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Vini d'Italia - Weine aus Italien

Weine aus Kampanien (Campania)
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Kochen in Europa
Länder und Regionen

Der Anbau des Weinstocks in der Region Kampanien geht zurück bis auf die Zeit vor dem 12. Jh. v. Chr., in die Zeit, in der vom Norden und vom Zentrum aus die Etrusker, und später dann die Griechen, begannen, sich in diesen Landstrichen anzusiedeln. Jene Völker verstanden bald, dass die Verbesserung der Techniken für den Anbau dieser Pflanze bedeutete, eine Frucht mit ziemlich interessanten Eigenschaften zu erzeugen, aus der man ein originelles, köstliches und berauschendes Getränk gewinnen konnte.

Es folgte dann auch eine Ausdehnung des Anbaus von Rebsorten mit einer gewissen Qualität, so dass in der römischen Zeit einige Weine Kampaniens konstant auf den Tafeln der Senatoren und der Patrizier präsent waren und zur damaligen Epoche unter die anerkanntesten Weine eingereiht wurden.

Horaz zitiert vier unter den besten Produkten: Cecubo, Caleno, Falerno und Formiano. Varro beurteilt in seiner Abhandlung über die Landwirtschaft den Falerno als den besten Wein, während etwas später Plinius der Meinung ist, dass der Lorbeerkranz an den Cecubo gehen müsse, wogegen dem Falerno nur eine «secunda nobilitas», also die Silbermedaille, zustehe.

Doch im Laufe der Jahrhunderte begannen diese Weine zu verschwinden, während andere erschienen: in der Kaiserzeit setzten sich Weine wie der von Augustus bevorzugte Sezze durch. Die Dekadenz des Reiches und das beginnende Mittelalter zeichnen die Ankunft einer tiefen Krise in der Landwirtschaft, eine Gemeinsamkeit übrigens mit den anderen italienischen Regionen, und die Produktionen neigen zum einfachen Bestehen allein.

Im 10. Jh. erwacht der Landwirtschaftssektor, und zwar durch das Verdienst der neuen Feudalmächte, sowohl der kirchlichen, als auch der kirchenunabhängigen, die aus den Feldern maximale Profite ziehen wollen. Sante Lancerio beschreibt 53 Weine, von denen 14 im Reich von Neapel produziert werden und unter denen sich auch welche finden, die bereits in der römischen Zeit bekannt und beliebt waren, wie der Faustiniano. Genannt werden auch der Greco aus Somma (goldfarben, kräftig, reich an heilenden Eigenschaften), aus Posillipo, aus Ischia und aus Torre. Andere zitierte Weine sind: der Latino Bianco aus Torre del Greco, die Mezzacane-Weine (rot und weiss) aus Vico und aus Sorrent, der Coda aus Volpe und aus Nola, der Rotwein Mangiaguerra aus Castellamare, die Rot- und die Roséweine aus Salerno.

Hervorgehoben werden die Aspekte des blühenden Weinanbaus in Kampanien von Giambattista Porta im siebten Band der Villae Libri XII. Mit dem 17. Jh. beginnt ein Niedergang, nicht so sehr in Bezug auf Qualität und Quantität, als in Hinblick auf die Bekanntheit. In jener Zeit beginnt sich das Panorama des Weinanbaus zu verändern, wobei einige Rebsorten über andere siegen, wie der Aglianico, der Mangiaguerra, der Piede und der Greco.

Zum Ende des 19. Jh. sticht Kampanien unter den italienischen Regionen als Zentrum des Exports von gewöhnlichen Weinen nach Südamerika hervor, und nicht als Erzeugerin von Weinen mit grossem Ruhm. Die Namen Falerno und Faustiniano finden sich immer seltener in den Schriften von Gelehrten, die von Kampanien sprechen, während immer mehr andere Wein von geringer Güte hervorgehoben werden, wie der Asprinio, der sich aufgrund seiner Merkmale besonders durchgesetzt hat: sehr körperreich, alkoholarm, strohgelb in der Farbe, tendenziell spritzig, geeignet für die Umwandlung in Schaumwein.

Im Laufe der Jahrzehnte ändert sich das Weinbau-Panorama erneut und es erscheinen andere Weine auf der Bühne, wie der Greco, der Aglianico und der Lacrima. Der Weingarten Kampaniens erleidet eine weitere Transformation nach der Invasion der Phylloxera, die zu einer gewissen Abneigung gegenüber dem Weinstock führte, zum Vorteil anderer, ertragreicherer und einfach realisierbarer Kulturen, wie Getreide und Gemüse. Doch heute noch gestatten das Klima und der fruchtbare Boden in dieser Region eine ziemlich gute Weinproduktion, in der der Weisswein vorherrscht, der gut zu der Küche passt, die vor allem auf Fisch und Gemüse basiert.



