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Kunst - Kunstrichtungen - Epochen ab 1850 → Künstlerlexikon Dada Dadaismus [wahrscheinlich von französisch dada, kindliche Bezeichnung für Holzpferdchen] seit 1916 (Gründung des Cabaret Voltaire, Zürich) internationale künstlerische Bewegung, die als Protest gegen die Verheerungen des Weltkriegs, die Institutionalisierung der Kultur, die Zweckgebundenheit der Kunst und die Perfektion der Technik eine Hinwendung zum scheinbar Sinnlosen forderte. Zufall und Spontaneität wurden zum Gesetz dieser gegen bürgerlich-konformistische Kunstideale rebellierenden Anti-Kunst. Als Ausdrucksform bevorzugte man Collagen (Klebebilder) und willkürlich assoziierte Wort- und Silbenreihen in traumhaft-alogischer Verknüpfung. Die inhaltliche Aussage der Werke trat in den Hintergrund gegenüber dem Spiel mit der Form. Nach dem 1. Weltkrieg beeinflusste der Dadaismus stark den Surrealismus, von dessen konstruktiver Forderung nach Kommunikation sich die dadaistische Betonung eines totalen Subjektivismus jedoch deutlich unterscheidet. Anklänge an den Dadaismus finden sich in neuerer Zeit in der Pop-Art. Zentren des bis etwa 1925 bedeutsamen Dadaismus waren Zürich, Berlin, Paris und New York; wichtigste Vertreter: Hans Arp, Hugo Ball, Marcel Duchamp, Max Ernst, George Grosz, Richard Huelsenbeck, Marcel Janco, Francis Picabia, Kurt Schwitters und Tristan Tzara. www.wissen.de
Dada Dadaismus Am 5. Februar 1916 gründete der Poet und Philosoph Hugo Ball (1886-1974) in einer Züricher Bar das Cabaret Voltaire eine Mischung aus Nachtclub und Kunstsalon. Junge Dichter und Künstler wurden eingeladen, ihre Werke vorzutragen, Bilder aufzuhängen oder selbst zu musizieren. Schon gegen Ende des Monats war klar, dass sich hier eine neue künstlerische Bewegung mit antibürgerlicher Grundhaltung formiert hatte. Der Name Dada entstand angeblich beim zufälligen Blättern durch ein deutsch-französisches Wörterbuch: Dada, der erste verbale Ausdruck eines Kleinkindes, sollte einen Neubeginn ausdrücken, die Einfachheit darstellen und den Anfang aller Kunst symbolisieren. Obwohl das Cabaret Voltaire nur sechs Monate bestand, breitete sich die dadaistische Idee schnell international aus. Gegen Ende des Ersten Weltkriegs entstanden in Frankreich, Deutschland und den Vereinigten Staaten Dada-Galerien, wurden Dada-Zeitschriften gegründet und Dada-Manifeste geschrieben. Hans Arp und Max Ernst veranstalteten in Köln dadaistische Versammlungen. Richard Huelsenbeck (1892-1974) und Raoul Hausmann gründeten einen Dada-Club in Berlin, zu dessen Mitgliedern Künstler wie George Grosz, Hannah Höch (1869-1978) und John Heartfield gehörten. Ebenfalls in Berlin fand 1920 die Erste Internationale Dada-Messe statt. Die Dadaisten hatten kein formuliertes Programm. Arp nannte mit Hinweis auf die Schlächtereien des Weltkrieges das Ziel, die verlogenen und scheinheiligen Werte und Ideale der bürgerlichen Gesellschaft zu enttarnen und zu zerstören. Dada ist der Ekel vor der albernen verstandesmässigen Erklärung der Welt, so Arp. Ebenso sagten die Dadaisten den etablierten Kunstformen den Kampf an. Durch eine ironische Synthese von Primitivem, Banalem und moderner Technik versuchten sie die Sinnlosigkeit von Logik, Intellekt und bürgerlicher Kultur zu verdeutlichen. Lärmmusik, Simultanvorträge, Zufallsgedichte, Photomontagen und Collagen aus Zeitungsausschnitten, Photos und Alltagsgegenständen gehörten zu ihren Ausdrucksmitteln. Sammlung Frieder Burda Baden-Baden Erinnerungen an Dada Von Tristan Tzara Ende 1919 kehrte ich nach einer langen Abwesenheit aus dem Krieg nach Paris zurück, sehr froh, meine Freunde wiederzusehen. An der Seite von Aragon, Breton, Dermée, Eluard, Ribemont-Dessaignes, Picabia, Péret, Soupault, Rigaut, Marguerite Buffet und anderen nahm ich an den Manifestationen teil, die den Zorn des Pariser Publikums entfesselten. Das Debut des Dadaismus in Paris fand am 23. Januar auf der von der Zeitschrift «Littérature» veranstalteten Matinee