|
g26.ch HOME EVENTS MUSEEN GALERIEN BIOGRAPHIEN G26.CH NEWS BLACKBOARD BERN INFO KUNST |
Kunst - Kunstrichtungen - Epochen ab 1850 → Künstlerlexikon Bildende Kunst Bildende Kunst Sammelbezeichnung für die Gattungen Architektur (Baukunst), Plastik, Malerei, Grafik und Kunsthandwerk (Kunstgewerbe); wie die übrigen Künste sowohl im gesamten als auch im Einzelwerk gekennzeichnet durch das Zusammenwirken von Inhalt und Form; in der Abfolge von Kunststilen mit jeweils besonderen Merkmalen entwicklungsgeschichtlich überschaubar. weiter... Art Brut Arte Povera Automatismus Bauhausstil Conceptual Art Dadaismus Expressionismus Fauvismus Futurismus Fluxus Happening Impressionismus Installation Informel Jugendstil Kubismus Minimal Art Neue Sachlichkeit Op-Art Pop-Art Realismus Surrealismus Blauer Reiter Brücke Moderner Bund «Berner Arbeitsgemeinschaft» De Stijl Hoelzel-Kreis Graffiti Netzkunst Pastellmalerei Künstlerbiografien Art Brut Der Name des Künstlers Jean Dubuffet ist unauflöslich mit der Bezeichnung Art Brut verbunden, denn er hat sie erfunden. Die Bezeichnung taucht erstmals 1945 auf, als er in der Schweiz und in Frankreich seine ersten Entdeckungsreisen auf der Suche nach Werken von Randerscheinungen des Kunstbetriebs unternimmt. weiter... Automatismus Im engeren Sinne der Schaffensvorgang bei surrealistisch orientierten Künstlern, deren Werke nicht auf berechnende Planung zurückgehen, sondern Niederschlag eines tranceähnlichen Zustands des Künstlers sind (psychischer Automatismus, absoluter Surrealismus). weiter...
Arte Povera Im Staat Italien herrschte Ende der 1960er Jahre eine emotionsgeladene Stimmung mit radikalen gesellschaftlichen Umwälzungen und in der Kunst ist deutlich die Atmosphäre des Aufbruchs zu einer neuen Sensibilität zu verspüren. Eben erst hatten die Wogen der amerikanischen Pop Art mit dem Einbruch der Konsumwelt die Gemüter bewegt, als im September 1967 der junge Kunstkritiker Germano Celant in Genua eine Gruppenausstellung mit dem Titel «Arte Povera e IM Spazio» organisiert, begleitet von einem Text, der erweitert unter dem Titel: «Arte Povera: Anmerkungen zu einem Guerilla Krieg» in der Zeitschrift Flash Art erscheint. Diese Ereignisse markieren den Beginn der Arte Povera, deren örtliche Zentren Turin und Rom sind. Arte Povera ist kein manifestartiger Zusammenschluss von Künstlern, sondern eine Bewegung, deren gemeinsame Haltung von einem Kritiker erkannt wurde. weiter... Der Blaue Reiter Eine 1911 in München von W. Kandinsky und F. Marc begründete Vereinigung expressionistischer, später auch abstrakter Maler, der sich in den folgenden Jahren P. Klee, A. Kubin, A. Jawlensky, A. Macke, G. Münter u. a. anschlossen; auch die Brüder Burljuk, R. Delaunay, H. Campendonck und A. Schönberg beteiligten sich an Ausstellungen des Blauen Reiters. weiter...
Der Bauhausstil Das Bauhaus sammelte in Deutschland die wichtigsten künstlerischen Kräfte des Nachexpressionismus. Als Ziel wurde die Versöhnung von Technik und Kunst angestrebt, wobei die Rückgewinnung der handwerklichen Grundlagen der bildenden Künste im Vordergrund stand. Gepflegt wurden sämtliche Kunstgattungen, u. a. auch Fotografie, Tanz und Film. weiter...
Die Brücke 1905 in Dresden von K. Schmidt-Rottluff, E. L. Kirchner und E. Heckel gegründete Vereinigung expressionistischer Künstler, der sich später C. Amiet, A. Gallen-Kallela, E. Nolde, M. Pechstein, O. Mueller u. a. anschlossen. Die Gruppe hatte kein fest umrissenes künstlerisches Programm und löste sich 1913 nach Meinungsverschiedenheiten über eine von Kirchner verfasste Chronik auf. weiter...
