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Die italienische Küche Kochen in den Regionen Kochrezepte aus der Basilikata (Basilicata) |
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Die (einst Lukanien genannte) Basilikata ist ein raues und hartes Land, das nur Sonne im Überfluss hat: ein mysteriöser Landstrich, wo das Leben noch heute nach althergebrachten Rhythmen abläuft und wo man noch immer auf die Lösung vieler sozioökonomischer Probleme wartet. Die Küche hier ist arm und macht vor allem von Bodenerzeugnissen, von aus der Schafzucht stammendem Fleisch (und Milchprodukten) und von Schweinefleisch Gebrauch; Fisch fehlt dagegen fast gänzlich.
Es handelt sich um ein Land der Schafhirten und Bauern. Das Tyrrhenische Meer umspült nur einen kurzen, wenige Kilometer langen Küstenabschnitt, der jedoch durch überhängende Felsen, tiefblaues Meer, liebliche Buchten, hoch oben an den Hängen liegende Dörfer und weiche Sandstrände besonders schön ist. Das bedeutendste Zentrum dieser Küste ist der Ferienort Maratea, der praktisch aus dem Nichts entstanden und in nur wenigen Jahren bekannt geworden ist. weiter... Pollo alla lucana Gefülltes Hähnchen Secondi piatti / Hauptgericht Zutaten für 4 Personen 1 junges Brathähnchen ca. 1 kg., 200 gr Hühnerleber, 100 gr durchwachsener Speck, in kleine Würfel geschnitten, 50 gr fetter Speck, in kleine Würfel geschnitten, 1 Bund glatte Petersilie, fein gehackt, 50 gr frisch geriebener Pecorino (oder Parmesan), 1 Zweig frischer Rosmarin (oder 1 TL getrockneter), 2 Eier, Salz, Pfeffer aus der Mühle Zubereitung In einer Bratpfanne durchwachsenen und fetten Speck erhitzen und das Fett auslassen, die Grieben knusprig braten und herausnehmen. Hühnerleber ins heisse Speckfett geben und von beiden Seiten kurz anbraten. Salzen und pfeffern, aus der Pfanne nehmen und etwas abkühlen lassen. Leber in Würfel schneiden und in einer Schüssel mit den Speckgrieben mischen. Das Speckfett in der Pfanne aufheben. Die Eier verquirlen, über die Lebermischung giessen. Petersilie unterrühren. Pecorino dazugeben, alles gründlich mischen, mit Salz (vorsichtig wegen Speck und Käse!) und Pfeffer würzen. Backofen auf 220° vorheizen. Hähnchen innen und aussen kurz kalt abspülen, mit Küchenkrepp abtrocknen. Salzen und pfeffern, mit der Lebermischung füllen und die Öffnung verschliessen (mit Küchengarn zunähen oder mit Spiesschen zustecken). Flügel und Keulen des Hähnchens am Körper feststecken, den Rosmarinzweig aussen festbinden (getrockneten Rosmarin mit in die Füllung geben. Speckfett in der Pfanne nochmals erhitzen, 1 EL davon abnehmen und einen grossen Bräter damit ausstreichen. Das gefüllte Hähnchen hineinlegen und rundum mit dem restlichen Speckfett bestreichen. Im vorgeheizten Backofen in ca. 1 ¼ Std. knusprig braten. Zwischendurch 1 - 2 mal wenden, immer wieder mit dem austretenden Bratensaft und Fett bestreichen. Zum gefüllten Hähnchen passen gebratene Kartoffelscheiben mit Zwiebeln und Pilzen - oder ein pikanter, erfrischender Blumenkohlsalat Uova ripiene al cioccolatto Eier mit Schokolade Dolce / Süsswaren Zutaten 4 Eier, 50 gr Puderzucker, 30 gr Kakaopulver, 1 Päckchen Vanillezucker, 40 gr Bitterschokolade, geraspelt, 1 kleines Glas Kräuterlikör (Strega), 1 Eiweiss, 30 gr Weizenmehl, Olivenöl extra vergine Zubereitung Die Eier hart kochen, schälen, der Länge nach halbieren, die Eigelbe entfernen und in eine Schüssel geben. Die Eigelbe zerbröseln und zusammen mit 30 gr Puderzucker, dem Kakaopulver, etwas Vanillezucker, der Bitterschokolade und dem