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Vini d'Italia - Weine aus Italien
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Cabernet Franc
Traubensorte (Rotwein). Die geringere der zwei Cabernet-Sorten, sie gelangt allerdings auch unter kühleren Verhältnissen noch zur Reife. Der Wein ist meist etwas heller und enthält etwas weniger Tannine als der von Cabernet Sauvignon. Er hat oft ein kräuterhaftes Aroma. Der Chateau Cheval Blanc ist wohl der berühmteste von Cabernet Franc dominierte Wein. Wird auch für Rosé verwendet.
Synonym: Bouchet, Breton, Bordo in Italien

Cabernet Sauvignon
Traubensorte (Rotwein). Traube mit grossem Charakter, würzig, kräuterduftig, gerbstoffreich mit einem typischen Aroma nach schwarzen Johannisbeeren und grüne Paprika. Cabernet Sauvignon braucht immer Zeit zum Reifen und gewinnt in Verschnitten mit anderen Sorte (Merlot, Syrah, Cabernet Franc) noch an Qualität. Die Sorte erbringt in der ganzen Welt sortentypische unverkennbare Weine, mit einer kräftigen Farbe. Erbringt auch sehr würzigen Rosé. Während er in Nordost-Italien bevorzugt reinsortig ausgebaut wird, entstehen in der Tosacana eigene hochwertige Kreationen mit Sangiovese - meist kommen sie als IGT-Wein (früher als Vino da Tavola) in den Handel. Beispiele für diese qualitativ herausragenden Weine sind der Sassicaia, der Sammarco, der Solaia, der Podere Le Rocce und der Mormoreto.

Calbrese
siehe:Nero d'Avola

Calvados
Französischer Apfelbranntwein, Ethanolgehalt mind. 40 Vol%, teilsweise über 50 Vol%. Der Name stammt vom Départment Calvados in der Normandie ab. Es lassen sich 2 Klassen ableiten: jene von heller Farbe und leichtem, fruchtbetonten Geschmack sowie jene von dunklerer Farbe mit karamellartigem Aroma und Geschmack. Das Bukett wird durch Lagerung in Eichenholzfässern erzielt.

Campania
siehe:Kampanien

Campari
Campari Bitter wurde erstmals in Mailand 1860 von Gaspare Campari hergestellt. Das genaue Rezept ist Familiengeheimnis. Der bittere Geschmack stammt vom Chinin, die rote Farbe ist heute künstlich, früher soll sie von getrockneten Cochinea-Wanzen erzeugt worden sein. Bevorzugte Verwendung in Longdrinks mit Soda oder Orangensaft. Alkoholgehalt 25 Vol%.

Canaiolo Nero
Die Canaiolo Nero ist eine der wichtigsten Traubensorten neben dem Sangiovese für den Chianti. Reinsortig ausgebaut ist sie hingegen selten wirklich gut. Von der Sorte existiert auch eine weisse Variante

Cannonau
Die wichtigste Sorte Sardiniens, die Cannonau, ist verwandt mit der französischen Grenache und der spanischen Garnacha. Sie wird in Italien sowohl für trockene als auch für süsse Weine verwendet und erbringt bei qualitätsorientierter Erzeugung ausgezeichnete Rotweine

Candido
Die Azienda Agricola Francesco Candido, deren Ursprung bis auf den Beginn unseres Jh. zurückgeht, bewirtschaftet in der Weinzone "Salento" 137 ha Rebfläche. Durch strenge Auslese und eine hervorragenden Kellertechnik gehört dieser Betrieb zu den Besten in ganz Apulien. Der Beweis: die Candido-Weine wie z.B. der Paule Calle (Dessertwein, weiss), Salice Salentino (rosé und rot), Cappello di Prete (VdT rot) und der Spitzenrotwein Duca d´Aragona werden regelmässig mit hohen Auszeichnungen versehen.

Cantina
Italienisch für Weinkeller, womit sowohl ein Lagerraum für Weinflaschen als auch eine Weinkellerei, wo der Wein vinifiziert wird, bezeichnet wird. Eine Cantina Sociale ist eine Winzergenossenschaft.