Wir erinnern im Folgenden an die DOC-Weine Kampaniens und lassen häusliche Produktionen, die jedoch zuweilen exzellente Ergebnisse erzielen können, aus.

CAPRI BIANCO
hell-strohgelb, angenehmer Geruch, trockener Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt 11° und man serviert ihn mit einer Temperatur um die 8° zu Antipasti, Risottos, Suppen und Fischfrittüren. DOC seit dem 14. Dezember 1977.

CAPRI ROSSO
rubinrot, weiniger Geruch, trockener Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt 11,5° und man serviert ihn mit einer Temperatur um die 18° zu allen Gängen oder zu Nudelgerichten, Aufläufen, weissem und Schweinefleisch. DOC seit dem 14. Dezember 1977.

FIANO D'AVELLINO
strohgelb, intensiver Geruch, trockener Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt 11,5° und man serviert ihn mit einer Temperatur um die 8° zu allen Gängen oder zu Fisch, Antipasti, weissem Fleisch. DOC seit dem 29. August 1978.

GRECO DI TUFO
stroh-/goldgelb, angenehmer Geruch, trockener Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt zwischen 11,5° und 13° und man serviert ihn mit einer Temperatur um die 12° zu Antipasti. Er kann Schaumwein sein. DOC seit dem 26. Mai 1970.

ISCHIA BIANCO
strohgelb, weiniger Geruch, trockener Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt 11°, die Sorte Superiore hat 12°. Man serviert ihn mit einer Temperatur um die 10° zu allen Gängen oder zu Fisch und Krustentieren. DOC seit dem 9. Mai 1966.

ISCHIA ROSSO
intensiv rubinrot, weiniger Geruch, trockener Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt zwischen 11,5° und 12,5° und man serviert ihn mit einer Temperatur um die 18° zu allen Gängen oder zu Nudelgerichten, weissem Fleisch und Eiern. DOC seit dem 9. Mai 1966.

LACRYMA CHRISTI DEL VESUVIO BIANCO
strohgelb, intensiver Geruch, trockener Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt zwischen 12° und man serviert ihn mit einer Temperatur um die 10° zu allen Gängen oder zu Fischsuppen. DOC seit dem 20. Juni 1983.

LACRYMA CHRISTI DEL VESUVIO ROSATO
weiniger Geruch, trockener Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt 12° und man serviert ihn mit einer Temperatur um die 12° zu allen Gängen oder zu Antipasti und weissem Fleisch. DOC seit dem 20. Juni 1983.

LACRYMA CHRISTI DEL VESUVIO ROSSO
intensiv rubinrot, weiniger Geruch, trockener Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt zwischen 12°; man serviert ihn mit einer Temperatur um die 16° zu allen Gängen oder zu weissem und rotem Fleisch. DOC seit dem 20. Juni 1983.

LACRYMA CHRISTI DEL VESUVIO LIQUOROSO
bernsteinfarben, intensiver Geruch, süsslicher Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt zwischen 11° und 13° und man serviert ihn mit einer Temperatur um die 18-20° ausserhalb der Mahlzeit oder zum Dessert. DOC seit dem 20. Juni 1983.

SOLOPAGA BIANCO
strohgelb, weiniger Geruch, trockener Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt 12° und man serviert ihn mit einer Temperatur um die 8° zu allen Gängen oder zu Nudelgerichten, Risottos, weissem und gekochtem Fleisch. DOC seit dem 30. Januar 1974.

SOLOPAGA ROSSO
rubinrot, intensive Farbe, trockener Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt 11,5° und man serviert ihn mit einer Temperatur um die 18° zu allen Gängen oder zu Braten von Schaffleisch. DOC seit dem 30. Januar 1974.

TAURASI
intensiv rubinrot, charakteristischer Geruch, trockener Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt 12°; nach vier Jahren Alterung wird er zur Riserva (Auslese). Man serviert ihn mit Raumtemperatur zu edlem gebratenem Fleisch. DOC seit dem 25. Mai 1970.

VESUVIO BIANCO
hell-strohgelb, weiniger Geruch, trockener Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt 11° und man serviert ihn mit einer Temperatur um die 8° zu allen Gängen oder zu Meeres-Antipasti, Suppen, Risottos, Fisch. DOC seit dem 20. Juni 1983.

VESUVIO ROSATO
weiniger Geruch, trockener Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt 10,5° und man serviert ihn mit einer Temperatur um die 12° zu allen Gängen oder zu Antipasti, Aufläufen, frischen Käsesorten. DOC seit dem 20. Juni 1983.