Konzeptkunst - Conceptual Art Eine seit 1969 sich abzeichnende Richtung der modernen Kunst, die das Grundprinzip der bisherigen bildenden Kunst, ihre Sichtbarkeit, in Frage stellt. weiter... Dadaismus Wahrscheinlich von französisch dada, kindliche Bezeichnung für Holzpferdchen. Seit 1916 (Gründung des Cabaret Voltaire, Zürich) internationale künstlerische Bewegung, die als Protest gegen die Verheerungen des Weltkriegs, die Institutionalisierung der Kultur, die Zweckgebundenheit der Kunst und die Perfektion der Technik eine Hinwendung zum scheinbar Sinnlosen forderte. weiter...
Expressionismus Der Begriff Expressionismus kam erstmals 1911 bei der 23. Ausstellung der Berliner Sezession auf. Bei der Eröffnungsrede wurde eine Gruppe französischer Maler (u. a. G. Braque, P. Picasso und M. de Vlaminck) als Expressionisten bezeichnet. Im gleichen Jahr definierte die Berliner Kulturzeitschrift Der Sturm Expressionismus als Sammelbegriff für gesamteuropäische fortschrittliche Tendenzen der Zeit. weiter... Fauvismus Eine nachimpressionistische Stilentwicklung der französischen Malerei im 1. Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts (1905-1907). Die Fauves (französisch, Wilde) setzten anstelle der gebrochenen Farben des Impressionismus ungebrochene, leuchtende Farbwerte in Flächen nebeneinander, verzichteten jedoch völlig auf symbolischen Gehalt und sozialkritische Aussagen. weiter...
Futurismus Der Futurismus wurde 1908 durch den italienischen Dichter Filippo Tommaso Marinetti (1876-1944) als literarische Richtung proklamiert. Zwei Jahre später übertrugen italienische Maler und Bildhauer die Ideen Marinettis auf die bildenden Künste. Entgegen den als veraltet empfundenen Kunsttraditionen wollte der Futurismus der Dynamik des modernen Lebens in den Grossstädten mit ihren Menschenmassen, ihren neuen Verkehrsmitteln und entsprechenden Wahrnehmungen gerecht werden. weiter...
Fluxus Eine Spielart des Happenings, bei der durch ein zufälliges Zusammenspiel theatralischer, musikalischer und bildnerischer Mittel Geschehnisse nach vorbereiteten Partituren inszeniert wurden. Die Fluxus-Bewegung wurde 1962 in New York von George Maciunas gegründet. weiter...
Happening Im Gefolge der Pop-Art entstandene Aktionsform der Kunst der 1960er Jahre, bei der ein mitunter improvisiertes Geschehen von oft sozialkritischem, häufig auch absurdem Charakter vorgetragen wurde, wobei das Publikum die Distanz zum Kunstereignis verlieren und so ein neues, kritisches Selbstverständnis gewinnen sollte. weiter...
Impressionismus Im Protest gegen die formelhafte Malerei der Akademien, gegen die unnatürliche Beleuchtung der Ateliermalerei und ihre dunkle Palette fasste der Impressionismus das Naturvorbild als augenblicklichen Farbreiz auf. Der Gegenstand wurde nicht in seiner Struktur wiedergegeben oder mit einer Kontur versehen, vielmehr interessierte nur seine von Licht und Raum bedingte Erscheinung im Augenblick des Malens. weiter...
Installation Von Installation ist die Rede, wenn Künstler konkrete Räume oder Orte, mit denen sie konfrontiert werden, gezielt mit vielfältigen Alltagsobjekten und künstlerischen Gestaltungselementen strukturieren. Dies geschieht oft im Medienverband, etwa unter Verwendung von Videomonitoren oder in Verbindung mit Performance. weiter...
Informel Besonders in den USA und Frankreich ab 1945 entwickelte Stilrichtung der modernen Malerei, eng verbunden mit dem abstrakten Expressionismus, dem Actionpainting und dem Tachismus. Die Werke des Informel sind gekennzeichnet durch Verzicht auf beschreibende Bildmotive und kompositorische Regeln. weiter...
Jugendstil Um die Jahrhundertwende verbreitete Stilrichtung, die in Deutschland nach der seit 1896 in München erscheinenden Zeitschrift Jugend und ihrer Art der grafischen Gestaltung benannt wurde. Der deutschen Bezeichnung Jugendstil entsprechen französisch Art Nouveau und englisch Modern Style oder Style Liberty. weiter...
Kubismus Eine Stilrichtung der modernen Malerei, 1907/08 von P. Picasso (Les Demoiselles d'Avignon) und G. Braque in konsequenter Weiterentwicklung der Malweise P. Cézannes und als Reaktion auf den Fauvismus begründet. In seiner ersten Phase führte der Kubismus die darzustellenden Gegenstände auf ihre stereometrischen Grundformen (Kugel, Kubus, Zylinder, Kegel) zurück, zerlegte sie und verband ihre Elemente simultan zu flächigen Bildgefügen, wobei die Farbe eine untergeordnete Rolle spielte (analytischer Kubismus). weiter...