Castello
Schloss, Schlossartig gebautes Weingut

Caratelli (Carati)
kleine Kastanien- oder Eichenholzfässer

Carmenère
In den neunziger Jahren entdeckte Professor Antonio Calò vom Weinbauinstitut in Conegliano Veneto, dass es sich beim vermeintlichen Cabernet franc des Friauls in Wirklichkeit um die Ursorte Carmenère handelte. Diese ist direkter Abkömmling der Vitis biturica, die zur Römerzeit von Albanien nach Italien gelangte und von dort nach Frankreich. Aus dieser Sorte entwickelten sich später unter anderem Cabernet Sauvignon, Cabernet franc, Merlot und Malbec. In Chile ist der Carmenère sehr beliebt, 2300 Hektar sind mit dieser Sorte bepflanzt, deren Weine stark durch vegetale Aromen wie von Pfefferschoten oder Efeu geprägt sind. Aber auch in Italien steht - im wahrsten Sinne des Wortes - verboten viel Carmenère: Obschon die Verwechslung von Cabernet franc und Carmenère seit bald zehn Jahren bekannt ist, hat gemäss Professor Mario Fregoni noch keine einzige Provinz die Ursorte in die Liste der zugelassenen Rebsorten eingetragen. Das bedeutet, dass in Norditalien nicht weniger als 4200 Hektar illegal mit Carmenère bestockt sind. Übrigens bringt der Franciacorta-Betrieb Cà del Bosco dieses Jahr unter dem Phantasienamen Carmenero einen reinsortigen Carmenère auf den Markt.

Carpenè Malvolti
Antonio Carpenè entdeckte im 19. Jahrhundert die Prosecco-Traube für den Schaumwein. Er pflegte Kontakte zu Louis Pasteur und Robert Koch und veröffentlichte theoretische önologische Abhandlungen, die in Italien über viele Jahrzehnte als richtungsweisend galten. 1877 eröffnete Antonio Carpenè in Conegliano die erste Schule für Weinbau und Önologie Italiens.

Castel del Monte
Der aus der italienischen Region Apulien stammende DOC-Wein ist nach der im Jahre 1240 erbauten, achteckigen und achttürmigen Burg Kaiser Friedrichs II. (1194–1250) benannt, die in der Nähe von Bari auf einem Hügel liegt. Der Rosso wird aus den Rebsorten Uva di Troia, Sangiovese, Aglianico und Pinot Nero verschnitten; nach drei Jahren darf er sich Riserva nennen. Der Rosato wird aus Bombino Nero und der Bianco aus Pampanuto erzeugt.

cantina per l'imbottigliamento; stabilimento per l'imbottigliamento dei vini
Weinabfüllanlage; Betrieb zur Abfüllung von Wein; Kellerei für den Abzug von Wein

Carignano
Traubensorte (Rotwein). Das Aroma erinnert an reife Früchte, die Struktur ist breit. Diese Sorte liefert tannin- und säure- und Bittersotoffreiche Weine, die wenig Aroma und Charm haben. Sie wird mit wenigen Ausnahmen nur in Kombination mit anderen Sorten (vielfach Tempranillo) gekeltert. Die verbreitetste Sorte in Frankreich mit ettlichen hunderttausend Hektar Anbaufläche.
Synonym: Carignan in Frankreich, Mazuelo in Spanien, Mazuela in Spanien, Carinena in Spanien, Sams in Spanien, Crujillon in Spanien

Carmignano
Toskanischer Rotwein aus dem gleichnamigen Anbaugebiet, westlich von Florenz. Für die Produktion von Carmignano werden die gleichen Rebsorten als für Chianti verwendet. Hauptbestandteil des Weines formt Sangiovese, die Hauptrebsorte aller toskanischen Rotweine, sowie ein Zusatz von Cabernet Sauvignon. Diese nicht-autochthone Rebe verhalf letztendlich Carmignano zu ein eigenständiges DOC, während es 1932 noch im Anbaugebiet des Chianti Montalbano eingegliedert wurde. Cabernet Sauvignon's Anwesenheit in den Weinbergen von Carmignano wurde als Argument angeführt, dass, wenn auch nicht einheimisch, sie ein traditioneller Bestandteil des Weins sei, weshalb Carmigano nicht als Chianti, der anfänglich nur aus einheimischen Rebsorten gekeltert wurde, betrachtet werden kann. Obwohl zu bezweifeln ist, ob Cabernet Sauvignon früher als 1975 in Carmignano angepflanzt wurde, bekam das Gebiet im selben Jahr auf Grund dieser Argumentation als erste ein DOC-Status, wobei explizit der Zusatz von Cabernet Sauvignon erlaubt wurde. Erst 1984 wurde dies auch für Chianti zugelassen.

