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Italien - La bella Italia Nahrungsmittel, Fleisch, Früchte, Gemüse Trüffel aus Italien (Tartufo) |
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Trüffeln gehören zu den teuersten Spezialitäten der Welt. Zehn verschiedene Sorten werden in Italien gesetzlich anerkannt. Sie dürfen nur auf dem offiziellen Markt verkauft werden. Zu den markantesten Merkmalen dieser verführerischsten Kostbarkeit aus dem Garten Eden gehört der unvergleichliche Duft, der nicht zu beschreiben ist.
Eine grosse Trüffel ist eine Sensation. Doch sollte man nicht auf den eigentlichen Finder vergessen! Ein guter Trüffelhund ist für sein Herrl, den trifulau, die Basis seiner Existenz. Vier bis fünf Jahre dauert die Ausbildung an speziellen Schulen. Gute Trüffelhunde sind meistens Mischlinge. In Frankreich gibt es nur schwarze Trüffeln, und die werden von jungen weiblichen Schweinen ausgebuddelt. Weisse Trüffeln, die als die besten der Welt gelten, gibt es nur um Alba.
Trüffel aus dem Piemont Die Botanik der Trüffel ist eine noch relativ junge Wissenschaft, werden doch erst seit zirka hundertfünfzig Jahren richtige wissenschaftliche Studien über die Trüffel angestellt. Heute sind mehr als hundert Varietäten bekannt: darunter sind einige giftig (doch nicht tödlich), andere überaus wertvoll und wieder andere kostengünstiger, da häufiger und weniger schmackhaft. Die sicherlich wertvollste Trüffel ist die Weisse Trüffel aus Piemont (Tuber magnatum). Sie ist von weisslicher, ins Grau tendierender Farbe und sie hat einen sehr intensiven Duft. Damit sie ihr Aroma bewahrt, sollte sie vorzugsweise roh verzehrt werden. Sie reift zwischen Oktober und Dezember und findet sich vor allem im Piemont, doch auch in bestimmten Gebieten in den Marken, in der Toskana, in der Emilia Romagna und in Umbrien. Im Piemont wuchert die weisse Trüffel, genannt tartufo bianco di Alba (Alba-Trüffel), vom Monferrato über das Val Cervina, die Langhe, das Valle Grue bis hin zum Val Turone in grossen Mengen. Sie wächst in Symbiose mit den Wurzeln von an die fünfzig Pflanzen ungefähr zwanzig Zentimeter tief unter der Erde. Unter diesen Wirtspflanzen bevorzugt sie die Eiche, aber auch Steineichen, Pappeln, Weiden, Linden und Nussbäume sind gastfreundlich, um nur die wichtigsten Pflanzen zu nennen. Zwischen den Wurzeln dieser Pflanzen wachsen die spontanen tartufaie (Trüffelfelder), ein grosser Reichtum, der leider in den letzten Jahrzehnten aufgrund der Umweltverschmutzung und der Umweltschäden am Abnehmen ist. Glücklicherweise ist in Italien eine Aufforstung im Gange, die gute Ergebnisse auch in Hinsicht auf das spontane Wachstum der Trüffel aufweisen wird. Ausserdem wurde für das Aufhalten der progressiven Erschöpfung der natürlichen Trüffelfelder (nicht nur aus wissenschaftlichem Interesse) in den letzten Jahren mit aufmerksamen Studien für den Trüffelanbau begonnen. Die Pilotnation war Frankreich, unmittelbar gefolgt von Italien. Ermutigende Ergebnisse wurden bereits für die schwarze Trüffel (Tuber melanosporum Vittadini) erzielt, während für die weisse Alba-Trüffel das Engagement der Wissenschaftler noch keine ausreichende Bestätigung erreicht hat. Es handelt sich um indirekten Anbau: nicht die Trüffel wird angebaut, sondern die trüffelerzeugende Pflanze, d.h man erzeugt die idealen Bedingungen, damit der