statt. Louis Aragon, ein magerer junger Mann mit femininen Gesichtszügen, André Breton, der in seinen Gesten die Wundmale der religiösen Sektierer hat, die es zu nichts gebracht haben, Ribemont-Dessaignes, ein Mann von einfachem Äusseren, der aber das hitzige Temperament der grossen Ankläger der Menschheit in sich trägt, Philippe Soupault, ein Ausdrucksgewaltiger, dessen Rede in bizarren Bildern abrollt, lasen ihre Werke, Picabia, der den Einfluss so vieler, insbesondere des starken und klaren Geistes Marcel Duchamps auf sich hat wirken lassen, zeigte Bilder, darunter eines mit Kreide auf einer schwarzen Tafel gezeichnet, das auf der Szene wieder weggewischt wurde. weiter... Zürcher Dada-Haus Medienmitteilung Stadt Zürich vom 14. März 2003 Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat, zusammen mit der Swatch AG, das Projekt Zürcher Dada-Haus zu unterstützen. Durch die vorerst auf fünf Jahre befristete Miete der historischen Räumlichkeiten an der Münstergasse 26/Spiegelgasse 1 (Cabaret Voltaire) soll ein attraktiver Kulturbetrieb mit internationaler Ausstrahlung realisiert werden. Für die Zeitperiode von fünf Jahren sind Ausgaben von 1,19 Millionen Franken zu bewilligen. Nicolas Hayek Jr. (Swatch AG) wird das Projekt Dada-Haus mit jährlich 300'000 Franken, also insgesamt 1,5 Millionen Franken, unterstützen. Dada und die Stadt Zürich Dada ist der Versuch, alte Werte und Vorstellungen aufzusprengen und zu hinterfragen, eine Umwertung der geltenden Werte herbeizuführen und sich jeder Einvernahme der Kunst für irgendwelche Zwecke durch den Einsatz von Ironie, Humor und Satire entgegen zu stellen. Diese Geisteshaltung hat heute genau wie vor bald 90 Jahren ihre Berechtigung. Der Dadaismus hat seinen Ursprung in der Stadt Zürich: Das 1916 in Zürich in der Liegenschaft an der Münstergasse 26/Spiegelgasse 1 begründete “Cabaret Voltaire" war ein wichtiger Treffpunkt einer Gruppe von Literaten, Malerinnen, Musikern und Tänzerinnen, die sich dem Dadaismus verschrieben. Das Interesse von Forschung, Museen, Kunstschaffenden und –interessierten ist bis heute ungebrochen; unzählige Besucherinnen und Besucher der Stadt Zürich fragen immer wieder nach dem Cabaret Voltaire, der Geburtsstätte von Dada. Vorgeschichte Die erwähnte Liegenschaft ist im Besitz der Swissville, einer Tochter der Swiss Life (Rentenanstalt). Die Swissville beabsichtigte im renovationsbedürftigen Haus Wohnungen und Geschäfte zu errichten. Im Frühjahr des letzten Jahres besetzte eine Gruppe junger Leute das Haus mit dem Ziel, auf die wichtigste Kunstbewegung aufmerksam zu machen, die je von Zürich ausgegangen ist. Im Sommer 2002 reichte die SP in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Hochparterre eine Petition an den Stadtrat ein. Parallel dazu entstand unter der Schirmherrschaft von Hochparterre das Komitee Pro Dada-Haus, und zwei Gemeinderäte ersuchten mit einer Motion um die nun vorliegende Weisung. Dada-Haus – Ein Wert für Stadt und Quartier Das Niederdorf, und insbesondere die erwähnte Liegenschaft, war seit je Lebens- und Begegnungsort zahlreicher Künstlerinnen und Künstler. Heute jedoch gibt es im Niederdorf kaum nicht-kommerzielle, öffentlich zugängliche Kulturtreffpunkte. Es wird auf wohnungs- und sozialpolitischer Ebene einiges unternommen, um die Altstadt vor der drohenden City-Bildung zu bewahren. Ein Kulturzentrum Dada-Haus wird diese Bestrebungen massgeblich unterstützen. Das Dada-Haus als niederschwellig zugänglicher Kulturort wertet das Quartier für Anwohnerinnen und Anwohner, Gewerbe, Tourismus und Bevölkerung auf. Ziel und Angebot des Dada-Hauses Das Dada-Haus soll Treffpunkt, Galerie, Veranstaltungsort und Kompetenzzentrum sein. Das Haus will eine Plattform für interdisziplinär arbeitende Künstlerinnen und Künstler errichten, die die Haltung der Dadaisten als Ausgangslage und Inspiration für ihre Arbeit nehmen. Weiter soll es Raum bieten für Forschungsprojekte, die Dada in einem wissenschaftlichen Rahmen aufarbeiten. Als Zentrum