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Italien zählt zu den klassischen Weinländern. Namen wie Chianti, Valpolicella oder Soave kennt fast jeder und auch Prosecco erfreut sich anhaltender Beliebtheit. In Italien wird mehr Wein als in jedem anderen Land erzeugt. Es gibt eine unglaubliche Vielzahl verschiedener Weinstile, was zum einen an ein paar hundert verschiedenen angebauten Traubensorten liegt, zum anderen aber auch an den verschiedenen klimatischen Bedingungen der einzelnen Anbaugebiete und den vielen verschiedenen traditionellen Weinbereitungsverfahren.
Weinbauregion Abruzzen Trotz ihrer eher begrenzten Fläche sind die Abruzzen in Bezug auf Weinanbau und Weinerzeugung eine wichtige Region. Bereits in der Antike schrieben Dichter und Schriftsteller von ihren Weinen und priesen deren Eigenschaften. Plinius der Ältere, ein erfahrener Weinkenner, bemerkte in seinem Werk Naturalis Historia die ausgezeichnete Qualität der Peligni-Weine, die Marziale in Bezug auf Qualität und Hochwertigkeit auf eine Stufe mit den toskanischen stellte und sehr schätzte. Und auch Ovid versäumte nicht, sein Geburtsland zu preisen und zu unterstreichen, dass der Weinberg im Tal Valle Peligna die häufigste Anbauart war. weiter... Weinbauregion Aostatal Die Bewohner des Aostatals haben ihre Weine «geschaffen», indem sie den Bergen durch die Anlage von Terrassierungen, die sich an den Felsen klammern und über den Abhängen unten im Tal «schweben», den Boden förmlich entrissen haben. Die charakteristisch schmeckenden Rotweine, Roséweine und Weissweine sind stark an diesen Boden gebunden, so dass der grösste Teil von ihnen die Anerkennung als Wein mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung - wie «Vino Vallée d'Aoste» - erhalten hat. Neben diesen Weinen gibt es die Tafelweine, die «Vins du pays» genannt werden und vielleicht weniger «vornehm» sein mögen, die jedoch nicht weniger geschätzt werden. Ursprünge und «Vaterschaft» des Weinanbaus in den Bergen verlieren sich in den Jahrhunderten zwischen Episoden aus der Geschichte und Erzählungen, die mündlich von einer Generation an die nächste weitergegeben wurden. Gewiss ist die seit jeher bestehende Sorgfalt für die Weinherstellung, die als ein sozial bedeutender Augenblick erlebt wurde und zu einem Teil der Kultur dieses Volkes, das den Bergen so viel «entreissen» und so viel von ihnen «ernten» musste, geworden ist. weiter... Weinbauregion Apulien Apulien ist eine der grössten weinproduzierenden Regionen Italiens und bringt jetzt ihre Weine auf einen neuen, hohen Qualitätsstandard. Bekannt als Weinkeller Italiens produziert Apulien Weine, die bereits im 7. und 8. Jahrhundert v. Ch., zur Zeit der Magna Graeca, gut bekannt waren. Unter den Römern wurden apulische Weine in die zivilisierte Welt exportiert; in der Renaissance fand sie Lorenzo il Magnifico äusserst angenehm; und nach der Besetzung Italiens durch die Franzosen wurden riesige Mengen nach Frankreich verschifft. weiter... Weinbauregion Basilikata Ein ausschlaggebender Impuls für den Weinanbau in dieser Region ging von den Ansiedlungen der ersten griechischen Kolonien aus. Danach gewann der Anbau von Wein immer grössere Bedeutung und der Wein wurde zu einem Handelsobjekt zwischen den verschiedenen Bevölkerungen. Man weiss jedoch leider nichts über die Qualität und die Weinsorten, die die Menschen hier damals herstellten und auf die Schiffe der Routen verluden, die von Metapontino abhingen. Etwas mehr weiss man über