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Von der Antike bis zur heutigen Zeit spielte Italien eine zentrale Rolle in der weltweiten Kunst und Kultur. Die Italiener haben in den Bereichen der Skulptur, Architektur, Malerei, Literatur und der Musik von der ganzen Welt bewunderte Meisterwerke hervorgebracht. Keine andere Nation hat die europäische Musik in dem Mass geprägt wie die Italiener. Vor allem Opern spielen dabei eine bedeutende Rolle. Sie nahmen ihren Anfang im Italien des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts. Schnell entwickelte sich diese Form des künstlerischen Ausdrucks zu einem Volksvergnügen. Die Ensembles wurden auf ihren Tourneen durch zahlreiche europäische Länder umjubelt.
Obwohl der Einheitsstaat Italien noch nicht einmal 150 Jahre alt ist, betrachten sich die Italiener selbst nicht als ein junges Volk, sondern als die Nachfahren der alten Römer. Darüber hinaus bleiben die regionalen Unterschiede aufgrund der natürlichen geographischen Grenzen und des ungleichen kulturellen Erbes, das in den Kulturen der Griechen, Etrusker, Araber, Normannen und Langobarden wurzelt, weiterhin bestehen. Die Vielfalt spiegelt sich in den unterschiedlichen Dialekten, Feiertagen, Festen, Liedern und in der regionalen Küche wider. Italiens Küche zählt kulturell mit zum wichtigsten Erbe des Landes. Essen ist eine nationale Leidenschaft, und in ihr kommt zum Ausdruck, wie sehr die Italiener das gute Leben lieben und geniessen. Die Italiener verfügen über die beneidenswerte Fähigkeit, jedes gemeinsame Essen zu einem vergnügten Ereignis werden lassen. Essen ist gleichsam ein Fest, und Geselligkeit bei Tisch stärkt eine Tradition, die aus einer langen und ereignisreichen Geschichte hervorgegangen ist. Unsere Seiten möchten die kulturellen Verknüpfungen dieser Traditionen aufzeichnen und versuchen, wenn immer möglich, etwas von der sprichwörtlichen Lebensfreude der Italiener zu vermitteln. Die Seiten werden laufend aktualisiert. Italien - Geschichte und Kultur Klima und Vegetation / Wirtschaft / Verkehr / Germanenreiche, Kirchenstaat und Byzanz / Reichsitalien und Normannenstaat / Renaissance / Herrschaft der europäischen Grossmächte / Risorgimento und Einigung / Der Nationalstaat / Das faschistische Italien / Italien nach 1945 / Politik und Verfassung / Architektur / Plastik / Malerei / Literatur / Musik weiter... Italien - Weltkulturerbe UNESCO Liste der Kulturdenkmäler und Naturdenkmäler. Die von der UNESCO geführte Liste des Welterbes umfasst insgesamt 890 Denkmäler in 148 Ländern. Davon sind 689 Kulturdenkmäler und 176 Naturdenkmäler, weitere 25 Denkmäler gehören sowohl dem Kultur- als auch dem Naturerbe an. (Stand 2009). weiter... Italien - Kultur in den Regionen Von der Antike bis zur heutigen Zeit spielte Italien eine zentrale Rolle in der weltweiten Kunst und Kultur. Die Italiener haben in den Bereichen der Skulptur, Architektur, Malerei, Literatur und der Musik von der ganzen Welt bewunderte Meisterwerke hervorgebracht. weiter... Weinbaugeschichte, Regionen, Weine und Rebsorten Der Ursprung der italienischen Weinkultur liegt in der griechischen Kolonisation, mit der - beginnend auf der Insel Sizilien und den heutigen Regionen Kampanien und Kalabrien - griechische Weinbaukultur auf die Halbinsel gebracht wurde. Aber es wurde auch schon vorher Wein angebaut, dieser geht zumindest auf 1.500 Jahre vor der Zeitenwende zurück. Die Griechen brachten viele Rebsorten nach Italien und gaben dem für Weinbau geradezu idealen Land den Namen Oinotria. weiter... La Grappa - Definition, Herstellung, Lagerung und Konsum Die Grappa ist ein Tresterbrand und gehört demnach zur Gruppe der Getränke, die durch Destillation einer alkoholhaltigen Substanz gewonnen werden und sich durch einen hohen Alkoholgehalt (mindestens 37,5% äthylalkohol) und einen sehr niedrigen Zuckergehalt (2 %) auszeichnen. Und er ist ausschliesslich italienischer Herkunft: dieses historisch verbriefte Recht ist von der EG definitiv anerkannt und in der neuen Verordnung über Spirituosen festgeschrieben worden. weiter... Traditionen - Geschichte der Kochkunst in den Regionen