der dadaistischen Welt wird das Haus international ausgerichtet. Mit Lesungen, Debatten, Aufführungen, Filmreihen sowie einem Café wird das Dada-Haus zu einem wertvollen und lebendigen Treffpunkt. Drittpersonen sollen die Räumlichkeiten mieten können, was eine wichtige Einnahmequelle für das Dada-Haus darstellt. Unterstützung durch Swatch AG und Stadt Zürich Nicolas Hayek Jr. (Swatch AG) hat sich bereit erklärt, das Dada-Haus jährlich mit einem Beitrag von 300'000 Franken zu unterstützen. Die Stadt wird die Kosten für die vorerst auf fünf Jahre befristete Miete von insgesamt 1,19 Millionen Franken übernehmen. Infolge anderweitiger Einsparungen wird das Nettobudget der Kulturabteilung bis 2007 durchschnittlich mit rund 135'000 Franken pro Jahr zusätzlich belastet. Weitere Schritte Die nächsten Schritte in der Gestaltung des Dada-Hauses sind geplant: Im Rahmen der von der Swatch AG und der Stadt errichteten Einfachen Gesellschaft wird für eine viermonatige Evaluationsphase (1. April bis 31. Juli 2003) ein Projektleiter eingesetzt. Er wird das Vorhaben so weit vorantreiben, dass entschieden werden kann, ob das Dada-Haus Zürich im Rahmen der gegebenen Verhältnisse definitiv verwirklicht werden kann oder die Idee fallengelassen werden muss. Betriebsbudget des Dada-Hauses Für die Finanzierung des Dada-Hauses liegt ein Stufenbudget vor, das verschiedene Varianten berücksichtigt. Die Finanzierungsmodelle sehen vor, das der Aufwand durch eigene Einnahmen, Sponsoringbeiträge sowie durch Beiträge der öffentlichen Hand gedeckt wird. Das Haus soll von einem Verein getragen werden, in dem Vertreterinnen und Vertreter der öffentlichen Hand, der Sponsoren und Personen aus Kultur, Medien und Wissenschaft Einsitz nehmen. Eine Erweiterung des kulturellen Angebots der Stadt Das Dada-Haus stellt eine Bereicherung für die Stadt Zürich und eine Erweiterung des kulturellen Angebots dar. Es unterscheidet sich von bestehenden Zürcher Kulturinstitutionen durch seinen interdisziplinären Ansatz, seinen alltagsnahen, ins Zürcher Stadtleben eingreifenden Kulturbegriff, durch die gegenseitige Durchdringung von Kunst und Wissenschaft, die historische Bezugnahme und aktuelle Intervention sowie durch die Tatsache, dass die Dada-Aktualisie-rungen am Geburtsort der Bewegung entstehen und präsentiert werden können. Kehrt Dada heim? Am Nabel der Welt tut sich was: Das Cabaret Voltaire, legendäres Züricher Café, in dem vor 88 Jahren der Dadaismus aus der Taufe gehoben wurde, steht vor seiner Wiederbelebung an historischem Ort Hinter dem Limmat liegt das Niederdorf. Ein Unterhaltungs- und Vergnügungsviertel im alten Stil, charmant und schummerig zugleich. Voll gestopft mit Spelunken, Szeneshops, Buden und klapprigen Läden. Gedenktafeln schmücken die schiefen Fronten. Vor der Münstergasse 26 führt eine schmale Flucht den Hügel hinauf. Wenige Schritte sind es in der Züricher Spiegelgasse, bis linker Hand eine Platte auf gelbem Grund ins Blickfeld rückt. Hier hängt der Nabel der Welt, ein quadratischer Block, in den ein fast geschlossener Kreis geschlagen und in dessen Mitte in zackiger Schrift geritzt worden ist: In diesem Haus wurde am 5. Februar 1916 das Cabaret Voltaire eröffnet und der Dadaismus begründet. Dieser Tage schaut die Umgebung der Platte ausgesprochen schmuck aus. Die Hausfassade wurde frisch gestrichen, Stirn und Seite sorgsam saniert. Dunkel ist es dagegen hinter den grosszügig geschnittenen Fenstern. Dennoch lässt sich durch die Scheiben Gerät von Handwerkern erkennen - und Schutt. Soll womöglich die Alte Meierei, die Künstlerkneipe, die hier vor bald neunzig Jahren beherbergt war, demnächst erneut eröffnet werden? Kehrt Dada heim? Es waren andere Vorzeichen, als Hugo Ball und seine Lebensgefährtin Emmy Hennings im Mai 1915 nach Zürich kamen. Der deutsche Kriegswinter hatte sie ins Exil getrieben. Dort suchten sie Broterwerb und Verdienst, nutzten schliesslich ihre Theater- und Kabaretterfahrung, um Engagements anzunehmen und den Lebensunterhalt zu