Minimal Art in den 1960er Jahren in den USA entstandene Gegenbewegung zur Pop-Art. Charakteristisch ist die wertungsfreie geometrische Reihung gleicher Elemente, die auf einfache Grundformen (Primary Structures; z. B. Kuben) reduziert und in ihrer Ausführung häufig überdimensioniert sind. Als Hauptvertreter der Minimalart gelten R. Bladen, D. Flavin, D. Judd, S. Le Witt, R. Morris. weiter...
Moderner Bund In Weggis gründen Hans Arp (1886-1966), Walter Helbig (1878-1968) und Oscar Lüthy (1882-1945) die Künstlergruppe «Der moderne Bund»: Das Gründungsdatum ist nicht gesichert. Die früheste, schriftliche Erwähnung datiert auf den Oktober 1911. weiter...
Neue Sachlichkeit Neue Sachlichkeit, magischer Realismus, Richtung in der dt. Kunst der 1920er Jahre, welche - in Reaktion zum Expressionismus - einen kühlen Verismus pflegte. Es gab verschiedene Strömungen: Eine vom Surrealismus und von der «Pittura metafisica» Chiricos beeinflusste suchte magische Hintergründigkeit, wie die Vertreter der Münchner Gruppe (G. Schrimpf, A. Kanoldt, Mense); eine andere betrachtete mit gesteigertem Realismus die Welt, oft mit scharfer Zeitkritik wie der von Dada herkommende Grosz und O. Dix. Zugehörig ferner: R. Schlichter und, mit einem Teil ihres Werks, Hofer, Radziwill, Meidner, Beckmann. weiter... Op - Art Optische Kunst. Eine Richtung der zeitgenössischen bildenden Kunst, etwa in der Mitte der 1960er Jahre in Weiterentwicklung der geometrischen Abstraktion und als Reaktion auf neuexpressionistische Strömungen entstanden. Die Op-Art, als deren Führer der in Paris lebende Victor Vasarély gilt, erstrebt optische Illusion durch musterähnliche Wiederholung geometrisch-abstrakter Motive (Rechtecke, Kreise, Spiralen, Punkte, Streifen, Linien), die, in verschiedenen Ebenen gegeneinander verschoben, Moiré-Effekte u. a. überraschende optische Wirkungen erzeugen. weiter...
Pop Art Eine dem Dadaismus verwandte Kunstrichtung der späten 1950er und der 1960er Jahre, die, in Reaktion auf die abstrakte Kunst, den Gegenstand wieder zur Geltung brachte, und zwar in der Dingwirklichkeit der zivilisatorischen Alltagswelt (Comicstrips, Schaufensterpuppen, Reklamebilder und -texte). weiter... Realismus Eine Gestaltungsweise in Malerei und Plastik, deren Ergebnis ein Abbild der sichtbaren Wirklichkeit ist; darüber hinaus kann realistische Darstellung zugleich Deutung und Wertung des abzubildenden Sujets beinhalten. Hier liegt der Unterschied zum Naturalismus, der auf die naturgetreue, objektive Wiedergabe des Bildmotivs hinzielt. weiter...
De Stijl Niederländische Künstlervereinigung, 1917 gegründet u. a. von den Malern P. Mondrian und T. van Doesburg (Herausgeber der Zeitschrift «De Stijl», die bis 1929 erschien), G. Vantongerloo und B. van der Leck. Zum weiteren Kreis gehören die Architekten J. J. P. Oud und G. T. Rietveld sowie der Dichter A. Kok. weiter...
De Stijl war ein Forum und keine feste Gruppe. Neben dem engeren niederländischen Kreis publizierten hier auch russische Konstruktivisten wie El Lissitzky, italienische Futuristen wie Gino Severini und DadaistInnen wie Kurt Schwitters, Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp.
Surrealismus In der bildenden Kunst finden sich Gestaltungsformen des Surrealismus vorweggenommen in der italienischen Pittura metafisica sowie im Dadaismus, aus dem viele Surrealisten hervorgingen. Die erste Ausstellung surrealistischer Malerei fand 1925 in Paris statt; an ihr beteiligten sich neben G. de Chirico und M. Ernst auch Künstler, die sich bald wieder vom Surrealismus trennten: P. Picasso, P. Klee und J. Miró. weiter... Graffiti Malerei oder Parole, bei der mit einer Farbsprühdose karikaturartige Figuren oder farbenstarke Flächen auf Wände, Fassaden, U-Bahnen oder Busse aufgetragen werden. Die Spraykunst begann in den 1970er Jahren als Ausdruck von politischem Protest in den USA, wurde in Europa populär durch H. Naegeli. Inzwischen hat sich u. a. durch K. Haring eine Graffittiart entwickelt, die auch auf Leinwand übertragen wird. weiter...