Abruzzen / Aostatal / Apulien / Basilikata / Kalabrien / Kampanien / Emilia Romagna / Friaul / Latium / Ligurien / Lombardei / Marken / Molise / Piemont / Sardinien / Sizilien / Toskana / Trentino / Umbrien / Venetien weiter... Käse aus Italien Käse gehört zu den ältesten Delikatessen der Menschheit. Käsekultur gibt es in allen Ländern, in denen es Milch gibt, sei es von Rindern, Büffeln, Schafen oder Ziegen. Aber neben Käse pur bieten die Käsespeisekarten von der Normandie über Vorarlberg bis in die Emilia-Romagna auch Delikatessen aller Art: Vor-, Haupt- und Nachspeisen. weiter... Kochrezepte aus den verschiedenen Regionen Italien verfügt über Tausende verschiedener Speisen, Hunderte von gastronomischen Spezialitäten, eine Unmenge von wohlschmeckenden typischen Produkten, die auf einem modernen und fortschrittlichen Agrar- und Industriesystem beruht, das darauf bedacht ist, die traditionellen Eigenschaften und Nährwerte der Nahrungsmittel aufrechtzuerhalten. weiter... Essenslust auf italienisch Frisch und einfach - das ist italienische Küche. Komplizierte Mehlsaucen, kunstvolle Maskeraden sind ihr fremd. Der unverfälschte Geschmack frischer einheimischer Produkte wird durch einen Hauch des passenden Gewürzkrautes betont: bescheidenste Gerichte werden zum Meisterwerk. weiter... Die italienische Kochkunst In Europa entwickelte sich auf der italienischen Halbinsel die erste wirkliche Kochkunst. Ihre Begründer, die alten Römer, holten sich einen Teil ihrer kulinarischen Einfälle aus Kleinasien und Griechenland. Gleichzeitig machten sie eine Fülle der im eigenen Land wachsenden Zutaten und Vorräte zunutze. Dank dieser Zusammenwirkung fiel Italien die Rolle zu, Frankreich und allen anderen abendländischen Kulturen das Wesen einer guten Küche und guten Essens zu vermitteln. weiter... Geschichte der italienischen Küche Für unsere Vorfahren, die Römer, bedeutete das Festmahl in der Phase des Niedergangs ihrer Macht, die in Europa mit dem Fall des Weströmischen Reiches (476 n. Chr.) enden wird, einen ausgedehnten Moment der Entspannung. Zu Kitharaklängen und Flötenmelodien knabberten die Repräsentanten der sich selbst zerstörenden Macht komplizierte, mit teuren Gewürzen bedeckte Speisen - Flamingozungen, Leber von Tieren und seltene Vögel - während sich das Volk und die Sklaven mit den Resten begnügen oder sich hauptsächlich von Gemüse und Kräutern ernähren mussten. weiter... Kulinarisches Italien Italiens Küche zählt kulturell mit zum wichtigsten Erbe des Landes. Wie schon viele Leute festgestellt haben, beherrschen nicht alle Italiener die Kunst des Kochens, aber es gibt wenige, die nichts von gutem Essen verstehen. Essen ist eine nationale Leidenschaft, und in ihr kommt zum Ausdruck, wie sehr die Italiener das gute Leben lieben und geniessen. Die Italiener verfügen über die beneidenswerte Fähigkeit, jedes gemeinsame Essen zu einem vergnügten Ereignis werden lassen. Essen ist gleichsam ein Fest, und Geselligkeit bei Tisch stärkt eine Tradition, die aus einer langen und ereignisreichen Geschichte hervorgegangen ist. weiter... Urlaubsweine in Italien In Italien ist es nie weit zur Küste - es ist auch nie weit zum Wein. Fast alle Weine Italiens sind mithin Urlaubsweine. Norditalien Wandern und Baden in den oberitalienischen Seen sind die Renner. Dazu fliesst Wein in Strömen - die norditalienischen Anbaugebiete sind fast alle eher berüchtigt als berühmt für ihre hohen Erträge. Valpollicella, Bardolino, Kalterer See, Soave oder der allgegenwärtige Pinot Grigio: meistens sind das eher durchschnittliche Qualitäten. Probieren Sie statt eines Allerwelts-Valpollicella einen Amarone (aus Trauben, die monatelang nach der Ernte getrocknet wurden - die süsse Version heisst Recioto) oder einen Ripasso, bei dem fertiger Wein noch einmal mit den Schalen eines Amarone nachvergoren wird. Oder suchen Sie sich statt des Kalterer See aus der Sorte Vernatsch (das ist übrigens nichts anderes als der italienische Name des Trollingers) einen Lagrein dunkel. Die Adria Die Adria ist der ideale Teutonen-Grill. Dort perlt der Lambrusco. Meist ein klebriger, prickelnder, hellroter