natürliche Prozess der Trüffelbildung stattfinden kann. Das Bedürfnis der Produktionssteigerung ist an eine immer höhere Nachfrage gebunden, die seit Anfang der Sechziger Jahre im Gleichschritt mit der Entwicklung unserer Küche und unserer Konsumgewohnheiten geht. Ebenso nehmen die - vor allem piemontesischen, jedoch nicht allein - Rezepte mit Trüffeln stets zu: von den crostini al tartufo (mit Anchovis, Knoblauch und Trüffelhobeln) über die vol-au-vent, die berühmte fonduta al tartufo (ausser im Piemont auch im Aostatal sehr verbreitet, aus dem sie stammt; in der Ernährungsindustrie hatte dieses Gericht allerdings weniger Erfolg), die pizza di farina gialla (Maismehlpizza), das risotto alla piemontese, das Filet à la «monton d'or», das Kalbshirn à la «Regina Antonietta» bis hin zum paté di fegato d'oca tartufato (getrüffelte Gänseleber), um nur einige Zubereitungen zu nennen, in denen die Trüffel ein integrierender Bestandteil ist und nicht nur eine Zutat, die man auch weglassen könnte. Die Trüffel ist nämlich nicht nur ein Grundelement eines Gerichts, sondern sie kann wirklich viele Speisen mit ausgezeichneten Ergebnissen bereichern, vorausgesetzt man schätzt diesen überaus besonderen Geschmack-Geruch. Ein paar Trüffelhobel passen auf viele Gerichte, auch auf die der bescheidensten Küche: man denke nur an den Erfolg, den die Trüffel auf Spiegeleiern oder gar auf einer einfachen Hühnerbrust haben kann. Die Piemonteser, auf deren Tafeln die Trüffel sehr geschätzt wird, machen reichlich und natürlich in der Jahreszeit, in der die Trüffel wächst, von ihr Gebrauch: ihr so kurzes wie intensives Leben erfordert eine schnelle Vermarktung und ebenso baldigen Verzehr. Quelle: Welcome to Italy Die Trüffel in der Toskana Die Trüffel kann man unter der Erde - sie ist ein unterirdischer Pilz - in fast ganz Süd- und Mittelitalien finden. Die berühmtesten und bedeutendsten Zentren sind in sowohl qualitativer als auch quantitativer Hinsicht zweifellos Alba (Piemont), Norcia (Umbrien) und San Miniato (Toskana). Die toskanische Trüffelproduktion deckt ungefähr ein Drittel der gesamten inländischen Produktion. San Miniato hat das Markenzeichen DOC für die Trüffel und einen richtigen Trüffelsucherverband, der alljährlich im November eine Verkaufsausstellung organisiert, auf der man die schönsten und duftendsten Exemplare bewundern kann. Dieser knollige Pilz liebt kühlen Boden. Er wuchert an den Wurzeln der Laubbäume (Steineiche, Pappel, Weide, Linde, Nussbaum und vor allem Eichen) und wächst in einer Tiefe von zirka 20 cm. Die Zeit für seine Suche reicht vom Spätsommer bis zum Winteranfang. Sein Gewicht variiert im allgemeinen zwischen 30 und 100 Gramm. Ein - wenn auch seltener - Fund von Trüffeln mit einem Gewicht von mehreren hundert Gramm oder - ganz selten - einem Kilo ist jedoch nicht unmöglich. Sein besonderer Zustand als unterirdischer Pilz mit einem starken, berauschenden Geruch und einem ungewöhnlichen, kräftigen Geschmack macht ihn im Vergleich zu jedem anderen natürlichen Lebensmittel zum Prinz: es gibt in der Natur kein anderes Produkt mit der gleichen evokativen Kraft, der gleichen - ein wenig unheimlichen - Faszination, die nicht frei ist von Morbidität. Ein kurzer Blick in die Geschichte Es hat den Anschein, dass bereits die Babylonier im Jahre 3000 v. Chr. eine Trüffelart kannten und dass im Jahre 2600 v. Chr. der