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    Kochen in Litauen

    Die Republik Litauen, die südlichste und grösste der drei Baltenstaaten, ist ein eiszeitlich geformtes, nur im Moränenbereich hügeliges, bis 293 m hohes Land mit rund 4000 Seen, zahlreichen Mooren, lichten Wäldern und Sanddünen an der Flachküste. Grösster Fluss Litauens ist die Memel, die mit einem Delta ins Kurische Haff der Ostsee mündet. (Quelle: www.wissen.de)



    Flach und weitflächig ist die Landschaft östlich der Kurischen Nehrung zwischen Klaipeda im Norden und Silute im Süden. Wie ein Flickenteppich aus Äckern und Siedlungen, durchzogen von kleinen und grossen Wasseradern, durchzogen auch von schmalen und breiten Wegen, dehnt sich eine Ebene vor dem Betrachter bis zum Horizont hin aus, wo Erde und Himmel für den Blick verschmelzen. Keine Erhebung ragt hier hervor, die die Sicht begrenzen könnte. Darüber ein heller, blauer Himmel wie aus einem Bilderbuch. Ein Gefühl von Weite, von Unbegrenztheit und Freiheit erfasst den Besucher, der diesen Landesteil Litauens auf sich wirken lässt. Am Wasser angelangt, blickt er bei klarem Wetter über das Haff hinüber zur Kurischen Nehrung.

    Eine Meeresströmung spülte vor Jahrtausenden Sand zwischen die Eilande eines Inselbogens, den die letzte Eiszeit in diesem Teil der Ostsee hinterlassen hatte, und füllte so die Zwischenräume auf. Eine breite Landzunge, die Nehrung, entstand, die das Kurische Haff von der baltischen See trennt. Es wird von der Nemunas, der Memel, mit Süsswasser versorgt. Bei Klaipéda öffnet sich das Haff zum Meer.

    In dieser Region, mit ihren jahrhundertealten Beziehungen zum Westen, insbesondere zu Deutschland, leben die Familien von Jurgis Gecas und Stasys Petrosius. Sie wohnen in Minija, auf deutsch Minge, einem Ort, den die Einheimischen stolz "unser Venedig" nennen. Denn dort, wo bei anderen Dörfern die Hauptstrasse ist, fliesst hier die Minija und nur über diesen Wasserweg können die Bewohner diesseits und jenseits der Minge zueinander gelangen. Die Gemächlichkeit mit der die Minija im Sommer zwischen den Häusern dahinfliesst trügt: Im Winter tritt sie oft über die Ufer und überschwemmt die malerischen Häuser.

    Nicht nur deshalb ist das Leben in Minija gelegentlich hart: Die Wirtschaft Litauens hat sich noch immer nicht von den Jahrzehnten unter russischer Herrschaft erholt. Mit Ackerbau, in den küstennahen Gebieten auch mit der Fischerei, müssen viele Litauer ihren Lebensunterhalt bestreiten. Süss- und Salzwasserfische sind an der Kurischen Nehrung mit vielen Arten vertreten - darunter auch die Zährte und die Karausche, die man in Westeuropa nur dem Namen nach kennt. Edelfische wie der Zander sind für viele Fischer alltägliche Kost. Die Fischersfrauen bereiten aus dem Fang, den ihre Männer nachhause bringen, feine Fischsuppen, deftige Frikadellen oder auch Fischfilets im Ausbackteig zu. Überschüsse aus dem Fang werden eingesalzen und auf Vorrat gelegt. Weil der Fisch immer ganz frisch ist, isst man ihn auch roh - nur leicht mariniert begleitet er einen Schluck Wodka.