die Römische Zeitepoche: Der Dichter Horaz, gebürtig aus Venosa (Potenza) stammend, spielt in seinen Oden häufig auf die Weinstöcke und den Wein seines Heimatlandes an; und Plinius der Ältere erinnert an den Ruhm der Weine aus Tempsa, der alten, heute verschwundenen lukanischen Stadt, und aus anderen Weinbauzentren wie Buxentum, dem heutigen Policastro Bussentino. weiter... Weinbauregion Emilia-Romagna Seit einiger Zeit ist dieses Gebiet eine der grössten weinproduzierenden Regionen Italiens, die aber auch für ihre Speisen und Früchte berühmt ist. In der mittleren Region, südwestlich von Rimini, einem bekannten Badeort, liegt - auf dem Berg San Marino - die gleichnamige Republik. San Marino ist völlig autonom, hat ein eigenes Parlament, eigenständige Verwaltung, Briefmarken, etc. Zweifelsohne ist der bekannteste Wein dieser Region der LAMBRUSCO, benannt nach der Rebsorte, die hier besonders gut gedeiht. Dieser leicht schäumende Rotwein erstaunt den Weinliebhaber immer wieder durch einen zarten, violetten Schimmer, den er im Glas erzeugt. Die süsse Variante dieses Weines ist bei jungen Leuten bereits zu einem schicken Partygetränk avanciert. Es gibt insgesamt fünf LAMBRUSCO in DOC-Qualität: MANTOVANO, SORBARA, REGGIANO, GRASPAROSSA di CASTELVETRO und SALAMINO di SANTA CROCE. Die trockenere Spielart, ein charaktervoller Wein mit viel Säure, passt besonders gut zur lokalen Küche. weiter... Weinbauregion Friaul Die Region Friaul - Julisch Venetien ist berühmt für ihre Weinerzeugung, die auf viele Jahrhunderte v. Chr. zurückgeht. Der Weinstock wurde in diesen Gebieten von der griechischen Welt aus eingeführt, und zwar um das Jahr 1000 v. Chr. herum. Doch gewiss wurde der Weinanbau in der römischen Zeit weiterentwickelt und nach technischen Kriterien geführt, vor allem was die Weinherstellung anbetrifft. Plinius der Ältere (23-79 n. Chr.) schreibt z. Bsp. in seinem Werk Naturalis Historia, das aus siebenunddreissig Büchern bestand und dem römischen Kaiser Titus gewidmet war, dass der Wein Pucinum als reich an therapeutischen Eigenschaften angesehen wurde, so dass Augusta Giulia ihre sechsundachzig Jahre diesem Wein zuschrieb, hergestellt «im Golf des Adriatischen Meeres, nicht weit entfernt von dem steinigen Hügel der Quelle des Timavo, wo die Meeresbrise wenige Amphoren reifen lässt». weiter... Weinbauregion Kalabrien Der Weinanbau in Kalabrien geht auf weit entfernte Zeiten zurück und ist das Ergebnis zweier Kulturen, die, was den internen Teil der Region anbelangt, an die italischen Völker (mit einem sehr primitiven Weinbau) und, soweit es die Küstengebiete betrifft, an die griechischen Bevölkerungen gebunden sind, die dem Sektor den Anstoss gaben. Bereits im Jahre 744 v.Chr., Datum der Gründung von Reggio seitens der Griechen, blühte der Weinbau und zu dem aktiven Weinmarkt Sibari kamen bald weitere, wie z. Bsp. Crotone und Locri. Dass der Weinstock eine wichtige wirtschaftliche Investition darstellte, bezeugt auch die von den Tafeln von Eraclea wiedergegebene Tatsache, dass die Pacht für mit Weinstöcken bepflanzte Böden im Vergleich zu anderen Böden der gleichen Qualität, die mit anderen Pflanzen kultiviert wurden, sechsmal höher war. Über die in jener Zeitepoche erzeugten Weine weiss man leider fast nichts; Theokrit zufolge stellte man in Biblia oder Biblina Weine her, und es wurde ein guter Wein geschätzt, den man aus einer Rebsorte gewann, die aus Thrakien stammte. weiter... Weinbauregion Kampanien Der Anbau des Weinstocks