bestreiten. Ende 1915 entdeckte Hugo Ball die Räumlichkeiten in der Spiegelgasse 1. Als ich das Cabaret Voltaire gründete, notierte er später, war ich der Meinung, es möchten sich auch in der Schweiz einige junge Leute finden, denen gleich mir daran gelegen wäre, ihre Unabhängigkeit nicht nur zu geniessen, sondern auch zu dokumentieren. Zu Hugo Ball und Emmy Hennings gesellten sich bald andere Emigranten, Hans Arp zum Beispiel, Tristan Tzara und Marcel Janco. Dada begann in einem kleinen Saal mit fünfzehn bis zwanzig Tischen und einer Bühne von zehn Quadratmetern, ein Raum für 35 bis 50 Besucher. Expressionistische Werke, aber auch Dichtungen italienischer Futuristen wie Marinetti und Buzzi sowie französischer Autoren wie Apollinaire, Jarry und Rimbaud wurden vorgetragen. Ein russisches Balaleikaorchester trat auf, Texte von Kandinsky, Andrejew und Nekrassow wurden vorgetragen. Es gab Vorführungen der Laban-Tanzschule mit Sophie Taeuber, Arps späterer Frau, deren Porträt heute den Fünfzigfrankenschein ziert, und eine Ausstellung von Janco-Masken. Während in der Ferne der Donner der Geschütze rollte, so Arp, sangen, malten, klebten, dichteten wir aus Leibeskräften. Wir suchten eine elementare Kunst, die den Menschen vom Wahnsinn der Zeit heilen, und eine neue Ordnung, die das Gleichgewicht zwischen Himmel und Hölle herstellen sollte. Ball erklärte: Was wir Dada nennen, ist ein Narrenspiel aus dem Nichts, in das alle höheren Fragen verwickelt sind; eine Gladiatorengeste; ein Spiel mit den schäbigen Überbleibseln; eine Hinrichtung der posierten Moralität und Fülle. Er stellte sich im kubistischen Bischofskostüm auf die Bretter, um Verse ohne Worte, Lautdichtung, zu sprechen: gadji beri bimba glandridi laula lonni cadori und tressli bessli nebogen leila oder hollaka hollala / … / tumba ba- umf / kusagauma / ba - umf. Nach nur wenigen Monaten verlagerte sich die dadaistische Betriebsamkeit vom Niederdorf in ein besseres Viertel. Abendveranstaltungen fanden beispielsweise im Zunfthaus zur Waag statt, das heute noch als ein Treffpunkt der wohlhabenden Züricher Bürgerschaft gilt. Anfang 1917 zogen die Dadaisten in die Galerie Corray in der noblen Bahnhofstrasse, wo nach wie vor die Hauptfiliale des Schokoladenfabrikanten Sprüngli untergebracht ist, und eröffneten am 17. März 1917 die Galerie Dada mit einer Sturm-Soirée. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs gingen die Züricher Dadaisten getrennte Wege. Dada-Ausläufer wanderten nach Berlin, New York, Köln und Paris. Die spätere Avantgarde fusste oft auf Dada, Kurt Schwitters etwa ersann seit Anfang der Zwanzigerjahre seine Merz-Kunst in ähnlicher Weise, allerdings weniger aus politischem denn aus radikal-künstlerischem Anspruch. In Zürich blieb das Haus Spiegelgasse 1 von alledem unberührt. Nachdem das bunte Völkchen ausgezogen war, das sich in den besseren Adressen auf der anderen Limmatseite ein ausgesuchtes, kaufkräftiges Publikum erhoffte, trudelte das Leben im Niederdorf im gewohnt geruhsamen Gang zwischen halbseidenen Amüsierlokalen, kostspieligen Touristengaststätten und jugendlichem Ausgehbetrieb. Erst Mitte der Sechzigerjahre, am fünfzigsten Jahrestag der Gründung des Cabaret Voltaire, geriet Zürich noch einmal kurz aus den Fugen. Scheppernde Blechmusik begleitete den Zug einer ausgelassenen Menge über das Pflaster der Spiegelgasse. Schwaden grüner Papierschnipsel regneten herab, auf denen zu lesen war: Die Schweiz ist Dada und: Achtet auf Dada in euch selbst wie auf Dada in eurem Nächsten. An diesem Tag enthüllte der Stadtpräsident eine Gedenktafel, die Hans Arp entworfen hatte: den Nabel der Welt. Manche der einstigen Dada-Protagonisten gerieten ins Schwärmen. Marcel Janco triumphierte in Israel: Dada blüht! Vierzehn Jahre später protestierte die Züricher Jugend erneut, palaverte durch die Stadt mit Transparenten und Sprüchen: Freiheit für Grönland - nieder mit dem Packeis und Eierkopf grüsst die letzte Eiszeit!, tönte es in Dada-Manier. Schaufenster gingen zu