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Vini d'Italia - Weine aus Italien Weinlexikon
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halbtrocken Nach den weinrechtlichen EU-Bestimmungen Geschmacksangabe für einen Wein, dessen Zuckergehalt nicht mehr als 10 g/l höher liegt als der Gesamtsäuregehalt und maximal 18 g/l nicht übersteigt. Ein halbtrockener Wein mit 7 g/l Säure darf also maximal 17 g/l Zucker enthalten. Damit trägt man der Tatsache Rechnung, dass die Süsse im Wein höheren Säuregehalt harmonischer, saftiger und gefälliger wirken lässt. Haltbarkeit Was die Haltbarkeit eines Weins betrifft, spielt der Extrakt eine entscheidende Rolle. Extrakt, das ist die Summe aller gelösten Substanzen im Wein. Hierzu gehören Zucker, Glycerin, Säuren, Mineralstoffe, Stickstoffverbindungen und Gerbstoffe. Bei Rotweinen, die meist säuremild sind, sorgt der Gerbstoff, das Tannin, für zusätzliche Lagerfähigkeit. Mit sorgfältigem Ausbau und ausreichender Schwefelung nimmt der Kellermeister ausserdem direkt Einfluss auf die Haltbarkeit. Handrefraktometer Mit diesem Gerät ist es möglich bereits vor der Lese mit Hilfe von Mostgewichtsmessungen den späteren Alkoholgehalt vorauszubestimmen. Funktioniert nach dem Prinzip der Lichtbrechung. harmonisch Bezeichnung für Weine, deren Geschmackskomponenten optimal aufeinander abgestimmt sind. Auch kleine Weine können und sollen harmonisch sein. hart Unangenehmer Geschmackston mit leicht zusammenziehender Wirkung auf die Schleimhäute, verursacht durch hohen Gerbstoffgehalt, teilweise auch zu hohe Säure. In der Jugend hart wirkende hochwertige Weine können mit längerer Lagerung gewinnen, indem sie sich mit den Jahren abrunden und gefälliger werden. Hefe Einzellige Mikroorganismen, die zur Gruppe der Pilze gehören und im Most die alkoholische Gärung bewirken. Indem sich die Weinhefen im Most vermehren, wird durch ihren Stoffwechsel der darin enthaltende Zucker in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt (alkoholische Gärung), daneben entstehen Bukettstoffe und andere Nebenprodukte. Hektar Abkürzung ha, ein Flächenmass, besonders für landwirtschaftliche Flächen verwendet; 1 ha = 100 a = 10'000 m2. herb Gerbstoffhaltige, säurereiche Weine. In der Gastronomie verbreiteter Ausdruck für säurebetonte Weine mit wenig Restsüsse. Herzinfarktrisiko Wein senkt das Herzinfarktrisiko. Zur Auslösung eines Infarkts müssen normalerweise zwei unterschiedliche Vorgänge zusammentreffen: eine Gefässverengung im Herzen und ein Blutgerinnsel, das daran hängen bleibt und den Blutfluss unterbricht. Der Herzmuskel wird dann in diesem Bereich nicht mehr mit Sauerstoff versorgt, doch ohne Sauerstoff kann er nicht arbeiten - es kommt zum Infarkt. Es gilt heute als gesichert, dass moderater Weinkonsum zu einem reduzierten Herzinfarktrisiko führt, denn er erhält die Elastizität der Gefässe und verbessert die Durchblutung des Herzmuskels. Auf Herz und Kreislauf wirken sich zwei Wirkstoffklassen günstig aus: der Alkohol und die Polyphenole. Alkohol verbessert die Cholesterinwerte im Blut, indem er den Gehalt des "guten" HDL-Cholesterins anhebt und den des "bösen" LDL- senkt. Ausserdem reduziert er die Thromboseneigung, indem er die Verklumpung der Blutplättchen hemmt. Alkohol wirkt ausserdem gefässentspannend - ebenfalls positiv für Herz und Kreislauf. Er fördert den Blutfluss im Herzen und vermindert sogar - bei mässigem Genuss - den Blutdruck! Aber Vorsicht! - Bei erhöhtem Alkoholgenuss droht Gefahr! Wer täglich mehr als 100 Gramm Alkohol, das entspricht etwa einer Flasche Wein, zu sich nimmt, der handelt sich im Durchschnitt wiederum ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko ein, höher als Abstinenzler und natürlich höher als moderate Geniesser. Bei Missbrauch kann sich also die Wirkung umkehren. Eine zu hohe Alkoholzufuhr hemmt die Gerinnung des Blutes. Spontan auftretende Blutungen an einem geplatzten Äderchen im Gehirn kommen nicht zum Stillstand. Das Risiko für einen Hirnschlag steigt. Histamin In geringen Mengen im Rotwein enthaltener Stoff (1,5 bis maximal 10 Milligramm pro Liter), der allergische Reaktionen auslösen kann. Holzgeschmack Normalerweise erwünschte Geschmackskomponente eines im neuen Eichenholzfaß (Barrique) ausgebauten Weins. Als Vanille- oder Röstton schnell erkennbar. Wenn der Holzgeschmack dominiert, spricht man von überholzten Weinen. Holzspäne Holzton kann auch durch Einrühren von Holzspänen oder Stückchen erreicht werden. Diese Methode ist zwar um ein Vielfaches günstiger als der Kauf eines etwa 800 Franken teuren, kleinen Eichenholzfasses, bringt aber nicht die gleiche Qualität. Horizontaler Verschnitt Cuvée, ein Verschnitt aus bis zu 50 