VESUVIO ROSSO
leuchtende Farbe, kräftig rubinrot, weiniger Geruch, trockener Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt 10,5° und man serviert ihn mit einer Temperatur um die 16° zu allen Gängen oder zu Gerichten mit gebratenem oder geschmortem Fleisch. DOC seit dem 20. Juni 1983.

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Weinbaugeschichte, Regionen, Weine und Rebsorten

Der Ursprung der italienischen Weinkultur liegt in der griechischen Kolonisation, mit der - beginnend auf der Insel Sizilien und den heutigen Regionen Kampanien und Kalabrien - griechische Weinbaukultur auf die Halbinsel gebracht wurde. Aber es wurde auch schon vorher Wein angebaut, dieser geht zumindest auf 1.500 Jahre vor der Zeitenwende zurück. Die Griechen brachten viele Rebsorten nach Italien und gaben dem für Weinbau geradezu idealen Land den Namen Oinotria Die Römer entwickelten die Rebenzucht weiter und führten die Weinbereitung zur hohen Kunst. Eine Spezialität war das Würzen mit Harz, Honig, Gewürzen und Kräutern um den Wein geschmackvoller und haltbarer zu machen. Es wurde bereits perlender Wein durch Lagern der mit Wein gefüllten Amphoren in kaltem Quellwasser (Gärungs-Unterbrechung) erzeugt. Im ersten Jahrhundert n. Chr. beschäftigte man sich intensiv mit der Rebsorten-Züchtung und versuchte für den jeweiligen Boden die am besten geeignete Sorte zu finden. Viele der heutigen autochthonen Weintrauben stammen von den damals kultivierten antiken Rebsorten ab.
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Die Weine der Welt - Italien

Dank seines verlässlichen mediterranen Klimas und seiner mindestens 3000 Jahre bis zu den Etruskern zurückreichenden Weinbautradition ist Italien in der Lage, mit Frankreich um den Platz des grössten Weinproduzenten der Welt zu konkurrieren; als Weinexporteur steht es sogar im allgemeinen an erster Stelle in der Welt. Der italienische Weinexport belief sich im Jahre 1980 auf die unglaubliche Menge von 70'000'000 Hektolitern - ganz zu schweigen von der Vielfalt der Weine: rote und weisse, trockene und süsse, Still- und Schaumweine sowie gespritete Weine werden von den italienischen Weinbauern erzeugt, deren genaue Anzahl niemals festgestellt wurde.
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Weinanbau in Italien - Geschichte
Der Wein ist in allen Kulturen und in den Banketten aller Zeitepochen gegenwärtig. Seine Verwendung wird in den Büchern der ältesten Literatur bezeugt, vor allem was die sehr häufig erwähnten, seit jeher berühmten italienischen Weine anbetrifft. Man bedenke nur, dass Italien in der Antike Enotria genannt wurde, also Heimat des Weins, auch wenn Armenien und Mesopotamien die antike Wiege der vitis vinifera sind.
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Italien - Weine in den Regionen
Italien zählt zu den klassischen Weinländern. Namen wie Chianti, Valpolicella oder Soave kennt fast jeder und auch Prosecco erfreut sich anhaltender Beliebtheit. In Italien wird mehr Wein als in jedem anderen Land erzeugt. Es gibt eine unglaubliche Vielzahl verschiedener Weinstile, was zum einen an ein paar hundert verschiedenen angebauten Traubensorten liegt, zum anderen aber auch an den verschiedenen klimatischen Bedingungen der einzelnen Anbaugebiete und den vielen verschiedenen traditionellen Weinbereitungsverfahren.
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La Grappa - Definition, Herstellung, Lagerung und Konsum
Die Grappa ist ein Tresterbrand und gehört demnach zur Gruppe der Getränke, die durch Destillation einer alkoholhaltigen Substanz gewonnen werden und sich durch einen hohen Alkoholgehalt (mindestens 37,5% äthylalkohol) und einen sehr niedrigen Zuckergehalt (2 %) auszeichnen. Und er ist ausschliesslich italienischer Herkunft: dieses historisch verbriefte Recht ist von der EG definitiv anerkannt und in der neuen Verordnung über Spirituosen festgeschrieben worden. Grappa muss aus der direkten Destillation des Tresters gewonnen werden; das heisst, dass die ausgepressten Weintrauben in einen Destillierkolben gelegt und dann destilliert werden müssen. Es ist es verboten, Grappa aus dem Trester von Zweitweinen, die durch Auslaugen mit Wasser entstanden sind (so wie man es in vielen anderen Ländern macht) und dessen anschliessender Destillation zu gewinnen.
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Europa - Weinkultur in den Ländern und Regionen
Die Länderartikel sind in keiner Weise umfassend, wollen sie doch nur eine allererste Einführung in die jeweilige Weinkultur eines Landes geben.
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Weine aus Italien
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