Bruch, das Glas eines Lampenschirmateliers musste ausgewechselt werden. In der folgenden Zeit wurde es aber nur deshalb wieder laut in der Spiegelgasse, weil eine Diskothek in der Meierei einquartiert war. Die Liegenschaft geriet in den Besitz von Swissville, einer Tochter der Schweizer Rentenanstalt, die beabsichtigte, Wohnungen und Geschäfte in dem stark renovierungsbedürftigen Haus einzurichten. Da war die Rede von einer Apotheke (Dada ist die beste Medizin …!) im Erdgeschoss, obwohl Zürich bereits über die höchste Apothekendichte Europas verfügt. In den oberen Stockwerken sollten Luxusappartements entstehen. Das rief den heftigen Protest einer Gruppe junger Leute hervor, die das Gebäude im Februar 2002 besetzten und ein Kulturfest veranstalteten. Die Züricher Polizei bescheinigte den Aktivisten, dass sie keine richtigen Hausbesetzer seien - und sah keinen Zusammenhang zur Antiglobalisierungsbewegung, die tags zuvor demonstriert hatte. Beim Rathaus pfefferten Fussgänger mit Farbe gefüllte Eier auf Papierbögen. In den Räumen des einstigen Cabaret Voltaire erklangen unterdessen Didgeridoos, DJ-Platten und HipHop aus St. Gallen. Ein Mann mit wunderlichem Hut sprach von der Bühne ans Publikum: Fingur gangari, snursuhn ahlehlifon, banarrse harlali. Der Wunsch dieser Fondation Croesus pour l'Humanité war deutlich: Sie verlangte, das immer noch recht gut erhaltene Dada-Säli sowie das ganze Haus für künstlerische Tätigkeiten herzurichten. Stadt und Rentenanstalt duldeten die Kampagne. An den Plänen von Swissville änderte sich indes nichts. Am 2. April 2002 fuhren Bauarbeiter vor, den Hausbesetzern wurde von der Stadtpolizei eine Frist bis acht Uhr früh gesetzt. Etwa sechzig Personen verliessen freiwillig das Gebäude. Laut Polizeibericht weigerte sich nur ein einziger Mann, das Haus zu verlassen. Er bewarf die Beamten mit Gegenständen und wurde festgenommen. Die Sache war damit nicht vom Tisch. Die Stadtzüricher Sozialdemokraten SP reichten im Sommer des vergangenen Jahres eine Petition beim Stadtrat ein. Zwei Gemeinderäte ersuchten um eine Weisung, die tatsächlich durch den Apparat der Schweizer Bürokratie gelangte. Denn Swissville waren die vorgesehenen Mieter abgesprungen, die Immobilienfirma suchte einen neuen Pächter. Die Stadt Zürich hat sich mittlerweile bereit erklärt, für die auf fünf Jahre befristete Miete aufzukommen. Der Stadtrat beantragte, dem Gemeinderat dafür einen Betrag von insgesamt 1,18 Millionen Franken zu bewilligen. Der Gemeinderat stimmte zu. Möglich wurde die städtische Entscheidung nur mit Hilfe eines Sponsors. Wegen zahlreicher Medienberichte über die Begebenheiten in der Spiegelgasse hatte der Unternehmer Nicolas Hayek jr. davon erfahren und sich für die Idee begeistert. Auf sein Engagement hin will der Uhrenfabrikant Swatch AG, dem Hayek vorsteht, für vorerst fünf Jahre jährlich 300.000 Franken geben, um im Cabaret Voltaire einen international ausgerichteten niederschwelligen Kulturbetrieb zu finanzieren. Den hierfür ausgeschriebenen Architektenwettbewerb gewannen Nathalie Rossetti und Mark Aurel Wyss. Ihr Konzept beinhaltet, die Spuren im Cabaret Voltaire, das diesen Namen erneut tragen soll, nicht zu beseitigen, sondern den Rohbau im ursprünglichen Zustand wiederherzustellen. Für den untersten Stock, der auf die Münstergasse führt, ist eine Galerie mit Schaufenstern geplant, die der Kunsthistoriker Juri Steiner einen synthetischen Ansaugstutzen für die Passanten nennt. Zurzeit kümmert er sich um die Realisierung einer umgebauten Dada-Stätte. Wann genau die Wiederöffnung in diesem Jahr stattfindet, steht noch nicht fest. Doch ob die Dadaisten diesen Rummel gewollt hätten? Sie wären zumindest verschiedener Meinung gewesen. Während Tristan Tzara schon im Cabaret Voltaire und später in der Galerie Dada eine Bewegung, einen Ismus beabsichtigte, vermerkte Hugo Ball: Man soll aus einer Laune nicht eine Kunstrichtung machen. Dass der Schabernack über die Torheit der Welt ausgerechnet in der behaglichen Beklemmung