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    Europa - Kulinarisches in den Ländern und Regionen

    Starköche wie Careme, Dubois, Escoffier und Bocuse prägen nachhaltig das, was unter einer gesunden, verfeinerten und schmackhaften Küche im Abendland anerkannt ist. Aber: Die Entwicklung von 1,5 Mio. Jahren menschlicher Esskultur ist ohne den Austausch von Techniken, von Lebensmitteln, von Erfahrungen und Geschmacksrichtungen mit dem Nahen und Fernen Osten und ohne die Ausbeutung der europäischen Kolonien nicht denkbar.

    Trotz Industrialisierung und Globalisierung haben viele Regionen wenigstens einige traditionelle Gerichte retten können. Tragen wir Sorge dazu! Essen und Trinken gehören gleichermassen zur Kultur einer Region wie Architektur, Literatur und Kunst.



    Algarve

    Die Fischerei bestimmt an der Algarve, dem südlichsten Küstenstreifen Portugals, den Lebensrhythmus vieler Menschen. Noch vor Sonnenaufgang legen die Küstenfischer ab. Auf dem Meer werden die kilometerlangen Netze ausgeworfen und erst wieder eingezogen, wenn die Sonne über dem Horizont steht.

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    Andalusien

    Die Küche Andalusiens hat sich diesem Klima angepasst. Leichte Kost ist gefragt. Die berühmte Gazpacho, eine kalte Gemüsesuppe, stammt aus Andalusien. Sie wurde am Feldrain und im Weinberg als Mittagsmahl serviert.

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    Aostatal

    Der Fontina wird in reiner Handarbeit hergestellt, dafür ist Remo zuständig, er kocht auch jeden Tag für die Männer. Eine natürliche, einfache Küche mit vielen frischen Kräutern von der Almwiese und vor allem mit Fontina; der steht fast immer auf seinem Speiseplan. Auch wenn manchmal in der einsam gelegenen Almküche Zutaten fehlen - den Männern hier oben schmeckt es nach getaner Arbeit einfach köstlich.

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    Auvergne

    Ob es das Klappmesser für jeden Tag ist, das Küchenmesser zum Tranchieren oder die oft reich verzierten Schneidewerkzeuge bei Tisch - um das richtige Messer gibt es in Frankreich einen echten Kult.

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    Baden

    Gute Küche beruht eben auf guten Zutaten - das weiss man in Baden, wo man die kulinarischen Freuden des Lebens gerne geniesst.

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    Baskenland

    Die Basken wissen gutes Essen und Trinken zu schätzen, sind freigebig und gastfreundlich, heimatverbunden, patriotisch, mit einem starken Gefühl der Zusammengehörigkeit, das dennoch Individualismus zulässt.

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    Böhmen

    Die Bauern ernten Zuckerrüben, Getreide, Kartoffeln, Obst und Gemüse. Seit dem Mittelalter gibt es den Hopfenanbau und genauso weit reicht die Tradition der böhmischen Biere zurück. Pils und Budweiser - natürlich nur das in Böhmen gebraute - sind die bekanntesten. Aus den fischreichen Flüssen und den südböhmische Zuchtteichen kommen Forellen, Karpfen, Huchen, Hechte und Welse auf den Tisch. In der Saison werden Wildschweine, Feder-, Rot- und Damwild gejagt.

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    Brandenburg

    Viele hunderttausend Jahre bevor Rind, Schwein, Schaf und die verschiedenen Arten von Hausgeflügel domestiziert wurden und als Lieferanten von Milch, Fleisch, Eiern, wärmender Wolle und Federn dienten, war es die Jagd, die dem Menschen tierische Produkte verschaffte, die er auf andere Weise nicht erlangen konnte.

