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Schützende und schattenspendende Arkaden in der Altstadt von Bologna und unendlich lange Reihen unzähliger bunter Sonnenschirme auf den sonnigen Stränden der Romagna. Eine moderne, dynamische, reiche, zugleich menschennahe Stadt und langgestreckte, von Touristen überfüllte Küsten, die ihren Gästen Sonne, Meer und Vergnügen bieten. Ist das die Emilia-Romagna?

Ja, aber noch vieles mehr, denn die Region verfügt über eine Unzahl historischer, künstlerischer und kultureller Schätze.In der Emilia-Romagna, eine der wohlhabendsten Regionen Italiens, befinden sich bedeutende Denkmäler und Meisterwerke der Kunst, alte und berühmte Universitäten, moderne Kultur- und Bildungsstätten. In der Hauptstadt Bologna, Sitz der ältesten italienischen Universität (aus dem 11. Jahrhundert), können heute noch herrliche Kunst- und Bauwerke bewundert werden.

Von grossem Interesse sind die beiden schiefen Türme Torre degli Asinelli und Torre della Garisenda, Piazza Maggiore mit den grossen, mittelalterlichen Gebäuden und der gotische Dom S. Petronio, in dem Karl V. im Jahre 1530 zum Kaiser gekrönt wurde.Nicht zu versäumen sind die byzantinischen Meisterwerke von Ravenna, das mittelalterliche Baptisterium von Benedetto Antelami in Parma, der Malatesta-Tempel von Rimini, die romanische Kirche S. Mercuriale in Forlì, das alte Rathaus von Piacenza, die Wallfahrtskirche Madonna della Ghiara aus dem 17. Jahrhundert in Reggio Emilia, die herrliche Galleria Estense in Modena, die gut erhaltene Altstadt von Ferrara. Zum Abschluss noch einen guten Appetit. Sie werden sich sicher fragen, was das wohl mit Kultur zu tun hat? Gehen Sie einfach in eines der Restaurants dieser Region und Sie werden es verstehen.



  • Die Ursprünge
  • Historische Stätten
  • Handwerk
  • Bibliotheken und Archive
  • Feste, Konzerte, Festivals
  • Theater
  • Geschichte, Kunst, Kultur im Überblick
  • Rossini und der Spargel (mit 2 Rezepten)
  • Die Küche - Usprung und Traditionen
  • Käse aus der Emilia-Romagna
  • Weine aus der Emilia-Romagna
  • Karte
  • Links



    Die Ursprünge

    Phaeton entwendete seinem Vater, dem Sonnengott Helios, den Sonnenwagen. Kaum aber hatte er sich jedoch in die Lüfte erhoben, verirrte er sich, geblendet durch das Licht und stürzte zur Erde. Er fiel mitten hinein in die Po-Ebene, und zwar ins Po-Delta. Dort, wo die Nymphen, seine Schwestern, ihn mitleidsvoll beweinten und ihm ein Gedicht widmeten, das in einen Stein (saxum) gehauen war. In Wahrheit war es Zeus, der Phaeton mit dem Blitz traf, um zu verhindern, dass dieser mitsamt seinem Wagen auf die Erde stürzte, dort zerschellte und so das Ende der Welt heraufbeschwörte. Vom Mythos der Geschichte zur Emilia-Romagna. Von den Begebenheiten der Götter, erzählt von Ovid in den Metamorphosen bis zur Geburt der Regio VIII, so getauft durch Augustus bei dem Versuch, das antike Italien in regiones aufzuteilen, da ein gemeinsamer Name für Adria, Apennin und Po fehlte; den drei Grenzlinien, die von Plinius dem Älteren in der Mitte des 1. Jahrhunderts nach Chr. aufgezeigt worden waren (octava regio determinatur Arimino, Pado, Apennino).

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    Historische Stätten

    Städte der Römer, Städte am Wasser, Städte als Festungen. Im Flachland, am Po, am Meer und am Fusse des Apennins. Jeder Platz, jedes Bauwerk und jedes historische Zentrum der Emilia-Romagna besitzt seine Vergangenheit. Aber nicht nur das. Die Region Emilia-Romagna, ein Vorbild in puncto Staatsbürgersinn, meint der Politologe Robert Putnam, ist weit davon entfernt, eine traditionelle Gesellschaft nach klassischem Muster zu sein, eine Gemeinschaft, die durch die Erinnerungen der Alten idealisiert wird. Im Gegenteil; sie lebt die Gegenwart als eine der modernsten, reichsten, lebendigsten und technolo- gisch fortgeschrittensten Gesellschaften der Welt. Bologna ist ihr Zentrum; aber auch die anderen Gemeinden der Emilia und der Romagna haben ihr Gewicht; das kaiserliche Ravenna, die ruhelosen Signorien der Romagna, Faenza - Klein-Athen inmitten entfesselter Ortschaften, das Ferrara der Familie Estense, Zentrum der Diplomatie und der Kultur, Bologna (Alma Mater Studiorum) mit seiner 900 Jahre alten Universität, die Herzogtümer von Modena und Reggio, der Hof der Farnese und der Bourbonen in Parma und Piacenza.