einer Züricher Altstadtgasse siegen konnte, berührte die Einheimischen weit weniger als die Exilanten. Dada im Cabaret Voltaire war eine Sache der Zugereisten. Die Schweizer wollten das vorerst nichts angehen. Nur eine kleine Zahl Züricher verirrte sich in das Wirtshaus, die von den Aufführungen mehr Tingeltangel als Kunstspektakel erwartete. Marcel Janco erzählte nachträglich, dass die ortsansässigen Zuschauer beglückt waren, die dadaistischen Absichten aber nicht verstanden. Wird es diesmal anders sein? Dada-Spezialist Raimund Meyer hat im Züricher Tagesanzeiger vehement Stellung bezogen: Nur keine halben Sachen jetzt, nicht nochmals! Im Hause Spiegelgasse 1 geht es nicht um die räumliche Konservierung eines Histörchens, sondern um das Bekenntnis einer Stadt zu einem Stück prägender Vergangenheit, kultureller Vielfalt, zum künstlerischen Experiment. Kommt Dada nun ins Museum? Immerhin hält das Kunsthaus Zürich bereits seit langem nur wenige Schritte von der Spiegelgasse entfernt seine Dada-Sammlung bereit. Ein neu eröffnetes Cabaret Voltaire kann nur erfolgreich sein, wenn es zeigt, welcherart an den Dada-Gedanken angeknüpft werden kann, wenn es beweisen kann, dass noch avantgardistische Funken aus seinem Erbe zu schlagen sind. Wer braucht ein stummes Dada-Erbe? Kreativ muss es sein! Quelle: Oliver Ruf, 26, lebt als Autor in Trier taz Magazin Nr. 7260 vom 17.1.2004, Seite III, 358 Zeilen (TAZ-Bericht) Dada - Zusammenfassung von Andrea Gern «Gadji beri bimba glandridi laula lonni cadori gadjama gramma berida bimbala glandri galassassa laulitalomini ...» Anfangsstrophen eines Lautgedichtes von Hugo Ball aus dem Jahr 1916 Der Eingang zur Ausstellung lag in einer öffentlichen Toilette. Hier empfing den Kunstfreund ein junges Mädchen im Kommunionskleid, das obszöne Gedichte vortrug. Wer nicht schon an dieser Stelle empört das Weite suchte, gelangte schliesslich in den Ausstellungsraum, wo er seine Wut angesichts der hier als Kunst deklarierten Objekte an einem hölzernen Exponat mit angehängter Axt auslassen durfte – ein Angebot, das reichlich genutzt wurde. Die polizeiliche Schliessung der Schau wegen Obszönität wurde rasch wieder aufgehoben, als sich herausstellte, dass es sich bei dem beanstandeten Werk um eine Grafik von Albrecht Dürer handelte. Die übrigen Provokationen vermochten die Kölner Behörden im Jahr 1920 offenbar nicht übermässig zu schockieren. Initiiert hatte diese erste Kölner Dada-Ausstellung der Künstler Max Ernst (1891-1976). Er war über seinen Freund Hans Arp zur Dada-Bewegung gestossen, deren Ursprünge in Zürich liegen: Im Februar 1916 gründete der Schriftsteller Hugo Ball (1886-1927) gemeinsam mit dem Arzt und Schriftsteller Richard Huelsenbeck (1892-1974), dem Dichter Tristan Tzara (1896-1963), der Sängerin Emmy Hennings (1885-1948), dem Maler und Plastiker Hans Arp (1886-1966) und dem Filmpionier Hans Richter (1888-1976) das «Cabaret Voltaire» in einem Züricher Lokal. Es kursieren mehrere Versionen der Geschichte, wer damals wie und an welcher Stelle den Begriff «Dada» gefunden habe. Angeblich ist das Wort ein Zufallsfund aus einem französischen Lexikon, wo es einen kindlichen Ausdruck für «Steckenpferd» bezeichnet. Es ist jedoch zum Verständnis der Namenswahl völlig ausreichend, sich bewusst zu machen, wie provokant das lautmalende «Dada» mit ehrwürdigen kunsthistorischen Begriffen wie «Renaissance» oder «Klassizismus» kontrastiert. Unter dem Eindruck der schockierenden Ereignisse des Ersten Weltkrieges waren die Dadaisten davon überzeugt, dass eine Umwälzung der gesellschaftlichen, moralischen und kulturellen Werte notwendig sei. Die Radikalität ihres künstlerischen Ansatzes ist erst aus dieser historischen Situation heraus wirklich verständlich – eine rein ästhetische Innovation, wie sie beispielsweise der Impressionismus darstellte, wollte Dada niemals sein. Die künstlerischen Äusserungen der Gruppe sprengten die Kategorien klassischer Kunstpräsentation. Bei einem typischen Abend im «Cabaret Voltaire» wurden beispielsweise aus Urlauten und Lautmalereien geformte Gedichte vorgetragen, dabei rezitierten oft zwei oder mehr Personen gleichzeitig unterschiedliche Texte (Simultangedichte) oder die Rezitation wurde von Geräuschen (Bruitistische Lautmusik, von frz. bruit = Lärm, Krach) begleitet. Die Vortragenden waren dazu häufig kostümiert und inszenierten ihren Auftritt mit Beleuchtungseffekten oder Tanzbewegungen. 