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Vini d'Italia - Weine aus Italien
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Nachgärung
Nach dem Ende der stürmischen Gärung erfolgt der Übergang zur stillen Nachgärung, die sich noch über Wochen hinziehen kann, bis die Hefe durch den entstandenen Alkohol allmählich gelähmt wird, schliesslich abstirbt und auf den Fassboden sinkt. In der Flasche ist eine Nachgärung immer unerwünscht. Sie lässt auf mangelnde Sterilisation der Flasche bzw. des Korkens oder auf mikrobiologische Verunreinigung des Weines schliessen.

Nebbiolo (Spanna, Chiavennasca, Picutener)
Traubensorte (Rotwein). Eine der besten roten Trauben Italiens. Die Sorte ist sehr Standort empfindlich, liebt kalkhaltigen Mergel. Edle Frucht und volles Bukett, kräftige Säure aber viel Gerbstoff, braucht jahrelange Reifezeit. Düfte von Veilchen, Rose und Teer sind im Nebbiolo anzutreffen. Dies ist die Traube, die für die grossen Piemont- und Lombardei-Weine verantwortlich ist: Barolo, Barbaresco, Gattinara, Ghemme, Lessona, Valtellina und andere. Der Name Nebbiolo kommt von nebbia, Nebel. Er bezieht sich auf die Eigenschaft dieser Sorte, dort am besten zu gedeihen, wo im September morgens häufig Nebel zu finden ist. Dies trifft für das Piemont und die Lombardei zu. Im nördlichen Piemont macht Nebbiolo den Hauptanteil des Fara, des Sizzano und des Ghemme aus. Im Aostatal wird Nebbiolo reinsortig in grosser Höhe als Nebbiolo di Carema angebaut. Nebbiolo wird regional unterschiedlich genannt: Spanna im nörtlichen Piemont, Chiavennasca in der Veltlin-Lombardei und Picutener im Aosta-Tal

Negro Amaro
Die Negro Amaro ist eine gute, in Süditalien sehr verbreitete Rotweinsorte. Ihre hohe Qualität wirkt sich auf die Klasse der grossen, schweren Rotweine aus der Region Salento aus.

Nerello
Rote Rebsorte, die in zwei Varianten hauptsächlich auf Sizilien angebaut wird: Nerello Mascalese und Nerello Cappuccio. Die aus Mascalese gekelterten Weine werden wegen ihrer tiefen Farbe sowie des hohen Alkoholgehaltes an erster Stelle als Verschnittpartner für leichte Tafelweine benutzt, während Cappuccio auch unverschnitten, als Etna Rosso auf den Markt kommt. Letztgenannter wird auf den kühleren Hängen des Etna angebaut, wo elegante Weine aus ihr gekeltert werden.

Nero d'Avola (Calbrese)
Rote Rebsorte, die in ganz Süd-Italien angebaut wird, vielleicht aber auf Sizilien die besten Ergebnisse liefert. Auf dieser Insel wird überraschenderweise traditionell viel mehr Weiss- als Rotwein angebaut, weshalb Nero d'Avola's Potential zuerst nicht erkannt wurde. Die Weine Siziliens sind zudem Verschnitte, was bedeutet, dass rebsortenreine Weine bis vor kurzem eher die Ausnahme waren. Nero d'Avola wurde in den letzten zehn Jahren in einem sehr hellen Rotwein, dem Cerasuolo di Vittoria, immer mehr Platz eingeräumt. Dieser Wein, traditionell aus mehreren Rebsorten als eine Art Rosé zubereitet, wurde Gegenstand eines ehrgeizigen Experiments, bei dem er sich unter zunehmendem Einfluss des Nero d'Avola immer mehr zu einem seriösen Rotwein entwickelte. Sogar Barrique-Ausbau steht diesen Weinen hervorragend. Das Alterungspotential des Nero d'Avola ist unumstritten, obwohl reine Nero d'Avolaweine bis jetzt selten angeboten werden. Oft traut man der Rebe nur eine unterstützende Rolle im Verschnitt mit internationalen Grössen wie Cabernet Sauvignon, Merlot und, zunehmend, Syrah zu.

Novello
Italienisch für neu und das Äquivalent der französischen Nouveau- oder Primeurweine, als Bezeichnung für Weine, die wenige Wochen nach der Ernte auf dem Markt gebracht werden. Siehe auch Primeur.

Nosiola
Traubensorte (Weisswein). Die Nosiola ist eine seltene autochtone Rebsorte aus dem Trentino und gedeiht in dieser Region am besten. Man erzeugt einen trockenen, eigenständigen Wein aus ihr, der sehr erfrischend ist und vorzüglich zu Fisch passt.