Netzkunst «Die moderne Kunst schuf als Reaktion auf die maschinengestützte industrielle Revolution das ästhetische Objekt als geschlossenes System. weiter... Pastellmalerei Die Pastellmalerei, so wie wir sie heute verstehen - das heisst, als eine der zahlreichen Malverfahren zum künstlerischen Ausdruck durch Farbe - taucht in der Kunstgeschichte erst ziemlich spät auf. Das eigentliche Pastellbild ist rund 300 Jahre alt. Die Pastellkreide wird in der Tat erst um das Jahr 1720 mehr oder weniger als ein Medium betrachtet, das alle Möglichkeiten der grossen Malerei in sich vereint. Trotzdem ist das Auftauchen des Pastells in der Kunstgeschichte weder die Frucht eines Zufalls noch ein Geniestreich. Die Pastellkreiden, die in ihrer Natürlichkeit anderen Zeichenmitteln ähneln, machten ihren Weg, als die Künstler die Zeichnung und ihre Technik nicht mehr als ein Vorstadium für ein Gemälde betrachteten, sondern als eigenständige Ausdrucksmöglichkeit. weiter... Kunstlexikon Das Kunstlexikon beschreibt ca. 10'000 Begriffe, hat 5,5 Mio Zeichen ( Druckausgabe: 1663 Seiten). Die Begriffe verweisen insgesamt auf ca. 35'000 Quellen. A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Historisches Lexikon der Schweiz Kunstgewerbeschulen/ Künstlervereine/ Kunstvereine/ Bildhauerei/ Dada/ Zeichnung/ Ausstellungen/ Druckgrafik/ Volltextsuche Kunstszene Schweiz - Brennpunkt 1980 Japan - Kunst, Kultur und Geschichte Zeichen der Freiheit Zum Kunstbegriff nach dem Impressionismus Realismus und Impressionismus brechen auf eine radikalere Weise als je zuvor seit der Renaissance mit der Vorstellung vom Künstler und dem Begriff der Kunst. Aber sie stehen an der Schwelle zur Moderne und bereiten erst einen Prozess vor, dessen Radikalität noch kaum sichtbar wird. Die Geschichte der Moderne, die Ende der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts begann, ist die Geschichte der Dekonstruktion eines Kunstbegriffs mit einer mehr als fünfhundertjährigen Entwicklung. Kunst musste nicht mehr schön sein; sie brauchte nicht mehr anzustrengen, sie brauchte kein malerisches Sujet mehr; musste ihre Formen nicht mehr im Bildraum entfalten; brauchte nicht länger das magische Produkt der künstlerischen Berührung sein. (Danto) Mit dem Impressionismus wird es für eine sich jeweils als Anantgarde empfindende Generation junger Künstler zur Mode die Grenzen des jeweils zeitgenössischen Kunstverständnisses zu sprengen. Der Impressionismus gilt allgemein als eine heitere, problemlose, hübsche, dekorative Kunst. Seine Motive lassen sich hervorragend zu Kalenderblättern verarbeiten und dekorieren gleichermassen bürgerliche Wohnzimmer wie Arztpraxen oder Sparkassenhallen. Das destruktive Moment, das die Zeitgenossen in diesen Bildern sahen, ist heute kaum nachvollziehbar, da auch die Bildwelt, gegen die sich der Impressionismus stellte, heute keinesfalls in Schulbüchern und fast ausschliesslich noch im Museum zu finden ist, und dort weitgehend in Magazinen, zu denen Publikum kaum Zutritt hat. Zur Salonmalerei der Mitte des 19. Jhs fehlt uns heute weitgehend das Verständnis. Sie spiegelt die Dekadenz, den Konservativismus, eine schwüle Erotik und ein in Phrasen erstarrtes Pathos, das wir heute als Kitsch empfinden. Den naturalistischen, stellenweise sogar wissenschaftlichen Anspruch, den der Impressionismus zeitweise stark in den Vordergrund stellte, indem er sich auf eine interessenlose und objektive Darstellung der Natur berief, kann man heute auch nicht mehr ganz leicht nachvollziehen, weil in unseren Augen die Fotografie den Augenblick erheblich sachlicher wiedergeben kann und der Film Veränderung wesentlich objektiver erfasst als Malerei das jemals könnte. Was uns den Impressionismus heute attraktiv macht ist der individuelle Duktus und die subjektive Seite der Impression, die sich selbst mit optischen Filtern, Weichzeichnern und Rastern vor dem Kameraobjektiv und zufallsgesteuerter Überarbeitung im Rechner nur schlecht simulieren lässt. Wo die impressionistische Malerei zu mechanisch und technisch wurde schreckt sie uns heute eher ab. www.kusem.de ![]() |