    Quelle: arte tv



  • Kartoffelklösse mit Schweinefleischfüllung
  • Eingelegte Heringe
  • Hechtfrikadellen mit Speck
  • Zander im Teigmantel
  • Fischsuppe
  • Marinierte Zährte
  • Links



    Zeppelinai
    Kartoffelklösse mit Schweinefleischfüllung


    Zeppelinai werden mit einem Teig aus rohen und gekochten Kartoffeln zubereitet, wie man ihn in Deutschland für Kartoffelklösse oder in Süddeutschland und Österreich für Obstknödel verwendet. Deftig-litauisch ist die Füllung aus Schweinefleisch. Aus dem Kartoffelteig kann man auch ungefüllte Kartoffelklösse kochen, die man mit der Specksauce oder einer anderen Sauce serviert.

    Zutaten für 4-6 Personen
    Kartoffelteig: 4 kg mehligkochende Kartoffeln, 1 TL Zitronensaft, 2 EL Salz
    Schweinefleischfüllung: 600 g leicht durchwachsenes Schweinefleisch, 2 Eigelb, 3 mittelgrosse Zwiebeln, Salz, Pfeffer
    Quarkfüllung: 750 g gut abgetropfter Speisequark (40%), 2-3 EL getrocknete Pfefferminze, 2 Eier, 1 TL Zucker, Salz
    Sauce: 400 g durchwachsener, frischer Speck, 1 sehr grosse Zwiebel, 1 EL geschmacksneutrales Pflanzenöl, 3 EL Mehl, 500 ml saure Sahne, ½ TL Salz

    Zubereitung
    Bereiten Sie zunächst den Kartoffelteig zu: Schälen Sie die Kartoffeln. Kochen Sie 1 kg Kartoffeln in Salzwasser gar. Zerkleinern Sie währenddessen die restlichen Kartoffeln mit einer Kronenreibe. Geben Sie die Kartoffeln in ein grobes Leinentuch und pressen Sie kräftig alle Flüssigkeit aus. Dies erfordert einigen Kraftaufwand. Je trockener die Kartoffeln sind, desto besser gelingen die Zeppelinai.
    Die ausgepresste Flüssigkeit geben Sie in eine schmale Schüssel, an deren Boden sich die darin enthaltene Kartoffelstärke absetzen kann. Giessen Sie die Flüssigkeit ab und fügen Sie etwa die Hälfte der abgesetzten Kartoffelstärke wieder den geriebenen Kartoffeln hinzu. Ebenso den Zitronensaft, der verhindert, dass sich die Kartoffeln verfärben.
    Giessen Sie die gekochten Kartoffeln ab und lassen Sie sie etwas abdampfen. Stampfen Sie die Kartoffeln mit einem Kartoffelstampfer und mengen Sie dieses Püree unter die geriebenen Kartoffeln. Kneten Sie den Teig gut durch. Er sollte fest sein und nicht mehr an den Händen kleben. Geben Sie eventuell noch etwas Stärke hinzu.
    Schweinefleischfüllung: Für die Füllung schneidet man das Schweinefleisch in kleine Würfel. Die Zwiebeln abziehen und fein hacken. Schweinefleisch, Zwiebeln, Eigelb, Salz und Pfeffer vermengen und zweimal durch die grobe Scheibe des Fleischwolfs drehen. Abschmecken.
    Quarkfüllung: Den Quark, den Sie vorher einige Stunden abtropfen lassen, durch ein Sieb streichen. Die Pfefferminzblätter zwischen den Handflächen zerreiben. Mit den Eiern, dem Zucker und etwas Salz unter den Quark rühren.
    Formen Sie aus der Kartoffelmasse handgrosse, etwa 1 cm dicke Scheiben auf die Sie jeweils einen gehäuften Esslöffel der Füllung geben. Dies gelingt leichter, wenn Sie die Hand vorher leicht befeuchten. Den Kartoffelteig über der Füllung zusammenklappen und halbmondförmige oder kugelrunde Zeppelinai formen. Auf ein bemehltes Backbrett legen.
    In einem grossen, breiten Topf Wasser zum Kochen bringen und gut salzen. Die Zeppelinai vorsichtig hineingeben und in dem leicht siedenden Wasser im offenen Topf 20-30 Min. kochen. Die Kochdauer hängt von der Grösse der Klösse ab. Holen Sie nach 20 Min. einen Probekloss aus dem Topf und testen Sie, ob er gar ist bzw. wie lange die Klösse noch brauchen. Herausnehmen und in einer vorgewärmten Schüssel servieren.
    Bereiten Sie die Sauce zu, während die Klösse gekocht werden: Man schneidet den Speck in kleine Würfel und brät sie auf schwacher Hitze in dem Öl leicht an. Die Zwiebel abziehen, fein hacken und zugeben. Wenn die Zwiebeln glasig sind, das Mehl einrühren, leicht aufquellen lassen. Mit der sauren Sahne ablöschen, unter ständigem Rühren aufkochen und leicht mit Salz würzen. Bedenken Sie, dass der Speck bereits Salz enthält. Lassen Sie die Sauce unter gelegentlichem Rühren langsam für 5 Min. köcheln, bis sich der Mehlgeschmack verliert. Abschmecken.
    In eine Sauciere getrennt zu den Zeppelinai servieren.