Nuragus
Traubensorte (Weisswein). Der Nuragus ist in der Gegend um Campidano in Sardinien weit verbreitet. Diese Rebsorte ergibt zart strohfarbene Weine, mit zarter Blume und trockenem, leicht säuerlichem Geschmack und angenehm Weinduft. Sein Alkoholgehalt ist mindestens 11°.

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Weinbaugeschichte, Regionen, Weine und Rebsorten

Der Ursprung der italienischen Weinkultur liegt in der griechischen Kolonisation, mit der - beginnend auf der Insel Sizilien und den heutigen Regionen Kampanien und Kalabrien - griechische Weinbaukultur auf die Halbinsel gebracht wurde. Aber es wurde auch schon vorher Wein angebaut, dieser geht zumindest auf 1.500 Jahre vor der Zeitenwende zurück. Die Griechen brachten viele Rebsorten nach Italien und gaben dem für Weinbau geradezu idealen Land den Namen Oinotria Die Römer entwickelten die Rebenzucht weiter und führten die Weinbereitung zur hohen Kunst. Eine Spezialität war das Würzen mit Harz, Honig, Gewürzen und Kräutern um den Wein geschmackvoller und haltbarer zu machen. Es wurde bereits perlender Wein durch Lagern der mit Wein gefüllten Amphoren in kaltem Quellwasser (Gärungs-Unterbrechung) erzeugt. Im ersten Jahrhundert n. Chr. beschäftigte man sich intensiv mit der Rebsorten-Züchtung und versuchte für den jeweiligen Boden die am besten geeignete Sorte zu finden. Viele der heutigen autochthonen Weintrauben stammen von den damals kultivierten antiken Rebsorten ab.
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Die Weine der Welt - Italien
Dank seines verlässlichen mediterranen Klimas und seiner mindestens 3000 Jahre bis zu den Etruskern zurückreichenden Weinbautradition ist Italien in der Lage, mit Frankreich um den Platz des grössten Weinproduzenten der Welt zu konkurrieren; als Weinexporteur steht es sogar im allgemeinen an erster Stelle in der Welt. Der italienische Weinexport belief sich im Jahre 1980 auf die unglaubliche Menge von 70'000'000 Hektolitern - ganz zu schweigen von der Vielfalt der Weine: rote und weisse, trockene und süsse, Still- und Schaumweine sowie gespritete Weine werden von den italienischen Weinbauern erzeugt, deren genaue Anzahl niemals festgestellt wurde.
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Weinanbau in Italien - Geschichte
Der Wein ist in allen Kulturen und in den Banketten aller Zeitepochen gegenwärtig. Seine Verwendung wird in den Büchern der ältesten Literatur bezeugt, vor allem was die sehr häufig erwähnten, seit jeher berühmten italienischen Weine anbetrifft. Man bedenke nur, dass Italien in der Antike Enotria genannt wurde, also Heimat des Weins, auch wenn Armenien und Mesopotamien die antike Wiege der vitis vinifera sind.
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Italien - Weine in den Regionen
Italien zählt zu den klassischen Weinländern. Namen wie Chianti, Valpolicella oder Soave kennt fast jeder und auch Prosecco erfreut sich anhaltender Beliebtheit. In Italien wird mehr Wein als in jedem anderen Land erzeugt. Es gibt eine unglaubliche Vielzahl verschiedener Weinstile, was zum einen an ein paar hundert verschiedenen angebauten Traubensorten liegt, zum anderen aber auch an den verschiedenen klimatischen Bedingungen der einzelnen Anbaugebiete und den vielen verschiedenen traditionellen Weinbereitungsverfahren.
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La Grappa - Definition, Herstellung, Lagerung und Konsum
Die Grappa ist ein Tresterbrand und gehört demnach zur Gruppe der Getränke, die durch Destillation einer alkoholhaltigen Substanz gewonnen werden und sich durch einen hohen Alkoholgehalt (mindestens 37,5% äthylalkohol) und einen sehr niedrigen Zuckergehalt (2 %) auszeichnen. Und er ist ausschliesslich italienischer Herkunft: dieses historisch verbriefte Recht ist von der EG definitiv anerkannt und in der neuen Verordnung über Spirituosen festgeschrieben worden. Grappa muss aus der direkten Destillation des Tresters gewonnen werden; das heisst, dass die ausgepressten Weintrauben in einen Destillierkolben gelegt und dann destilliert werden müssen. Es ist es verboten, Grappa aus dem Trester von Zweitweinen, die durch Auslaugen mit Wasser entstanden sind (so wie man es in vielen anderen Ländern macht) und dessen anschliessender Destillation zu gewinnen.
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Europa - Weinkultur in den Ländern und Regionen
Die Länderartikel sind in keiner Weise umfassend, wollen sie doch nur eine allererste Einführung in die jeweilige Weinkultur eines Landes geben.
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Weine aus Italien
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