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    Handwerk

    Auch heute noch ist es wie zur Zeit der Caracci und der Marsili; die historischen Stätten der Emilia-Romagna werden geprägt durch das Mass der Handwerker. Auch in unserer modernen Zeit besitzen die antiken Handwerkskünste mehr als nur eine nebensächliche Bedeutung. Von den Fayencen bis zu den Böttchern der Balsamessig-Fässer in Modena. Jeder von Hand hergestellte Gegenstand führt zurück zu den durch den Menschen gestellten Aufgaben. Jede handwerkliche Tätigkeit - innig verbunden mit der Individualität des Handwerkers und dem sozialen Gebrauch des Objekts - wirft die Frage nach der Herkunft und der historischen Erinnerung auf. Werkstätten auf qualitativ hohem Niveau, kreativer Nachwuchs, traditionelles Kunsthandwerk sowie modernes, innovatives Handwerk sind ein wichtiger Bestandteil des sozialen Gewebes dieser Region.

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    Bibliotheken und Archive

    Die Region Emilia-Romagna besitzt unzählige Biblio-theken und Archive, in denen ein ständig wachsender Fundus wertvoller Kulturschätze aufbewahrt und zugänglich gemacht wird. Im Mittelalter wirkten in Bologna die Kopisten, die das Erstellen von Abschriften, den sogenannten pecie zur Aufgabe hatten. Die pecie waren die einzelnen Abschnitte der Werke grosser Meister, die für die Studenten, die von überallher nach Bologna strömten, vervielfältigt wurden.

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    Feste, Konzerte, Festivals

    Die Lebensfreude und die Vorliebe der Menschen dieser Region für die Musik und das Schauspiel lebt in historischen Rekonstruktionen und mittel-alterlichen Festspielen fort. Allerorten vernimmt man Jazz- und Bluesrhythmen und die Kreativität der Strassenmusikanten, die die uralten Rhythmen der keltischen Harfe und die afrikanische Schlagzeugmusik nach Ferrara bringen. Prominente Namen der Schauspielwelt und des Experimentaltheaters beleben die Tanz- und Theaterfestivals.

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    Theater

    Die Emilia-Romagna ist die Region der hundert Theater. Jede Stadt, selbst jede Kleinstadt besitzt ein historisches Theater und bringt dieses bei der Durchführung einer anspruchsvollen Theatersaison mit ein. Die Region der einhundert Bühnen bietet ihrem Publikum ein dichtes Netz an Veranstaltungsorten und Schauspiel-aufführungen vom traditionellen Sprech- bis hin zum Experimentaltheater, von der Komik bis zu grossen, internationalen Theaterereignissen.

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    Geschichte, Kunst, Kultur im Überblick

    900 v. Chr.
    Mit der Einwanderung von Indogermanen beginnt das eiserne Zeitalter in Italien. Diese Kultur wird nach dem bedeutendsten Fundort bei Bologna Villanova genannt.

    800 v. Chr.
    Aus ihrem Kernland dringen Etrusker bis zur Po-Ebene vor. Gründung der Städte Felsina, des späteren Bologna, und Marzabotto. Spina wird bedeutendes Handelszentrum und Hafenstadt.

    um 400–387 v. Chr.
    Keltisch-gallische Bojer wandern nach Oberitalien ein. Die Schweinezucht wird eingeführt, die prägend für Landwirtschaft und Küche der Emilia bleiben sollte. Niedergang des Etruskerreiches.

    ab 268 v. Chr.
    Die Römer dehnen ihren Machtbereich auf Oberitalien aus: Gründung von Ariminium (Rimini) 268 v. Chr., Placentia (Piacenza) 218 v. Chr. und Bononia (Bologna) 189 v. Chr.

    220 v. Chr.
    Die in Rom beginnende Via Flaminia wird bis Rimini ausgebaut.