Kräuterlikör zu einer feinen Masse verrühren. Das Eiweiss steif schlagen. Die Hohlräume der Eierhälften mit der Masse füllen, rundherum mit Mehl bestäuben, in den Eischnee tauchen und in reichlich Olivenöl ausbacken. Die Eier mit einem Schaumlöffel herausheben, auf Küchenkrepp abtropfen lassen, mit dem restlichen Puderzucker bestäuben und warm servieren. Copete Mandelflocken Dolce / Süsswaren Zutaten 120 gr Mandeln, 2 Eiweiss, Zimt, 380 gr Puderzucker Zubereitung Die Mandeln mit kochendem Wasser überbrühen, schälen, im Ofen rösten und fein hacken. Die Eiweisse in einer Schüssel steif schlagen. Mandeln, etwas Zimt und 360 gr Puderzucker zugeben und gut vermischen. Mit einem Löffel etwa 30 Flöckchen formen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen. Mit dem restlichen Puderzucker bestäuben und im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen etwa 15 Minuten backen. Abkühlen lassen und servieren. Anmerkung Zumindest die ganz traditionellen Süsswaren der Basilicata unterscheiden sich von den zuckerigen Versuchungen der Nachbarregionen Kampanien, Apulien, Kalabrien und letztendlich auch Sizilien durch eine etwas bodenständigere Note. Natürlich wird auch in der Basilicata zu Festtagen alles Süsse und Klebrige aufgeboten, doch die Desserts eines normalen Sonntags fallen vielleicht ein bisschen weniger süss aus, als man es im Süden Italiens vermuten würde. Ausserdem sind die lukanischen Zuckerbäcker aufgrund der lange Zeit unübersehbaren Armut ihrer Region seit jeher dazu gezwungen gewesen, aus den einfachsten Zutaten eine kleine Köstlichkeit zu zaubern. Sie kann dann zwar immer noch nicht mit einer opulenten Torte aus Sizilien mithalten, hat aber durchaus ihren eigenen Charme und schmeckt wunderbar. Cianfotta Kartoffel-Auberginen-Topf Contorni / Beilagen Zutaten für 4-6 Personen 600 gr Auberginen, putzen waschen und in 2 cm grosse Würfel schneiden, 2 rote Paprikaschoten, entkernen, die Trennwände entfernen und kleinschneiden, 600 gr reife Tomaten, enthäuten, entkernen und das Fruchtfleisch grob hacken, 1 kg Kartoffeln, vorwiegend festkochend, waschen, schälen und in Würfel schneiden, 1 Bund glatte Petersilie, fein gehackt, 1 EL frischer Oregano, oder 1 TL getrockneter, 2 Zwiebeln, fein hacken, 4 Knoblauchzehen, in feine Scheibchen schneiden, 6 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer aus der Mühle Zubereitung Die Auberginenwürfel mit Salz bestreuen und etwa 30 Minuten stehen lassen. Nachher kalt abbrausen mit Küchenkrepp trocken tupfen. Den Backofen auf 200° vorheizen. In einem grossen Topf das Olivenöl erhitzen. Kartoffelstücke einrühren und rundum anbraten. Zwiebeln dazugeben, dann portionenweise Auberginen - und Paprikastücke zugeben und unter Rühren anbraten. Oregano und Knoblauch zugeben und mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Tomatenfruchtfleisch in den Topf geben, alles gründlich mischen und den Topf zudecken. Im vorgeheizten Ofen 45 Minuten garen. Auf eine gut vorgewärmte Platte anrichten mit Petersilie bestreuen und servieren. Tip: passt ausgezeichnet zu Pollo alla lucana. Anmerkung Dass seit weiss ich nicht wann und von wem erfunden, dass man die Auberginen immer salzen muss damit sie Wasser ziehen, dadurch zarter werden, nicht so bitter sind und weiss ich nicht was alles, ist genau so alt wie unsinnig. Bei einer TV-Kochsendung erklärte kein Geringerer als Alfons Siebeck, genau dasselbe. Ich mach öfter Gerichte mit Auberginen. Aber schon bei uns zu Hause bekam meine Mutter fast Zustände, wenn ihr jemand mit dieser