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Vini d'Italia - Weine aus Italien Weinlexikon
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Kaltmazeration Auch Accad, nach dem Erfinder benannte Vinifikations-Methode. Dabei wird die Rotweinmaische so weit gekühlt, dass die alkoholische Gärung nicht beginnen kann (etwa zwei bis drei Wochen). Durch den Kontakt des Mostes mit den Traubenschalen werden bereits Farbpigmente und Gerbstoffe gelöst (aber geringfügiger als bei der späteren alkoholischen Gärung) und die Maische-Standzeit dadurch verlängert. Um Oxidation zu verhindern, wird die Maische mit Kohlendioxid isoliert. Kaltgärung Vor allem bei modernen Weissweinen praktizierte Gärmethode, nach der die Moste bei 14 bis 18 Grad Celsius langsam vergoren werden, um duftige, frische und jung trinkbare Weine zu bekommen. Kamm, Rappen Stielgerüst der Traube. Bei der Rotweinbereitung trennt man die Kämme wegen ihres hohen Gerbstoffgehaltes von den Beeren ab, damit bei der Maischegärung nicht zu viel Gerbstoffe in den Wein gelangen. Auch bei der Bereitung guter Weissweine empfiehlt sich das Abbeeren Entrappen) vor dem Keltern. Nach dem Auspressen können die Kämme als Viehfutter oder organischer Dünger für den Weinberg verwendet werden. Kampanien (Campania) Die süditalienische Region um Neapel mit rund 43.000 Hektar Rebfläche ist für den roten Taurasi und den weissen Fiano di Avellino bekannt. Vulkanische Böden, die Meernähe und die Höhe vieler Lagen sorgen für ein ausgezeichnetes Terroir. Wirklich beachtenswerte Weine machen einen kleinen Teil der Erzeugung aus, doch um Ravello auf der Halbinsel um Sorrent, auf der Insel Ischia und in den Irpinischen Bergen nördlich von Avellino und östlich von Neapel wachsen einige beachtliche Qualitätsweine. Kampanien ist bereits seit der Zeit des Klassizismus ein Land grosser Weine. Dies bezeugen zahlreiche lateinische Autoren sowie die Bezeichnungen der Weine und Weinberge selbst: Aglianico (Elleanico, das soviel bedeutet wie „aus Griechenland“), Greco, Fiano (Apianum, wie „den Bienen gewidmet“), Falerno, vom antiken „Falernum“, etc. Kapsel Hülle zum Schutz des Flaschenverschlusses, häufig farbig, manchmal mit Firmenaufdruck versehen. Die meisten Kapseln bestehen aus PVC (70%), Aluminium oder Polyethylen, wobei letzteres als umweltverträglichste Alternative gilt. Höhere Qualitäten werden mit Zinnkapseln ausgestattet. Karaffe Geschliffene, meist bauchige Glasflasche, in der Wein serviert wird. Keller Ein guter Weinkeller soll eine gleichmässige Temperatur von 12-17°C aufweisen, gut gelüftet, trocken und dunkel sein. Da der Wein durch den Korken atmet, sollten in seiner Nähe keine scharf riechenden Lebensmittel oder Lösungsmittel aufbewahrt werden. Zu warm gelagerte Weissweine verlieren rasch an Frische. Kellerei Weinproduzierender Betrieb, der im Gegensatz zum Weingut meist nicht über eigene Rebflächen verfügt, sondern Most oder Wein von Traubenerzeugern aufkauft. Kelter Presse zum Ausdrücken des Saftes aus der Traubenbeere. Der Most läuft dabei je nach Pressdruck mehr oder weniger vollständig aus der Maische ab; zurück bleibt der Trester. In alten Zeiten wurden zur Mostgewinnung die Trauben mit den Füssen getreten. Klärung Entfernen von Trübungen; Ziel ist ein glanzheller, haltbarer Wein. Neben der Selbstklärung durch Absinken von Schwebstoffen (Bodensatz, Depot) stehen zwei Methoden zur Verfügung, die Schönung und die Filtration. Beide Verfahren bringen bei richtiger Anwendung vollen Erfolg, oft werden beide kombiniert. Klon Vegetativ vermehrter Rebsteckling einer gewünschten Rebsorte mit allen Merkmalen des Mutterrebstocks. Körper, körperreich Der Körper ist die innere Substanz des Weines. Als körperreich bezeichnet man die Weine, die reichlich Extrakt, Alkohol und eine angenehm betonte Säure aufweisen. Ähnliches drücken auch die allgemein geläufigen Begriffe kräftig und vollmundig aus. Gegenteil: leicht, körperarm. Kohlendioxid, Kohlensäureanhydrid fälschlich Kohlensäure genannt, unbrennbares, farb- und geruchloses Gas, das bei allen Verbrennungsvorgängen und bei