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Italien - La bella Italia Vini d'Italia - Weine aus Italien Weine aus der Lombardei (Lombardia) |
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In gewisser Weise eine Region der Gegensätze: mit der Po-Ebene - und den schneebedeckten Alpen; mit geschäftigen Industriestädten - und verträumten, friedlichen Dörfern auf den Hügeln rund um den Lago Maggiore und den Comosee. Auf den steilen Terrassen von Valtellina, nahe der Grenze zur Schweiz, werden die Trauben während der Lese immer noch in den gerle, den traditionellen Schulterkörbcn - wie sie in diesem Tal schon vor Jahrhunderten verwendet wurden - getragen.
Trotz der harten Winter, der rauhen Landschaft und der Versuchung, in einer der Industriestädte ein bequemeres Leben zu führen, haben sich einige hingebungsvolle Winzer dennoch dazu entschlossen, hier die alte Tradition des Weinbaues fortzuführen und Weine von exzellentem Ruf zu produzieren. Bereits in der Antike wurden diese Weine von bedeutenden Dichtern und lateinischen Schriftstellern wie Vergil, Horaz, Plinius und Strabo gepriesen und in der Renaissance bemerkte Leonardo da Vinci im Codice Atlantico «Valtolina, come è detto valle circondata d'alti e terribili monti, fa vini potenti ed assai» (Das Valtellina, wie das von hohen und schrecklichen Bergen umgebene Tal genannt wird, macht starke Weine und viele). Die drei charakteristischen Weine dieses Gebietes verwenden die Trauben der Rebsorten Nebiolo (vor Ort Chiavennasca genannt), Brugnuola, Sassella (Sondrio), Grumello (Montagna), Inferno (Poggiridenti). Der Valtellina ist ein im Geschmack trockener, rubinroter Rotwein mit mildem Duft und einem Alkoholgehalt von mindestens 11°. Der im Geschmack sehr weiche Sforzato oder auch Sfursàt hat einen intensiven Duft, der an reife Früchte erinnert, und einen Alkoholgehalt von mindestens 14°. Der Valtellina superiore und die geographischen Unterbezeichnungen Sassella, Grumello, Inferno, Vagella sind von rubinroter Farbe und trocken, samtig und harmonisch im Geschmack bei einem Alkoholgehalt von mindestens 14°. Es ist eine Lagerung von mindestens zwei Jahren, davon ein Jahr in Holzfässern, erforderlich. VALTELLINA sind vorzügliche Rotweine aus der NebbioloTraube, die hier Chiavennasca genannt wird. Diese Weine sind in ihrer Superiore-Variante als SASSELLA, INFERNO, GRUMELLO und VALGELLA bekannt. Samtige, leicht tanninbetonte, schwere Rotweine mit einem anhaltenden Bukett, das mit zunehmender Reife immer feiner wird. SFURSAT, ein weiterer Valtellina-Wein aus zum Teil getrockneten Trauben, ist ein superber Rotwein, der sehr lange gelagert werden kann. Andere, leichtere Weine werden im südlichsten Teil dieser Region produziert und, nach dem Anbaugebiet, OLTREPO PAVESE genannt. Tadellose Rot- und Weissweine, meistens eine Stufe besser als der Durchschnitt, die zu vielen Gelegenheiten passen. In der Nähe von Brescia werden der BOTTICINO, ein tief rubinroter, warmer, ausgewogener Wein und der FRANCIACORTA als Rot- und Weisswein produziert. Ausgezeichnete Weine, die auch als Schaumweine auf dcn Markt kommen, werden nach der Metodo Classico hergestellt. Noch weiter östlich, in der Nähe des Gardasees, gedeiht ein exzcllenter Weisswein: LUGANA, ein fruchtiger, spritziger, milder und besonders delikater Wein. Mit einer Reihe von sehr guten Tafelweinen bietet die Lombardei eine reiche Auswahl für jede Gelegenheit. Die Lombardei hat 13 DOC-Gebiete und 29'000 Hektar Ertragsrebfläche. Links Weinbaugeschichte, Regionen, Weine und Rebsorten Der Ursprung der italienischen Weinkultur liegt in der griechischen Kolonisation, mit der - beginnend auf der Insel Sizilien und den heutigen Regionen Kampanien und Kalabrien - griechische Weinbaukultur auf die Halbinsel gebracht