Salzzeremonie vorbeikam und so geht es mir seither auch. Probiert es doch einmal selber aus. Ihr werdet auch erstaunt sein wenn ihr Auberginen fritiert. Wenn das Öl die richtige Temperatur von ca. 190 - 200° hat, saugt eine Aubergine nicht entwässert, entschieden weniger Öl auf. Ich kann natürlich nicht bei jedem Auberginen-Gericht diese Abhandlung schreiben, deshalb denkt das nächste mal daran. Arista di maiale con arance fritte Schweinekoteletts mit Orangenschale Secondi piatti / Hauptgericht Zutaten 2 naturbelassene Orangen, 1 rote Pfefferschote, 6 Schweinekoteletts (Kammstück), 3-4 EL Olivenöl, Salz, 6 Tropfen Trüffelessig Zubereitung Ein winterliches Gericht für die Zeit, in der es naturbelassene Orangen gibt, deren Schale Sie mitkochen können. Das leicht süsse Schweinefleisch kontrastiert hervorragend mit den säuerlichen Orangen. Der milde Geschmack von Schweinefleisch macht es zu einem geeigneten Partner für viele Arten von Früchten, deren Eigengeschmack es niemals übertönt. Mit einem Faden- oder auch Julienneschneider die Schale der Orangen abziehen. Schälen sie dann die weisse Haut wie bei einem Apfel ab und schneiden Sie die Orangen über einer Schale, die den Saft auffängt, in dünne Scheiben. Entfernen Sie mit einem kleinen Küchenmesser die Kerne. Die Pfefferschote waschen, halbieren, die Kerne herauskratzen, und die Schote fein hacken. Die Koteletts leicht klopfen und in dem Olivenöl auf starker Hitze auf jeder Seite 1 Min. anbraten. Auf Mittelhitze reduzieren und weitere 20-25 Min. braten, bis die Koteletts gar sind. Nach etwa 20 Min. die Orangenscheiben und den aufgefangenen Saft zugeben. Salzen und mit der Pfefferschote würzen. Einige Minuten mit den Koteletts in der Pfanne lassen. Zum Schluss die Schalenstreifen dazugeben und noch 1 Min. mitschmoren. Die Koteletts jeweils mit einigen Orangenscheiben auf vorgewärmte Teller geben und jede Portion mit einem Tropfen Trüffelessig besprengen. Sofort servieren. Tipp Vorsicht beim Umgang mit scharfen Pfefferschoten: Die darin enthaltenen ätherischen Öle können die Haut reizen. Tragen Sie möglichst Schutzhandschuhe. Wenn Sie keine Schutzhandschuhe verwenden, waschen Sie sich sofort nach der Vorbereitung die Hände. Fassen Sie während der Vorbereitung nicht in die Augen, um eine Reizung zu vermeiden. Wer in die Basilicata reist, sollte dort peperoni a scaglie, Splitterpeperoni kaufen. Die verwendet man in der Basilicata anstelle der frischen Pfefferschoten aus unserem Rezept. Rascatielli con sugo di salsiccia Rascatielli mit einer Sauce aus Tomaten und Wurst Primi piatti / Vorspeise Zutaten für 6-8 Personen Rascatielli: 600 g Hartweizenmehl (ersatzweise 400 g Spätzle-Nudelmehl und 200 g Hartweizengriess), 1 Prise Salz, 1-2 EL Olivenöl, 6 Eier Sugo di salsiccia: 1 grosse Zwiebel, 5-6 EL Olivenöl, 500 g gekochtes Schweinefleisch, 500 g Salsiccia, 500 g Dosentomaten mit ihrem Saft, 1 Bund glattblättrige Petersilie, 1 Lorbeerblatt, 2 Knoblauchzehen, 150 g Pecorino Zubereitung Wie Ferrazzuoli sind auch die Rascatielli eine Spezialität der Basilicata, die sich in ganz Italien durch ihre herausragenden Würste einen Namen gemacht hat. Rascatielli ähneln den Orechiette. Aus Mehl, Salz, Olivenöl und Eiern einen Nudelteig kneten. Er sollte glatt, glänzend und leicht feucht sein. Nehmen Sie anfangs lieber etwas weniger Mehl. Es ist nämlich immer einfacher in einen zu feuchten Teig etwas mehr Mehl einzukneten als etwas mehr Flüssigkeit in einen zu trockenen Teig. Lassen Sie den Teig unter einem feuchten Tuch 30-45 Min. ruhen. Teilen