der Atmung entsteht; wird von den Pflanzen bei der Fotosynthese assimiliert. Die wässerige Lösung von Kohlendioxid reagiert schwach sauer, da sich in geringem Mass Kohlensäure bildet. Kohlendioxid kommt in der Natur in freiem Zustand als Bestandteil der Luft (0,03%), in Mineralquellen und Vulkanen und in gebundenem Zustand in Form von Carbonatgesteinen vor. Kohlendioxid wird vom Handel flüssig (in Stahlflaschen als Kohlensäure) angeboten. Es kann, da es unbrennbar ist und die Sauerstoffzufuhr zu einer Flamme verhindert, als Feuerlöschmittel verwendet werden. Ferner wird es in Bierdruckapparaten benutzt. In festem Zustand (Kohlensäureschnee, Trockeneis) dient es Kühlzwecken. - Der Gehalt von Kohlendioxid in der Atmosphäre ist durch die weltweite Emission bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl, Gas) in Verbindung mit der Verringerung von Waldflächen um rund 14% in den vergangenen 100 Jahren angestiegen Treibhauseffekt. Kohlensäure Durch Lösen von Kohlendioxid in Wasser in geringer Menge entstehende schwache Säure, H2CO3; häufig auch falsche Bezeichnung für ihr Anhydrid, das Kohlendioxid. Die Salze der Kohlensäure sind die Carbonate (kohlensaure Salze). Korken, korkig Am Korken führt kein Weg vorbei. Nicht nur, dass er am Anfang eines jeden Weingenusses steht, seine Qualität entscheidet oftmals über Wohl oder Wehe des jeweiligen Weines. Kork besteht aus abgestorbenen Zellen des Holzgewebes, die mit Stickstoff gefüllt und absolut wasserundurchlässig sind. Ein Sauerstoffaustausch findet nicht durch den Korken, sondern zwischen Korken und Flaschenhals statt und ist umso geringer, je besser die Qualität des Korkens. Einen hochwertigen Korken erkennt man daran, dass er wenige Poren aufweist, eine Eigenschaft, die eine lange Lagerung von Weinen begünstigt. Korkengeschmack, korkig Normalerweise verhält sich Kork dem Wein gegenüber völlig geschmacks- und geruchsneutral. Vereinzelt zeigen Flaschenweine aber einen sogenannten Korkgeschmack, verursacht durch Pilze, die den Kork bereits am Baum geschädigt haben, oder durch einen schimmligen Flaschenkorken. Tipp: Wenn man sich nicht sicher ist, ob der Wein einen Korkfehler hat oder nicht, kann man einen kleinen Probeschluck 1 zu 1 mit Wasser auffüllen und noch einmal schnuppern. Ein Korkfehler lässt sich dann besser erkennen. kräftig Charaktervolle, kernige, herzhafte Weine mit viel Extrakt, Gerbstoff und Säure. Krebsrisiko Verschiedene Untersuchungen legen nahe, dass Wein das Krebsrisiko verringert. Das bedeutet aber nicht, dass man Wein nun als Medikament oder gar als Impfstoff gegen Krebs betrachten kann. Die im Wein reichlich vorhandenen Polyphenole wirken als Radikalfänger und greifen so in die Krebsentstehung ein. Im Frühjahr 1999 stellten französische Forscher in Aix-en-Provence auf einer Konferenz des Mittelmeerinstitutes für Wein, Nahrungsmittel und Ernährung (MVANP) eine Studie vor, deren Ergebnis zeigte, dass das Wachstum von Krebszellen sich unter dem Einfluss der Polyphenole im Wein verlangsamte. Wer täglich Polyphenole zu sich nehmen will, ist nicht gezwungen, Rot- oder Weisswein zu trinken. Die interessanten bioaktiven Stoffe finden sich auch im Traubensaft oder Multivitaminsäften. Dennoch spricht einiges für den Wein, denn die Polyphenole scheinen sich im Wein besser zu halten. Auch konserviert er die sekundären Pflanzenstoffe, so dass sie länger haltbar sind. Gibt man das am besten erforschte Flavonoid Resveratrol in Traubensaft, ist es nicht lange haltbar. Ausserdem werden Resveratrol und andere Flavonoide offenbar erst durch den Gärungsprozess in eine Form überführt, in der sie unser Körper besser aufnehmen kann. Kreuzung Neue Rebsorte, durch Kreuzung entstanden. Küfer Holzfassbauer (Fassherstellung). Aus unter freiem Himmel abgelagertem oder maschinell getrocknetem Holz baut der Küfer unterschiedlich grosse Fässer für Wein und fassgelagerte Spirituosen wie Grappa, Cognac oderr Whiskey. Karten Abruzzen Aostatal Apulien Basilicata Emilia Friaul Kalabrien Kampanien Latium Ligurien Lombardei Marken Molise Piemont Sardinien Sizilien Toskana