in der Region Kampanien geht zurück bis auf die Zeit vor dem 12. Jh. v. Chr., in die Zeit, in der vom Norden und vom Zentrum aus die Etrusker, und später dann die Griechen, begannen, sich in diesen Landstrichen anzusiedeln. Jene Völker verstanden bald, dass die Verbesserung der Techniken für den Anbau dieser Pflanze bedeutete, eine Frucht mit ziemlich interessanten Eigenschaften zu erzeugen, aus der man ein originelles, köstliches und berauschendes Getränk gewinnen konnte. weiter... Weinbauregion Latium In dieser Region wurde der Weinstock bereits in den Jahrhunderten vor der Entstehung Roms (753 v. Chr.) kultiviert, obwohl in jenen Zeiten die Viehzucht überwog und der Wein vor allem für die Gaben an Jupiter und für heilige Opfer verwendet wurde. Zu Zeiten von Romulus und Remus begannen ihn die verschiedenen Stämme zu kosten. Auf den vulkanischen Hügeln der Castelli romani fand der Weinstock (mit dem Olivenbaum) seinen idealen Standort und er wird von den Dichtern Tibull, Horaz und Catull und auch in der Naturalis Historia von Plinius dem Älteren erwähnt. Doch es handelte sich um einen wenig geschätzten Wein, da der Anbau und die Verarbeitung auf sehr einfache Weise erfolgten. Erst im Hohen Mittelalter, im 12. Jh., entwickelt das Latium eine Kultur des Weinbaus und der Weinerzeugung. Und erst im Jahre 1406 (zur Zeit des Papstes Gregor XII.) wurden die Normen zur Regelung der Weinerzeugung in den «Statuti dell'agricoltura» (Statute der Landwirtschaft) kodifiziert. Weinbau und Weinerzeugung durchlebten im Latium wechselhafte Phasen. Ein entschiedener Aufschwung und ein frischer, innovativer Wind kamen mit der Einnahme Roms durch die Piemonteser (1871). weiter... Weinbauregion Ligurien Wenn auch die Weinproduktion in Ligurien heute vorwiegend vor Ort verbraucht wird (wir erinnern an den Albarola oder den Ancellotta) und in dieser Region kein Wein mit grossem Namen (wenn man die begrenzte Produktion der Cinque Terre ausschliesst) hergestellt wird, ist es doch gleichzeitig wahr, dass einige ligurische Weine bereits in dem Brief erwähnt wurden, den Sante Lancerio, der im 16. Jh. lebte, an den Kardinal Guido Ascanio Sforza schrieb. Ein Brief, der von der Natur und der Qualität der Weine handelte und der als Frühdruck der italienischen önologischen Literatur angesehen werden kann. Dieser Brief liefert zum ersten Mal eine sachbezogene Bewertung bezüglich der einzelnen Erzeugnisse, ihres äusseren Anblicks, ihres Buketts, ihres Geschmacks, ihres Nachgeschmacks und auch ihres Alkoholgehalts, ihrer Haltbarkeit, ihres Verhaltens beim Transport und ihrer Eignung zu den einzelnen Speisen, zu den verschiedenen Tageszeiten, zu denen der Wein getrunken werden sollte, zu den verschiedenen Jahreszeiten und zu den verschiedenen physiologischen Umständen. weiter... Weinbauregion Lombardei In gewisser Weise eine Region der Gegensätze: mit der Po-Ebene - und den schneebedeckten Alpen; mit geschäftigen Industriestädten - und verträumten, friedlichen Dörfern auf den Hügeln rund um den Lago Maggiore und den Comosee. Auf den steilen Terrassen von Valtellina, nahe der Grenze zur Schweiz, werden die Trauben während der Lese immer noch in den gerle, den traditionellen Schulterkörbcn - wie sie in diesem Tal schon vor Jahrhunderten verwendet wurden - getragen. Trotz der harten Winter, der rauhen Landschaft und der Versuchung, in einer der Industriestädte ein bequemeres Leben zu führen, haben sich einige hingebungsvolle Winzer dennoch dazu entschlossen, hier