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Vini d'Italia - Weine aus Italien Weinlexikon
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Gärung Zersetzung organischer Verbindungen unter dem Einfluss von Enzymen. Durch die Einwirkung der Hefe und ihrer Enzyme wird der Zucker im Traubenmost in Äthylalkohol (C2H5OH) und Kohlensäure (CO2) aufgespalten. 1 Oechslegrad ergibt rund 0,13 g/l Alkohol. Gaglioppo Historisch bekannte Reben sind aufgrund der geschichtlichen Ereignisse im Laufe der Jahrhunderte zur Geschichte geworden. Nach der Phylloxeraplage (1860), die den europäische Weinanbau vernichtete, überlebten nur die "stärksten" und die, die einen Wein abgaben, der als wertvolle Tauschware verwendet werden konnte. Der zuerst Ausgewählte war seinerzeit die Rebe Gaglioppo, welche in Kalabrien seit 3000 Jahren angebaut wird. ganztraubenpressung Keltern von Weintrauben ohne Entrappen, um hochwertigere Moste zu erhalten. Gaja Angelo Angelo Gaja ist international gewiss der bekannteste italienische Weingutsbesitzer. Wiederholt wurde er von Decanter und Winespectator als Man of the Year ausgezeichnet. Ohne ihn würde das Piemont, insbesondere die Langhe, heute wohl nur halb so viel Renommee haben. Angelo Gaja ist eine glückliche Mischung aus Weinmacher und Manager. Keiner tritt so eloquent in der Öffentlichkeit auf wie er, keiner anderer in Italien kann es sich erlauben, seine Gewächse so teuer zu verkaufen, aber auch kein anderes Weingut zeigt eine so grosse Beständigkeit an Spitzenweinen. Angelo Gaja (nicht zu vergessen sein langjähriger Kellermeister Guido Rivella) ist der Vater der neuen Spitzenweine aus dem Piemont. Er begann als erster seine Weine von übermässiger, rauher Tanninfracht zu befreien, machte sie zugänglicher und gab ihnen einen raffinierten Schliff. Gajas Vorbild waren die anspruchsvollen und international erfolgreichen Weine aus Bordeaux und Kalifornien. Die Eigenheiten des Piemont möchte er in seinen Weinen aber trotzdem nie vermissen, er setzt auf Terroir. Um die Weine geschmeidiger zu machen, verwendet Gaja bereits seit den siebziger Jahren das Barrique. Heute kauft er das Eichenholz in Frankreich an, lagert es anschliessend in Barbaresco und lässt es unter seinen Anleitungen von einem italienischen Fassbauer verarbeiten. Bei der Vinifikation hingegen setzt er auf Tradition mit Maischestandzeiten von rund zwei Wochen. Angelo Gaja war eben so der Pionier der Einzellagen. Bereits Anfang der siebziger Jahre kamen die Trauben der drei Spitzenlagen Sorì San Lorenzo, Sorì Tildin und Costa Russi gesondert in den Keller und auf die Flasche. San Lorenzo und Tildin sind heute Kultweine. Nach den grossen Erfolgen mit seinen Barbaresco trieb es Gaja zu neuen Herausforderungen und er begann mit internationalen Rebsorten zu arbeiten. Er pflanzte Chardonnay (Gaia & Rey, Rossj-Bass), Sauvignon (Alteni di Brassica) und Cabernet (Darmagi) und hatte mit den Weinen – wie könnte es anders sein – prompt überragenden Erfolg. Der nächste Schritt galt dem Barolo. 1988 erwarb Gaja einen grossen Weinberg in Serralunga. 1989 kam davon der erste Barolo, Sperss genannt, auf den Markt. 