Sie den Teig in 4-5 Stücke. Rollen Sie jedes Stück auf einem Holzbrett oder einer hölzernen Tischplatte zu einer langen runden Rolle von 1 cm Durchmesser aus. Verwenden Sie dabei kein zusätzliches Mehl. Legen Sie die Rollen eng nebeneinander und bestäuben Sie sie ganz leicht mit etwas Mehl. Die Unterseite der Rollen darf nicht bemehlt werden. Das ist wichtig für das Formen der Rascatielli. Schneiden Sie mit einem Messer oder einem Teigschaber Rollenstücke von 4-5 cm Länge ab. Die Stücke sehen wie Teigkissen aus. Formen Sie die Rascatielli, indem Sie die Teigkissen zu sich heranziehen, wobei Sie mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger einen leichten Druck auf die bemehlte Oberfläche ausüben. So wird eine Höhlung erzeugt, die für die Aufnahme der Sauce bestimmt ist. Lassen Sie die Rascatielli etwa 60 Min. trocknen. So behalten Sie beim Kochen besser ihre Form. Bringen Sie in einem grossen Topf etwa 5 l Wasser zum Kochen. 1 ½-2 EL Salz zugeben. Die Nudeln al dente kochen, d.h. so, dass sie weich sind, aber trotzdem noch Biss haben. Die Garzeit ist abhängig von der Frische der Nudeln, und der Dicke des Nudelteigs. Durchgetrocknete Rascatielli brauchen zwei- bis dreimal so lange wie ganz frische. Dicke Nudeln länger als dünne. Sie sollten daher nach etwa 2 Min. mit dem Probieren beginnen. Fischen sie jede halbe Minute eine Nudel mit dem Seihlöffel aus dem Topf und testen Sie den "Biss". Dies ist gerade am Anfang sehr wichtig, wenn Sie noch keine Erfahrung mit dem Kochen selbstgemachter Nudeln haben. Mit etwas Erfahrung lässt sich die Kochzeit dann besser einschätzen und Sie müssen nicht ständig kosten. Wenn die Nudeln al dente sind, abgiessen, im heissen Kochtopf mit der Brotsauce vermischen und servieren. Beginnen Sie mit der Zubereitung der Sauce, bevor sie das Nudelwasser aufsetzen. Die Zwiebel abziehen und fein hacken. Lassen Sie die Zwiebeln in dem Olivenöl über kleiner Flamme glasig werden. Währenddessen das gekochte Schweinefleisch und die Salsiccia grob würfeln. 1-2 Min. mit den Zwiebeln anbraten. Die Tomaten, Petersilie, Lorbeerblatt und die abgezogenen Knoblauchzehen unterrühren und etwa 40 Minuten unter gelegentlichem Rühren auf kleiner Flamme kochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit frisch geriebenem Pecorino zu den Nudeln servieren. Tipp Statt Rascatielli kann man auch fertig gekaufte Orechiette verwenden, deren Höhlung besonders viel Sauce aufnimmt. Pastasaucen mit grober Struktur wie diese entfalten ihren Geschmack am besten mit Nudelformen, die eine Höhlung zur Aufnahme der Wurst- und Fleischstücke haben. Nudeln sollten nie in einer Sauce ertrinken, sondern der Eigengeschmack der Nudeln muss bewahrt bleiben Ferrazzuoli alla mollica Ferrazzuoli mit gerösteten Brotkrumen Primi piatti / Vorspeise Zutaten für 6-8 Personen Ferrazzuoli: 600 g Hartweizenmehl (ersatzweise 400 g Spätzle-Nudelmehl und 200 g Hartweizengriess), 1 Prise Salz, 1-2 EL Olivenöl, 6 Eier Mollica: 6 grosse Scheiben getrocknetes Weissbrot, 2 Knoblauchzehen, 8-10 EL Olivenöl, Salz, edelsüsser Paprika Zubereitung Ferrazzuoli sind eine Nudel-Spezialität der Basilicata. Der dünne Eisenstab, um den sie gerollt werden, hat ihnen ihren Namen gegeben. Sie werden nicht nur zu einer Sauce aus Brotkrumen gegessen wie in unserem Rezept, sondern schmecken auch gut zu Saucen, die Tomaten als Grundlage haben. Da italienisches Hartweizenmehl nicht überall zu kaufen ist, empfehlen wir ihnen eine Mischung aus Spätzlemehl und Hartweizengriess. Der Griess gibt den Nudeln den