eine Million Besucher.
Der islamische Fundamentalismus: neue Form der Utopie?
Aus Marokko kommen besonders viele radikale Islamisten, als Ursache wird normalerweise die grosse Armut verantwortlich gemacht.
Amerikaner in «Tal der Wölfe» als Finsterlinge
Rassistisch und antiwestlich sei der Film «Tal der Wölfe», meinen Politiker in Deutschland und fordern Konsequenzen. Doch ob die türkische Produktion abgesetzt wird, ist noch nicht entschieden.
Karikaturist bedauert nichts
Seine Arbeit sei auch ein «Protest dagegen, dass wir bei der Meinungs- und Pressefreiheit vielleicht eine Doppelmoral haben werden».
Bundesrat Deiss kritisiert degressive Steuersystem Joseph Deiss nutzte die Muba-Eröffnung für eine Grundsatzrede zu den anstehenden Steuerreformen in der Schweiz
«Vertrauensbank der SS» - Dresdner Bank im «3. Reich» Die Dresdner Bank war einer neuen Studie zufolge an der Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden wesentlich stärker beteiligt, als bisher zugegeben.
Scheibenwischer - Witz und Leitkultur Der Karikaturenstreit hat das Kabarett erreicht.
UNICEF fordert schnellere Hilfe in Afrika
Das Kinderhilfswerk UNICEF hat die internationale Gemeinschaft zu schnellerer Hilfe für hungernde Kinder in Afrika aufgefordert. Allein am Horn von Afrika seien 1,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren von Dürre und Nahrungsmangel bedroht.
Paradies auf Abruf
Palmöl oder Tropenholz? Regierungsprojekt gefährdet Indonesiens letztes grosses Urwaldgebiet auf Borneo.
Neue Feudalsysteme
Jean Zieglers unermüdlicher Kampf: Der UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung prangert das «Imperium der Schande» an.
Hunger nach Kunst
In Wien geben bereits rund dreissig Kunstinstitutionen kostenlos Tickets an ca. 15'000 Menschen ab, die sich das sonst nicht leisten können, an Arbeitslose, Mindestrentner oder Bezieher von Notstandsgeld, an all jene also, die am Existenzminimum leben müssen. Gibt es solche Aktionen auch in Bern und Umgebung? Bitte schreibt uns - wir werden es veröffentlichen.
Kunst im Bauch
Die Hälfte unseres Essens ist aromatisiert. Das betrügt nicht nur die Zunge – es macht auch dick.
Muslime demonstrieren in Bern
Eine muslimische Gemeinschaft aus Biel hat zu einer zweistündigen Platzdemonstration auf dem Bundesplatz aufgerufen und erwartet zwischen 1'000 und 2'000 Teilnehmer.
Abendland unter
Nach den Karikaturen kamen die Bücklinge, im Zusammenprall mit dem Islam werden zentrale Werte der Aufklärung geopfert. Wie schwach ist Europa eigentlich? Überalterung, Kindermangel und fehlendes Selbstbewusstsein – der alte Kontinent zeigt alle Symptome einer untergehenden Kultur.
Guantánamo - Häftlinge ohne Anklage
In Guantánamo sitzen rund 500 Häftlinge ein, die grosse Mehrheit wird seit Jahren ohne formelle Anklage festgehalten. Menschenrechtler haben wiederholt die Schliessung des Lagers gefordert.
Harald Schmidt: «Man braucht die nötige Portion Feigheit»
Harald Schmidt, 48, über den Karikaturenstreit, den versprochenen, aber ausgebliebenen Rechtsruck, die Grünen ohne Joschka Fischer und Führers Geburtstag, der ihn vor der Bundeswehr bewahrt hat.
Täglich mehr als 8000 Mädchen beschnitten
In der Regel wird die Prozedur unter primitiven Bedingungen vorgenommen. Der Eingriff verursacht starke Schmerzen, Schockzustände und starke Blutungen. Immer wieder sterben Mädchen an den Folgen. Häufig kommt es zu Infektionen und chronischen Entzündungen. Viele beschnittene Frauen leiden ihr Leben lang an Depressionen und Angstzuständen.
Pressestimmen: «Vergiftung aus dem Westen»
Mit dem Karikaturenstreiten befassen sich zahlreiche Sonntagszeitungen in Europa. Die Kommentatoren verweisen auf tiefer liegende Ursachen des Konflikts, die offen angesprochen werden müssten.
Wer bestimmt, wieviel ein Gemälde wert ist?
Die Kunsthistorikerin beschreibt, wie das Wechselspiel zwischen Künstlern, Galeristen, Sammlern und Auktionatoren die Preise für Bilder in die Höhe treibt und Trends in der Szene verstärkt.
Regimekritik unter Fussballfans
Tod oder Exil? Das sind die Alternativen eines Fussballfans auf einer der Theaterbühnen in Teheran. Kritische Gesten gibt es viele, aber auch positive Stimmen zur Politik von Präsident Ahmadinedschad. Eindrücke vom Teheraner Fadjr-Festival.
Saufen mit Bush
Sollte Bush das Wort «education» (Bildung, Erziehung) benutzen, gab's ein Gläschen, sollte er das Wort aber falsch aussprechen (was häufig genug vorkommt), lautete der Spielbefehl auf zwei Gläser.
Blow Job für Bush
«Da wurde gefragt, ob sich nicht endlich jemand opfern und Präsident Bush einen guten Blow-Job verpassen würde, damit man endlich ein Amtsenthebungs-Verfahren gegen ihn einleiten könne?»
Wenn Meinungsfreiheit zu teuer wird
Dänemark entschuldigt sich für seine Mohammed-Karikaturen. Auch in der Schweiz möchten gewisse Kreise einen Gottesstaat einführen der so ziemlich alles verbieten (im Bundeshaus gibt es seit einigen Jahren akkreditierte Beter, sog. Berater in göttlichen Dingen). Schon die Einführung der Strassenbeleuchtung vor 150 Jahren war für diese Kreise zuviel - sie sahen im künstlichen Licht einen Eingriff in die göttliche Ordnung..
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