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    Kochen im Kanton Uri

    Meistens wird die Lawinenschranke bereits im November dichtgemacht. Die Strasse dahinter führt in steilen Serpentinen zum Dörfchen Gwuest und zum Staussee auf fast 2000 Meter hinauf. Bis in den Mai rumpeln die weissen Massen ins Tal und versperren die Strasse. Im Weiler Gwuest im Kanton Uri, unweit vom St. Gotthardt, überwintern nur 30 Personen.

    Ins Tal kommen sie nur auf Skiern oder einmal die Woche mit der Pistenraupe.

    Max Mattli und seine Frau Yolanda haben über 50 Ziegen, die sie jeden Morgen und Abend versorgen. Noch immer produzieren sie einen Grossteil ihrer Nahrungsmittel selber. Aus der Ziegenmilch wird im Sommer Käse gemacht und im Herbst werden einige Tiere geschlachtet. Ein Teil des Fleischs wird für den Eigenverbrauch eingefroren und der Rest wird zum traditionellen Trockenfleisch verarbeitet. Ein Standardgericht mit Trockenfleisch ist die Geisssuppe - eine Gemüsesuppe mit Ziegenfleisch, die auf der Göscheneralp noch viel gegessen wird.

    Der Zusammenhalt der Mattli Sippe ist nach wie vor gross. Konrad, Waldemar und Alice spielen oft in der Gasstube Karten. Sonntags kommen die Heimkehrer, die in der Woche unten im Tal arbeiten oder zur Schule gehen. Erst zum Gottesdienst und dann zum Stammtisch in Konrads Gaststube. Alice kocht dann für den Pfarrer den Sonntagsbraten. Auf der Göscheneralp ist das selbstverständlich eine Gemse, die von den Männern im Herbst geschossen wurde.

    Quelle: arte tv



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  • Weinschnitten
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  • Gamspfeffer



    Älpler Makkaroni

    Zutaten
    250 gr Makkaroni, 4 mittelgrosse, festkochende Kartoffeln, 1 Zwiebel, 150 gr. Emmentaler, gerieben

    Zubereitung
    Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. In viel Salzwasser 5 Minuten kochen, dann die Makkaroni und 1 El Öl hinzugeben und bissfest kochen. Zwiebeln in Ringe schneiden und mit Butter in der Pfanne bei kleiner Hitze anbräunen. Das Wasser von den gekochten Makkaroni/Kartoffeln abgiessen. Einen Teil Makkaroni/Kartoffel in einer Schüssel aufschichten, dann geriebenen Käse darüber streunen, dann die nächste Lage Makkaroni / Kartoffeln. Die angebräunten Zwiebeln oben drauf geben und heiss servieren.

    Tipp
    Man kann das Gericht auch überbacken. Dazu am Schluss noch mal Käse über die Kartoffeln / Makkaroni / Zwiebeln und solange in den Backofen bis der Käse zerlaufen ist.



    Weinschnitten

    Zutaten
    8 mittelgrosse Scheiben helles Brot, ¾ Liter Rotwein, 200ml Wasser, 3 Zimtstangen, 1 Tl Zimtpulver, 3 El Zucker, 2 El Butter.

    Zubereitung
    Wasser und Wein mit Zimt und Zucker aufkochen. 5-10 Minuten kochen lassen. Das Brot mit Butter in der Pfanne bräunen, bis es knusprig ist. In eine grosse Schüssel geben und mit dem Wein einweichen. Zusammen mit den Älplermakkaroni servieren.

    Tipp
    Hierfür kann man auch altbackenes Brot verwenden!



    Fleischsuppe oder auch Geiss-Suppä

    Zutaten
    1 kg Ziegenfleisch, Salz, Pfeffer 1 Lorbeerblatt, 2 Nelken, 1 Knoblauchzehe, 1 halbe Zwiebel, Kartoffeln, Bohnen, Lauch, Wurzeln, Kohl.

