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Kochen in Europa
Länder und Regionen

Fast 60 Prozent der Landesfläche Italiens werden landwirtschaftlich genutzt. Etwa neun Prozent der Erwerbstätigen sind im Agrarsektor beschäftigt. Italien zählt weltweit zu den führenden Weinproduzenten und auch in der Herstellung von Oliven und Olivenöl rangiert Italien international weit vorne. Weitere wichtige Feldfrüchte sind Weizen, Kartoffeln, Tomaten, Zuckerrüben, Mais und Reis; ferner werden Gerste, Roggen, Artischocken, Pfefferschoten und Wassermelonen angebaut. Überaus bedeutsam für die italienische Landwirtschaft ist der Obstanbau; im Vordergrund stehen dabei Äpfel, Orangen, Feigen und Datteln. Auch die Milchwirtschaft hat einen hohen Stellenwert; sie ermöglicht die Herstellung von etwa 50 verschiedenen Käsesorten, u. a. Gorgonzola, Pecorino und Parmesan. Während in den nördlichen Landesteilen vor allem Rinder- und Schweinezucht erfolgen, werden in Süditalien überwiegend Schafe und Ziegen gehalten.



  • Aceto Balsamico
  • Antipasti
  • Chianina-Rinder
  • Chitarra
  • Gemüse
  • Gnocchi
  • Honig
  • Käse
  • Käsesorten
  • Kutteln
  • Lardo
  • Mafaldine...
  • Mais
  • Oliven
  • Olivenöl
  • Pasta
  • Pilze
  • Reisanbau
  • Safran
  • Salumi
  • San Daniele
  • Sulmona
  • Suppen
  • Tartufo



  • Antipasti
    Im allgemeinen werden antipasti nur in Restaurants und bei Banketten serviert. Durch den heutigen Trend zu leichteren Mahlzeiten kommt den antipasti ausserdem eine neue Bedeutung zu, da sich die traditionellen Rezepte ideal als Hauptgang für ein leichtes sommerliches Mittagsmahl oder ein kaltes Abendessen eignen.
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    Pilze in Italien
    Die beliebtesten Speisepilze aus verschiedenen Regionen Italiens - vorgestellt vom grossen Küchenmeister Antonio Carluccio.
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    Typische italienische Gemüse - Ursprung und Geschichte
    Die wichtigsten Nahrungsmittel im Römischen Reich waren Weizen, Gerste und Hirse. Fast alle Speisen wurden mit einer dieser Zutaten hergestellt. Dieses Getreide war auch wichtig für den Handel und brachte den Römern viel Geld. Mit der Verfeinerung des Lebens im alten Rom begann man auch mit dem Anbau von Gemüse, das man zubereitete und bei Tisch servierte.
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    DOC Käse aus Italien
    Das grosse Verdienst der Römer war die Kultivierung des Labkäses, also des Käses aus Süssmilch, die mit Hilfe von Lab aus dem Kälbermagen zum Stocken gebracht wird. Diese Käsemasse ist formbar und kann durch langes Liegen (Reifen) sehr fest werden.
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  • Siehe auch Käsesorten

