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Kochen in Europa
Länder und Regionen


Italiens Küche zählt kulturell mit zum wichtigsten Erbe des Landes. Wie schon viele Leute festgestellt haben, beherrschen nicht alle Italiener die Kunst des Kochens, aber es gibt wenige, die nichts von gutem Essen verstehen. Essen ist eine nationale Leidenschaft, und in ihr kommt zum Ausdruck, wie sehr die Italiener das gute Leben lieben und geniessen. Die Italiener verfügen über die beneidenswerte Fähigkeit, jedes gemeinsame Essen zu einem vergnügten Ereignis werden lassen. Essen ist gleichsam ein Fest, und Geselligkeit bei Tisch stärkt eine Tradition, die aus einer langen und ereignisreichen Geschichte hervorgegangen ist.



  • Kochen wie in der Lombardei
  • Kochen wie im Trentino
  • Traditionen - Geschichte der Kochkunst in den Regionen
  • Käse aus Italien
  • Kochrezepte aus den verschiedenen Regionen
  • Essenslust auf italienisch
  • Die italienische Kochkunst
  • Geschichte der italienischen Küche
  • Kulinarisches Italien
  • Kochkunst und Essen in Italien - Der Ursprung
  • Warenkunde - Italienische Produkte
  • Ernährung (Wikipedia)
  • Nahrung (Wikipedia)
  • Lebensmittel (Wikipedia)
  • Italien (Wikipedia)



    Kochen wie in der Lombardei

    Die oberitalienische Region steht für Weltoffenheit - auch in kulinarischer Hinsicht. Spezialitäten von Nachbarn, von Durchreisenden und ehemaligen Herrschen behaupten sich hier neben traditionellen Gerichten wie Risotto, Minestrone, Cassoeula oder Panettone.

    Die Region um Mailand mit Alpenregionen und fruchtbarer Po-Ebene ist eine der wohlhabendsten italienischen Gegenden. Dazu trägt auch der Tourismus einen nicht unwesentlichen Teil bei: Schliesslich gehören die gerade bei Deutschen beliebten Seen wie der Lago di Como, Teile des Lago Maggiore und der Lago di Garda auch zur Lombardei.

    Trotz aller fremden Einflüsse und kulinarischer Unterschiede gibt es Gemeinsamkeiten. Man zieht Speck und Butter dem Olivenöl vor. Typisch bei den traditionellen Gerichten ist eine lange Kochzeit. Oft wird das Essen geschmort und gegart, das Braten und Grillen spielt keine grosse Rolle. Interessant die Vorliebe für Eintöpfe, Suppen, Brühen und andere Löffelspeisen, die in Italien sonst kaum grosse Beachtung finden. Risotto und Polenta waren lange viel wichtiger als Pasta.

    Die Polenta, ein cremiger Maisbrei, war lange Zeit so beliebt, dass die Süditaliener von ihren nördlichen Nachbarn auch als Polentoni sprachen. Die Zubereitung war damals zeitaufwendig, der Maisgriess musste mindestens eine Stunde gegart und gerührt werden. Inzwischen gibt es vorgegarte Sorten. Das klassische Risotto, für dessen Zubereitung auch Geduld und ständiges Rühren notwendig sind, ist in der Mailänder Variante mit Safran gelb gefärbt. Eine der Entstehungslegenden besagt, dass so die Sitte der Reichen, ihr Risotto mit Blattgold aufzupeppen, nachgeahmt wurde.

    Der Käse aus der Lombardei gehört zu den edelsten im Land. Viele Sorten werden nach strenger Tradition zubereitet. Z.B. wird der Bitto nur im Sommer aus der Milch frei weidender Kühe hergestellt, während der Crescenza, ein Salzlakenkäse, aus der Milch in den Stall zurückgekehrter Tiere entsteht. Berühmte Kuhkäse sind der Gorgonzola, Schimmelkäse aus der Gegend um Mailand, und Grana Padano. Mascarpone, rahmiger Frischkäse aus der Poebene, wird für herzhafte Gerichte ebenso verwendet wie für Süssspeisen.

    Nicht immer lassen sich die Spuren fremder Kochsitten genau zurückverfolgen. Die Vorliebe für paniertes Fleisch haben die Lombarden vermutlich aus Österreich adoptiert. Bisher konnte man sich allerdings nicht darüber einigen, ob zuerst das Costoletta alla milanese oder das Wiener Schnitzel da war.

    www.tiscali.de


    Cucina Italiana

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