    Tipp
    Klösse kocht man in leicht siedendem, nicht in kräftig-wallendem Wasser. In letzterem würden sie rasch auseinanderfallen. Nehmen Sie einen weiten und tiefen Topf und legen Sie nicht zu viele Klösse auf einmal hinein. Klösse gehen beim Kochen noch ein wenig auf. Wer unsicher ist, ob die Klösse gelingen, gart einen Probekloss. Fällt er auseinander, so gibt man noch etwas Stärke hinzu. Dies hört sich alles kompliziert an, ist aber recht einfach, wenn man Übung darin hat.
    Nehmen Sie zum Servieren von Klössen ebenfalls eine weite und tiefe, leicht angewärmte Schüssel. Legen Sie auf den Boden der Schüssel eine umgedrehte Untertasse. Das Wasser, das beim Herausnehmen noch an den Klössen haftet, kann auf den Boden der Schüssel ablaufen, ohne dass die unterste Schicht Klösse damit in Berührung kommt und durchweicht.
    Kartoffel- und Semmelklösse lassen sich hervorragend in der Mikrowelle erwärmen. Legen Sie sie in eine Schüssel - wie oben beschrieben. Geben Sie diesmal etwas Wasser unter die Untertasse. Erwärmen Sie die Klösse. Das Wasser unter der Untertasse verdampft dabei und hält die Klösse schön feucht.



    Marinuota perpli
    Eingelegte Heringe


    Ein altes Gericht, um die im Frühsommer frischgefangenen Heringe erst zu konservieren und dann zu verwerten. Durch das Einlegen in grobes Salz wird dem Fisch Flüssigkeit entzogen und sein Eiweiss denaturiert. Den eingesalzenen Hering konnte man mehrere Monate aufbewahren, ohne dass er verdarb. So hatten die Menschen das ganze Jahr über eine Quelle für tierisches Eiweiss. Je nach Bedarf entnahm man etwas Fisch aus der sich bildenden Lake und machte ihn mit würzigen Zutaten tafelfertig.

    Zutaten für 4 Personen
    12 Heringe, grobkörniges Meersalz, Saft von ½-1 Zitrone, einige Pfefferkörner, einige Lorbeerblätter, 6-8 mittelgrosse Zwiebeln