1995 schliesslich kaufte er ein Weingut in der Barolo-Gemeinde La Morra. Der Betrieb wurde Gromis genannt, der Barolo Conteisa Cerequio getauft. Die Spitzenweine von Gaja haben ihren Preis und zählen zu den teuersten Italiens. Die Weine aus der einfacheren Linie Cremes (Dolcetto), Sitorey (Barbera) und Sito Moresco (Nebbiolo, Merlot, Barbera) sind eine preiswerte Alternative zu den Top-Weinen. Sie sind perfekt gemacht und ausgewogen, so wie man sich das von Gaja-Weinen erwartet. Gallo Ernest & Julio Gallo ist ein Familienbetrieb. Er wurde 1933 von den Söhnen eines piemontesischen Immigranten gegründet, nach der Zeit der Prohibition. Die Firma Ernest & Julio Gallo ist der grösste Weinproduzente der Welt. Wie riesig das Potenzial des Multis ist, zeigt eine Umschau im Hauptsitz in Modesto, Central Valley (Kalifornien). Die Lagerkapazität der Kellerei beträgt 1,25 Milliarden Liter. Dem Betrieb ist eine Fabrik angeschlossen, die täglich 2,5 Millionen Flaschen produziert. Jährlich werden eine Milliarde mit eigenem Wein abgefüllt und auf den Markt gebracht. Gallo nero Konsortium Schwarzer Hahn. Der 1924 dreiunddreissig Mitglieder zählende Verband hat sich heute auf mehr als 600 erweitert (davon füllen 250 ihre Weine unter einem eigenen Etikett ab), die mehr als 80% der globalen Appellation Chianti Classico produzieren. Die Dimensionen reichen von Klein- und Mittelbetrieben über Genossenschaftskellereien bis zu Firmen von industriellem Niveau, für alle gilt der volle Respekt der vom Konsortium vorgegebenen Normen, an erster Stelle die Verpflichtung, den Chianti Classico Schwarzer Hahn ausschliesslich innerhalb der Produktionszone abzufüllen (was vom italienischen Weingesetz für keinen einzigen Wein vorgeschrieben ist), um effektive Kontrollen zu ermöglichen. Garganega Weisse Rebsorte, die im Veneto, dem Nordwesten Italiens, beheimatet ist. Sie ist der Hauptbestandteil des Soave. Ein Verschnitt, der Soave ist, muss minimal 70% Garganega enthalten, häufig angefüllt mit Trebbiano, aber auch Pinot Bianco oder der allgegenwärtige Chardonnay dürfen verwendet werden. Garganega liefert mühelos hohe Erträge per ha, was eine Erklärung für den niedrigen Preis und Bekanntheitsgrad der meisten Soave-Weine sein mag. Bei gewissenhafter Arbeit und beschränkten Erträgen kann Garganega jedoch elegante Weine hervorbringen. Sogar Barrique-Ausbau kann angewendet werden, vorausgesetzt, dass man nur hochwertiges Erntegut keltert. Garganega ist zudem erlaubt in Bianco di Custoza und Gambellara, die beides Weissweine aus dem Veneto sind. Gattinara Der italienische DOCG-Rotwein ist nach der gleichnamigen Gemeinde in den Vercelli-Bergen in der Region Piemont benannt. Schon die Römer legten hier die ersten Weinberge an und Kardinal Mercurino Arborio (Kanzler von Kaiser Karl V.) brachte den Wein an die Höfe Europas. Der tanninreiche Wein mit 12% vol Alkohol-Gehalt gilt als einer der besten und langlebigsten Rotweine des Nordens und wird aus Nebbiolo (Spanna) und bis 10% Bonarda di Gattinara gekeltert. Gavi oder Cortese di Gavi D.O.C. Anerkennung: Präsidialerlass vom 26. Juni 1974, geändert mit Präsidialerlass vom 17. März 1988. Rebsorte: Cortese. Farbe: matt strohfarben. Bukett: charakteristisch. Geschmack: trocken, angenehm frischer und harmonischer Geschmack. Gesamter Mindestalkoholgehalt: 10,5 Grad. Produktionsgebiet: Gavi, San Cristoforo, Francavilla Bisio, Pasturana, Novi Ligure, Serravalle Scrivia, Carrosio, Bosio, Parodi, Capriata d’Orba, Tassarolo.Gesetzliche Mindestlagerung: nicht vorgeschrieben; sollte jung getrunken werden. Geographie Die Rebe wird rund um den ganzen Erdball kultiviert. Bevorzugt Zonen mit mässigem Klima, erfordert jedoch einen harmonischen Ausgleich zwischen Bodenverhältnisse, Wasser, Regen, Temperaturen und Winde. Reif und Schnee sind keine unbedingten Hinternisse, sofern sie in einer Form auftreten, die nicht das reifen der Trauben beschädigt. Die besten Böden für Weintrauben sind nicht die Fruchtbaren, wie für die Mehrheit der