verschiedenen Weinen verschiedener Lagen. (Vertikaler Verschnitt: verschiedene Jahrgänge). Hybridrebe Hypride: botanisch Bastard. Hybridreben sind Kreuzungen aus europäischen und amerikanischen Rebsorten. Sie sind unempfindlich gegen Rebschädlinge wie Peronospora und Oidium. Ausserdem verspricht man sich die Übertragung der Unempfindlichkeit amerikanischer Rebsorten gegen die Reblaus. Haben sich nicht durchgesetzt, weil die Weine oft fremdartige Aromen aufweisen. Karten Abruzzen Aostatal Apulien Basilicata Emilia Friaul Kalabrien Kampanien Latium Ligurien Lombardei Marken Molise Piemont Sardinien Sizilien Toskana Trentino Umbrien Venetien Links Weinbaugeschichte, Regionen, Weine und Rebsorten Der Ursprung der italienischen Weinkultur liegt in der griechischen Kolonisation, mit der - beginnend auf der Insel Sizilien und den heutigen Regionen Kampanien und Kalabrien - griechische Weinbaukultur auf die Halbinsel gebracht wurde. Aber es wurde auch schon vorher Wein angebaut, dieser geht zumindest auf 1.500 Jahre vor der Zeitenwende zurück. Die Griechen brachten viele Rebsorten nach Italien und gaben dem für Weinbau geradezu idealen Land den Namen Oinotria Die Römer entwickelten die Rebenzucht weiter und führten die Weinbereitung zur hohen Kunst. Eine Spezialität war das Würzen mit Harz, Honig, Gewürzen und Kräutern um den Wein geschmackvoller und haltbarer zu machen. Es wurde bereits perlender Wein durch Lagern der mit Wein gefüllten Amphoren in kaltem Quellwasser (Gärungs-Unterbrechung) erzeugt. Im ersten Jahrhundert n. Chr. beschäftigte man sich intensiv mit der Rebsorten-Züchtung und versuchte für den jeweiligen Boden die am besten geeignete Sorte zu finden. Viele der heutigen autochthonen Weintrauben stammen von den damals kultivierten antiken Rebsorten ab. weiter... Die Weine der Welt - Italien Dank seines verlässlichen mediterranen Klimas und seiner mindestens 3000 Jahre bis zu den Etruskern zurückreichenden Weinbautradition ist Italien in der Lage, mit Frankreich um den Platz des grössten Weinproduzenten der Welt zu konkurrieren; als Weinexporteur steht es sogar im allgemeinen an erster Stelle in der Welt. Der italienische Weinexport belief sich im Jahre 1980 auf die unglaubliche Menge von 70'000'000 Hektolitern - ganz zu schweigen von der Vielfalt der Weine: rote und weisse, trockene und süsse, Still- und Schaumweine sowie gespritete Weine werden von den italienischen Weinbauern erzeugt, deren genaue Anzahl niemals festgestellt wurde. weiter... Weinanbau in Italien - Geschichte Der Wein ist in allen Kulturen und in den Banketten aller Zeitepochen gegenwärtig. Seine Verwendung wird in den Büchern der ältesten Literatur bezeugt, vor allem was die sehr häufig erwähnten, seit jeher berühmten italienischen Weine anbetrifft. Man bedenke nur, dass Italien in der Antike Enotria genannt wurde, also Heimat des Weins, auch wenn Armenien und Mesopotamien die antike Wiege der vitis vinifera sind. weiter... Italien - Weine in den Regionen Italien zählt zu den klassischen Weinländern. Namen wie Chianti, Valpolicella oder Soave kennt fast jeder und auch Prosecco erfreut sich anhaltender Beliebtheit. In Italien wird mehr Wein als in jedem anderen Land erzeugt. Es gibt eine unglaubliche Vielzahl verschiedener Weinstile, was zum einen an ein paar hundert verschiedenen angebauten Traubensorten liegt, zum anderen aber auch an den verschiedenen klimatischen Bedingungen der einzelnen Anbaugebiete und den vielen verschiedenen traditionellen Weinbereitungsverfahren. weiter... La Grappa - Definition, Herstellung, Lagerung und Konsum Die Grappa ist ein Tresterbrand und gehört demnach zur Gruppe der Getränke, die durch Destillation einer alkoholhaltigen Substanz gewonnen werden und sich durch einen hohen Alkoholgehalt (mindestens 37,5% äthylalkohol) und einen sehr niedrigen Zuckergehalt (2 %) auszeichnen. Und er ist ausschliesslich italienischer Herkunft: dieses historisch verbriefte Recht ist von der EG definitiv anerkannt und in der neuen Verordnung über Spirituosen festgeschrieben worden. Grappa muss aus der direkten Destillation des Tresters gewonnen werden; das heisst, dass die ausgepressten Weintrauben in einen Destillierkolben gelegt und dann destilliert werden müssen. Es ist es verboten, Grappa aus dem Trester von Zweitweinen, die durch Auslaugen mit Wasser entstanden sind (so wie man es in vielen anderen Ländern macht) und dessen anschliessender Destillation zu gewinnen. weiter... Europa - Weinkultur in den Ländern und Regionen Die Länderartikel sind in keiner Weise umfassend, wollen sie doch nur eine allererste Einführung in die jeweilige Weinkultur eines Landes geben. weiter...
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