    Aceto Balsamico - Balsam für den Gaumen
    Alkoholhaltige Flüssigkeiten werden zu Essig, wenn sie längere Zeit in der Sonne stehen. Das wussten bereits die Menschen im Altertum. Die Ägypter, die Römer und auch die Germanen schätzten den säuerlichen Sud, um Fleisch, Fisch und Gemüse zu würzen und zu konservieren. Doch Essig wurde auch als Arzneimittel eingesetzt. Im Mittelalter genoss man ein kleines Gläschen Essig zum Aperitif. Ein Ritual, das trend- und gesundheitsbewusste Gourmets heute wieder empfehlen. Essig macht üppige Speisen leichter verdaulich. Hildegard von Bingen (1098–1179), die bis heute verehrte Heilerin, pries seine günstige Wirkung für die Verdauung: «Essig reinigt das Stinkende im Menschen und sorgt dafür, dass das Essen den rechten Weg geht.»
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    Schinken aus San Daniele und Sauris
    Eines der charakteristischsten Produkte des Friauls ist der Schinken. Der berühmteste von ihnen wird in San Daniele erzeugt und hat in den letzten Jahrzehnten das ganze Land erobert. Beachtung verdient jedoch auch der geräucherte Schinken von Sauris, einer kleinen, 1200 m.ü.M. liegenden Stadt im Karn.
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    Lardo
    Über Jahrhunderte hinweg war Lardo-Speck eine der häufigsten Zutaten in der Küche, bis er von anderen Fetten immer mehr verdrängt und erst in jüngster Zeit auch von Feinschmeckern wiederentdeckt wurde. Lardo, der italienische Name für Speck, wird zwar in ganz Italien hergestellt, doch im Aostatal und in der Toskana findet man bis heute besonders feine Varianten, die geradezu auf der Zunge zergehen.
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    Salumi - Wurstwaren
    Dies gilt insbesondere für Gegenden, in denen man die typischen Spezialitäten noch zu schätzen weiss - zumal wir zu den Vorspeisen auch die italienischen Wurstwaren rechnen können, die bereits seit langem ihren festen Platz in der kulinarischen Welt behaupten. Ist es denn überhaupt denkbar, dass jemand, in Erwartung eines Tellers mit dampfenden Spaghetti, vor ein paar Scheiben aromatischem Schinken oder Finocchiona, Capocollo oder auch Hausmacherwurst zurückschreckt?
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    Sulmona - Hauptstadt des Konfekts
    In Italien unterscheidet man zwischen hartem und weichem Konfekt, danach, ob diese drageeartigen Süssigkeiten einen festen oder einen flüssigen beziehungsweise crèmigen Kern haben. Weiches Konfekt wird mit Likör, Mandelpaste oder aromatischen Crèmes gefüllt. Manchmal kommen auch gelierte beziehungsweise kandierte Früchte dazu. Das Herzstück des harten Konfekts dagegen besteht aus einer geschälten oder gerösteten Süssmandel, Pistazie oder Haselnuss.
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    Mais
    Mais (Zea mays) ist eine zur Familie der Gräser (Gramineae) gehörende Getreideart, wobei unter dem Begriff Getreide die Körnerfrüchte der Kulturgräser (Ähren bei Weizen, Roggen und Gerste; Rispen bei Hafer und Reis; Fruchtkolben bei Mais) zusammengefasst werden.
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    Tartufo - Trüffel
    Trüffeln gehören zu den teuersten Spezialitäten der Welt. Zehn verschiedene Sorten werden in Italien gesetzlich anerkannt. Sie dürfen nur auf dem offiziellen Markt verkauft werden. Zu den markantesten Merkmalen dieser verführerischsten Kostbarkeit aus dem Garten Eden gehört der unvergleichliche Duft, der nicht zu beschreiben ist.
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    Pasta
    Warum nur braucht Italien so unendlich viele Nudelarten? Mehr als tausend verschiedene Formen, Längen, Durchmesser und Teigsorten sind derzeit im Handel, tragen geheimnisvolle Namen wie Paccheri, Maltagliati, Manfredini, Mezzanelli, Strozzapreti oder Perciatelli. Nimmt man die Saucen zur Pasta dazu, Hunderte an der Zahl, ergeben sich viele Zehntausend verschiedene Gerichte. Und das stellt selbst die Unzahl von Käsesorten der Franzosen - etwa 500 - oder die Paprikazubereitung in Ungarn in den Schatten.

  • Mafaldine, Vermicelli, Zitone rigato, Fettuccelle...
  • Chitarra, Ceppa und Rintrocilo (Abruzzen - Molise)
  • Pasta Info

    Reisanbau in Italien
    In der kleinen Stadt Mede, südlich von Mailand, steht die älteste Reismühle der Poebene. Früher wurde sie natürlich mit Wasserkraft betrieben. Das ist bei den Mengen, die heute bearbeitet werden, unrentabel geworden. Das frisch geerntete Reiskorn ist von einer harten, ungeniessbaren Hülle umgeben, die bei der ersten Schälung entfernt wird. Dieser Reis schmeckt gut und ist gesund.
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    Oliven
    Spanien, Italien, Griechenland und Portugal dominieren den Weltolivenölmarkt mit einem Gesamtanteil der Weltproduktion von 80%, auf einer Fläche von ca. fünf Millionen Hektar Gesamtanbaufläche.
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  • Siehe auch Olivenöl aus Italien