Castelli Romani
Wein aus neun Orten in den Albaner Bergen südöstlich von Rom. Am bekanntesten der Frascati, ein kräftiger Weisswein

Catarratto
Dies ist die am häufigsten angebaute weisse Rebsorte Siziliens und, zusammen mit Inzolia, für viele Weissweine der Insel verantwortlich. Catarratto liefert mühelos hohe Erträge per ha, womit sie vor allem zum immer grösser werdenden Weinsee Europas beiträgt. Dadurch wird Catarratto oft entweder zu Mostkonzentrat verarbeitet, oder für die Destillation benutzt wird. Früher für die Produktion von Marsala, Siziliens berühmtesten Likörwein, angewandt, kann Catarratto auch heute charaktervolle Weine hervorbringen. Voraussetzung dabei ist ein gedrosselter Ertrag per ha und eine gewissenhafte Kelterung. Die Catarrattoweine zeichnen sich durch eine gewisse Würze in der Nase aus und sind oft alkoholreich.

Cerasuolo
Ursprünglich die Bezeichnung eines leichten, im Stil eines Rosés, produzierten hell roten Weines. Im Südwesten Siziliens wird der Wein unter einer eigenen DOC-Bezeichnung als Cerasuolo di Vittoria aus den lokalen Rebsorten Frappato, Nerello Mascalese, und zunehmend Nero d'Avola, bereitet. Vor allem letztere Rebsorte, deren Potenzial erst allmählich anerkannt wird, ergibt gehaltvollere, intensiv farbige Weine. Sowohl die Anwendung modernster Kellertechnik als auch der Einsatz von Barriques haben einen Stilwechsel des Weines hervorgerufen, die dem Produzenten die Möglichkeit verschafft, verschiedene Versionen herstellzustellen: einen traditionellen, für baldigen Konsum geeigneten leichten Wein und einen körperreichen, qualitativ hochwertigen Wein, der eine längere Flaschenlagerung rechtfertigt.

Chambrieren
(von frz. chambre = Zimmer): Erwärmen des Rotweins auf Zimmertemperatur, indem man den Wein ein bis zwei Tage vor dem Genuss aus dem Keller holt und ihn damit auf die Trinktemperatur von 16 bis 20°C bringt.

Champagner Champagner - Champagne
Um 1690 entwickelte der Mönch und Kellermeister Dom Pérignon die Möglichkeit, Wein durch eine zweite Gärung mittels Hefezusatz unter Druck zum Perlen zu bringen. Als im 19. Jahrhundert Veuve Cliquot-Ponsardin eine Methode entwickelte, die Hefe durch Rütteln und anschliessendes Degorgieren am Flaschenhals anzusammeln und durch Ausfrieren des Flaschenhalses zu entfernen, war die "Méthode champenoise" geboren, wobei Champagner zunächst die Bezeichnung für Schaumwein allgemein war. Erst durch Gesetz von 1927 wurde ein Weinanbaugebiet von ca. 34.000 ha definiert, dessen kreidehaltiger Boden unter Anbau der Traubensorten "Pinot Noir" und "Pinot Meunier" (blau) und "Chardonnay" (weiss) allein zum Champagner führt. Die Traubenmenge pro Hektar sowie der Mindestalkoholgehalt im gewonnenen Most (1. Gärung) wird von der AOC kontrolliert und jährlich neu festgesetzt.
Die Cuvée, ein Verschnitt aus bis zu 50 verschiedenen Weinen verschiedener Lagen (horizontaler Verschnitt) bzw. verschiedener Jahrgänge (vertikaler Verschnitt) wird nach Zusatz von Zucker und Hefe in der Flasche vergoren (2. Gärung), was 6-8 Wochen bei 9-12 oC andauert. Anschliessend wird er noch mindestens für 15 Monate mit der Hefe gelagert. Danach werden die Flaschen mit dem Hals schräg nach unten in ein Rüttelpult gesteckt und täglich bei zunehmender Schräglage gerüttelt, bis sie nach ca. 6 Wochen senkrecht stehen. Die abgestorbene Hefe setzt sich dabei am Verschluss als Hefepfropf (sog. Depot) ab. Heute existieren Rüttelpulte, sogenannte Rumeure, die bis zu 10.000 Flaschen computergesteuert rütteln. Nach dem Ausfrieren des Depots wird die Versanddosage zugesetzt, eine Mischung aus Wein und Zucker, deren Menge die Geschmacksrichtung bestimmt und druckfest verkorkt.