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    Bresse bourguignonne

    In der Bresse bourguignonne, im Südosten des Burgund, stellen Geflügelzucht und Weinbau die wichtigsten landwirtschaftlichen Wirtschaftszweige dar

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    Dalmatien

    Auch heute noch haben die Dörfer und Städte Dalmatiens ihre jeweils eigenen, verschiedenen Zubereitungsarten eines bestimmten Gerichtes. Vor allem die Küche der Inseln ist eine Welt für sich und erst in jüngster Zeit wurden die lokalen Unterschiede entdeckt, so etwa auf den Inseln Hvar, Korcula, Brac (vitalac, ein Gericht aus Lamminnereien in Lammdarm am Spiess gegrillt), Vis (wie zur Zeit der alten Griechen am Spiess gegrillte Sardinen, salzige Tarte mit Sardinen ähnlich der heutigen Pizza).

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    Deutschland

    Allgemein kann man sagen, dass die deutsche Küche stark von der mitteleuropäischen Kochtradition geprägt wurde, wie man unter anderem an der Verwendung eingelegter Spezialitäten wie Sauerkraut, Gewürzgurken, usw. und den vielen gehaltvollen Backwaren sehen kann.

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    Weine in Europa: Deutschland



    Finnland

    Ursprünglichkeit, Naturverbundenheit, schnörkellose Gerichte aus frischen Grundzutaten - mit diesen Worten lässt sich die finnische Küche umreissen.

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    Franken

    Hopfen wird heute fast nur noch zum Bierbrauen angebaut. Dabei sind die jungen Triebe ein delikates Gemüse für die ersten Frühlingswochen. Als Hopfensprossen oder -spargel kommen sie im März und April, roh oder gedünstet als exklusive Delikatesse auf den Tisch so mancher Hopfenbauernfamilie.

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    Frankreich

    Essen und Trinken - wer denkt da nicht sofort an Frankreich. Und nicht umsonst ist Frankreich für Viele das Schlaraffenland schlechthin.

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    Weine in Europa: Frankreich



    Friesland

    Rauh ist das Wetter an der Nordsee und deftig die Kost, die die Seeleute zu sich nehmen, wenn sie auf Krabbenfang gehen oder nach Tagen heimkehren zu ihren Familien. Schliesslich macht die schwere Arbeit im Meeresklima besonders hungrig.

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    Griechenland

    Kulinarisch orientiert sich die zerklüftete Halbinsel im Südosten unseres Kontinents nicht nach Westen, sondern nach Osten. Griechenland war - sehr schmerzlich für die orthodoxen Griechen - über vier Jahrhunderte hinweg ein Teil des islamisch geprägten Osmanischen Reichs.

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    Weine in Europa: Griechenland



    Istrien

    Die Küche Istriens und des Kvarner ist deutlich vom Nachbarland Italien beeinflusst. Doch Gnocchi und Fusi werden auf den Speisekarten nicht nur anders geschrieben (njoki, fui), sie haben dank der besonderen istrischen Ingredienzien auch einen ganz eigenständigen Geschmack. Deutlich sind die Grenzlinien zwischen deftig-bäuerlicher Küche im Landesinneren und einer mediterranen, von Fisch dominierten Küstenkost.

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    Italien

    Die Italiener verfügen über die beneidenswerte Fähigkeit, jedes gemeinsame Essen zu einem vergnügten Ereignis werden lassen. Essen ist gleichsam ein Fest, und Geselligkeit bei Tisch stärkt eine Tradition, die aus einer langen und ereignisreichen Geschichte hervorgegangen ist.

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    Kroatien

    Der grösste Reichtum dieser Gegend sind die Gewässer im Archipel von Lastovo. Die siebenundvierzig Inseln, eine Hauptinsel und viele Inselchen, liegen in einem Teil der Adria, wo das Wasser sehr klar und sehr sauber ist.

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    Litauen

    Süss- und Salzwasserfische sind an der Kurischen Nehrung mit vielen Arten vertreten - darunter auch die Zährte und die Karausche, die man in Westeuropa nur dem Namen nach kennt. Edelfische wie der Zander sind für viele Fischer alltägliche Kost. Die Fischersfrauen bereiten aus dem Fang, den ihre Männer nachhause bringen, feine Fischsuppen, deftige Frikadellen oder auch Fischfilets im Ausbackteig zu. Überschüsse aus dem Fang werden eingesalzen und auf Vorrat gelegt. Weil der Fisch immer ganz frisch ist, isst man ihn auch roh - nur leicht mariniert begleitet er einen Schluck Wodka.