wurde. Aber es wurde auch schon vorher Wein angebaut, dieser geht zumindest auf 1.500 Jahre vor der Zeitenwende zurück. Die Griechen brachten viele Rebsorten nach Italien und gaben dem für Weinbau geradezu idealen Land den Namen Oinotria Die Römer entwickelten die Rebenzucht weiter und führten die Weinbereitung zur hohen Kunst. Eine Spezialität war das Würzen mit Harz, Honig, Gewürzen und Kräutern um den Wein geschmackvoller und haltbarer zu machen. Es wurde bereits perlender Wein durch Lagern der mit Wein gefüllten Amphoren in kaltem Quellwasser (Gärungs-Unterbrechung) erzeugt. Im ersten Jahrhundert n. Chr. beschäftigte man sich intensiv mit der Rebsorten-Züchtung und versuchte für den jeweiligen Boden die am besten geeignete Sorte zu finden. Viele der heutigen autochthonen Weintrauben stammen von den damals kultivierten antiken Rebsorten ab. weiter... Die Weine der Welt - Italien Dank seines verlässlichen mediterranen Klimas und seiner mindestens 3000 Jahre bis zu den Etruskern zurückreichenden Weinbautradition ist Italien in der Lage, mit Frankreich um den Platz des grössten Weinproduzenten der Welt zu konkurrieren; als Weinexporteur steht es sogar im allgemeinen an erster Stelle in der Welt. Der italienische Weinexport belief sich im Jahre 1980 auf die unglaubliche Menge von 70'000'000 Hektolitern - ganz zu schweigen von der Vielfalt der Weine: rote und weisse, trockene und süsse, Still- und Schaumweine sowie gespritete Weine werden von den italienischen Weinbauern erzeugt, deren genaue Anzahl niemals festgestellt wurde. weiter... Weinanbau in Italien - Geschichte Der Wein ist in allen Kulturen und in den Banketten aller Zeitepochen gegenwärtig. Seine Verwendung wird in den Büchern der ältesten Literatur bezeugt, vor allem was die sehr häufig erwähnten, seit jeher berühmten italienischen Weine anbetrifft. Man bedenke nur, dass Italien in der Antike Enotria genannt wurde, also Heimat des Weins, auch wenn Armenien und Mesopotamien die antike Wiege der vitis vinifera sind. weiter... Italien - Weine in den Regionen Italien zählt zu den klassischen Weinländern. Namen wie Chianti, Valpolicella oder Soave kennt fast jeder und auch Prosecco erfreut sich anhaltender Beliebtheit. In Italien wird mehr Wein als in jedem anderen Land erzeugt. Es gibt eine unglaubliche Vielzahl verschiedener Weinstile, was zum einen an ein paar hundert verschiedenen angebauten Traubensorten liegt, zum anderen aber auch an den verschiedenen klimatischen Bedingungen der einzelnen Anbaugebiete und den vielen verschiedenen traditionellen Weinbereitungsverfahren. weiter... La Grappa - Definition, Herstellung, Lagerung und Konsum Die Grappa ist ein Tresterbrand und gehört demnach zur Gruppe der Getränke, die durch Destillation einer alkoholhaltigen Substanz gewonnen werden und sich durch einen hohen Alkoholgehalt (mindestens 37,5% äthylalkohol) und einen sehr niedrigen Zuckergehalt (2 %) auszeichnen. Und er ist ausschliesslich italienischer Herkunft: dieses historisch verbriefte Recht ist von der EG definitiv anerkannt und in der neuen Verordnung über Spirituosen festgeschrieben worden. Grappa muss aus der direkten Destillation des Tresters gewonnen werden; das heisst, dass die ausgepressten Weintrauben in einen Destillierkolben gelegt und dann destilliert werden müssen. Es ist es verboten, Grappa aus dem Trester von Zweitweinen, die durch Auslaugen mit Wasser entstanden sind (so wie man es in vielen anderen Ländern macht) und dessen anschliessender Destillation zu gewinnen. weiter... Europa - Weinkultur in den Ländern und Regionen Die Länderartikel sind in keiner Weise umfassend, wollen sie doch nur eine allererste Einführung in die jeweilige Weinkultur eines Landes geben. weiter...
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