sagenhafte Pharao Cheops verrückt nach Trüffeln war, die mit Gänsefett gekocht wurden. In weniger zurückliegenden Zeiten - auch wenn es sich immer noch um das 2. Jh. v. Chr. handelt. - behandelte Theophrastos von Eresos, einer der Lieblingsschüler von Aristoteles, der sich mit Botanik beschäftigte, die Trüffel in seiner Historia plantarum. Er definierte sie als einen wertvollen Tischschmuck und vertraute ihre Entstehung der Verbindung des Regens mit dem Donner an. Die Trüffel wurde in jenen Zeiten auf den Tafeln so sehr geschätzt, dass genau zur Zeit von Theophrastos bei einem in Athen organisierten authentischen gastronomischen Wettbewerb der erste Preis einem Gericht mit Trüffeln zuerkannt wurde. Es handelte sich um eine Art Pastete mit einer Füllung aus hauchdünn geschnittenen Trüffeln auf einer gehackten und mit verschiedenen Gewürzen angemachten Fasanenbrust. In der griechischen Welt verweilend erinnern wir daran, dass im 2. Jh. v. Chr. Galenus - der Begründer der systematischen Medizin - die Meinung vertrat, dass die Trüffel sehr nahrhaft sei und «der Wollust zuträglich sein konnte». So wurden der mysteriösen Trüffel aphrodisische Eigenschaften zugeschrieben, d.h. die Fähigkeit, die Möglichkeit des erotischen Genusses zu unterstreichen. In der römischen Welt der Kaiserzeit rufen ihr so ungewöhnlicher Geruch und ihr «seltsames» Wachstum eine Reihe von Legenden über ihre Entstehung und ihre Wirkung ins Leben. Sie werden Venus geweiht, der Göttin der Liebe, und die Ärzte verabreichen sie vielen von Impotenz geplagten Pazienten. Im 1. Jh. n. Chr. erscheint in Rom ein gastronomisches Werk für reiche römische Patrizier von Apicius, einem der berühmtesten Feinschmecker im alten Rom, dessen Ruhm höchstens von Lukullus (römischer Konsul, der sich mehr den Banketten als militärischen Unternehmen widmete, und grosser Freund der Trüffel; von seinem Namen leitet sich unser Adjektiv lukullisch ab) übertroffen wird. In seinem Werk verbreitet sich Apicius weitschweifend über die Vorzüge der Trüffeln, die jede Speise prunkvoll werden lässt. Im 7. Buch zitiert er einige Rezepte auf der Grundlage von Trüffeln. Wir wollen an eine berühmte Sauce erinnern: «Man reibe die Trüffeln, salze sie, stecke sie auf einen Spiess und brate sie; separat gebe man Öl, würzige Brühe, gemischten gehackten Fisch, Kräuter, Essig, Most, Wein, Honig und Pfeffer in einen Topf; wenn alles kocht, dicke man es mit Stärke ein und gebe es auf die Trüffeln». Im christlichen Zeitalter erinnern wir an eine Episode, deren Hauptperson der nach seinem Tode selig gesprochene Bischof Milano Ambrogio war; als er vom Bischof von Trevi wunderschöne Tuber zum Geschenk erhielt, zeigte er für sie - weitab von seiner sonstigen berühmten Askese - deutlich besondere Wertschätzung. Im hohen Mittelalter wurde die Trüffel aufgrund des Albtraums der Sünde als sehr gefährlich angesehen und es wurde sogar die Hypothese ihrer dämonischen Natur vorgebracht. Also verschwand sie für eine gewisse Zeit fast ganz von den Tafeln, um zur Zeit der Stadtstaaten und der Signorie wieder aufzutauchen, als die Herrschaften darum wetteiferten, sie auf ihren Tafeln zu haben. Der grosse Poet Francesco Petrarca widmet in einem Sonett der Trüffel folgende Verse: «...dentro dove giammai non si aggiorna / gravida fa di sé il terrestre umore; / onde tal frutto e simile si colga...». Aus