    Zubereitung
    Die Heringe am Bauch aufschlitzen, die Eingeweide herausziehen. Die Heringe filetieren (siehe unsere Anleitung unter BALIKAS) oder, wie in unserem Film gezeigt, in grössere Abschnitte zerlegen. Die Filets mit grobkörnigem Salz in eine längliche Kastenformen aus Glas oder Porzellan schichten.
    Ein schmales Holzbrettchen auf die Filets legen und beschweren - am besten mit einer kleinen Konservendose. Drei Tage im Kühlschrank stehen lassen. Dann die Lake, die sich gebildet hat, abgiessen.
    Erneut schichtweise einsalzen, beschweren und für weitere sieben Tage im Kühlschrank stehen lassen. Sie können die Heringsfilets in dieser Lake auch längere Zeit aufbewahren - vorausgesetzt sie sind immer von der sich bildenden Flüssigkeit bedeckt.
    Zur Fertigstellung nehmen Sie den Fisch aus der Lake und wässern ihn in klarem Wasser etwa zehn Stunden. Häuten sie erst jetzt den Fisch. Mit einigen Spritzern Zitronensaft, Pfefferkörnern, Lorbeerblättern und feingehackter Zwiebel weitere fünf Stunden in etwas Wasser durchziehen lassen. Herausnehmen und mit Kartoffeln oder Brot servieren.

    Tipp
    Legen Sie gleich die zwei- oder dreifache Menge Heringe in Salz ein und entnehmen Sie nur soviel Heringe, wie Sie benötigen. So haben Sie immer einen Vorrat. Verbrauchen Sie die eingesalzenen Heringe innerhalb von drei bis vier Monaten. Sie werden nach einigen Monaten nämlich weich und schmecken dann tranig.



    Zuvies frikadeles
    Hechtfrikadellen mit Speck


    Fisch und Speck sind eine beliebte Kombination in vielen Küchen Europas. In diesem Rezept hält der Speck die Frikadellen schön saftig. Nehmen Sie nur den besten Speck. Gerade bei einfachen Gerichten aus wenigen Zutaten kommt es immer auf erstklassige Qualität an.

    Zutaten für etwa 20 Frikadellen - 8-10 Portionen
    Frikadellen: 1,2 kg Hechtfilet, 400 g frischer, durchwachsener Speck, 2 mittelgrosse Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe, 2-3 Eigelb, geschmacksneutrales Pflanzenöl
    Sauce: 200 g geräucherter Speck, 2 Zwiebeln, 2 EL geschmacksneutrales Pflanzenöl, Salz, Pfeffer, 1 EL Mehl, 200 ml Milch.

    Zubereitung
    Das Hechtfilet zweimal durch den Fleischwolf drehen: zuerst durch die grobe, dann durch die feine Scheibe. Den Speck in Stücke schneiden. Die Zwiebel und die Knoblauchzehe abziehen, fein hacken und mit dem Speck ebenfalls durch den Fleischwolf drehen. Nehmen Sie hierfür die grobe Scheibe. Wenig Salz, Pfeffer, Eigelb zugeben und alles sorgfältig vermischen. Abschmecken. Mit leicht befeuchteten Händen Frikadellen formen und in dem Öl auf mittlerer Hitze etwa 5 Min. auf jeder Seite braten, bis sie rundherum schön braun sind. Gebratene Frikadellen abgedeckt warm stellen
    Den Speck fein würfeln. Die Zwiebeln abziehen, fein hacken. Speck und Zwiebeln auf kleiner Flamme anschwitzen. Wenn die Zwiebeln glasig sind, etwas Pfeffer zugeben. Das Mehl darüber stäuben, einige Sekunden aufquellen lassen, dann die Milch zugeben. Unter Rühren aufkochen. 5 Min. auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis sich der Mehlgeschmack verliert. Evtl. mit etwas Milch verdünnen, wenn die Sauce zu stark einkocht.
    Die Frikadellen in der Sauce mit Salzkartoffeln oder Brot servieren.

    Tipp
    Sie können diese Frikadellen auch mit anderen Fischsorten zubereiten - vorausgesetzt diese haben einen intensiven Eigengeschmack und sind nicht fett.



