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Vini d'Italia - Weine aus Italien
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Lacrima
Traubensorte (Rotwein). Spezialität an der Adriaküste. Erbringt rasch reifenden, eigenartig duftenden Wein.
Synonym: Lacrima di Morro

Lacrima Christi
Einer Legende nach soll Christus, als er auf das sündige Neapel hinabblickte, bittere Tränen über die genusssüchtigen Schlemmer vergossen haben. Diese Tränen fielen auf die Hänge des Vesuvs, wo daraufhin üppige Weingärten gediehen. Der Wein aus diesen Trauben wurde Lacrima Christi (Träne Christi) genannt und ist unter diesem Namen heute noch bekannt. Der weisse Lacrima Christi ist erlesen, trocken, frisch - mit feinem Duft. Der rote Lacrima Christi ist ein qualitativ hochwertiger, milder und harmonischer Wein.

Lagerung
Weine, die nach dem Kauf nicht so bald getrunken werden, sollten unter möglichst guten Bedingungen eingelagert werden. Hochwertiger Wein soll erst getrunken werden, wenn er nach dem Transport einige Tage kühl gelagert hat. Unmittelbar nach Erschütterungen verkostet sich ein Wein gestört, verschlossen. Ideal ist dafür ein Keller, der folgende Eigenschaften aufweist:
Temperatur von ca. 13 °C. Die Temperatur sollte möglichst konstant bleiben, kleinere saisonale Schwankungen schaden jedoch nicht. 13 °C sind für das Lagern von Wein ideal, akzeptabel sind aber alle (gleichbleibenden!) Temperaturen zwischen 8 und 18 °C. (Je wärmer der Wein liegt, desto schneller altert er.) - Wein, der nicht länger als zwei bis drei Jahre aufgehoben wird, übersteht meistens auch eine Lagerung in einer dunklen Ecke in der Wohnung bei Zimmertemperatur.
Luftfeuchtigkeit von ca. 60% Ist es trockener, besteht die Gefahr, dass der Kork austrocknet und Luft in die Flasche dringt, so dass der Wein oxidiert. Ist es etwas feuchter, schadet das dem Wein in der Regel nicht, jedoch lösen sich die Etiketten mit der Zeit ab oder verschimmeln. (Dagegen kann man Abhilfe schaffen, indem man die Flaschen mit Butterbrotpapier umwickelt und dieses, sobald es anfängt, sich aufzulösen, erneuert.)
Der Keller sollte belüftet sein, und es sollten sich keine Farben, Lacke oder ähnliches in Räumen, in denen Wein gelagert wird, befinden, da der Wein durch den Kork Gerüche aus der Umgebung annehmen kann. Auch Räume, die starken Modergeruch aufweisen, sollte man für die Weinlagerung meiden.
Wird Wein länger als ein paar Wochen aufbewahrt, soll er unbedingt waagrecht liegen, da sonst die Korken austrocknen können. Er ist möglichst im Dunkeln aufzubewahren (besonders empfindlich ist er gegenüber Sonnen- und Neonlicht) und Freiheit vor ständiger Erschütterung oder Vibration - etwa neben laufenden elektrischen Geräten (Waschmaschinen etc.) - ist empfehlenswert, da sich nur dann das Depot absetzt und der Wein in Ruhe reifen kann.
Häufig bildet sich bei längerer Lagerung in feuchten Kellern Schimmel auf dem Korken (unter der Metallkapsel). Bei intaktem Korken schadet dieser dem Wein nicht, man muss ihn lediglich vor dem Öffnen der Flasche mit einem feuchten Tuch beseitigen.