dieser Zeit erreicht uns endlich Nachricht von den edlen Trüffelsorten, dem tuber magnatum und dem tuber melanosporum. Bis dahin hatte sich der Mensch mit weniger hochwertigen Trüffeln begnügt, und zwar mit Knollen afrikanischer Herkunft, die einen ganz anderen Geschmack und Wert hatten als die besseren Sorten. Wahrscheinlich entdeckte man letztere durch die Beobachtung des Verhaltens der Wildschweine und der Schweine, die die Trüffeln viele Jahrhunderte lang ungestört gegessen hatten. Den grössten Ruhm erreicht die Trüffel jedoch in der Renaissance, als sie sogar eine Art psychologischer Abhängigkeit hervorrief. Auf einem respektablen Bankett durfte die Trüffel auf keinen Fall fehlen. In dieser Zeit bemühten sich die besten «Küchenmeister» im Dienste der Herrschaft um die Erschaffung immer neuer Rezepte mit Trüffeln, um sie illustren Gästen, denen diese Knolle häufig geschenkt wurde, anzubieten. Im Jahre 1502 schenkte die Prominenz der Stadt Acquamagna in den Marken Lucrezia Borgia, der wunderschönen Tochter des freidenkerischen Papstes Alexander VI., riesige schwarze Trüffeln. Die unerbittliche Liebhaberin mit der unwiderstehlichen Ausstrahlung liebte die Trüffeln vielleicht auch deshalb, da sie ihr ein geheimnisvolles Gefühl übermittelten. Dasselbe Geschenk überreichte dieselbe Prominenz im September des Jahres 1526 an Julius II. (Giuliano della Rovere), den kriegerischen Papst und Förderer der Künste (er beauftragte Michelangelo mit vielen Kunstwerken, darunter die Fresken in der Sixtinischen Kapelle), der mit seinen Truppen auf dem Weg nach Bologna (um dieses zu unterwerfen) in Acquamagna vorbeikam. Die Trüffel erscheint natürlich auch in guter Position unter den Produkten, die Caterina de' Medici förderte, als sie sich als Braut von Heinrich II. nach Frankreich begab. In der toskanischen Küche hatte die Trüffel von der Renaissance an eine bedeutende Stellung inne und sie wurde sogar von Dichtern gepriesen. Man denke nur an Bernardo Vigo, der im Jahre 1776 in lateinischer Sprache das Gedicht Tuber terrae schrieb, in dem er die Erlesenheit der Trüffel lobpries. Das ganze 19. Jh. hindurch war die Trüffel ein Symbol der Vornehmheit und des Reichtums. Viele Könige und Kaiser, einschliesslich Napoleon, zeigten sich begeistert von der köstlichen Knolle. Sogar auf dem Abschlussessen des Wiener Kongresses (1815), an dem die grössten Staatsmänner der Welt teilnahmen, hatte die Trüffel auf die croquettes d'esturgeon gestreut ihren Auftritt. Ein seltenes Nahrungsmittel Die Trüffel ist immer schon ein hochwertiges, kostbares und teures Nahrungsmittel gewesen, doch im Laufe der Zeit haben sich diese Eigenschaften noch verstärkt. Heute ist sie durch die steigende Nachfrage eher ein Mythos als ein Nahrungsmittel, ein Wunsch, der sich u.a. durch den immer höheren Preis nur mit grossen Schwierigkeiten erfüllt. Die spontan wachsenden Trüffelfelder sind nämlich in den letzten Jahrzehnten aufgrund einer Reihe von Ursachen - an erster Stelle stehen die Umweltverschmutzung, die Umweltschäden und die Entwaldung - beträchtlich weniger geworden. Um die progressive Erschöpfung der natürlichen Trüffelfelder in Grenzen zu halten, haben aufmerksame Studien in Bezug auf den Trüffelanbau mit ermutigenden Ergebnissen begonnen. Man muss jedoch präzisieren, dass es sich um einen indirekten Trüffelanbau handelt, d.h. man baut nicht