    187 v. Chr.
    Konsul Marcus Aemilius Lepidus ordnet den Bau der nach ihm benannten Via Emilia an. Land und Städte werden nach einem Raster rechtwinklig sich schneidender Strassen angelegt.

    um 183 v. Chr.
    Gründung der Städte Forum Livii (Forlì), Mutina (Modena) und Parma.

    49 v. Chr.
    Caesar, Statthalter der Provinz Gallia Cisalpina, überschreitet den Rubikon und marschiert gegen Pompeius nach Rom.

    27 v. Chr.–14 n. Chr.
    Unter Kaiser Augustus erlebt die Region eine Epoche des Friedens und des kulturellen Aufschwungs. Die ehemalige Provinz Gallia Cisalpina wird in Aemilia umbenannt. Die Städte erstrahlen in marmornen Prunkbauten. Bau des Kriegshafens Portus Classis bei Ravenna zur Verteidigung der Adria und der Handelswege in den Nahen Osten.

    395
    Teilung des Römischen Reiches in Westrom mit der Hauptstadt Mailand und Ostrom mit der am Bosporus gelegenen Hauptstadt Konstantinopel.

    402
    Der weströmische Kaiser Honorius verlegt seinen Hof zum Schutz vor den einfallenden Goten von Mailand nach Ravenna. Als Kapitale des Weströmischen Reiches übernimmt die Stadt das Erbe Roms und wird mit dem umliegenden Gebiet zur Romania. Unter Kaiser Honorius und seiner Halbschwester Galla Placidia erlebt Ravenna seine erste grosse kulturelle Blüte. Die Kirchenbauten schmücken prachtvolle frühchristliche Mosaikzyklen.

    476
    Der Germanenführer Odoaker setzt den letzten weströmischen Kaiser Romulus Augustulus ab und errichtet die erste germanische Herrschaft in Italien.

    493
    Nach dem Sieg von Theoderich d. Gr. über Odoaker wird Ravenna Hauptstadt des Ostgotenreiches. Es entstehen prächtige Paläste und arianische Kirchen, die mit grossartigen Mosaiken ausgeschmückt werden.

    ab 527
    Nach dem Tod Theoderichs und langjährigen Kämpfen gegen seine Nachfolger gliedert Kaiser Justinian Ravenna in das Oströmische Reich ein. Ausbau der Stadt zur ebenbürtigen Dependance von Konstantinopel.

    568
    Langobarden marschieren in Oberitalien ein und erobern die später nach ihnen benannte Lombardei sowie weite Teile des Umlands. Parma wird Sitz des langobardischen Herzogtums.

    7. Jh.
    Der Übertritt des langobardischen Königshauses zum katholischen Glauben begünstigt die Gründung von Klöstern wie Bobbio, Pomposa und Nonantola.

    751
    Nach der Eroberung von Ravenna und der Vertreibung der Byzantiner bedrohen die Langobarden päpstliches Territorium. Der Papst ruft die Franken zu Hilfe.

    756
    Nach dem Sieg der Franken über die Langobarden überträgt der fränkische König Pippin das gesamte Exarchat dem Papst und erhält im Gegenzug den erblichen Titel eines kaiserlichen Patricius (Schutzherr von Rom). Die Pippinische Schenkung bildet die Grundlage für die Entstehung des Kirchenstaates um Rom und Ravenna. Die Nachfolger Pippins sind jedoch nicht bereit, die Oberherrschaft des Papstes in diesen Gebieten anzuerkennen.

    885
    Ein Dokument erwähnt erstmals das Kloster von San Marino und bestätigt seine Unabhängigkeit von der Kirche und den umliegenden Bistümern.

    962
    Mit der Kaiserkrönung Otto I. durch den Papst wird das Kaisertum mit dem fränkisch-deutschen Königtum verbunden. Durch eine geschickte Heiratspolitik wird Otto zum Herrn über Mittel- und Oberitalien. Faktisch aber herrschen lokale Potentaten und Erzbischöfe. Besonders einflussreich sind die Markgrafen von Canossa.

    um 990–1050
    Der Benediktinermönch Guido d’Arezzo entwickelt in Pomposa das Sechstonsystem, Grundlage der heutigen Notenschrift.

    1077
    Auf dem Höhepunkt des Investiturstreites begibt sich Salierkönig Heinrich IV. auf die Festung Canossa, um im Büssergewand von Papst Gregor VII. die Lösung vom Kirchenbann zu erbitten.