Lagrein
Rote Rebsorte, die in Süd-Tirol zu zwei Weinstilen verarbeitet wird: Lagrein Rosato, oder Lagrein Kretzer ist der Name eines schmackhaften Rosés, während Lagrein Scuro oder Lagrein Dunkel ein potenziell hochwertiger Rotwein ist. Barrique-Ausbau sowie längere Perioden der Flaschenlagerung bekommen den besten Exemplare ausgezeichnet. Die Rebsorte hat ein Qualitätspotenzial, das erst noch entdeckt wird. Das hat vor allem damit zu tun, dass die am häufigsten angebaute rote Rebsorte in Süd-Tirol Schiava ist, die aber selten mehr als alltägliche Qualität, dies aber in enormen Mengen, produziert. Lagrein kann im Ertrag gut mit Schiava mithalten, braucht aber eine warme Lage, da sie spätreifend ist. Wirkliche Qualität entsteht aber erst dann, wenn der Winzer eine Ertragsbeschränkung in Kauf nimmt. Dies mag für viele Produzenten, die eher auf Ertrag als Qualität setzen, in Anbetracht des verschwindenden Marktes für Billigweine ein völlig neuer, aber notwendiger Ansatz sein.

Lambrusco
Traubensorte (Rotwein). Lambrusco kann man in Italien von Piemont bis zu Sizilien in einer ihrer sechzig verschiedenen Untersorten antreffen. Die Rebstöcke sind sehr produktiv (obwohl auch hier wiederum eine Ertragseinschränkung eine deutliche Qualitätszunahme bedeutet) und relativ krankheitsresistent. Sie ertragen zudem winterliche Kälte. Die vier besten Anbaugebiete in der Emilia Romagna die über eine eigene DOC verfügen sind: Lambrusco di Sorbara, Lambusco Grasparossa di Castelvetro, Lambrusco Salamino di santa Croce und Lambrusco Reggiano.

Latium
Die Region Lazio in Mittelitalien um die Haupstadt Rom ist ungeheuer geschichtsträchtig. Über viele Jahrhunderte lobten Roms Poeten wie zum Beispiel Cato die Weine, von denen damals und auch der heute wieder der revitalisierte Frascati aus der Zone Castelli Romani den obersten Rang einnimmt. Am päpstlichen Hof spielte besonders im Mittelalter der Wein eine wichtige Rolle. Papst Paul III. (1468 – 1549), welcher Michelangelo den Auftrag zur Ausmalung der Sixtinischen Kapelle gab, ächtete den französischen Wein und ließ seinen Weinkämmerer Lancerio eine Übersicht über die damaligen italienischen Weine erstellen. Der hier vorherrschende Vulkanboden bietet besondere und ideale Bedingungen für den Weinbau auf rund 66.000 ha Rebfläche. Zu 90% werden Weißweine, vorwiegend aus verschiedenen Spielarten der Rebsorten Malvasia und Trebbiano gekeltert. Insgesamt sind in der Region rund 200 Rebsorten zugelassen! Der berühmte Weißwein Est! Est!! Est!!! stammt von den Vulkanhängen am Bolsena-See.

Lese
Traubenernte. In Mitteleuropa findet die Weinlese Ende September bis Ende Oktober statt, in einigen Regionen Italiens schon viel früher. Lesetechnik: Im Qualitätsweinbau gelten verschiedene Lesezeitpunkte und -formen: Vorlese (Auslese frühreifer oder verfaulter Trauben), Hauptlese (Einbringen vollreifer Trauben), gestaffelte Lese (in mehreren Durchgängen), selektive Lese (Auslese edelfauler Trauben), negative Auslese (Auslese fauler Trauben vor der Lese), positive Auslese (Auslese gesunder oder edelfauler Trauben).

Librandi
Seit vier Generationen beschäftigt sich der Kellereibetrieb Librandi mit dem Weinanbau, die Flaschenabfüllung mit eigenem Firmennamen jedoch geht, dank Antonio, erst auf die fünfziger Jahre zurück. Auch wenn es sich um ein Familienunternehmen handelt, sieht der Betrieb trotzdem verschiedene Aufgaben und Verantwortungen für die Librandi Brüder vor: Antonio Cataldo ist Geschäftsführer und leitet die Vermarktung, während Nicodemo, in Mitarbeit seiner Neffen Raffaele und Walter, sich direkt an der Erzeugung im Produktionsbereich beteiligt. Die technische Leitung liegt ab Weinlese 1998 in den Händen von Donato Lanati, Enologie Professor an den Universitäten Turin und Florenz und ausserdem Fachberater bekannter italienischer Winzerbetriebe.

lieblich
Milde, nicht zu säurereiche, abgerundete Weine mit harmonischer Säure.