die Trüffel an, sondern die Pflanze, die die Trüffel "erzeugt", um die spezifische Mykorrhization zu erhalten (die Symbiose, in der die Trüffel mit den Wurzeln der Gräser leben; sie geben Wasser und Salze, die sie aus dem Boden aufnehmen, an die Gräser ab und erhalten von ihnen bereits verarbeitete Kohlehydrate, d.h. Nahrung) und die Bedingungen für die Trüffelbildung zu fördern. Der Trüffelsucher und sein Hund Die Kunst des Trüffelsuchers besteht aus Aufmerksamkeit, Erinnerung und Erfahrung und sie wird mit der Hilfe des Trüffelhundes ausgeübt. Es ist notwendig, jeden einzelnen Zentimeter der Erde zu kennen, damit die Bemühung belohnt wird. Und es ist grösste Zurückhaltung geboten, damit die geheimen Tricks auch geheim bleiben. Man darf nie verraten, wo man die Trüffeln gefunden hat und die einzige erlaubte Begleitung ist der Hund. In den Nachtstunden gelingt die Suche am besten, da sich die Gerüche durch die auf den Boden sinkende Feuchtigkeit am besten entwickeln und die Dunkelheit strengste Geheimhaltung gestattet. Das einzige verwendete Werkzeug ist eine Schaufel, die verschiedene Formen haben kann und die der Trüffelsucher im allgemeinen selber anfertigt. Schliesslich ist es nötig, dass Mensch und Tier (im allgemeinen ein Mischling, auch wenn in Italien seit dem Jahr 1991 von der ENCI der italienische lagotto als eigene Rasse und als Besonderheit des Sektors anerkannt ist) fast eins werden in einer Spannung, die sie vereint. Der Mensch, anfangs Zuschauer, folgt schweigend dem erregten Hund, bis dieser anhält, sich um sich selbst dreht und die Nase auf den Boden drückt; wenn er freudig jaulend anfängt mit den Pfoten zu scharren, tritt der Trüffelsucher in Aktion; er nähert sich dem Hund, streichelt und beruhigt ihn, und wenn der Tuber zum Vorschein kommt, schreitet er mit der Schaufel ein, wobei er dem Hund einen Leckerbissen gibt. Manch einer lässt seinen Hund mit einer Geste des Mutes und des Respektes vor der Intelligenz des eigenen Tiers und einer Geste des Vertrauens in das lange und mühselige Abrichten alles machen (mit dem Risiko, dass er den wertvollen Tuber frisst). Dieses Abrichten beginnt, wenn der Hund zirka sechs Monate alt ist. Er wird dazu stimuliert Gegenstände zu apportieren und im Boden zu scharren, indem man etwas versteckt, das einen erkennbaren Geruch hat. Danach versteckt der Abrichter einen Lappen mit starkem Käsegeruch in der Erde, um den Hund an etwas zu gewöhnen, das einen starken und scharfen Geruch hat. Erst später ersetzt man das Käsearoma mit dem der Trüffel. Wenn das Tier gelernt hat den Lappen ohne Zögern zu finden, wird eine Trüffel versteckt, die der Hund nicht essen oder beissen darf, sondern intakt seinem Herrchen geben muss. Natürlich erfordert diese Disziplin sehr viel Übung, Geduld und mindestens eineinhalb Jahre Zeit; aber wenn der Hund erst mal gelernt hat, die Trüffeln auszumachen und sie seinem Herrchen aufzubewahren, trägt sie reiche Früchte. Die Trüffel in der Toskana Die für Trüffeln berühmten Gegenden in der Toskana sind das Gebiet um Siena, die Maremma und, wie bereits angedeutet, das Städtchen San Miniato im Gebiet um Pisa. Die hochwertigsten Sorten, die man finden kann, sind der tuber magnatum Pico (weisse Trüffel; die Blume im Knopfloch der Kategorie, weisslich in der Farbe und mit einem sehr scharfen, begeisternden und sehr angenehmen Geruch), der