    Sterkas tesloje
    Zander im Teigmantel


    Der Zander, ein räuberischer Fisch, der in wärmeren Flüssen und Seen lebt, gehört zu den feinsten Süsswasserfischen. Er hat ein zartes, weisses Fleisch, das im Ausbackteig schön saftig bleibt. Wenn Sie über einen Sportangler frischen Zander bekommen, sollten Sie Kopf, Flossen, Gräten und Haut nach dem Filetieren nicht wegwerfen. Mit aromatischen Gemüsesorten, Gewürzen, Wasser und Weisswein lässt sich ein vorzüglicher Fischfond daraus kochen

    Zutaten für 4 Personen
    Zanderfilets: 500 g dünne Zanderfilets, 125 g Mehl, 1 Ei, 100 ml Wasser, Salz, 900 g Zanderfilet, geschmacksneutrales Pflanzenöl zum Ausbacken.
    Sauce: 2 mittelgrosse Möhren, 2 mittelgrosse Zwiebeln, 2-3 EL geschmacksneutrales Pflanzenöl, 150 g gemischte Pilze, 1 EL Mehl, 200 ml Milch

    Zubereitung
    Für den Ausbackteig sieben Sie das Mehl in eine Schüssel. Rühren Sie mit einem Schneebesen Ei, Wasser und ein Prise Salz darunter. Rühren Sie nur so lange, bis der Teig glatt ist. Der Ausbackteig sollte die Konsistenz von dicker süsser Sahne haben. Lassen Sie den Teig eine Stunde stehen.
    Giessen Sie in eine grosse tiefe Pfanne soviel Öl, dass es etwa 1 cm hoch steht. Erhitzen Sie dieses Öl auf mittlerer Hitze. Es hat die Ausbacktemperatur erreicht, wenn an einem hölzernen Kochlöffelstiel, den man ins Öl hält, feine Luftbläschen aufsteigen. Tupfen Sie die Filets trocken und ziehen Sie sie von beiden Seiten durch den Ausbackteig. Von beiden Seiten ausbacken, bis die Teighülle goldbraun ist.
    Achtung: Der Umgang mit heissem Öl birgt Gefahren. Überhitzen Sie nicht das Öl. Beobachten Sie die Pfanne ständig. Halten Sie Kinder fern vom Herd!
    Für die Sauce schälen Sie die Möhren und schneiden sie in feine Streifen. Die Zwiebeln zieht man ab und hackt sie fein. In etwas Öl auf kleiner Flamme kurz anschwitzen. Währenddessen die Pilze mit einem Tuch abreiben, die Stielenden kappen. Man schneidet die Pilze in Scheiben und gibt sie zu den Möhren und den Zwiebeln. Kurz anbraten. Das Mehl darüber stäuben, kurz aufquellen lassen. Mit der Milch ablöschen, unter Rühren aufkochen lassen und 10 Min. auf kleiner Flamme köcheln lassen. Die Sauce darf nicht mehr nach Mehl schmecken.
    Die ausgebackenen Zanderfilets mit der Sauce servieren. Die Filets können auch mit Mayonnaise serviert werden.

    Tipp
    Wenn ein Ausbackteig dünnflüssig ist, dann backt er leichter und knuspriger aus, haftet allerdings nicht so gut am Gargut. Ein dicker Teig haftet besser, kann aber schnell zäh werden. Steuern Sie dies über die Zugabe von etwas Mehl und probieren Sie dieses Rezept zunächst einmal mit einem etwas dickeren Ausbackteig aus.
    Diesen simplen Teig können sie auch zum Ausbacken anderer Fischsorten (Kabeljau, Schellfisch, Karpfenfilet) verwenden. Durch die Zugabe von Bier anstelle von Wasser erhalten Sie einen gehaltvolleren, würzig schmeckenden Ausbackteig.
    Zum Ausbacken in Teig sollten Sie stets dünne Fischfilets nehmen: dicke Filets würden aussen bereits verbrennen, während sie innen noch nicht gar sind.



    Zuviene
    Fischsuppe


    Die Karausche - ein Süsswasserfisch, der vor allem in Osteuropa wirtschaftliche Bedeutung hat. Sie können jedoch auch andere aromareiche Süsswasserfische verwenden. Das Gute und Praktische an Fischsuppen ist ja, dass man Sie mit ganz verschiedenen Fischarten zubereiten kann.