Kulturen, sondern im Gegenteil, viele Weine von guter Qualität haben ihre Herkunft aus anscheinend sterilen Gebieten, die aber reich an Mineralien sind. Europa ist die Region die stolz sein kann, die grösste Tradition der Weinkellerei zu besitzen. Als erstes in Griechenland, danach in Italien, in Frankreich, in Spanien und auch in Portugal haben die Weinstöcke ein glückliches zu hause gefunden, in dem sie ein Teil der Geschichte, der Kultur und der Traditionen dieser Länder wurden. Nach der Überquerung des Atlantiks findet man die Weine aus Californien, aus dem Zentrum von Nord Amerika und aus dem Staat von New York. Die grössten Weinproduzenten in Süd Amerika sind Chile, Argentinien, Brasilien und Uruguai; es können noch Kolumbien, Equador, Peru und Bolivien genannt werden. Beim Verlassen des amerikanischen Kontinents, tritt der Wein wieder in Erscheinung in Süd Afrika und Madagaskar, in Austalien und Neu Zeland. (Text: www.wonderwine.com.br/) Geschichte der Rebe Woher die Rebe stammt und wie sie sich in der ersten Zeit ausgebreitet hat, lässt sich heute noch nicht mit Sicherheit sagen. Ihre Verbreitung steht aber in engem Zusammenhang mit der Erdentwicklung. Während der Tertiärzeit erschienen die ersten eigentlichen Rebengewächse. Fossile Rebfunde mit Blättern deuten auf Formen hin, die heute noch in Amerika vorkommen. Weitere Funde erinnern auch an die erwähnten Wildreben. Die ersten Eiszeiten im nördlichen Europa brachten einen radikalen Klimawechsel - eine weltweite Abkühlung. Die Rebengewächse verschwanden aus den weit nördlichen Gebieten und aus dem alpinen Raum, überlebten aber in den Rückzugsgebieten des Mittelmeers und des Schwarzen Meeres. Es ist anzunehmen, dass die Kultivierung der Wildrebe durch den Menschen bereits vor etwa 4000 Jahren im östlichen Mittelmeerraum schrittweise begonnen hat. Die Entwicklung der Wildrebe zur Edelrebe kam offensichtlich nicht nur durch Mutationen voran, sondern wurde auch durch Auslese vorangetrieben. Unsere heutigen Kulturreben sind einerseits Nachkommen der Wildreben, andererseits das Produkt von Mutationen und natürlichen Kreuzungen. Der Mensch, ein aufmerksamer Beobachter der Natur, hat durch Auswahl und Zucht dafür gesorgt, dass sich die vielversprechenden Sorten weiter vermehren konnten. Heute sind 4000 bis 8000 verschiedene Kulturreben bekannt, und der Sortenreichtum wächst durch menschliches Dazutun. Geschmackssinn Die Fähigkeit zur Wahrnehmung chemischer Substanzen. Die Geschmackssinneszellen beim Menschen sind als Geschmacksknospen an bestimmten Stellen der Zunge vereinigt. 4 Qualitäten werden unterschieden: süss, sauer, salzig und bitter. Durch ihre Kombination und hinzukommende Wahrnehmungen des Geruchssinns entsteht eine Vielzahl von Geschmacksnuancen. Gesellschaft Alkoholische Getränke spielen im Alltag unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle: als Genuss- und Lebensmittel zum Essen oder gegen den Durst; als Genuss- und Geselligkeitsmittel bei Festen und feierlichen Anlässen; als Problemlöser bei Kummer, Angst und Stress Gesundheit Weltweit werden dem Wein gesundheitsfördernde, mitunter gar heilende Wirkung zugesprochen. Wie bereits der Schweizer Arzt Paracelsus richtig feststellte, liegt in der Dosierung die Heil- beziehungsweise Giftwirkung ("allein die Dosis macht das Gift"). Die Gerbstoffe im Rotwein fördern bei fetten Speisen deren Verdauung. Die Säuren wirken bakterien- und infektionshemmend. Ausserdem hat Alkohol eine vorbeugende und therapeutische Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System, wirkt positiv bei