    1088
    In Bologna wird die erste Universität Europas gegründet.

    12. Jh.
    Blütezeit der Stadtrepubliken in Oberitalien, die sich im Bau stattlicher Kommunalpaläste niederschlägt. Gründung des Ersten Lombardischen Städtebundes gegen die kaiserlichen Rechtsansprüche Friedrichs I. Barbarossa. – Der romanische Stil verbreitet sich in der gesamten Emilia Romagna. Bau monumentaler Kathedralen. Erstmals treten individuelle Künstlerpersönlichkeiten aus dem Schatten anonymer Werkstätten wie der Baumeister Lanfranco und der Bildhauer Wiligelmus in Modena.

    Ende 12. Jh.
    Der Bildhauer und Baumeister Benedetto Antelami, Schöpfer der ersten italienischen Freifigur der Romanik, wirkt an den Domen von Parma und Fidenza.

    1249
    Sieg des Zweiten Lombardischen Städtebundes in der Schlacht von Fossalta bei Modena. Enzo, der Sohn von Kaiser Friedrich II., wird gefangen genommen.

    ab 1250
    Interne Parteienkämpfe verschiedener Familien und externe Machtansprüche führen zum Verlust der kommunalen Unabhängigkeit und zur Bildung von erblichen Signorien. In Ferrara, Modena und Reggio herrschen die Este, in Rimini die Malatesta, in Faenza die Manfredi, in Forlì die Ordelaffi und in Carpi die Pio.

    Anfang 14. Jh.
    In Rimini bildet sich eine Malerschule heraus, die in der Nachfolge Giottos steht. Sie zeichnet sich durch einen sehr erzählerischen und expressiven Stil aus.

    15. Jh.
    Der Hof der Este in Ferrara avanciert zu einem blühenden Zentrum der Kunst, Literatur und Musik. Es entwickelt sich die Malerschule von Ferrara mit ihrem ungewöhnlich expressiven und bisweilen bizarren Malstil. Unter Ercole I. wird die Stadt ab 1492 im Stil der Renaissance schachbrettartig erweitert.

    1475–1507
    Cesare Borgia, der Sohn von Papst Alexander V., versucht als Herzog der Romagna ein Königreich zu bilden. Sturz der Malatesta in Rimini und der Sforza in Forlì.

    ab 1494
    Oberitalien wird zum Hauptkriegsschauplatz im Konflikt zwischen Habsburg und Frankreich.

    1545
    Der Farnese-Papst Paul III. gründet das Herzogtum Parma-Piacenza und überträgt es seinem Sohn Pier Luigi Farnese.

    1559
    Im französisch-spanischen Frieden von Cateau-Cambrésis werden Bologna und die Romagna dem Kirchenstaat zugeschlagen, die Farnese erhalten Parma und Piacenza und die Este Ferrara, Modena, Reggio und Carpi. San Marino bleibt unabhängige Republik.

    Ende 16. Jh.
    Unter der Carracci-Familie wird Bologna neben Neapel und Genua zur führenden Malermetropole.

    1598
    Nach dem Tod von Alfonso II. Este geht Ferrara als heimgefallenes Lehen an den Kirchenstaat zurück. Ein Nebenzweig der Este herrscht weiterhin in Modena, Reggio und Carpi.

    1732
    Nach dem Aussterben der Farnese fällt das Herzogtum Parma-Piacenza zunächst an die spanischen Bourbonen, dann an Österreich.

    1791
    Giambattista Bodoni gründet in Parma eine Druckerei. Als Schrifttypen benutzt er die von ihm erfundenen und später nach ihm benannten Bodoni-Lettern.

    1796/97
    Napoleons Truppen fallen in Norditalien ein. In Reggio kommt es zur Gründung der Cispadanischen Republik, der zunächst die freien Städte Bologna, Ferrara, Modena und Reggio angehören. Erstmals wird die grün-weiss-rote Trikolore gehisst, die später die Fahne des geeinten Italien werden sollte. Kurze Zeit später schliesst sich auch die Romagna an.

    1815
    Der Wiener Kongress beschliesst die Wiederherstellung des Kirchenstaates. Das Herzogtum Parma-Piacenza fällt an Österreich.