Lisini
Die Azienda Lisini, aus dem 16.Jh., ist eine der ältesten Kellereien im Montalcino-Gebiet und zählt dort zu den 10 besten Adresen (von über 130). Auf 10 ha gedeiht ausschliesslich die rote Sorte Brunello (Sangiovese Grosso). Mit einem Durchschnittsertrag von ca. 45 hl/ha wird der Rosso di Montalcino, Brunello di Montalcino und der Brunello di Montalcino Ugolaia Riserva bereitet sowie auch ein vorzügliches Olivenöl. Die Familie Lisini erhielt in den vergangenen Jahren mehrere hohe Auszeichnungen für ihre besonders grossartigen Weine

Lombardei
Die Lombardei teilt sich den Lago Maggiore mit der Schweiz und den Gardasee mit der Region Venetien. Ausläufer der Alpen, die sich vom Lago Maggiore zum Lago di Como, ebenso bis Lago d´ Iseo und Gardasee erstrecken, stellen einige der besten Lagen in der Lombardei dar. Südlich vom Po liegt jedoch ein ausgesprochenes Weinbaugebiet, in dem unter anderen stille (Pinot Nero), weiche mit Brombeeraroma (Bonarda), als auch schlank und fein strukturierte (Barbera) Rotweine bereitet werden. Aus den Weinbergen der Po-Ebene stammt der Lambrusco, ein trockener oder süsser roter Frizzante.
mehr Infos Weinregionen Lombardei - Lombardia
Karte Lombardei - Lombardia

Luce, Lucente
Montalcino ist den Weinliebhabern ein Begriff wegen des Brunello und den Börsianern, weil hier eine Firma seit 1998 ihre Weine via Futures vermarktet. Die Anbaufläche des stolzen mittelalterlichen Städtchens südlich von Siena beläuft sich auf 1250 ha; weitere 150 ha sind zur Bepflanzung mit Sangiovese freigegeben. 153 ha werden von den Marchesi de’Frescobaldi bewirtschaftet, die diesen Besitz 1989 erworben haben. 1995 vereinbarte die von vier Brüdern geführte Familien-Aktiengesellschaft ein Joint venture mit dem kalifornischen Weinunternehmen Robert Mondavi, wodurch vor allem die Exporte nach den Vereinigten Staaten gefördert werden sollten. In Zusammenarbeit mit Mondavi werden gewissermassen als Non-plus-ultra die Rotweine Luce und Lucente der Kategorien Ultra-Premium und Super-Premium hergestellt. Luce ist ein Verschnitt von Sangiovese und Merlot. Exportiert werden die Frescobaldi-Weine aber nicht nur nach Übersee. Zu den Grossabnehmern gehören auch Grossbritannien, Deutschland, Skandinavien und die Schweiz.

Luftton
Wein, der im Verlauf seines Ausbaus oder seiner Lagerung zuviel mit Luft in Berührung kam, etwa in angebrochenen Fässern oder auch Flaschen, verliert an Frische und Bukett und nimmt einen eigenartigen, breiten Geschmack und Geruch an. Der Fremdton entsteht durch eine allmähliche Oxidation von Bukettstoffen und Alkohol zu Acetaldehyd. Er kann durch eine stets spundvolle Lagerung im Fass, ausreichende Schwefelung und rechtzeitige Flaschenfüllung vermieden werden. Ein stärkerer Luftgeschmack kann durch Einleiten von Kohlensäure oder Verschnitt mit jungem, spritzigem Wein gemildert werden. Der freie Raum unter dem Verschluss von Weinflaschen soll bei Stillwein möglichst klein sein. Bei Schaumweinflaschen beträgt er etwa 15 Kubikzentimeter, damit die Kohlensäure sich bei Erwärmung ausdehnen kann, ohne die Flaschen zu sprengen.