akuten Herzkranzgefässsymptomen und scheint Herzinfarkten und Durchblutungsstörungen entgegen zu wirken. Wein liefert bei älteren und rekonvaleszenten Menschen Kalorien ohne den Magen zu belasten. Giacosa Bruno Bruno Giacosa aus Neive gehört zu den grossen Namen des Piemont. Er ist ein Traditionalist, dem moderne Techniken der Kelterung wie Kurzfermentation oder der Ausbau in Barriques fern liegen. Man täuscht sich aber, wenn man glaubt, dass Giacosas Weine altmodisch oder spröde seien, sie sind immer Musterbeispiele für elegante, geschliffene Weine mit grosser Langlebigkeit und weicher Kraft. Selbst in kleineren Jahren schafft es Giacosa mit seiner grossen Erfahrung und seiner Sorgfalt im Umgang mit den Trauben, erstaunliche Ergebnisse vorzustellen. Giacosas Weine werden so geschätzt, dass man sie auf den Weinkarten in aller Welt finden kann. Gin Wacholderbranntwein, dem noch weitere Gewürze zugesetzt werden (Koriander, Angelikawurzel, Lavendel, Orangenblüten). Der Zusatz von Primasprit zum Destillat ist erlaubt. Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 38 Vol%. Global Player Grosse und namhafte Weinerzeuger forcieren ihre Zusammenarbeit immer stärker über die Grenzen von Ländern und Kontinenten hinaus. Eine bemerkenswerte Vorreiter-Rolle spielt die Robert Mondavi Winery. Ihre erste Partnerschaft begann 1979 mit Château Mouton-Rothschild (Opus One). Es folgte eine weitere Verbindung zu Marchese de Frescobaldi in der Toskana, in der die Weine Luce, Lucente und Danzante entstanden, sowie zu Viña Errázuriz in Chile (Sena, Arboleda, Caliterra). Die neueste Kooperation wurde nun mit dem australischen Weingiganten Southcorp vereinbart, mit dem Ziel, in den nächsten Jahren gemeinsam Rebsortenweine und Cuvées der Luxusklasse zu produzieren. Glucose Traubenzucker. Im menschlichen Blut ist etwa 0,1 Prozent Glucose enthalten, bei Diabetikern in höherer Konzentration. Weine mit hohem Restzuckergehalt sollten daher von Personen, die an Diabetes leiden, gemieden werden. Dieser sogenannte Einfachzucker ist auch unter den Begriffen Glykose oder Dextrose bekannt und befindet sich zu Anfang der Gärung zusammen mit der Fructose (Fruchtzucker) im Verhältnis 1:1 im Traubenmost. Im Gegensatz zur Fructose wird Glucose in der Leber sehr schnell abgebaut, und ist deshalb für Diabetiker ein optimaler Süssstoff. Glühwein Meist aus Rotwein hergestelltes Weingetränk , dem Gewürze (Zimt, Zitrone, Muskatnuss, Nelken, usw.) und Zucker zugesetzt wird und dann erhitzt wird. Glycerin Glycerin ist ein dreiwertiger Alkohol, eine Art Unteralkohol. Er entsteht bei der Gärung und ist bei gesundem Traubengut etwa mit 6 bis 9,5 Gramm pro Liter vorhanden, bei Weinen aus Botrytistrauben bei 10 bis 1 g/l. Glycerin hat im Gegensatz zum "normalen", geschmacklosen Alkohol einen süsslichen Geschack und verleiht dem Wein einen vollen Gaumen. Governo Bezeichnung für eine Kelterungstechnik, die traditionell bei der Bereitung von Chianti eingesetzt wird, wobei dem Wein direkt nach der Gärung der sehr süsse Saft von getrockneten Weintrauben zugesetzt wird, was eine leichte, zweite Gärung verursacht. Dieses Verfahren führt zu einer leichten Zunahme des Alkoholgehaltes, gibt dem späteren Wein eine leichte Restsüsse und regt den biologischen Säureabbau, auch malolaktische Gärung genannt, an. Wird der Wein direkt im Frühjahr, folgend auf die Kelterung, in Flaschen abgefüllt, so wird noch ein Teil der Kohlensäure, entstanden bei dieser zweiten Gärung, durch ein leichtes Prickeln auf der Zunge bemerkbar sein. Dieses Verfahren wird jedoch immer weniger