Chaptalisieren
Hinzufügen von Zucker zum Most vor der Gärung, um einen höheren Alkoholgehalt beim Wein zu erzielen; in einigen Ländern (wie Italien) verboten; statt Zucker sind hier nur Traubenmostkonzentrate erlaubt

Chardonnay
Traubensorte (Weisswein). Die Weltweinsorte Chardonnay, die in den letzten Jahrzehnten zur populärsten Weissweinrebsorte der Welt avancierte, wird auf ca. 120.000 ha rund um den Globus angebaut. Chardonnayweine stehen mittlerweilen in fast allen Weinregalen der Welt.
Nach Literaturangaben stammt die Rebsorte Chardonnay aus den Bergen des Libanon und soll von Kreuzrittern nach Frankreich gebracht worden sein. Ihr Name „Chardonnay" (übersetzt: Ort voller Disteln) stammt wahrscheinlich von einem gleichnamigen Ort in Burgund. Über das Rhonetal erfolgte die Verbreitung nach Norden ins Burgund-/Chablisgebiet (ca. 10.000 ha) sowie in die Champagne (ca. 10.000 ha), wo sie die weisse Rebsorte unter den drei zugelassenen Champagnersorten darstellt. Mit ihrer seit mehr als 2 Jahrzehnten verstärkten weltweiten Verbreitung, besonders auch in Kalifornien, wo mittlerweile mit 40.000 ha mehr Chardonnayreben stehen als in Frankreich selbst, erfolgte auch die Vermarktung als Rebsorte Chardonnay. Während in Frankreich die Rebsorte nur Mischungspartner (Champagner) oder ungenannte Rebsorte einer Gebietsbezeichnung (z.B. Chablis) war, wird sie heute auch verstärkt als Rebsortenwein vermarktet. Leicht und sicher anzubauen und zu verarbeiten. Sie wird manchmal auch in Eichenfässern gereift um den Geschmack des Burgunders nachzuempfinden. Er spricht auf ein breites Spektrum an Kellertechniken an. Weine mit sehr langer Haltbarkeit entstehen aus Chardonnay nicht. Bei zu hohen Erträgen sind italienische Chardonnays meist unerfreulich. Bei qualitätsorientierter Erzeugung sind sie hingegen oft ausgezeichnet. Durch ihre Struktur eignet sich der Chardonnay für den Barrique-Ausbau. Chardonnay wird viel im Veneto und Friaul angebaut und bringt dort besonders schöne Ergebnisse. Sehr gut gelingt er auch im Piemont und im Trentino.

Charmat-Methode
Herstellung von Schaumwein in grossen Druckbehältern aus Edelstahl, in denen der Wein statt in der Flasche zweitvergoren wird.

Chianti classico
Der Wein muss vier verschiedene Rebsorten, zwei Rote und zwei Weisse aufweisen. Im Einzelnen sind das für die roten Rebsorten zum einen der Sangiovese, dessen Anteil zwischen 75 und 90 % liegen muss und zum anderen der Canaiolo, mit einem Anteil von 5 bis 10%. Den Anteil der Weissweintrauben stellt mit 2 bis 5 % der Malvasia und der Trebbiano dar. Bis zu 10% können auch andere rote Rebsorten, wie Colorino, Cabernet-Sauvignon oder Merlot hinzugefügt werden. Der Alkoholgehalt muss für die normalen Weine mindestens bei 12% , für den Riservawein mindestens bei 12,5% liegen. Um als Chianti Classico definiert zu werden, bedarf es noch weiterer wichtiger Faktoren produktiver Art. Die Mitglieder des Schwarzen-Hahn-Konsortium halten freiwillig dem 1. Juni oder ein noch späteres Datum nach dem Erntejahr zur Freigabe für den Handel ein, um dem Verbraucher die Balance aller vorgeschriebenen Komponenten zu garantieren.