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Weinbaugeschichte, Regionen, Weine und Rebsorten

Der Ursprung der italienischen Weinkultur liegt in der griechischen Kolonisation, mit der - beginnend auf der Insel Sizilien und den heutigen Regionen Kampanien und Kalabrien - griechische Weinbaukultur auf die Halbinsel gebracht wurde. Aber es wurde auch schon vorher Wein angebaut, dieser geht zumindest auf 1.500 Jahre vor der Zeitenwende zurück. Die Griechen brachten viele Rebsorten nach Italien und gaben dem für Weinbau geradezu idealen Land den Namen Oinotria Die Römer entwickelten die Rebenzucht weiter und führten die Weinbereitung zur hohen Kunst. Eine Spezialität war das Würzen mit Harz, Honig, Gewürzen und Kräutern um den Wein geschmackvoller und haltbarer zu machen. Es wurde bereits perlender Wein durch Lagern der mit Wein gefüllten Amphoren in kaltem Quellwasser (Gärungs-Unterbrechung) erzeugt. Im ersten Jahrhundert n. Chr. beschäftigte man sich intensiv mit der Rebsorten-Züchtung und versuchte für den jeweiligen Boden die am besten geeignete Sorte zu finden. Viele der heutigen autochthonen Weintrauben stammen von den damals kultivierten antiken Rebsorten ab.
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Die Weine der Welt - Italien
Dank seines verlässlichen mediterranen Klimas und seiner mindestens 3000 Jahre bis zu den Etruskern zurückreichenden Weinbautradition ist Italien in der Lage, mit Frankreich um den Platz des grössten Weinproduzenten der Welt zu konkurrieren; als Weinexporteur steht es sogar im allgemeinen an erster Stelle in der Welt. Der italienische Weinexport belief sich im Jahre 1980 auf die unglaubliche Menge von 70'000'000 Hektolitern - ganz zu schweigen von der Vielfalt der Weine: rote und weisse, trockene und süsse, Still- und Schaumweine sowie gespritete Weine werden von den italienischen Weinbauern erzeugt, deren genaue Anzahl niemals festgestellt wurde.
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Weinanbau in Italien - Geschichte
Der Wein ist in allen Kulturen und in den Banketten aller Zeitepochen gegenwärtig. Seine Verwendung wird in den Büchern der ältesten Literatur bezeugt, vor allem was die sehr häufig erwähnten, seit jeher berühmten italienischen Weine anbetrifft. Man bedenke nur, dass Italien in der Antike Enotria genannt wurde, also Heimat des Weins, auch wenn Armenien und Mesopotamien die antike Wiege der vitis vinifera sind.
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Italien - Weine in den Regionen
Italien zählt zu den klassischen Weinländern. Namen wie Chianti, Valpolicella oder Soave kennt fast jeder und auch Prosecco erfreut sich anhaltender Beliebtheit. In Italien wird mehr Wein als in jedem anderen Land erzeugt. Es gibt eine unglaubliche Vielzahl verschiedener Weinstile, was zum einen an ein paar hundert verschiedenen angebauten Traubensorten liegt, zum anderen aber auch an den verschiedenen klimatischen Bedingungen der einzelnen Anbaugebiete und den vielen verschiedenen traditionellen Weinbereitungsverfahren.
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La Grappa - Definition, Herstellung, Lagerung und Konsum
Die Grappa ist ein Tresterbrand und gehört demnach zur Gruppe der Getränke, die durch Destillation einer alkoholhaltigen Substanz gewonnen werden und sich durch einen hohen Alkoholgehalt (mindestens 37,5% äthylalkohol) und einen sehr niedrigen Zuckergehalt (2 %) auszeichnen. Und er ist ausschliesslich italienischer Herkunft: dieses historisch verbriefte Recht ist von der EG definitiv anerkannt und in der neuen Verordnung über Spirituosen festgeschrieben worden. Grappa muss aus der direkten Destillation des Tresters gewonnen werden; das heisst, dass die ausgepressten Weintrauben in einen Destillierkolben gelegt und dann destilliert werden müssen. Es ist es verboten, Grappa aus dem Trester von Zweitweinen, die durch Auslaugen mit Wasser entstanden sind (so wie man es in vielen anderen Ländern macht) und dessen anschliessender Destillation zu gewinnen.
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Europa - Weinkultur in den Ländern und Regionen
Die Länderartikel sind in keiner Weise umfassend, wollen sie doch nur eine allererste Einführung in die jeweilige Weinkultur eines Landes geben.
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Weine aus Italien
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