tuber brumale vittadini (schwarze Trüffel) und der tuber melanosporum vittadini (schwarze Trüffel). Doch ob schwarz ob weiss, die Trüffel wird stets geschätzt und sie harmoniert mit jedem Gericht: von den Tagliatelle bis hin zum Reis, vom Fleisch bis hin zu den Eiern und sogar dem Fisch. Es ist wichtig, dass sie auf der Speise serviert wird, damit das durchdringende Aroma nicht abgeschwächt wird; ein intensives Aroma, das jede Speise hochwertig macht, das jeden Gaumen zu begeistern vermag, das aufgrund seines besonderen Pathos immer noch sehr oft als erotisierend angesehen wird. Quelle: Welcome to Italy Trüffel aus der Region Umbrien Umbrien ist ein riesiges Trüffelfeld und es bringt verschiedene Trüffelsorten hervor: die schwarze Trüffel, den Sommert (Tuber aestivum) und die duftende weisse Trüffel. Die vorherrschende Sorte ist die umbrische schwarze Trüffel von Norcia und Spoleto (Tuber Melanosporum Vittadini). Sie reift von November bis März und hat - im Unterschied zu den anderen Sorten - die Eigenschaft, ihren Geschmack zu unterstreichen, wenn sie gekocht wird. Die weisse Trüffel ist noch seltener und hochwertiger. Der wissenschaftliche Name lautet Tuber Magnatum Pico: "magnatum", da sie für die Magnate bestimmt ist, für die grossen Herren der Tafel, die aus dem Preis kein Problem machen; und Pico, da ein Arzt aus Turin mit diesem Nachnamen im Jahre 1788 als erster ihre Merkmale beschrieb. Das Herstellungsgebiet kann man im Oberen Tal des Tibers, im Gebiet Eugubino gualdese und im Gebiet um Orvieto ausmachen. Zur Reife gelangt sie ab Oktober bis zum ganzen Monat Januar. Um die Trüffelerzeugung kreist ein guter Teil der regionalen Küche und der umbrischen Wirtschaft. Ungefähr 80 Prozent des gesamten Inlandsprodukts an Trüffeln werden in Umbrien verarbeitet, verpackt und in den Handel gebracht, genauer gesagt im Inneren eines geographischen Dreiecks, das an der Grundlinie von dem Lauf des Flusses Nera und an den Ecken von den Städten Terni, Spoleto und Norcia begrenzt wird. Umbrien bestätigt dieses Produkt, das Quelle von Reichtum und Berühmtheit ist, mit einer Reihe von Veranstaltungen. Wir wollen nur an die wichtigsten Gelegenheiten erinnern, bei denen die Trüffel die absolute Protagonistin ist. Ende November wird die Mostra mercato della Valtopina (Verkaufsausstellung des Valtopina) abgehalten. Der gastronomische Wettbewerb Il tartufo d'oro (Die goldene Trüffel) findet zwischen Ende Oktober und November in Gubbio statt. Der Premio umorismo (Preis für Humor) von Città di Castello ist eine kuriose Veranstaltung, die die Trüffel zum Gegenstand hat und Anfang November stattfindet wie die Mostra del tartufo (Trüffelausstellung), die in der Altstadt abgehalten wird und - auch wenn sie andere Erzeugnisse des Waldes beherbergt - dazu neigt, die weisse Trüffel hervorzuheben. Auch in Fabro wird - ebenfalls im November - eine Trüffelausstellung abgehalten. Die bekannteste ist jedoch sicher diejenige, die in Norcia auf dem Hauptplatz am letzten Februarsonntag abgehalten wird, auch wenn die Trüffel inmitten anderer typischer Produkte des Valnerina, wie z. Bsp. Wurstwaren, Käse und geräucherte Forellen, auftritt. Unter den unzähligen Gerichten der umbrischen Küche, deren Hauptzutat die Trüffel ist, wollen wir an das tortino di tartufo erinnern. Dieses einfache, preisgünstige und bescheidene Gericht wird durch