Trentino Umbrien Venetien Links Weinbaugeschichte, Regionen, Weine und Rebsorten Der Ursprung der italienischen Weinkultur liegt in der griechischen Kolonisation, mit der - beginnend auf der Insel Sizilien und den heutigen Regionen Kampanien und Kalabrien - griechische Weinbaukultur auf die Halbinsel gebracht wurde. Aber es wurde auch schon vorher Wein angebaut, dieser geht zumindest auf 1.500 Jahre vor der Zeitenwende zurück. Die Griechen brachten viele Rebsorten nach Italien und gaben dem für Weinbau geradezu idealen Land den Namen Oinotria Die Römer entwickelten die Rebenzucht weiter und führten die Weinbereitung zur hohen Kunst. Eine Spezialität war das Würzen mit Harz, Honig, Gewürzen und Kräutern um den Wein geschmackvoller und haltbarer zu machen. Es wurde bereits perlender Wein durch Lagern der mit Wein gefüllten Amphoren in kaltem Quellwasser (Gärungs-Unterbrechung) erzeugt. Im ersten Jahrhundert n. Chr. beschäftigte man sich intensiv mit der Rebsorten-Züchtung und versuchte für den jeweiligen Boden die am besten geeignete Sorte zu finden. Viele der heutigen autochthonen Weintrauben stammen von den damals kultivierten antiken Rebsorten ab. weiter... Die Weine der Welt - Italien Dank seines verlässlichen mediterranen Klimas und seiner mindestens 3000 Jahre bis zu den Etruskern zurückreichenden Weinbautradition ist Italien in der Lage, mit Frankreich um den Platz des grössten Weinproduzenten der Welt zu konkurrieren; als Weinexporteur steht es sogar im allgemeinen an erster Stelle in der Welt. Der italienische Weinexport belief sich im Jahre 1980 auf die unglaubliche Menge von 70'000'000 Hektolitern - ganz zu schweigen von der Vielfalt der Weine: rote und weisse, trockene und süsse, Still- und Schaumweine sowie gespritete Weine werden von den italienischen Weinbauern erzeugt, deren genaue Anzahl niemals festgestellt wurde. weiter... Weinanbau in Italien - Geschichte Der Wein ist in allen Kulturen und in den Banketten aller Zeitepochen gegenwärtig. Seine Verwendung wird in den Büchern der ältesten Literatur bezeugt, vor allem was die sehr häufig erwähnten, seit jeher berühmten italienischen Weine anbetrifft. Man bedenke nur, dass Italien in der Antike Enotria genannt wurde, also Heimat des Weins, auch wenn Armenien und Mesopotamien die antike Wiege der vitis vinifera sind. weiter... Italien - Weine in den Regionen Italien zählt zu den klassischen Weinländern. Namen wie Chianti, Valpolicella oder Soave kennt fast jeder und auch Prosecco erfreut sich anhaltender Beliebtheit. In Italien wird mehr Wein als in jedem anderen Land erzeugt. Es gibt eine unglaubliche Vielzahl verschiedener Weinstile, was zum einen an ein paar hundert verschiedenen angebauten Traubensorten liegt, zum anderen aber auch an den verschiedenen klimatischen Bedingungen der einzelnen Anbaugebiete und den vielen verschiedenen traditionellen Weinbereitungsverfahren. weiter... La Grappa - Definition, Herstellung, Lagerung und Konsum Die Grappa ist ein Tresterbrand und gehört demnach zur Gruppe der Getränke, die durch Destillation einer alkoholhaltigen Substanz gewonnen werden und sich durch einen hohen Alkoholgehalt (mindestens 37,5% äthylalkohol) und einen sehr niedrigen Zuckergehalt (2 %) auszeichnen. Und er ist ausschliesslich italienischer Herkunft: dieses historisch verbriefte Recht ist von der EG definitiv anerkannt und in der neuen Verordnung über Spirituosen festgeschrieben worden. Grappa muss aus der direkten Destillation des Tresters gewonnen werden; das heisst, dass die ausgepressten Weintrauben in einen Destillierkolben gelegt und dann destilliert werden müssen. Es ist es verboten, Grappa aus dem Trester von Zweitweinen, die durch Auslaugen mit Wasser entstanden sind (so wie man es in vielen anderen Ländern macht) und dessen anschliessender Destillation zu gewinnen. weiter... Europa - Weinkultur in den Ländern und Regionen Die Länderartikel sind in keiner Weise umfassend, wollen sie doch nur eine allererste Einführung in die jeweilige Weinkultur eines Landes geben. weiter...
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