Tafelwein. Es gibt aber auch interessante Qualitätsvarianten. Suchen Sie nach Lambrusco Reggiano, der durch die Rebsorte Ancellotta dunkler und kräftiger ausfällt. Der Lambrusco Grasparossa di Catelvetro ist schon immer süsslich gewesen, er hat aber zum Ausgleich kräftige Gerbstoffe. Und der Lambrusco Sorbara ist hell, trocken, frisch und eher säurereich - also ganz anders als das, was wir aus den Pizzerien kennen. Rosso Conero und Rosso Piceno werden in der Provinz Marken bis heran an die Adria angebaut. Der Conero besteht weit überwiegend aus der Rebsorte Montepulciano, der Piceno aus Sangiovese. Ein einfacher und meist trinkbarer Roter ist der Montepulciano d’Abruzze. Ein interessanter Weisswein wird aus der Rebsorte Verdicchio gekeltert, z.B. als DOC Verdicchio dei Castello di Jesi mit einem zitronigen Aroma und einem Hauch Mandel. Die toskanische Küste Der Chianti ist der bekannteste Wein der Toskana. Aber zunehmend hat sich der Weinbau auch zur Küste hin ausgeweitet. Und zwar auf höchstem Niveau und mit internationalen Rebsorten. Es begann mit dem Sassicaia, hinzu kamen Tignanello, Solaia, Guado al Tasso.... Jetzt hat sich der Top-Weinbau noch weiter nach Süden - in die Maremma - vorgearbeitet. Packen Sie Geld ein - diese Weine kommen zwar als Tafelweine daher, aber sie sind richtig teuer! Rund um Rom Hier wachsen Weine mit klangvollen Namen wie Orvieto, Frascati oder EST!EST!EST de Montefiascone. Letzterer verdankt seinen seltsamen Namen einer Anekdote, die in vielen Varianten erzählt wird. Gemeinsam ist ihnen im Kern, dass ein hoher Herr seinen Quartiermacher vorschickte, die Tavernen mit den besten Weinen zu markieren- und zwar mit einem EST! (das ist es!). In Montefiascone war der Späher wohl so begeistert, dass er das Code-Wort gleich dreimal hinschrieb. Tatsächlich sind die Weissweine der Region aus dem ausdruckslosen Trebbiano und Malvasia gekeltert und bestenfalls nett trinkbar. Der Süden Italiens Er erwacht aus einer Art Dornröschen-Schlaf. Es ist altes Weinland, das schon einmal - zur Zeit der Griechen und Römer - grosse Qualitäten lieferte. Und es wird gerade wieder entdeckt: als Alternative zu den teuer gewordenen norditalienischen Weinen und auch als europäische Antwort auf die Übersee-Länder von Chile bis Australien. Zwar werden dort auch internationale Rebsorten angebaut, aber gepflegt werden auch die einheimischen und am Markt interessanten Sorten. Sie liefern mollige, weiche und volle Weine. Zwei Trends tun sich auf: Rebsortenweine aus den typischen Sorten und im Top-Segment auch Verschnitte von autochthonen mit Welt-Wein-Sorten. Die Regionen: Apulien: Die bekanntesten Weine sind wohl die von der Halbinsel Salento (Salice Salentino - vor allem aus Negroamaro) direkt vom Stiefelabsatz. Sizilien: mit 133.000 Hektar Rebfläche ist die Mittelmeer-Insel die grösste Weinbau-Region Italiens (grösser als die gesamte Weinbaufläche Deutschlands!). Auch hier gingen die Weine meist namenlos in Verschnitten unter. Einen gewissen Ruf haben vor allem die süssen Dessertweine, wie der Marsala, der Malvasia delle Lipari oder der Moscato di Pantalleria. Es lohnt sich aber auch nach neuen Spitzengewächsen wie etwa von Planeta zu suchen. Aber auch Rebsortenweine (Nero d’Avola) etwa von Zonin sind nette Urlaubsweine. Kalabrien Kalabrien ist die Stiefelsspitze. Nur ein Viertel so gross wie die Nachbarn, ähnlich heiss und mit der gleichen Geschichte. Bekanntester Wein: der Cirò (aus der roten Rebsorte Gaglioppo - Er soll nach der Legende auf den Cremissa aus der Antike zurückreichen, den man den Olympia-Siegern kredenzte). Zwischen Kalabrien und Apulien liegt die gebirgige Basilikata. Dort wächst der Aglianico del Vulture von dem der Gambero Rosso, Italiens bedeutenster Weinführer, gerade zu schwärmen begonnen hat. Sardinien Sardinien steuert schliesslich gehaltvolle Rotweine aus der französisch-spanischen Grenache/Garnacha bei. Sie heissen hier aber Cannonau. Auch der Carignano und der weisse Vermentino sind eigentlich spanische Sorten. Eine sardische Spezialität ist die duftige, rote Monica. www.swr.de
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