1917 verlagerte sich der Schwerpunkt der Dada-Bewegung: Huelsenbeck kehrte nach Berlin zurück und gründete dort den «Club Dada». Zu den Berliner Dadaisten gehörten Raoul Hausmann (1886-1971), George Grosz (1893-1959) und Helmut Herzfeld (1891-1968) der seinen Namen in John Heartfield änderte, Otto Dix (1891-1969), Hannah Höch (1889-1978) und Walter Mehring (1896-1953). 1920 organisierten Hausmann, Heartfield und Grosz die «Erste Internationale Dada-Messe» in einer Berliner Kunsthandlung. Hans Arp vermittelte die Bewegung nach Köln, wo sein Freund Max Ernst lebte, der dort die zu Beginn beschriebene Ausstellung organisierte. Der Umzug von Tristan Tzara führte zur Gründung eines Pariser Dada-Kreises, dem sich Arp und Ernst 1922 anschlossen. Wie sehr die Bewegung den Nerv der Zeit traf, zeigt sich daran, dass völlig unabhängig vom europäischen Dada seit 1915 eine ähnliche Szene in New York entstand. Sie lebte vom Zusammentreffen europäischer und amerikanischer Kollegen im Haus des Kunstsammlers Walter Arensberg und in der Galerie von Alfred Stieglitz. Ihr wichtigster Anreger war Marcel Duchamp (1887-1968). Zur New Yorker Dada-Gruppe gehörte vorübergehend auch Francis Picabia (1879-1953). Einer ihrer wichtigsten Vertreter war der Filmemacher, Fotograf, Literat, Bildhauer, Maler und Architekt Man Ray (1890-1976). Als er nach Paris zog, verlief sich die New Yorker Dada-Szene. Auch die Berliner Gruppe ging nach 1922 mehr und mehr getrennte Wege. Mit der Umsiedelung von Max Ernst und Man Ray nach Paris mündete Dada im aufkeimenden Surrealismus und trug wesentlich dazu bei, dass aus dieser literarischen Bewegung eine neue Richtung in der Bildenden Kunst hervorging. In seiner historischen Dauer erscheint Dada als kurzlebige Protestbewegung. Seine Bedeutung für die Entwicklung der Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart ist jedoch enorm. Das Aufbrechen ästhetischer Kategorien und die Erschliessung neuer Formen der Kreativität und des künstlerischen Ausdrucks lieferten die Ansätze zu wesentlichen Entwicklungslinien der Gegenwartskunst. Mehr noch: Die Dadaisten haben der Kunst ästhetische Potenziale erschlossen, die selbst heute längst nicht ausgeschöpft erscheinen. Dada ist der direkte Vorläufer der Pop Art, der Konzeptkunst und der Objektkunst schlechthin. Die Dadaisten wandten sich als erste Künstler konsequent von den gebräuchlichen Materialien und Techniken ab. Hausmann, Heartfield und Höch erfanden die Fotomontage. Dada-Künstler entwickelten neue Collage- und Montagetechniken und führten hier die Verwendung trivialer Ausgangsmaterialien wie Zeitungsausschnitte oder Postkarten ein. Sie experimentierten mit der Kraft des Zufalls und des Unbewussten – und schufen so die unmittelbaren Voraussetzungen für den Surrealismus. Sie präsentierten ihre Werke als Inszenierungen, die als Vorläufer der Happenings und Performances gelten dürfen. Sie traten als Gruppe auf und boykottierten damit den Status des Künstlers als individuelles Genie. Sie zeigten ihre Arbeiten in Präsentationen, die eher modernen Rauminstallationen als klassischen Ausstellungen glichen. Sie suchten den Dialog mit dem Publikum: in Aktionen, mit Plakaten und der Veröffentlichung von Manifesten und Zeitschriften. In ihren Publikationen setzten sie die neuen Montagetechniken ein und experimentierten mit der Typografie. Die Züricher Dadaisten befreiten das Wort von seinem historisch gewachsenen Sinn, indem sie Texte zerstückelten, nach dem Zufallsprinzip zusammensetzten und das anschliessend vorgetragene Produkt zum Gedicht erklärten. Hans Arp übertrug