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    Lothringen

    Aus Schweinespeck, Sahne und Eiern besteht das berühmteste Gericht der Region, die weit über Frankreichs Grenzen bekannte Quiche Lorraine. Das Wörtchen Quiche selbst leitet sich vom deutschen Kuchen her, doch wen wundert dies angesichts einer so wechselvollen Geschichte.

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    Mallorca

    Das mallorquinische Arme-Leute-Essen früherer Zeiten ist heute eine selten gewordene Spezialität. Die meisten Mitteleuropäer dürften die Schnecke nur als Dosenware mit eher gummiartiger Konsistenz und als Vorwand für das Schlecken von Kräuterbutter kennen. Maria Vidals Schnecken sprechen für die Ursprünglichkeit der Küche auf Mallorca. Zu ihr gehören auch Goldmakrelen, Pa amb oli, Brot mit Olivenöl und Salz, und Bunyols, frittierte Teigkringel, deren Zubereitung Tonis Frau Maria Antonia so meisterhaft versteht.

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    Normandie

    In der Normandie trinkt man den Calvados wie den Poiré, das ist ein Birnenbrand, gern zwischen den einzelnen Gängen einer üppigen Mahlzeit. Er schafft Platz für den nächsten Gang. Trou normand, normannisches Loch, sagt man hier dazu.

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    Normandie

    Im Land der Mitternachtssonne, im nördlichen Norwegen, ist die Luft selbst im Hochsommer kühl und prickelt fast ein wenig in der Nase. Sie macht Appetit auf eines der warmen und sättigenden Gerichte, die charakteristisch für diese Landschaft sind, wo wir eine gute Küche kaum vermuten würden.

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    Polen

    Die einfache polnische Küche ist recht deftig. Doch neben äusserst kalorienreichen Schweinefleisch- und Kartoffelgerichten gibt es auch leichtere Gemüsespeisen.

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    Portugal

    Portugal ist ein Land der Kontraste. Seine geographische Lage - im Südwesten Europas gelegen, durch Gebirge von Spanien getrennt und dem Atlantik zugewandt - hat die Geschichte des Landes entscheidend mitbestimmt. Fremde Menschen kamen ins Land, und die Portugiesen selbst fuhren über die Meere in fremde Länder. Die verschiedenen Einflüsse haben auch auf den Speisekarten ihre Spuren hinterlassen.

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    Weine in Europa: Portugal



    Quercy

    Sie ist eine wirkliche Diva in der Küche und das nicht nur, weil sie sich rar macht wie ein Star. Sie ist auch so empfindlich wie eine Mimose und gedeiht nur unter idealen Bedingungen, die sich jeder Steuerung, jeder Zucht durch den Menschen entziehen. Die Trüffel, dieses hässliche, warzige Ding, ist ein sehr selten vorkommender Pilz. Sie ist die edelste Würze überhaupt.

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    Rumänien

    Einfache und herzhafte Gerichte sind für die Küche Rumäniens charakteristisch. Die Speisen der Rumänen verraten aber auch, dass dieses bäuerliche Land im Südosten Europas viele Jahrhunderte unter dem Einfluss fremder Völker gestanden hat. Das waren vor allem die Türken, die das Land im 14. Jahrhundert eroberten und erst 1878 wieder verfliessen.

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    Russland

    Zu einem traditionellen Osterfrühstück gehört auf jeden Fall die Passcha, eine pyramidenförmige Süssspeise aus Quark, deren Name von dem russischen Wort für Ostern, Passcha, kommt. Und der Kulitsch, ein reichhaltiges Osterbrot in Haubenform, dessen Teig mit unglaublich vielen Eidottern zubereitet wird.