bei der Bereitung von Chianti angewandt. Grain-Whisky Schottische Whiskysorte, die aus Gerste und Malz ohne Mälzung hergestellt wird, im Gegensatz zum Malt-Whisky. Grappa Italienischer Trester-Branntwein aus Traubentrester, Mindestalkoholgehalt 37,5 Vol%. Naturreiner Trester (aus weissen Rebsorten), der nur zuckerhaltig ist, wird zunächst fermentiert, bis etwa 4-6 % Alkohol entstanden sind und anschliessend gebrannt. Aus roten Trauben entsteht ein bereits durchgegorener Trester, der direkt gebrannt werden kann. In den Schalen tragen einige Rebsorten besonders aromatische Stoffe, die bei der Destillation nicht verloren gehen und das Aroma des Grappa bestimmen. siehe auch: Grappa Greco Traubensorte (Weisswein). Eine - wie der Name sagt - von den alten Griechen nach Süditalien eingeführte, weisse Traube mit sehr später Reife. Erbringt in Kalabrien den weissen Cirò, in Kampanien den frischen Greco di Tufo. Greco di Tufo Greco di Tufo stammt aus Avellino (Kampanien) und tritt als delikater Weisswein, ideal zu Fischgerichten, besonders hervor. Ihn gibt es auch als Schaumwein. Grechetto Traubensorte (Weisswein). Diese Traube zeichnet sich durch Vitalität und Stil aus. Die Sorte Grechetto ist vermutlich griechischen Ursprungs und eine der wichtigsten Sorten in Umbrien. Sie ergibt Weine mit ausgeprägtem Eigencharakter. In der Toskana ist sie als Pulcinculo und in Latium als Greghetto bekannt. Nicht verwandt mit der ebenfalls weissen Greco-Traube. Synonym: Greco Spoletino Grignolino d'Asti Man nimmt an, das der Name von grignole stammt, im Dialekt so genannt wegen der vielen Weintraubenkerne seiner Trauben. Der Wein ist mehr oder weniger leuchtend rubinrot, bei Lagerung zum orange tendierend. Er hat einen charakteristischen und feinen Duft, begleitet von einem trockenen leicht sauren und angenehm bitteren Geschmack mit bleibendem Nachgeschmack. Er passt zu Vorspeisen auf der Basis von luftgetrockenen Schinken- und Wurstsorten, Suppen und Eintöpfen, gemischtem piemontesischem Fritiertem und Geflügelbraten. Er wird kühl bei 15-16°C serviert. Gropello Diese Rotweinsorte hat im Riviera del Garda-Gebiet in der Lombardei seine Heimat. Die Weine, die eigenständig, frisch und fruchtbetont sind, kommen entweder als Gropello oder als Riviera del Garda Bresciano in die Regale. Gusto di tapo Korkengeschmack Guyot-System Wie alle Obstsorten, die im Ertragsanbau stehen, muss auch die Weinrebe in Form gehalten (erzogen) und geschnitten werden. In einigen Gegenden Italiens hat sich - besonders in den Weinbergen der ambitionierten Betriebe - in den letzten Jahren das Guyot-System zur Erziehung der Weinstöcke etabliert. Dabei wird die Rebe im Winter bis auf einen einzigen Trieb mit ca. 8-12 Knospen (Augen) zurückgeschnitten, der dann horizontal in den Drahtrahmen angebunden wird. Aus den Augen kommen in der nächsten Wachstumsperiode die neuen, fruchttragenden Sommertriebe. Karten Abruzzen Aostatal Apulien Basilicata Emilia Friaul Kalabrien Kampanien Latium Ligurien Lombardei Marken Molise Piemont Sardinien Sizilien Toskana Trentino Umbrien Venetien Links Weinbaugeschichte, Regionen, Weine und Rebsorten Der Ursprung der italienischen Weinkultur liegt in der griechischen Kolonisation, mit der - beginnend auf der Insel Sizilien und den heutigen Regionen Kampanien und Kalabrien - griechische Weinbaukultur auf die Halbinsel gebracht wurde. Aber es wurde auch schon vorher Wein angebaut, dieser geht zumindest auf 1.500 Jahre vor der Zeitenwende zurück. Die Griechen brachten viele Rebsorten nach Italien und gaben dem für Weinbau geradezu