die alte Tradition des Weinbaues fortzuführen und Weine von exzellentem Ruf zu produzieren. weiter... Weinbauregion Marken In dieser Region ist die Weinherstellung wirklich aussergewöhnlich stark mit den historischen Geschicken verknüpft. Wir haben Grund zu der Annahme, dass der Anbau des Weinstocks auf den Hügeln der Marken bereits vor der Unterwerfung durch die Römer (268 v. Chr.) blühte. Damals war der Weinanbau sogar einer der tragenden Sektoren der Landwirtschaft, und Cato (243-149 v. Chr.) und Varro (116-27 v. Chr.) waren sehr angetan von dem hohen Ertrag der Weingärten an der Adria zwischen dem Piceno und dem Riminese. Der griechische Historiker Polybios gibt in seiner römischen Geschichte, die die Zeitspanne von 264 bis 146 v. Chr. umfasst, die Tatsache wieder, dass Hannibal den Pferden seines Heeres ihre Kraft wiedergab, indem er sie mit ziemlich gealtertem Wein des Picenum einreiben liess. weiter... Weinbauregion Molise Molise ist in Bezug auf Bevölkerungsdichte und Grösse die vorletzte Region Italiens und hat ein vorwiegend gebirgiges und hügeliges Aussehen. Trotz einer gewissen Entwicklung des Fremdenverkehrs (sowohl im Gebirge als auch an der Küste) und dem Bau von neuen Produktionsanlagen für Autos ist die Region vorwiegend mit der Landwirtschaft und der Viehzucht verbunden. Molise ist eines der wenigen Gebiete Italiens, wo die Landschaften des alten Italiens mit Werten und Traditionen, die anderswo verschwunden sind, noch bewahrt werden. weiter... Weinbauregion Piemont Die Berühmtheit des Piemont in Bezug auf seinen Wein hat sehr alte Ursprünge. Die Griechen sollen als Erste Qualitätsweine in diese Region gebracht haben: von den Küsten des östlichen Mittelmeers kamen sie mit ihren Schiffen voller Weinamphoren in den ligurischen Häfen an. Von hier aus drangen sie ins Hinterland vor, um schliesslich das Piemont zu erreichen. Die mitgebrachten Ableger und Stecklinge dienten der Anlage der ersten Weingärten. Bereits zur Römerzeit blühte der Weinanbau: Plinius der Ältere zitiert in seiner Enzyklopedie Naturalis Historia die Verwendung in dieser Gegend von Holzfässern als Behälter für Wein. Der Einfall der Gallier in Italien ist, glaubt man Ariosto, u.a. der besonderen Köstlichkeit und dem Ruhm, den die piemontesischen Weine bereits zur Römerzeit genossen, zuzuschreiben. Mit dem Niedergang des Römischen Reiches und mit den Einfällen der Barbaren erlitt der Weinanbau nicht wenige Verwüstungen. Trotzdem blieb er stets ziemlich effizient und breitete sich in Friedenszeiten weiterhin aus. Die Ausbreitung des Weins dauerte auch nach dem Jahre Tausend an und viele Hügelgebiete der Gemeinden Alba, Asti, Bra, Cherasco und Monforte waren von Weingärten bedeckt. Das Produkt war dermassen wichtig, dass im Laufe des 13. Jh. in jenen Gebieten die Traubenqualität durch Ernteverbote vor dem 29. September geschützt und ausserdem der Weinverkauf in den osterie streng reglementiert wurde. Diese Regelungen sind in den Ernteverordnungen der damaligen Zeit aufgeführt. weiter... Weinbauregion Sardinien Der Weinstock wird auf dieser Insel seit undenklichen Zeiten angebaut; manch einer behauptet, dass er von den Phöniziern eingeführt wurde, andere meinen, er sei eine einheimische Pflanze. Als sicher gilt, dass die erste massive Einwanderung auf die Insel die phönizische war, gefolgt von den griechischen Siedlern, die vor dem 7. Jh. v. Chr. kamen: die beiden Völker begannen alsbald mit der Vermarktung des Weins entlang der