    Honig
    Honig war der klassische Süssstoff des mediterranen Raums. Im Mittelalter verwendete man das begehrte Produkt fleissiger Bienenvölker nicht nur in den Werkstuben der Konditoren und Likörbrauer, sondern stellte daraus auch Arzneimittel her, da der klebrigen Substanz krankheitsvorbeugende Kräfte zugeschrieben wurden.
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    Safran
    Bereits die Griechen und Römer der Antike liebten Safran und streuten ihn sogar in den Theatern aus, um für die Vorstellung eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Ausserdem verwendeten sie die orangeroten Fädchen zum Färben kostbarer Seidenstoffe oder nähten sie in Kopfkissen ein, da ihnen eine schlaffördernde Wirkung nachgesagt wurde. Im Mittelalter stieg Safran endgültig zum Statussymbol auf.
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    Kutteln aus der Toksana (Trippa, Pansen)
    Von den verschiedenen Teilen der Kutteln wird der allgemeine und glatte Teil croce genannt, der haubenförmige Teil mit dem schwammigen Anblick cuffia und der Teil mit den vielen weissen Falten centopelli (Blättermagen, auch millesfoglie, libretto oder foiolo genannt). Der Magen, dessen Name abomaso (Labmagen) ist, wird lampredotto genannt und ist von dunkler, brauner Farbe. Das Wort lampredotto beruft sich auf den Ausdruck lampreda (Lamprete). Es handelt sich um eine Art Urzeitaal, einen sowohl in Süsswasser als auch in Salzwasser lebenden Speisefisch, an dessen Form diese Kutteln erinnern.
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    Chianina-Rinder
    Die Chianina-Rinder werden nur in insgesamt zehn Provinzen Italiens gezüchtet. Diese weissen Tiere gehören zu den ältesten Rassen, die bereits in der Antike von den Etruskern und den Römern geschätzt wurden - vor allem wegen der besonders guten Qualität des Fleisches. Das Chianina-Fleisch hebt sich vor allem durch einen hohen Proteingehalt und wenig Cholesterin hervor. Dass es besonders zart und saftig ist, versteht sich beinahe von selbst. In der heimischen Küche wird das Fleisch nicht nur für das berühmte Chianina-Steak, sondern auch für alle Arten von Schmorgerichten, Ragouts und vieles mehr verwendet.
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    Geschichte der italienischen Küche
    Für die Römer bedeutete das Festmahl in der Phase des Niedergangs ihrer Macht, die in Europa mit dem Fall des Weströmischen Reiches (476 n. Chr.) enden wird, einen ausgedehnten Moment der Entspannung. Zu Kitharaklängen und Flötenmelodien knabberten die Repräsentanten der sich selbst zerstörenden Macht komplizierte, mit teuren Gewürzen bedeckte Speisen - Flamingozungen, Leber von Tieren und seltene Vögel - während sich das Volk und die Sklaven mit den Resten begnügen oder sich hauptsächlich von Gemüse und Kräutern ernähren mussten.
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    Schokolade
    Die turinischen maestri cioccolatieri (Schokoladenmeister) hatten den Verdienst, eine Teigmasse ausgearbeitet zu haben, bei der zu dem aus Übersee stammenden Kakao die besten piemontesischen Haselnüsse gemischt wurden. Diese Mischung sollte berühmt werden, auch wenn, wie es so oft bei gastronomischen Innovationen geschehen ist, die «Idee» der Nussschokolade gianduia einem Zufall zu verdanken ist. Aufgrund der napoleonischen Blockade konnten sich die piemontesischen Schokoladenhersteller nämlich nicht mit ausreichend Kakao für die Produktion eindecken und hatten daher die Idee, den Kakao mit den lokalen und - da sie lange Transporte und belastende Schiffsfrachten vermieden - billigen Haselnüssen «zu verlängern».
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    Ricotta
    Das Wort ricotta bedeutet erneut gekocht, und dieser Käse heisst so, weil er aus der Molke gemacht wird, die bei der Herstellung anderer Käsesorten übrig bleibt. Dieses Nebenprodukt war früher ein Problem - die Kanalisation stank danach, und es begünstigte das Wachstum von Schimmel und Bakterien - bis eines Tages ein schlauer Käser auf die Idee kam, Käse daraus zu machen. Man musste die Molke nur erhitzen und den sich bildenden Quark extrahieren.
    Ricotta salata oder secca ist die gesalzene und getrocknete Version; der beste stammt aus Sizilien, er wird aber auch in anderen Regionen Süditaliens hergestellt. Der echte Ricotta salata wird aus Schafmilchmolke gepresst, getrocknet und leicht gesalzen; er muss mindestens 3 Monate lang reifen. Die härtere, länger gereifte Version eignet sich zum Reiben. Er schmeckt etwas kräftiger als Parmesan und etwas milder als Pecorino romano. Normaler, ungesalzener Ricotta ist milder und kann aus Kuh-, Schaf- oder Ziegenmilch gemacht werden. Der beste, der aber schwer zu finden ist, wird aus der Mozzarellamolke von Büffelkühen hergestellt.
    David Ruggerio