    Zubereitung
    Für dieses Gericht eignet sich eine Mischung aus getrocknetem, eingesalzenem Ziegenfleisch sowie tiefgefrorenem (oder frischem) Ziegenfleisch. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, das Ziegenfleisch dazugeben und kurz aufkochen. Wasser abgiessen und wieder frisch aufsetzen. Wenn das frische Wasser kocht, das Ziegenfleisch wieder hineingeben. Mit Salz, Pfeffer Lorbeerblatt und Nelken würzen. Die ausgepresste Knoblauchzehe und die fein gehackte Zwiebel zugeben und das Fleisch so lange kochen, bis es gar ist. Je nach Alter der Ziege dauert das 1- 3 Stunden. Bei Bedarf von Zeit zu Zeit etwas Wasser dazugiessen.
    Nach ca. einer Stunde das Gemüse und die Kartoffeln hinzugeben und bis zum Ende mitkochen. Am Ende das Fleisch herausnehmen und die Suppe abschmecken. Das Fleisch kann mit der Suppe serviert werden oder erst die Suppe und dann das Fleisch mit den Kartoffeln.

    Tipp
    Statt Ziegenfleisch kann man auch Lammfleisch nehmen.



    Fastnachtsküchlein

    Zutaten
    1kg Mehl, 2 Päckchen Vanillezucker, ½ Tl Salz, 1,5 Tassen Kaffeerahm, 125 gr Schweineschmalz, 3 Eier, 1 El Kirsch, 1 Zitrone, Fett oder Öl zum Ausbacken, Puderzucker

    Zubereitung
    Mehl, Vanillezucker und Salz vermischen. Eier schaumig schlagen. Kaffeerahm und Schweineschmalz lauwarm werden lassen und zusammen mit den verrührten Eiern zur Mehlmischung geben. Kirsch und Zitronensaft zugeben und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Sofort verarbeiten! Kleine Stücke vom Teig abstechen und sehr dünn auf Mehl auswallen. Zu kleinen, ovalen Stücken in der Hand rollen und in einer Gusseisenpfanne in heissem Fett oder Öl ausbacken. Zum Schluss mit Puderzucker bestäuben.



    Gamspfeffer

    Zutaten
    1 kg ausgebeintes Gemsenfleisch vom Hals, Schenkel oder Brust der Gemse, Knochen, Wurzelgemüse (Karotten, Petersilienwurzel, Sellerie), Lauch, Nelken, Zwiebel, Lorbeerblatt, 1 l Rotwein, Salz, Pfeffer

    Beize
    Das Gemsenfleisch in Stücke schneiden (je nach Geschmack sollten die Stücke zwischen mundgerecht und faustgross sein) und in einen Steinguttopf schichten. Mit Pfeffer und Salz würzen. Etwas von dem kleingeschnittenen Lauch und Wurzelgemüse dazugeben, sowie eine mit Nelken besteckte Zwiebel und ein Lorbeerblatt. Den Topf mit Rotwein auffüllen, so dass das Fleisch ganz bedeckt ist. 10 -14 Tage kühl ruhen lassen und eventuell Wein nachgeben, damit das Fleisch immer mit Rotwein bedeckt ist.

    Tipp
    Die Beizzeit kann um die Hälfte verkürzt werden, wenn der Rotwein heiss dazugegeben wird.
    Sie können zusätzlich noch zwei kleine Tannenzweige mit einlegen, weil das den "Waldgeschmack" erhöht.

    Zubereitung
    Nach dem Beizen das Fleisch am besten in trocknen Küchentüchern gut abtrocknen. Die Fleischstücke bei grosser Hitze in Fett scharf anbraten. Mit der Beize ablöschen. Dann mit der Gemüsegarnitur in einem verschlossenen Topf für ca. 2 ½ Stunden schmoren. Wenn die Flüssigkeit zu stark verdampft noch Beize oder frischen Rotwein nachgiessen.
    Das Fleisch herausnehmen und das Gemüse von der Sosse trennen. In einem extra topf eine dunkle Einbrenne herstellen: 1 Esslöffel weisses Fett erhitzen. Darin 3 Esslöffel Mehl anrösten bis das Mehl dunkel geworden ist. Dann mit kaltem Wasser ablöschen. Die Sosse mit angebräuntem Mehl ein wenig binden und mit Salz, Pfeffer und Nelken würzen. Nochmals kurz aufkochen und dann den Topf von der flamme nehmen und mit Rahm verfeinern.
    Serviert wird der Gamspfeffer mit Spätzle, Rotkraut, gekochten Birnenhälften und Preiselbeeren.



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