Chianti Colli Aretini
Gebiet östlich der Chianti-Classico-Kernzone nahe der Provinz Arezzo an den Abhängen des Valdarno. Hier werden beachtliche, frische, wohlduftige Chianti von guter Qualität erzeugt.

Chianti Colli Fiorentini
Nördlich des Chianti-Classico-Gebietes gelegene Hügellandschaft um Florenz im Arnotal. Aus diesem Gebiet kommen einige ausgezeichnete Chianti ausserhalb des Chianti Classico, die mit den dort erzeugten Weinen in ihrer erstklassigen Qualität auf einer Stufe stehen.

Chianti Colli Senesi
In der reizvollen Landschaft um Siena bis südlich von Poggibonsi werden von einigen Erzeugern Chianti angeboten, die man zu den besten ausserhalb der Kernzone zählt.

Chianti Colline Pisane
Hügellandschaft südlich des Arno zwischen Pisa und Volterra, das westlichste Gebiet des Chianti, in dem mildes, maritimes Klima vorherrscht. Hier werden meist leichtere, weiche, aber durchaus ansprechende und gute Weine erzeugt.

Chianti Montalbano
In dem kleinen Bezirk westlich von Florenz und südlich von Pistoia wird ein meist fruchtiger, weicher Chianti von guter, teils sogar ausgezeichneter Qualität erzeugt. Hier entsteht auch der bekannte DOC-Wein Carmignano, der von beachtlicher Güte sein kann.

Chianti putto
Einen Chianti, der nicht aus dem Chianti-Classico-Gebiet stammt, bezeichnet man als Chianti putto. Er kann von ebenso guter Qualität sein wie ein Chianti Classico und zur DOCG-Klasse gehören. In einem Konsortium zusammengefasst - ähnlich dem Chianti-Classico-Konsortium - existieren noch sechs weitere Zonen mit den folgenden Ursprungsbezeichnungen: Chianti Colli Aretini, Chianti Colli Fiorentini, Chianti Colli Pisane, Chianti Colli Senesi, Chianti Montalbano, Chianti Rufina. Sie tragen einen rosa Putto auf dem Flaschenhals.

Chianti Rufina
Nordöstlich von Florenz liegt die Stadt Rufina am Sieve, einem Nebenfluss des Arno. Auf den Hügeln der Umgebung sind einige der besten Chiantilagen, der dort geschaffene Wein kann dem Vergleich mit Erzeugnissen aus der Chianti-Kernzone standhalten. Der Boden und das Klima sind dem im Chianti-Classico-Gebiet sehr ähnlich. Es wird von einigen Gütern ein bemerkenswerter, teils hervorragender Chianti angeboten, der auch im Verhältnis Preis/Leistung von Interesse ist.

Chiaretto
Italienische Bezeichnung für Roséweine aus dem Gebiet des Gardasees. Auch Bardolino, gekeltert als Rosé, kann unter dieser Bezeichnung auf den Markt gebracht werden. Zusätzlich gibt es Chiaretto als Spumante.

Chinato
Vino aromatizzato amaro, Vino alla china oder vino chinato. Zusetzung von Chinarinde (Cinchona pubescens). Herkunft: heimisch in den Ostanden des tropischen Südamerikas; kultiviert in Ecuador, Guiatemala, Java, Ceylon, Indien, Südvietnam, Malaysien und in einigen Teilen Afrikas (Kongo, Kinshara, Zaire). Die Rinde wird entweder von gefällten oder wachsenden 6-8 Jahre alten Bäumen geschält. Die getrocknete Rinde kommt in eingerollten, dicken Röhren oder in flachen Stücken in den Handel. Der Handel unterscheidet nach dem Aussehen zwischen der roten "Apothekenrinde" und der gelben Fabrikrinde. Die gelbe Rinde wird wegen ihres hohen Chiningehalts (bis zu 80%) zur industriellen Chiningewinnung verwendet.