    Typische Produkte nach Regionen

    Die Auswahl ist nicht repräsentativ. Regionen mit (0) haben sehr wohl typische Produkte, für die Beschreibungen sind aber im Moment keine Übersetzungen verfügbar. Die Liste wird sporadisch nachgeführt. Klicken Sie auf das entsprechende Produkt um eine ausführliche Beschreibung zu erhalten. Weitere Angaben finden Sie unter Italien - Kochen in den Regionen - Ursprung, Geschichte und Traditionen

    Abruzzen
    Süssspeisen Obst und Gemüse Olivenöl Wurstwaren Safran Käse und Milchprodukte Liköre und Destillate Wein Nudeln

    Aostatal
    Fontina Mocetta Grappa Wein Speck Brot Honig

    Apullien (0)

    Basilikata
    Käse und Milchprodukte Wein Wurstwaren

    Emilia Romagna

    Friaul
    Schinken Wein

    Kalabrien
    Bergamotte Süssspeisen Obst und Gemüse Wurstwaren und Würste Konserven Käse und Milchprodukte Öl Weine

    Kampanien
    Süssspeisen Obst und Gemüse Zum Abschluss des Mahls Weine

    Latium
    Käse und Milchprodukte Wein Oliven Olivenöl Wurstwaren und Würste Obst und Gemüse

    Ligurien
    Basilikum Öl Wein Borretsch Nudeln

    Lombardei
    Butter Bresaola Valtellina Käsesorten Würste Valtellina

    Marken
    Rindfleisch Käse und Milchprodukte Olivenöl Oliva Ascolana Wurstwaren Wein Süssspeisen Liköre und Destillate Trüffel

    Molise (0)

    Piemont
    Trüffel Wein Schokolade Käse Aal

    Sardinien
    Destillate Honig Brot Weine Süssspeisen Käsesorten Nudeln Mehl

    Sizilien
    Agrumen Käsesorten Wein Obst und Gemüse Süsswaren Thunfisch und Schwertfisch Olivenbaum Sizilianische Ricotta

    Toskana
    Knoblauch Kapern Wildschwein Saubohnen Klein Alchermes Gewürzkräuter Geschmortes Pfefferfleisch Sorbet Baccala' und Stoccafisso Artischocken Wurstwaren Dicke Bohnen Speck Wein Crostini Panzanella Frikadellen und Hackbraten Brot Steak Kastanie Perlhuhn Öl Kutteln Cieche Pannicelli caldi Pinzimonio Cacio Schnecken Zweikorn Trüffel Rinderlunge Gewürze Garmugia

    Trentino
    Wurstwaren Wein

    Umbrien
    Wildlebenden Tiere Zweikorn Wein von Montefalco Rote Kartoffel Wurstwaren Weine Platterbse Linsen Öl Fische Trüffel

    Venetien
    Käsesorten Wurstwaren Gemüse und Hülsenfrüchte


    Gemüse. Photo: Zoe Berlin
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