das Zufallsprinzip auf seine Bilder und fixierte Papierschnipsel so auf dem Untergrund, wie sie beim Darüberstreuen liegen geblieben waren. Bekannt sind seine farbigen Holzreliefs – eine Verbindung von Malerei, Plastik und Collage –, deren amorphe Formen Arp spontan skizzierte. Auch Raoul Hausmann dehnte später die Montagetechnik auf sein plastisches Werk aus. Ein bekanntes Beispiel ist der Dada-Kopf von 1919/20 aus einem hölzernen Perückenkopf und diversen Fundstücken. Max Ernst verlieh dem Zufallsprinzip ein ganz anderes Gesicht: Er entwickelte die Frottage (Durchreibetechnik), den Farbabklatsch und liess sogar Farbe einfach auf den Bildgrund tropfen, wie später die Vertreter des Action Painting. Kurt Schwitters (1887-1948) wurde mit seinem Werk zum Vater der Konzeptkunst. Er begann 1918 mit Materialcollagen und Assemblagen, für die er Fundstücke jeder Art verarbeitete: Fahrkarten, Textilreste, Knöpfe, Verpackungen, Holzabfälle, Zeitungsausrisse. Einmal tauchte dabei das Wortfragment MERZ auf, das er zu einer Art Markenname seiner künstlerischen Produktion erhob. Er verfasste MERZdichtungen und nannte sich schliesslich selbst MERZ. Von 1923 bis 1937 errichtete er den ersten MERZbau: Dazu verwandelte er Räume seines Wohnhauses in ein begehbares Gesamtkunstwerk, dessen Einzelelemente sich zu komplexen Sinnzusammenhängen verbinden liessen. Auch im Bereich der Foto- und Filmkunst entwickelten die Dadaisten neue Techniken und Ausdrucksformen. Hans Richter schuf die ersten Filme, die nur aus abstrakten Elementen bestanden. Man Ray experimentierte mit fotografischen Techniken, entwickelte das Rayogramm (ohne Kamera in der Dunkelkammer hergestellte Fotografien) und die Aerografie (Malerei mit der Spritzpistole). Wie Schwitters arbeitete er mit Objets trouvés, Fundstücken, die aus ihrem alltäglichen Zusammenhang gelöst, ironisch verfremdet und zu Kunstwerken ernannt wurden. Grundlegender als jede Bewegung vor ihnen stellten die Dadaisten den klassischen Kunstbegriff in Frage. Am radikalsten ging dabei Marcel Duchamp vor, der schon 1913 seine ersten Readymades präsentierte. Sie sind seitdem eine feste ästhetische Grösse in der zeitgenössischen Kunst – und eignen sich noch immer zur Provokation. Was allerdings die Vereinnahmung von Dada durch den klassischen Kunstbetrieb nicht behindert: Ein Remake des Fountain, das Duchamp 1964 angefertigt hatte, wurde 1999 bei Sotheby's für knapp zwei Millionen Dollar versteigert. Man sieht: Die heisse Phase von Dada war kurz, gab aber so viele Anregungen, dass die Kunst Jahrzehnte lang aus ihnen schöpfen konnte und dies teilweise noch immer kann. Die Dada-Künstler selbst wussten, dass sich Schock-Effekte irgendwann einmal abnutzen und trauerten der organisierten Form von Dada offenbar nicht nach. Richard Huelsenbeck jedenfalls schrieb bereits 1920: «Dada sieht sein Ende kommen und lacht». Andrea Gern Andrea Gern, Historikerin / Kunsthistorikerin M.A., Studium der Geschichte und der Kunstgeschichte an der Universität Stuttgart. Seit 1994 freie Autorin im Bereich Kunst und Kultur, seit 1999 verantwortlich für den Kulturteil der Zeitschrift ELLE PLUS sowie freie Mitarbeiterin der Redaktion Kultur der Stuttgarter Nachrichten. Lehraufträge für Kunst- und Kulturgeschichte an der Staatlichen Modeschule Stuttgart, am Stuttgarter Berufskolleg Mode und an der Fachhochschule Schwäbisch Hall. Weiterführende Literatur bei Hatje Cantz Hans Arp (ISBN 3-7757-0526-0) Marcel Duchamp (ISBN 3-7757-1182-1) Marcel Duchamp: «Tu m’». Rätsel über Rätsel (ISBN 3-7757-9126-4) Hannah Höch. Album (ISBN 3-7757-1427-8, Normalausgabe) Hannah Höch. Album (ISBN 3-7757-1428- 6, De-Luxe-Edition) Hannah Höch. Eine Lebenscollage 1921–1945 (ISBN 3-7757-0550-3) Kurt Schwitters. Catalogue raisonné (Band 1, 1905–1922: ISBN 3-7757-0926-6; Band 2, 1923–1936: ISBN 3-7757-0988- 6; Band 3 erscheint Frühjahr 2005) Schwitters Arp (ISBN 3-7757-1383-2) Informationen zu aktuellen Kunstbüchern und -ausstellungen finden Sie unter www.hatjecantz.de |