Chlorose
Die Vergilbungskrankheit der Rebe auch Chlorose genannt, ist wahrscheinlich so alt wie die Rebkultur. Seit nahezu 150 Jahren ist bekannt, dass für das Zustandekommen der Chlorose der Nährstoff Eisen verantwortlich ist.

Cidre
Definition: Erfrischendes moussierendes alkoholisches Getränk nach der Tradition der Normandie/Frankreich. Zwei Geschmacksrichtungen sind im Handel: Cidre brut, eher herb mit circa vier Prozent Alkohol und Cidre doux, eher lieblich mit etwa zwei Prozent Alkohol. Herstellung: Die Cidre-Grundmischung besteht aus bis zu zwölf verschiedenen Kelterapfelsorten. Die Äpfel werden gewaschen und verlesen, zerkleinert und gepresst. Hefen bringen den Most in Fässern unter Luftabschluss zur Gärung. Nach der Gärung wird der Cidre geklärt. In kleinen traditionell geprägten Keltereien wird das Getränk mit einem Schauch zwischen den am Boden und obenauf schwimmenden Trübstoffen abgezogen. In grossen Betrieben wird zentrifugiert und gefiltert. Nach der Reife wird der Cidre für den Export häufig pasteurisiert. Eine weitere Reifung wird damit ausgeschlossen.

Classico
Begriff, mit dem das ursprüngliche, häufig historische, Zentrum eines DOC-Anbaugebietes angedeutet wird. Oft ist das Gebiet, aus kommerziellen Gründen über diese historische Grenze erweitert worden, wo ein ähnlicher Wein, aus gleichen Rebsorten, unter dem gleichen Namen, allerdings ohne den Zusatz Classico, produziert werden darf.

Cognac
Nach franz. Recht in den Départements Charente und Charente-Maritime hergestellter Weinbrand von 40 Vol%. Mindestlagerzeit in Eichenholzfässern 30 Monate.

Cointreau
Von Edouard Cointreau 1849 erstmals erzeugter kristallklarer Orangenlikör, hergestellt aus den Schalen grüner und bitterer Orangen sowie geheimer Kräuterzutaten. Das Destillat wird mit Zuckersirup vermengt und längere Zeit gelagert.

Composizione del terreno
Bodenbeschaffenheit

Cortese
Traubensorte (Weisswein). Die Traube ist vor allem im Piemont anzutreffen. Sie hat den Gavi (di Gavi) bekannt gemacht. Was nicht aus der Zone Gavi bzw. Gavi di Gavi stammt wird als Cortese etikettiert und kann als schöner Alltagsweisswein genossen werden - zu sehr vernünftigen Preisen. Die Cortese wird heute fast nur noch reduktiv ausgebaut, was ihr Potential meist nicht zur Geltung bringen kann. Sie kommt auch im Oltrepò Pavese und vereinzelt im Veneto vor.

Curvée
Mischungen verschiedener Weinsorten, etwa um Champagner herzustellen. Man spricht manchmal auch von der Komposition bestimmter Weine. Auch um gleichbleibende Qualität über längere Zeiträume anbieten zu können.

Corvina
Die Corvina-Traube hat ihre Heimat in Norditalien. Sie ist Hauptbestandteil bekannter Rotweine, zu denen der Valpolicella, der Amarone und der Bardolino gehören. Sie wird wegen ihrer Leichtigkeit gerne mit Rondinella und vereinzelt noch mit Molinara verschnitten. Die Corvina kann auch aussergewöhnlich kraftvolle reinsortige Weine erbringen.