    1843
    In Rimini eröffnet die erste Badeanstalt.

    1847
    Mit der Entdeckung der heilkräftigen Quellen von Salsomaggiore nimmt der Thermalbadtourismus seinen Anfang.

    1861
    Italien wird Königreich, Vittorio Emanuele II. von Piemont erster konstitutioneller Monarch.

    1870
    Rom wird Hauptstadt des vereinigten Italiens.

    1872
    Beginn der Trockenlegung der Sumpflandschaft um Ferrara.

    1877
    Pietro Barilla gründet in Parma die gleichnamige Nudelfabrik.

    1896
    In Imola stellen Sozialisten erstmals in Italien eine Stadtregierung.

    1901
    Der aus Roncole bei Busseto stammende Giuseppe Verdi (geb. 1813) stirbt in Mailand.

    1922
    Der in Predappio geborene Benito Mussolini übernimmt die Staatsgewalt in Italien.

    1929
    Enzo Ferrari gründet in Modena ein Automobilwerk.

    1940
    Eintritt Italiens in den Zweiten Weltkrieg.

    1943–45
    Partisanen leisten im Apennin erbitterten Widerstand gegen die deutschen Okkupationstruppen. Beim Kampf um die Linea Gotica werden zahlreiche Städte bombardiert. In Marzabotto begeht die SS Massaker an Zivilisten.

    1946
    Italien wird Republik.

    1947
    Die Region erhält offiziell den Namen Emilia Romagna.

    1948
    Giovanni Guareschi veröffentlicht den Roman Don Camillo e Peppone.

    1949
    Beginn des grossen Touristenbooms an der Adriaküste.

    1952
    Entdeckung der Erdgasvorkommen bei Ravenna.

    1964
    Der Maler Giorgio Morandi (geb. 1890) stirbt bei Bologna.

    1964/65
    Abschluss der Trockenlegungen der Valle di Mezzano bei Comacchio.

    1970
    Einteilung des italienischen Staates in 20 Regionen.

    1974
    Der Regisseur Federico Fellini setzt mit dem Film Amarcord seiner Heimatstadt Rimini ein Denkmal.

    2. 8. 1980
    Bei einem rechtsterroristischen Bombenanschlag auf dem Bahnhof von Bologna sterben 85 Personen.

    1989
    Die Algenpest an der Adriaküste führt zu einem zeitweiligen Einbruch des Badetourismus. Seit Ende der 80er-Jahre kontrolliert ein Forschungsschiff regelmässig die Wasserqualität.

    1995
    Schaffung der Provinz Rimini.

    1999
    Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg gewinnt ein nicht-sozialistischer Bürgermeisterkandidat die Kommunalwahlen in Bologna.

    2001
    Viva Verdi! – Zum hundertsten Todestag des Opernkomponisten überbieten sich die Theater der Region mit Aufführungen und Konzerten.



    Links

    Künster aus der Emilia - Luigi Ghirri
    Der frühverstorbene Luigi Ghirri (1943-1992) hat die italienische Fotografie wesentlich geprägt und weitergetrieben. Seine Aufnahmen zeigen die italienische Landschaft nicht mehr verklärt, idealisiert, nicht mehr romantisierend, sondern alltäglich, realistisch, veristisch. Sein Werk teilt sich, abgesehen von seinen Auftragsarbeiten, in zwei unterschiedliche Bereiche: Auf der einen Seite wird der Emilianer durch den Kontakt mit der Modeneser Kunstszene zum Konzeptionalisten, der die einfachsten Dinge des Alltags - Garagentore, Schaufenster, Plakatwände, Wartende, Liebende, ein Paar Schuhe, zwei Hüte - im neuen, überraschenden Licht sieht und festhält, der das Wesen des Sehens thematisiert und in vielen Kleinkonstruktionen untersucht; auf der anderen Seite ist er in seinen Interieurs, den Aufnahmen von Gärten, der Verschmelzung von Architektur und Landschaft ein Suchender nach Wesentlichem, nach einer Ontologie der Landschaft.
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    Italien - Weltkulturerbe UNESCO
    Liste der Kulturdenkmäler und Naturdenkmäler in Italien. Schätze der Welt - Erbe der Menschheit. Seit 30 Jahren stellt die UNESCO, die Kultur-Organisation der Vereinten Nationen, besondere Kulturgüter und Naturräume als so genanntes Welterbe unter ihren Schutz. Grundlage ist die 1972 beschlossene Konvention zum Schutz des Welterbes. Danach muss ein Kulturdenkmal hohe Anforderungen erfüllen, um einen der begehrten Plätze auf der Liste zu erhalten. Einzigartig und authentisch sollen die Kulturstätten sein, bei Naturräumen legt die UNESCO unter anderem Wert auf Integrität.
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    Skulptur David (Detail) in Florenz; von Michelanchelo (1475-1564)
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