Mittelmeerküsten. Als die Karthager auf der Insel einfielen, beschädigten sie – sowohl als Repressalie als auch zum Schutz der Weine ihrer Heimat – eine Vielzahl der mit Weinstöcken angebauten Felder und sie legten eine rigorose Beschränkung auf. Mit der Zeit jedoch förderten dieselben Eindringlinge für den eigenen Bedarf den Anbau der Trauben. Während des Römischen Reiches bestand seitens der Besetzer ein gewisses Interesse am lokalen Wein; trotzdem privilegierten sie den Anbau von Weizen - zum Nachteil des Weinstocks, der nichtsdestotrotz weiterhin präsent war, dank der Qualität seiner Erzeugnisse sogar mehr als in anderen Provinzen und Regionen. weiter... Weinbauregion Sizilien Sizilien ist eine der grössten Regionen mit Weinbau und Weinerzeugung des Mittelmeers und es weist aufgrund der vielen besonders für den Anbau des Weinstocks berufenen Gebiete eine breite Palette an önologischen Erzeugnissen auf. Weinbau und Weinerzeugung waren auf dieser Insel bereits im zweiten Jahrtausend v. Chr. vorhanden, noch vor der Landung der griechischen Ansiedler also, denen jedoch der Verdienst zusteht, die Anbautechnik verbessert zu haben. Der sizilianische Wein, der noch heute ein grundlegendes Erzeunis für die Inselwirtschaft ist, stellte seit der Antike ein wichtiges Element für die Entwicklung des Exports dar. Es fehlte jedoch auch nicht ein Zeitraum grosser Krise: zwischen dem 3. und 2. Jh. v. Chr. wurde aus der exportierenden Insel eine importierende Insel, und zwar infolge der mit der römischen Besetzung verbundenen Kriege und der kulturellen Transformation, die nach den agrarpolitischen Entscheidungen Roms zu einer Bevorzugung des Getreides im Vergleich zum Weinstock führte. Sizilien wurde so zu einer «Kornkammer» des Römischen Reiches. weiter... Weinbauregion Toskana Aber wenn auch dieses grundlegende Werk von Andrea Bacci sicherlich umfassend ist und ein breites Panorama der Weinherstellung einschliesst, verfasste doch mitten im 17. Jh. ein anderer Arzt und Naturforscher, Francesco Redi (1626-1698) aus Arezzo, ein Werk über die toskanischen Weine. Ditirambo di Bacco in Toscana ist eine Art Katalog der toskanischen Weine mit einer Anklagerede gegen den Tee, den Kaffee, das Wasser, den Obstwein, die Cervogia (das Bier wurde mit einem alten, aus dem französischen abgeleiteten Ausdruck bezeichnet) usw. usw. Nachdem er verschiedene, in anderen italienischen Regionen hergestellte Weine kritisiert hat, schreibt Redi: «Ma frattanto qui sull'Arno / io di Pescia il Buriano, / il Trebbiano, il Colombano / mi tracanno a piena mano: / egli è il vero oro potabile / che mandar suole in esilio / ogni male irrimediabile». Und im Folgenden verherrlicht er die Malvasia, aber auch «il Topazio pigiato in Lamporecchio» und alle Weine der florentinischen und toskanischen Hügel. Bei der Preisung der Malvasia der Medici richtet er sich mit folgenden Versen an den Grossherzog der Toskana Cosimo III. (1642-1723): «... La Malvagia ... colmane per me quella gran cappa là... A tue virtudi il Cielo / quaggiù promette eternità di gloria...». Und abschliessend preist er den Chianti als alten / majestätischen / gebieterischen Wein, der jedweden Kummer und Schmerz vertreibt, so wie ihn der ...brilliante Carmignano Jupiter nicht die Götterspeise neiden lässt. weiter... Weinbauregion Trentino Die Herstellung von Wein - vor allem von Weissweinen - ist sowohl im Trentino als auch in Südtirol eine der wichtigsten Tätigkeiten. Die Gründe dafür liegen auch in der Geschichte: Bereits der römische Kaiser Augustus zeigte offene Begeisterung für diese Weine und Plinius der Ältere erinnert in seiner Naturalis Historia daran, dass die Angewohnheit der Aufbewahrung von Wein in Holzfässern, die mit Weidenringen gebunden werden, von den Einwohnern des Trentino eingeführt worden war, wie einige in der Nähe von Bozen aufgefundene Teste belegen. Kaiser Diokletian erliess dann im Jahre 92 n. Chr. ein Edikt, mit dem er den Weinanbau in den jenseits von Norditalien gelegenen äusseren Provinzen verbot. Das Trentino Alto Adige war sofort in der Lage, in die vom Verbot getroffenen Gebiete zu exportieren, und dieser Export setzte sich auch dann fort, als der Weinstock bereits wieder in den Donau- und Moseltälern blühte. Im Mittelalter ging der Weinbau ebenso wie andere Tätigkeiten an einige Mönchsorden über, insbesondere an die Benediktiner und die Dominikaner. So erwarben die wichtigsten Klöster Bayerns und Schwabens bedeutende Flächen mit Weinbergen im Trentino und sie hielten ihr Eigentum bis zur napoleonischen Enteignung. weiter... Weinbauregion Umbrien Umbrien stellt neben dem berühmten Wein von Montefalco (siehe dort) auch viele andere Weine her, die sich gut mit seiner so schmackhaften wie naturreinen Küche, die die Jahrhunderte überdauert hat, verbinden. Rotweine und Weissweine, die die beiden grossen Bereiche vertreten, in die man diese Küche aufteilen kann: Fleisch und Süsswasserfische. Unter den Rotweinen erinnern wir an den Wein von den Colli Altotiberini (auch in der Version Rosé), der hergestellt wird mit den Rebsorten Sangiovese, Merlot, Toskanischer Trebbiano (und/oder Malvasia). Er wird in verschiedenen Gemeinden der Provinz Perugia erzeugt, ist trocken und passt gut zu Gerichten wie den mazzafegati, den dicken Bohnen mit Speckschwarten usw. usw. weiter... Weinbauregion Umbrien Venetien ist eine der bedeutendsten weinproduzierenden Regionen Italiens. SOAVE, der weltberühmte trockene Weisswein, und der bekannte, rubinrote VALPOLICELLA aus der Umgebung von Verona müssen nicht erst vorgestellt werden. Der BARDOLINO, ein delikaten leichter Rotwein, wird ebenfalls hier in der Nähe des Gardasees, produziert. Und auch die RECIOTO-Weine aus sorgfältig ausgewählten, sonnenverwöhnten Trauben, die vor dem Pressen getrocknet werden. Der weisse RECIOTO di SOAVE und der rote RECIOTO della VALPOLICELLA sind reichhaltige, süsse Dessertweine; der rote RECIOTO AMARONE della VALPOLICELLA ist eine körperreiche, trockene Variante. weiter... Karten Abruzzen Aostatal Apulien Basilicata Emilia Friaul Kalabrien Kampanien Latium Ligurien Lombardei Marken Molise Piemont Sardinien Sizilien Toskana Trentino Umbrien Venetien Links Weinbaugeschichte, Regionen, Weine und Rebsorten Der Ursprung der italienischen Weinkultur liegt in der griechischen Kolonisation, mit der - beginnend auf der Insel Sizilien und den heutigen Regionen Kampanien und Kalabrien - griechische Weinbaukultur auf die Halbinsel gebracht wurde. Aber es wurde auch schon vorher Wein angebaut, dieser geht zumindest auf 1.500 Jahre vor der Zeitenwende zurück. Die Griechen brachten viele Rebsorten nach Italien und gaben dem für Weinbau geradezu idealen Land den Namen Oinotria Die Römer entwickelten die Rebenzucht weiter und führten die Weinbereitung zur hohen Kunst. Eine Spezialität war das Würzen mit Harz, Honig, Gewürzen und Kräutern um den Wein geschmackvoller und haltbarer zu machen. Es wurde bereits perlender Wein durch Lagern der mit Wein gefüllten