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    Sachsen

    Der verführerische Duft von Vanille, Zimt, Muskatblüte, Mandeln und Lebkuchengewürz liegt in der Luft und stimmt über die Adventwochen hinweg Gross und Klein auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein, das für viele Menschen im Erzgebirge noch ein wirkliches Familienfest ist - nicht nur eine Gelegenheit, Geschenke auszutauschen

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    Schlesien

    Seit dem Mittelalter haben Deutsche gemeinsam mit Polen in Schlesien gesiedelt und einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region geleistet – bei der Ausbeutung von Eisenerzvorkommen und Kohleflözen, in der Tuchindustrie und in der Landwirtschaft.

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    Schottland

    Die Schotten kochen einfache Gerichte - ohne grosse Schnörkel soll der Geschmack der Grundzutaten voll zur Geltung kommen.

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    Schweden

    Warmes Licht im nordischen Winter - Im Dezember wird es in Lappland bereits mittags um 2 Uhr dunkel. Die Landschaft ist tief verschneit, in allen Fenstern leuchtet Licht: Weihnachtssterne, Lichterbogen, Kerzen.

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    Schweiz

    Die Schweizer Küche scheint bodenständig und urschweizerisch - und doch ist sie das Ergebnis einer Vermischung verschiedener regionaler Speisen mit importierten Nahrungsmitteln und Einflüssen.

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    Schweizer Käse
    Kanton Uri
    Würste saucisson vaudois Rezepte Schweiz



    Spanien

    Die spanische Küche ist sehr reichhaltig und vielseitig, genau wie das Land selbst. Grundprodukte, deren Qualität sprichwörtlich ist, althergebrachte und weise, volkstümliche Traditionen und das Fördern der neuen und hervorragenden Köche haben in den letzten Jahren dem gastronomischen Ansehen Spaniens zu einem der ersten Plätze innerhalb Europas verholfen.

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    Weine in Europa: Spanien



    Steiermark

    Das bekannteste Produkt der Steiermark wird dann ausgesät, wenn im späten Frühjahr die letzten Fröste vorüber sind. Wie jede Kürbisart braucht auch der steirische Ölkürbis mildes, warmes Wetter und fruchtbare Erde zum Gedeihen.

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    Ukraine

    Als Honoré de Balzac im 19. Jahrhundert die Ukraine bereiste, berichtete er von 77 verschiedenen Sorten Brot. Doch Brot ist nicht das einzige, was es hier in Hülle und Fülle gibt: Zuckerrüben, Kartoffeln, Sonnenblumen, Mais, Rote Beete, Kohl, Auberginen, Kürbisse, Gurken und Melonen wachsen beispielsweise hier. Es gibt ausgedehnte Obst- und Nussbaumplantagen.

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    Ungarn

    Ungarn ohne Paprika - das kann man sich kaum vorstellen. Im 16. Jahrhundert wurden die süssen roten Schoten aus Südamerika in Europa eingeführt. Aber erst seit dem 19. Jahrhundert sind sie ein wichtiger Bestandteil der Küche der Magyaren. Heute kommen die besten aus der Gegend von Szeged und Kalocsa im Süden Ungarns, wo grosse feuerrote Felder die fruchtbare Tiefebene bedecken.

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    Wales

    Schon im Mittelalter wurde Wales nach harten Kämpfen von den Engländern erobert. Doch auch nach vielen Jahrhunderten unter englischer Herrschaft bewahren sich die Waliser einen Teil ihrer kulturellen Selbständigkeit und pflegen ihre keltischen Traditionen.

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    Wallonien

    Das Land der Flamen und Wallonen hat sich vielmehr das Beste aus beiden Traditionen reserviert - und kreativ weiterentwickelt. Die Pommes frites traten in Belgien ihren Siegeszug um die Welt an. Belgische Pralinen gelten als das Nonplusultra. Chicorée und Rosen oder Brüsseler Kohl bereichern heute nicht nur die Mahlzeiten belgischer Gemüsebauer.

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    Weissrussland

    Fleisch und Geflügel werden gern in grossen Stücken gebacken, Dill, Lorbeer, Majoran, Zwiebeln, Knoblauch und Koriander sind beliebte Gewürze. Über dreihundert Kartoffelgerichte soll es in Weissrussland geben.

