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Biennale Venedig I Giardini, die öffentlichen Gärten am Ostrand Venedigs, wurden 1807 im Auftrag Napoleons angelegt. Die Venezianer nahmen das verordnete städtische Grün nur mit mässiger Begeisterung an. Als die Honoratioren der Lagunenstadt gegen Ende des 19. Jh. nach einem neuen Konzept für die Attraktivitätssteigerung der heimischen Kulturszene suchten, wurde die Biennale d’Arte als Begegnungsort der Avantgarde-Kunst ins Leben gerufen. Man verwandelte den alten Konzertsaal der Gärten mit Ambition, Gips und Stuck in den Palazzo dell’Esposizione . Im Beisein des italienischen Königspaares fand 1895 die feierliche Eröffnung der ersten Ausstellung statt. Seither ist die alle zwei Jahre zwischen Juni und Oktober stattfindende Biennale - wenn auch manchmal von Skandalen begleitet - ein Erfolg. www.wissen.de Biennale Venedig Seit 1895 findet in Venedig alle zwei Jahre eine Kunstbiennale statt, die heute zu den wichtigsten Grossanlässen der internationalen Gegenwartskunst zählt. Die Schweiz, die seit 1920 an diesem Anlass teilnimmt, unterhält in den Giardini einen eigenen Pavillon (erbaut 1951 von Bruno Giacometti). Dort werden auf Empfehlung der Eidgenössischen Kunstkommission jeweils bedeutende Positionen der Schweizer Gegenwartskunst präsentiert. Seit 1990 ist zudem die Kirche San Stae am Canale Grande Ausstellungsort für einen zweiten Schweizer Biennalebeitrag. Seit 1980 findet in den Giardini in den Zwischenjahren zur Kunstbiennale jeweils eine internationale Architekturbiennale statt. Auch an diesem Anlass beteiligt sich die Schweiz mit einem offiziellen Beitrag. Kunstbiennale Architekturbiennale Die 50. Kunst-Biennale von Venedig Die Kunst-Biennale von Venedig wurde 1893 aus der Taufe gehoben. Damals bemühte sich der venezianische Bürgermeister und Dichter Riccardo Selvatico gemeinsam mit Künstlern um die Verwirklichung einer internationalen Kunstschau im Zweijahresrhythmus. Zur zweiten Biennale 1895 entstand der erste Pavillon - der heute noch bestehende italienische -, den im ersten Jahr 200'000 Menschen besuchten. Die Biennale, bei der es mittlerweile auch Abteilungen für Musik, Tanz, Theater, Film und Architektur gibt, ist seit jeher Bühne für den jeweiligen Zeitgeist. Trotz der 110-jährigen Geschichte wird in diesem Jahr erst die 50. Ausgabe der Kunstschau gefeiert, da es in den beiden Weltkriegen mehrjährige Unterbrechungen gab. Die erste Ausstellung fand in einem einzigen Pavillon statt. Erst 1907 begann man in den Gartenanlagen Venedigs mit dem Bau von Länder-Pavillons, in denen bis heute verschiedene Nationen mit eigenen Künstlern vertreten sind. Bei der Jubiläums-Biennale werden mehr als 60 Länder dabei sein, mindestens 300 Künstler sind beteiligt. Der künstlerische Leiter Francesco Bonami hat die Schau unter das Motto Träume und Konflikte - Die Diktatur des Betrachters gestellt. Vom 15. Juni bis 2. November 2003 werden rund 250'000 Kunstfreunde erwartet. 300 Künstler aus mehr als 60 Nationen stellen aus. Schweizer Pavillon Das Bundesamt für Kultur (BAK) konzipiert in enger Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Kunstkommission (EKK) die offiziellen Beiträge zum Schweizer Kunstschaffen im Rahmen internationaler Ausstellungen. Für die Organisation, Realisierung und Finanzierung ist der Dienst Kunst verantwortlich. Regelmässig wird z.B. ein offizieller Beitrag anlässlich der Biennale in Venedig, der Biennale in São Paulo, der Biennale in Sydney, der Biennale in Kairo etc. durchgeführt. Anlässlich dieser bedeutenden internationalen Ausstellungen sollen Schweizer KünstlerInnen, welche bereits ein weithin beachtetes und geschätztes Werk geschaffen haben, einem internationalen Publikum vorgestellt werden. Diese Förderungsmassnahme wird im Rahmen von direkten Vorschlägen der Eidgenössischen Kunstkommission (EKK) behandelt und basiert nicht auf Bewerbungen. www.bak.admin.ch ![]() |
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