Amphoren in kaltem Quellwasser (Gärungs-Unterbrechung) erzeugt. Im ersten Jahrhundert n. Chr. beschäftigte man sich intensiv mit der Rebsorten-Züchtung und versuchte für den jeweiligen Boden die am besten geeignete Sorte zu finden. Viele der heutigen autochthonen Weintrauben stammen von den damals kultivierten antiken Rebsorten ab. weiter... Die Weine der Welt - Italien Dank seines verlässlichen mediterranen Klimas und seiner mindestens 3000 Jahre bis zu den Etruskern zurückreichenden Weinbautradition ist Italien in der Lage, mit Frankreich um den Platz des grössten Weinproduzenten der Welt zu konkurrieren; als Weinexporteur steht es sogar im allgemeinen an erster Stelle in der Welt. Der italienische Weinexport belief sich im Jahre 1980 auf die unglaubliche Menge von 70'000'000 Hektolitern - ganz zu schweigen von der Vielfalt der Weine: rote und weisse, trockene und süsse, Still- und Schaumweine sowie gespritete Weine werden von den italienischen Weinbauern erzeugt, deren genaue Anzahl niemals festgestellt wurde. weiter... Italien - Kleine Weinkunde Was wäre ein italienisches Mahl ohne einen guten Tropfen - in einem Land, das praktisch «von Kopf bis Fuss» mit Reben bedeckt ist. Wein wächst überall - in ordentlichen Reihen, aufs Geratewohl zwischen Gemüse, er hängt dekorativ über Gemäuer oder rankt sich an Bäumen hoch. In keinem anderen Land wird mehr Wein produziert: über 2000 verschiedene Rebsorten reifen unter südlicher Sonne. Die Skala reicht von herrlich samtigen, kräftigen Roten über erfrischende Roséweine bis zu erlesenen trockenen Weissweinen. Ganz zu schweigen vom Reigen an Aperitiven, Dessertweinen, Weinbränden, Grappaschnäpsen, Kräuter- und Fruchtlikören. Und wem sind Namen wie Chianti, Valpolicella, Frascati oder Soave kein Begriff? Doch die besten Weine behalten die Italiener für sich selbst. weiter... Weinanbau in Italien - Geschichte Der Wein ist in allen Kulturen und in den Banketten aller Zeitepochen gegenwärtig. Seine Verwendung wird in den Büchern der ältesten Literatur bezeugt, vor allem was die sehr häufig erwähnten, seit jeher berühmten italienischen Weine anbetrifft. Man bedenke nur, dass Italien in der Antike Enotria genannt wurde, also Heimat des Weins, auch wenn Armenien und Mesopotamien die antike Wiege der vitis vinifera sind. weiter... La Grappa - Definition, Herstellung, Lagerung und Konsum Die Grappa ist ein Tresterbrand und gehört demnach zur Gruppe der Getränke, die durch Destillation einer alkoholhaltigen Substanz gewonnen werden und sich durch einen hohen Alkoholgehalt (mindestens 37,5% äthylalkohol) und einen sehr niedrigen Zuckergehalt (2 %) auszeichnen. Und er ist ausschliesslich italienischer Herkunft: dieses historisch verbriefte Recht ist von der EG definitiv anerkannt und in der neuen Verordnung über Spirituosen festgeschrieben worden. Grappa muss aus der direkten Destillation des Tresters gewonnen werden; das heisst, dass die ausgepressten Weintrauben in einen Destillierkolben gelegt und dann destilliert werden müssen. Es ist es verboten, Grappa aus dem Trester von Zweitweinen, die durch Auslaugen mit Wasser entstanden sind (so wie man es in vielen anderen Ländern macht) und dessen anschliessender Destillation zu gewinnen. weiter... Europa - Weinkultur in den Ländern und Regionen Die Länderartikel sind in keiner Weise umfassend, wollen sie doch nur eine allererste Einführung in die jeweilige Weinkultur eines Landes geben. weiter...
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