die Trüffel hochwertig und besonders. Nach dem Wenden wird diese Torte (oder Frittata) mit reichlich gehobelten Trüffeln bestreut und zugedeckt ein paar Sekunden (nicht länger) auf dem Herd gelassen. Ein wahrhaft königliches Essen ... Quelle: Welcome to Italy Siehe auch: Das Schwarze Gold aus Norcia - Die schwarze Norcia Trüffel Trüffel aus der Region Marken Die Trüffeln, die man in den Wäldern der Marken findet, sind von ausgezeichneter Qualität und von sehr intensivem Aroma, sowohl die weissen als auch die schwarzen. Aus den kleineren Trüffeln stellen einige Betriebe Trüffelcreme, Butter und Öl mit Trüffelaroma, Schachteln mit fein aufgeschnittenen Sommertrüffeln, gemischte Cremes aus Pilzen, Oliven und Trüffeln, Käsefondues mit Trüffeln, usw. her. Den Tuber Magnatum Pico, die wertvollste und raffinierteste weisse Trüffel, findet man vor allem in Sant'Angelo in Vado und in Sant'Agata Feltria, im Pesarese, von Oktober bis Dezember. Die wertvolle schwarze Trüffel, die auch bekannt ist unter dem Namen pregiato di Norcia e di Spoleto und die sich Gioacchino Rossini (1792-1868) nach Frankreich schicken liess, findet man von Dezember bis Februar im Gebiet um Acqualagna (Pesaro), Acquasanta Terme, Roccafluvione, Comunanza, Montefortino (Ascoli Piceno), Camerino und Visso (Macerata). Die Sorte bianchetto oder auch marzuolo ist typisch für Pinienhaine; man findet sie zum Winterende in Fossombrone (Pesaro), während man die scorzoni sommers wie winters ein wenig überall findet. Das Centro sperimentale di Sant'Angelo in Vado stellt trüffelerzeugende Pflanzen her, die, nach der Besiedelung mit Pilzen (Mykorrhization), für die Aufforstung und angelegte Trüffelfelder benutzt werden. In Acqualagna spricht man von der Trüffel bereits im Jahre 1668; ersichtlich aus einer Urkunde, die man im historischen Archiv der Universitätsbibliothek von Urbino gefunden hat. Sowohl in Acqualagna als auch in Sant'Angelo in Vado finden während des Herbstes zwei wichtige Verkaufsausstellungen mit Festen statt, die der Trüffel gewidmet sind. Übrigens sind in den Marken - einem an über Jahrhunderte unverändert gebliebenen Traditionen reichen Landstrich - die Feste, die bestimmten Lebensmitteln gewidmet sind, äusserst zahlreich. Besonders bezeichnend ist jedoch das Fest, das in der zweiten Julihälfte in Fano in der Provinz Pesaro und in Urbino stattfindet: eine Veranstaltung, die Carnevale d'estate (Sommerkarneval) oder Sagra delle sagre (Fest der Feste) genannt wird. Das kommt daher, dass sie eine Reihe von kulinarischen Festlichkeiten vereint: die sagra della salsiccia (Wurst) von Castelvecchio, die sagra dei vincisgrassi (spezielle Nudeln) und die sagra della piadina (besonderer Teigfladen) von Cartoceto, die sagra degli spiedini (Spiesschen) von Fano, die sagra della polenta von San Costanzo und die sagra dell'asciutto e profumato bianchello von Metauro. Quelle: Welcome to Italy Links Pilze in Italien Die Römer glaubten, diese unterirdische Knolle, tuber (Beule) genannt, sei die Frucht des Blitzes, die unter oder in der Nähe von Bäumen wachse. Sie konnten für etwas, was so köstlich war, dass sogar Schweine davon berauscht wurden, keine andere Erklärung finden. Jahrhunderte lang galt die Trüffel als besondere Speise, die nur kultivierte Menschen geniessen konnten. weiter... ![]() |
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