    Zutaten
    1,5 kg Fische (eine Karausche von etwa 700 g, ersatzweise einen beliebigen anderen grösseren Süsswasserfisch wie beispielsweise Barbe, Brachsen, Hecht, Saibling, Schleie, Zander; kleinere Meer- oder Süsswasserfische nach Marktangebot), 3 Möhren, 4-5 mittelgrosse festkochende Kartoffeln, nach Belieben 2 mittelgrosse Zwiebeln, Salz, Pfeffer, 1-2 Lorbeerblätter, ½ Bund Dill, ½ Bund Schnittlauch, nach Belieben 200-300 ml süsse oder saure Sahne

    Zubereitung
    Schneiden Sie die Karausche von der Afterflosse an zum Kopf hin auf, lösen Sie die Eingeweide an der Afterflosse und ziehen Sie sie heraus. Am Schlund vorsichtig abschneiden. Die Kiemen am Ansatz wegschneiden und herausziehen. Die schlauchartige Niere, die an der Wirbelsäule entlangläuft, schaben Sie am besten mit einem kleinen Löffel heraus, während Sie die Bauchhöhle unter fliessendem Wasser gründlich ausspülen.
    Jetzt schneidet man von der Karausche Kopf und Schwanz ab und setzt beides mit den kleineren Fischen und 1,5 l Wasser auf. Zum Kochen bringen. Solange Abschäumen, bis sich kein Schaum mehr an der Oberfläche bildet. Etwa 20-25 Min. kochen. Nicht länger, sonst kann die Fischbrühe bitter werden. Durch ein feinmaschiges Sieb abseihen, Fischreste wegwerfen. Während die Brühe gekocht wird, schält man Möhren, Kartoffeln und zieht evtl. auch die Zwiebeln ab. Schneiden Sie die Möhren in feine Streifen, die Kartoffeln in Würfel von nicht mehr als 1 cm Seitenlänge und die Zwiebeln in feine Ringe. Den mittleren Teil der Karausche schneidet man in fingerdicke Abschnitte.
    Setzen Sie Möhren, Kartoffeln und Zwiebeln mit der abgeseihten Fischbrühe aufs Feuer. Leicht mit Salz und Pfeffer würzen; Lorbeer dazugeben. Etwa 20-30 Min. kochen lassen, bis die Kartoffeln fast gar sind. Dill und Schnittlauch waschen und trocken tupfen. Den Dill hacken, den Schnittlauch in Röllchen schneiden. Geben Sie jetzt die zurückbehaltenen Fischstücke in die Suppe zusammen mit Dill und Schnittlauch. Lassen Sie die Fischstücke 5-10 Min in der Brühe ziehen, bis sie gar sind. Abschmecken. Nach Belieben mit der Sahne und etwas Brot servieren.

    Tipp
    Wenn Sie für eine Fischsuppe magere Fische verwenden, wird sie feiner. Durch fette Fische dagegen sättigender.
    Sie können diese Suppe nach Belieben mit etwas Weisswein verfeinern und Meeres- statt Süsswasserfische verwenden.



    Balikas
    Marinierte Zährte


    Stasys Petrosius und Jurgis Gecas essen die eingelegte Zährte besonders gern zu einem Gläschen Wodka - Balikas, Wodka-Imbiss nennt man dieses Gericht in Minija. Der Fisch soll in der Marinade kurz ziehen, gerade so lange, bis der Wodka herbeigeholt und eingeschenkt ist. Die Zährte ist hierzulande meist nur Sportanglern bekannt. Sie lebt in langsam fliessenden, schlammgrundigen Gewässern von Nord- und Ostsee bis hinunter an das Schwarze und das Kaspische Meer und hat ein ganz feines Fleisch. Ihr Grätenreichtum sollte Sie also nicht vom Kosten abschrecken.