notwendigen Biss. Zum Ausrollen können Sie eine dünne Stricknadel verwenden. Aus Mehl, Salz, Olivenöl und Eiern einen Nudelteig kneten. Er sollte glatt, glänzend und leicht feucht sein. Nehmen Sie anfangs lieber etwas weniger Mehl. Es ist nämlich immer einfacher, in einen zu feuchten Teig etwas mehr Mehl einzukneten als etwas mehr Flüssigkeit in einen zu trockenen Teig. Lassen Sie den Teig unter einem feuchten Tuch 30-45 Min. ruhen. Den Teig zu einer langen, schmalen, flachen Rolle von etwa 7-8 cm Breite und einer maximalen Dicke von 2-3 cm formen. Scheiben von etwa 1 cm Breite abschneiden und auf einem Backbrett zu kleinen Rollen formen, die Sie um einen dünnen Eisenstab von 1mm Durchmesser schlingen und mit diesem zusammen noch einmal ausrollen. Die Ferrazzuoli von dem Stab streifen und auf einem bemehlten Brett beiseite stellen, bis sie gekocht werden. Gehen Sie bei diesen Arbeitsschritten sorgfältig vor, damit alle Hohlnudeln ungefähr die gleiche Grösse, etwa 7 cm, haben. Bringen Sie in einem grossen Topf etwa 5 l Wasser zum Kochen. 1 ½-2 EL Salz zugeben. Die Nudeln al dente kochen, d.h. so, dass sie weich sind, aber trotzdem noch Biss haben. Die Garzeit ist abhängig von der Frische der Nudeln, und der Dicke des Nudelteigs. Durchgetrocknete Ferrazzuoli brauchen zwei- bis dreimal so lange wie ganz frische. Dicke Nudeln länger als dünne. Sie sollten daher nach etwa 2 Min. mit dem Probieren beginnen. Fischen Sie jede halbe Minute eine Nudel mit dem Seihlöffel aus dem Topf und testen Sie den "Biss". Dies ist gerade am Anfang sehr wichtig, wenn Sie noch keine Erfahrung mit dem Kochen selbstgemachter Nudeln haben. Mit etwas Erfahrung lässt sich die Kochzeit dann besser einschätzen und sie müssen nicht ständig kosten. Wenn die Nudeln al dente sind, abgiessen und im heissen Kochtopf mit der Brotsauce vermischen. Sofort servieren. Beginnen Sie mit der Zubereitung der Sauce, bevor Sie das Nudelwasser aufsetzen. Das Brot, das hart sein sollte, grob reiben. Den Knoblauch abziehen, fein hacken und in dem Olivenöl kurz anschwitzen. Die Brotkrümel im Öl goldbraun rösten. Mit Salz und Paprika abschmecken. Über die heissen Nudeln geben und sofort servieren. Tipp Nehmen Sie zum Nudelkochen einen grossen Topf und rechnen Sie mit 3 l Wasser und 1 Essl. Salz für 500 g Nudeln. Für mehr Nudeln nehmen sie einfach etwas mehr Wasser. Geben Sie 1 Essl. Öl ins Kochwasser, um ein Zusammenkleben der Nudeln zu verhindern. Die beste Garprobe beim Nudelkochen heisst Kosten, Kosten, Kosten. Starten Sie damit etwa 1-2 Min. vor Ablauf der angegebenen Garzeit. Fischen Sie alle 30 Sekunden eine Nudel aus dem Topf und probieren Sie, ob diese weich, aber immer noch bissfest ist. Das versteht man nämlich unter al dente. Die Nudeln dann sofort abgiessen. Nicht mit kaltem Wasser abschrecken - ausser Sie verwenden die Nudeln für einen Auflauf oder einen Salat. Wem das Selbermachen zu mühsam ist, kauft Hohlnudeln wie penne oder buccatini Pignata di pecora Lammragout Secondi piatti / Hauptgericht Zutaten für 6 Personen 1 kg Lammfleisch grob würfeln, 1 Knoblauchzehe, fein gehackt, Olivenöl, 300 gr Zwiebeln, schälen, fein hacken, 1 Stange Staudensellerie, in feine Würfel schneiden, 200 gr Tomaten, enthäuten, entkernen und grob würfeln, 300 gr Kartoffeln, schälen und in kleine Stücke schneiden, 100 gr Schweinepresssack, klein schneiden, Salz, Pfeffer aus der Mühle, 50 gr Pecorino, frisch gerieben Zubereitung Das Fleisch und den Knoblauch zusammen in Olivenöl anbraten. Den Schweinepresssack mit den Gemüsen zum Lammfleisch