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    Europa

    Die Wiedervereingung Europas

    «Nicht ein Europa der Mauern kann sich über Grenzen hinweg versöhnen, sondern ein Kontinent, der seinen Grenzen das Trennende nimmt.»
    Richard von Weizsäcker - Bundespräsident 1984-94

    Heute beschreibt «Europa» als geografischer Begriff den Kontinent, der vom Atlantik bis zum Ural reicht. Europa steht aber auch synonym für die Europäische Union - für jene politische Einheit, die Ihren Ursprung in Westeuropa nahm, sich aber durch die gewaltige Osterweiterung anschickt, mit dem geografischen Europa deckungsgleich zu werden. Auf dem Gipfel von Kopenhagen beschlossen die Regierungschefs der EU zum 1. Mai 2004 die Aufnahme von 10 neuen Mitgliedsländern: Polen, Ungarn, Tschechien, die Slowakei, Slowenien, Estland, Lettland, Litauen, Zypern und Malta heissen die «Neuen». Für Europa bedeutet dieser historische Schritt die «Wiedervereinigung Europas», wie der belgische Aussenminister Louis Michel in Kopenhagen verlauten liess. Fast 500 Millionen Menschen werden in einem um ca. 30 % grösseren Gebiet leben und arbeiten.

    Europa - Was ist das eigentlich?

    «Die Völker Europas sind entschlossen, auf der Grundlage gemeinsamer Werte eine friedliche Zukunft zu teilen, indem sie sich zu einer immer engeren Union verbinden. In dem Bewusstsein ihres geistig-religiösen und sittlichen Erbes gründet sich die Union auf die unteilbaren und universellen Werte der Würde des Menschen, der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität. Sie beruht auf den Grundsätzen der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit.»

    Aus der Präambel der im Dezember 2000 proklamierten «Charta der Grundrechte der Europäischen Union».

    Die Herkunft Europas

    Europa stammt aus Asien. Europa ist jung, hübsch und lässt sich erst entführen, dann verführen. So liesse sich eine Episode aus der griechischen Mythologie über den Ursprung Europas zusammenfassen. Demnach näherte sich vor langer Zeit Göttervater Zeus in Gestalt eines Stiers einer Gruppe von Mädchen, die an der Küste des phönizischen Ortes Tyros zum Spiel versammelt waren (heute: die Grenzregion von Israel und dem Libanon). Unter den Mädchen befand sich die Tochter des Königs Agenor: Europa. Mit ihr auf dem Rücken schwimmt Zeus nach Kreta, wo beide drei Söhne zeugen. Soweit der Mythos.

    Doch was bedeutet das Wort «Europa»? Weit verbreitet ist die Hypothese, dass es aus dem Akkadischen stammt; die Akkader waren von der arabischen Halbinsel ins Zweistromland (heute: Irak) eingewanderte Semiten. In ihrer Sprache bedeutete das Wort erebu «untergehen» und das Wort asu «aufgehen». Asu könnte die Wurzel von «Asien» sein, womit sich die Gleichung ergebe: Asien = wo die Sonne aufgeht (später als Morgenland bezeichnet); Europa = wo die Sonne untergeht (später als Abendland bezeichnet). Ebenso halten es Sprachwissenschaftler für möglich, dass der Ursprung des Begriffs «Europa» im griechischen «eurus» (weit) liegt. Zweifelsfrei klären liess sich diese Frage jedoch nicht.

    Mitgliedstaaten der Europäischen Union EU

    Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Griechenland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern

    www.wissen.de



    Speisekarten - Tafelkultur - Tischsitten
    Zu den Ersten gesicherten Erkenntnissen über eine Tafelkultur kamen die Forscher durch Hieroglyphentafeln und Wand- und Vasenbilder aus dem alten Aegypten. Bei den Festmahlen der Pharaonen gab es zahlreiche Gänge mit mehreren Fleischsorten, Gebäck und Obst. Während des Essens unterhielten Musikanten die Gäste. Schöne Speisegefässe und Gläser, einige sind heute noch erhalten, waren in Gebrauch.
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