    Zutaten für 2 Personen
    1 Zährte von etwa 1 kg, ersatzweise 400 g Filet von der Zährte oder einem anderen aromareichen Süsswasserfisch, 2 mittelgrosse Zwiebeln, Salz, Pfeffer, einige Lorbeerblätter, 2-3 EL Essig

    Zubereitung
    Die Zährte zunächst filetieren: Schneiden Sie den Fisch von der Afterflosse zum Kopf hin auf. Lösen Sie die Eingeweide an der Afterflosse ab und ziehen Sie sie zum Kopf hin weg. Am Schlund vorsichtig abschneiden. Die Kiemen am Ansatz wegschneiden und herausziehen. Die schlauchartige Niere, die an der Wirbelsäule entlangläuft, schaben Sie am besten mit einem kleinen Löffel heraus, während Sie die Bauchhöhle unter fliessendem Wasser gründlich ausspülen.
    Den Kopf direkt hinter der Kiemenöffnung schräg zum Kopf hin abtrennen. Dabei von beiden Seiten mit einem grossen schweren Messer arbeiten. Die Mittelgräte entfernt man, indem man mit einem sehr scharfen Messer den Rücken direkt neben der Flosse am Rückgrat entlang bis auf die Mittelgräte einschneidet. Legen Sie die Zährte flach hin: Schneiden Sie schräg von den Kiemen in Richtung Mittelgräte. Halten Sie das gelöste Teil des oberen Filets fest und trennen Sie den Rest mit kleinen Schnitten ab, die parallel zu den Gräten erfolgen. Arbeiten Sie immer vom Kopf zum Schwanz. Das untere Filet mit der Klinge von den Brustgräten abtrennen und ebenfalls mit kleinen Schnitten lösen. Evtl. zurückgebliebene Gräten mit einer Pinzette herausziehen.
    Häuten Sie das Filet, in dem Sie am Schwanzende etwa 1 cm Fleisch von der Haut abschneiden. Halten Sie das lose Hautende fest und führen Sie das Messer flach unter das Fleisch. Die Schneide sollte zur Haut hin zeigen, wenn Sie das Fleisch abschneiden. Wenn Sie die Filets nun noch zurechtschneiden, haben Sie sie sauber pariert. Sie erhalten etwa 350-400 g Filetfleisch.
    Die Filets in Stücke schneiden. Die Zwiebeln abziehen und fein hacken. Mit dem Fisch in einer Schüssel vermengen, salzen und pfeffern. Lorbeerblätter dazugeben und den Essig darüber träufeln. Mit einer zweiten Schüssel abdecken und fünf Minuten kräftig durchschütteln. Sie können für diesen Zubereitungsschritt auch eine gut verschlossene Plastiktüte nehmen. Kurz stehen lassen - etwa 10 Min. reichen aus. Mit Wodka und Brot servieren.
    ACHTUNG: Zum Rohverzehr eignet sich nur ein wirklich fangfrischer, parasitenfreier Fisch. Wenn Sie sich hier über die Qualität nicht ganz sicher sind, sollten Sie auf diese Art der Zubereitung besser verzichten. Tipp
    Unsere Anleitung zum Filetieren einer Zährte lässt sich auf alle Rundfische übertragen, deren Körperbau ja dem der Zährte gleicht. Sauber pariert, machen die Filets nur etwa ein Drittel des Gesamtgewichts aus. Kopf, Flossen, Haut und Gräten können jedoch zur Zubereitung eines Fischfond verwendet werden.



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    Zusammenfassung der wichtigsten Weinländer in Europa. Wer auf mehr neugierig wird, kann sich im Weinlexikon unten auf der Seite informieren. Dort finden Sie auch Angaben über Länder, welche auf der Seite nicht aufgeführt sind sowie viel Wissenswertes über Geschichte, Anbau, Herstellung und vieles mehr.
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