geben, salzen, pfeffern und 1 Glas Wasser angiessen. Den Deckel aufsetzen und das Lammfleisch etwa 1 ½ Std. bei mittlerer Hitze schmoren. Mit geriebenem Pecorino bestreuen und heiss servieren. Bruschetta alla Pancetta Bauernbrot mit Speck Antipasti / Vorspeise Zutaten 1 Stange Lauch, in feine Ringe schneiden, 50 gr geräucherter Speck, gewürfelt, 150 gr passierte Tomaten, 6 entsteinte, schwarze Oliven, fein gehackt, Salz, 1 getrockneter Peperoncino, zerbröselt, Einige Weissbrotscheiben, Einige Caciocavallo–Scheiben (Käse aus der Basilicata) Zubereitung Den Lauch mit den Speckwürfeln in einer Pfanne andünsten. Die passierten Tomaten und die feingehackten Oliven zugeben, mit Salz und Peperoncino würzen. Die Brotscheiben rösten, mit den Käsescheiben belegen und der Tomatensauce servieren. Spezzatino di Maiale Schweinegulasch Secondi piatti / Hauptgericht Zutaten für 4 Personen 600 gr mageres Schweinefleisch, in Gulaschstücke geschnitten, 1 Rosmarinzweig, 5 Knoblauchzehen, geschält, 2 - 3 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer aus der Mühle, 1 Peperoncino, 300 gr reife Tomaten, entkernen und in Stücke schneiden (ersatzw. aus der Dose), Zubereitung Das Fleisch mit Rosmarin und Knoblauch in Olivenöl anbraten. Salzen und pfeffern. Sobald das Fleisch braun wird, den Peperoncino und die Tomaten zugeben. Etwa 1 Std. schmoren lassen und gegebenenfalls etwas lauwarmes Wasser angiessen. Miele e ricotta Honig und Ricotta Dolce / Dessert Zutaten für ein Kuchenblech oder feuerfeste Form von ca. 24 cm Durchmesser 500 gr frischer Ricotta, 2 Eier, 3 Eigelb, 100 ml dünnflüssiger Honig, 1 Prise Zimt, 50 gr kandierte Früchte, gewürfelt, 1 EL abgeriebene Zitronenschale, 3 Eiweiss, 10 ml Marsala Zubereitung Den Ricotta durch ein Sieb streichen, in eine Schüssel geben. Eier Eigelbe, Honig, Zimt, kandierte Früchte und Zitronenschale beifügen und gründlich verrühren. Die Eiweisse steif schlagen und zusammen mit dem Marsala vorsichtig unterheben. Die Masse in eine gefettete, feuerfeste Form(oder Kuchenblech) geben und im auf 150 Grad vorgeheizten Ofen ca. 30 Minuten backen. Anmerkung Die Mischung aus Honig und frischem Ricotta – zwei Aromen, die sich perfekt verbinden – ist eine uralte Süssigkeit beziehungsweise Zutat für Süssspeisen, die bereits den alten Römern geschmeckt hat. So bestand das Dessert suvillum, von dem schon Cato berichtet, aus den beiden Zutaten. Auf diese antike römische Verlockung gehen unsere heutigen Zubereitungen wie Cassata, die Füllung der sizilianischen cannoli, die sardischen sebadas und letztlich auch der angelsächsische cheese cake zurück. Insalata di arance Orangensalat Insalate / Salate Zutaten 6 Orangen, Olivenöl, Salz, edelsüsser Paprika Zubereitung Da die Orangen selbst schon säuerlich sind, brauchen Sie für diesen Salat weder Essig noch Zitronensaft zum Anmachen. Die Orangen schälen. Dabei sollten Sie auch die weisse Haut sorgfältig entfernen. Schneiden Sie die Orangen in dünne Scheiben. Fangen Sie den Saft in einer Schale auf. Entfernen Sie mit einem kleinen Küchenmesser die Kerne. Legen Sie die Orangen auf eine grosse Salatplatte leicht überlappend nebeneinander. Geben Sie den Saft darüber. Träufeln Sie etwas Olivenöl über die Orangen. Leicht mit Salz und etwas Paprika würzen und sofort servieren. Tipp Orangen bleiben bei Zimmertemperatur eine Woche frisch, im Kühlschrank sogar zwei bis drei Wochen. Saft und Schale lassen sich hervorragend einfrieren. Grappa Weine in den verschiedenen Regionen
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