idealen Land den Namen Oinotria Die Römer entwickelten die Rebenzucht weiter und führten die Weinbereitung zur hohen Kunst. Eine Spezialität war das Würzen mit Harz, Honig, Gewürzen und Kräutern um den Wein geschmackvoller und haltbarer zu machen. Es wurde bereits perlender Wein durch Lagern der mit Wein gefüllten Amphoren in kaltem Quellwasser (Gärungs-Unterbrechung) erzeugt. Im ersten Jahrhundert n. Chr. beschäftigte man sich intensiv mit der Rebsorten-Züchtung und versuchte für den jeweiligen Boden die am besten geeignete Sorte zu finden. Viele der heutigen autochthonen Weintrauben stammen von den damals kultivierten antiken Rebsorten ab. weiter... Die Weine der Welt - Italien Dank seines verlässlichen mediterranen Klimas und seiner mindestens 3000 Jahre bis zu den Etruskern zurückreichenden Weinbautradition ist Italien in der Lage, mit Frankreich um den Platz des grössten Weinproduzenten der Welt zu konkurrieren; als Weinexporteur steht es sogar im allgemeinen an erster Stelle in der Welt. Der italienische Weinexport belief sich im Jahre 1980 auf die unglaubliche Menge von 70'000'000 Hektolitern - ganz zu schweigen von der Vielfalt der Weine: rote und weisse, trockene und süsse, Still- und Schaumweine sowie gespritete Weine werden von den italienischen Weinbauern erzeugt, deren genaue Anzahl niemals festgestellt wurde. weiter... Weinanbau in Italien - Geschichte Der Wein ist in allen Kulturen und in den Banketten aller Zeitepochen gegenwärtig. Seine Verwendung wird in den Büchern der ältesten Literatur bezeugt, vor allem was die sehr häufig erwähnten, seit jeher berühmten italienischen Weine anbetrifft. Man bedenke nur, dass Italien in der Antike Enotria genannt wurde, also Heimat des Weins, auch wenn Armenien und Mesopotamien die antike Wiege der vitis vinifera sind. weiter... Italien - Weine in den Regionen Italien zählt zu den klassischen Weinländern. Namen wie Chianti, Valpolicella oder Soave kennt fast jeder und auch Prosecco erfreut sich anhaltender Beliebtheit. In Italien wird mehr Wein als in jedem anderen Land erzeugt. Es gibt eine unglaubliche Vielzahl verschiedener Weinstile, was zum einen an ein paar hundert verschiedenen angebauten Traubensorten liegt, zum anderen aber auch an den verschiedenen klimatischen Bedingungen der einzelnen Anbaugebiete und den vielen verschiedenen traditionellen Weinbereitungsverfahren. weiter... La Grappa - Definition, Herstellung, Lagerung und Konsum Die Grappa ist ein Tresterbrand und gehört demnach zur Gruppe der Getränke, die durch Destillation einer alkoholhaltigen Substanz gewonnen werden und sich durch einen hohen Alkoholgehalt (mindestens 37,5% äthylalkohol) und einen sehr niedrigen Zuckergehalt (2 %) auszeichnen. Und er ist ausschliesslich italienischer Herkunft: dieses historisch verbriefte Recht ist von der EG definitiv anerkannt und in der neuen Verordnung über Spirituosen festgeschrieben worden. Grappa muss aus der direkten Destillation des Tresters gewonnen werden; das heisst, dass die ausgepressten Weintrauben in einen Destillierkolben gelegt und dann destilliert werden müssen. Es ist es verboten, Grappa aus dem Trester von Zweitweinen, die durch Auslaugen mit Wasser entstanden sind (so wie man es in vielen anderen Ländern macht) und dessen anschliessender Destillation zu gewinnen. weiter... Europa - Weinkultur in den Ländern und Regionen Die Länderartikel sind in keiner Weise umfassend, wollen sie doch nur eine allererste Einführung in die jeweilige Weinkultur eines Landes geben. weiter...
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