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Weinbaugeschichte, Regionen, Weine und Rebsorten

Der Ursprung der italienischen Weinkultur liegt in der griechischen Kolonisation, mit der - beginnend auf der Insel Sizilien und den heutigen Regionen Kampanien und Kalabrien - griechische Weinbaukultur auf die Halbinsel gebracht wurde. Aber es wurde auch schon vorher Wein angebaut, dieser geht zumindest auf 1.500 Jahre vor der Zeitenwende zurück. Die Griechen brachten viele Rebsorten nach Italien und gaben dem für Weinbau geradezu idealen Land den Namen Oinotria Die Römer entwickelten die Rebenzucht weiter und führten die Weinbereitung zur hohen Kunst. Eine Spezialität war das Würzen mit Harz, Honig, Gewürzen und Kräutern um den Wein geschmackvoller und haltbarer zu machen. Es wurde bereits perlender Wein durch Lagern der mit Wein gefüllten Amphoren in kaltem Quellwasser (Gärungs-Unterbrechung) erzeugt. Im ersten Jahrhundert n. Chr. beschäftigte man sich intensiv mit der Rebsorten-Züchtung und versuchte für den jeweiligen Boden die am besten geeignete Sorte zu finden. Viele der heutigen autochthonen Weintrauben stammen von den damals kultivierten antiken Rebsorten ab.
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Die Weine der Welt - Italien
Dank seines verlässlichen mediterranen Klimas und seiner mindestens 3000 Jahre bis zu den Etruskern zurückreichenden Weinbautradition ist Italien in der Lage, mit Frankreich um den Platz des grössten Weinproduzenten der Welt zu konkurrieren; als Weinexporteur steht es sogar im allgemeinen an erster Stelle in der Welt. Der italienische Weinexport belief sich im Jahre 1980 auf die unglaubliche Menge von 70'000'000 Hektolitern - ganz zu schweigen von der Vielfalt der Weine: rote und weisse, trockene und süsse, Still- und Schaumweine sowie gespritete Weine werden von den italienischen Weinbauern erzeugt, deren genaue Anzahl niemals festgestellt wurde.
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Weinanbau in Italien - Geschichte
Der Wein ist in allen Kulturen und in den Banketten aller Zeitepochen gegenwärtig. Seine Verwendung wird in den Büchern der ältesten Literatur bezeugt, vor allem was die sehr häufig erwähnten, seit jeher berühmten italienischen Weine anbetrifft. Man bedenke nur, dass Italien in der Antike Enotria genannt wurde, also Heimat des Weins, auch wenn Armenien und Mesopotamien die antike Wiege der vitis vinifera sind.
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Italien - Weine in den Regionen
Italien zählt zu den klassischen Weinländern. Namen wie Chianti, Valpolicella oder Soave kennt fast jeder und auch Prosecco erfreut sich anhaltender Beliebtheit. In Italien wird mehr Wein als in jedem anderen Land erzeugt. Es gibt eine unglaubliche Vielzahl verschiedener Weinstile, was zum einen an ein paar hundert verschiedenen angebauten Traubensorten liegt, zum anderen aber auch an den verschiedenen klimatischen Bedingungen der einzelnen Anbaugebiete und den vielen verschiedenen traditionellen Weinbereitungsverfahren.
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La Grappa - Definition, Herstellung, Lagerung und Konsum
Die Grappa ist ein Tresterbrand und gehört demnach zur Gruppe der Getränke, die durch Destillation einer alkoholhaltigen Substanz gewonnen werden und sich durch einen hohen Alkoholgehalt (mindestens 37,5% äthylalkohol) und einen sehr niedrigen Zuckergehalt (2 %) auszeichnen. Und er ist ausschliesslich italienischer Herkunft: dieses historisch verbriefte Recht ist von der EG definitiv anerkannt und in der neuen Verordnung über Spirituosen festgeschrieben worden. Grappa muss aus der direkten Destillation des Tresters gewonnen werden; das heisst, dass die ausgepressten Weintrauben in einen Destillierkolben gelegt und dann destilliert werden müssen. Es ist es verboten, Grappa aus dem Trester von Zweitweinen, die durch Auslaugen mit Wasser entstanden sind (so wie man es in vielen anderen Ländern macht) und dessen anschliessender Destillation zu gewinnen.
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Europa - Weinkultur in den Ländern und Regionen
Die Länderartikel sind in keiner Weise umfassend, wollen sie doch nur eine allererste Einführung in die jeweilige Weinkultur eines Landes geben.
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Weine aus Italien
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