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Vini d'Italia - Weine aus Italien
Weinlexikon
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Wein
Durch alkoholische Gärung aus Traubensaft gewonnenes Getränk. Man unterscheidet Weisswein, Rotwein, Rosé Wein, Dessertwein, Schaumwein, Perlwein.
Das, was Wein so spannend macht, ist seine Vielfalt. Man könnte ein ganzes Leben lang jeden Tag einen anderen Wein probieren und würde doch immer noch dazulernen (Hugh Johnson). Es gibt sehr viele verschiedene Traubenarten - alleine in Italien wachsen ca. 400 verschiedene Sorten -, verschiedene Verfahren, Wein zu bereiten, verschiedene Bodenarten und Hangneigungen. Und selbst Weine, die gleich genannt werden, können sehr verschieden sein: Es gibt meist viele verschiedene Winzer, die einen Wein gleichen Namens anbieten - zudem variiert die Qualität der verschiedenen Jahrgänge. Vergleicht man schliesslich einen Wein gleichen Jahrgangs, der unter demselben Etikett vom Winzer abgefüllt wurde, dann wird der Wein, wenn man ihn ein paar Monate oder Jahre liegen lässt, anders schmecken, er durchläuft verschiedene Reifestadien. Die Qualität kann selbst bei Flaschen, die der gleichen Kiste entstammen, leicht variieren
Es ist sinnvoll, zwischen zwei Weinkategorien zu unterscheiden. Es gibt Weine für jeden Tag (‘Trinkweine’) und Weine, bei denen sich eine längere Lagerung lohnt (‘Lagerweine’). Die einen wird man jederzeit trinken können, man sollte sie nicht zu lange aufheben, sie sind ein einfacher guter Begleiter zum Essen, zu einem gutem Buch, in Gesellschaft, auf Partys... Für die anderen - zu denen fast alle der kostspieligen gehören - braucht man etwas mehr Erfahrung. Man muss sie geeignet lagern, sollte passende Gläser haben (denn Wein entfaltet sich in verschiedenen Gläsern unterschiedlich) und muss ungefähr wissen, wann ein Wein reif wird und wie lange er hält. Weinfreunde sollten weder die einen noch die anderen vernachlässigen, und nach beiden lohnt es sich zu suchen, bis man die gefunden hat, die einen überzeugen.

Weinbauflächen in Hektar (international)
Nach den 1995 vom Internationalen Weinamt bekanntgegebenen Zahlen nimmt die weltweit dem Wein gewidmete Fläche aufgrund der Krise, die die grossen Weinbaugebiete in Mitleidenschaft zieht, leicht ab: beinahe 8,2 Millionen Hektar. Diese Fläche ist auf den Kontinenten ungleich aufgeteilt, da die Rebe im wesentlichen zwischen dem 35. und 50. nördlichen und dem 30. und 40. südlichen Breitengrad wächst.
  • Europa: 5,6 Millionen Hektar; davon 3,4 für die EG
  • Asien: 1,4 Millionen Hektar; die Türkei ist dort der erste Weinerzeuger (580.000 ha), gefolgt vom Iran (232.000 ha) und China (160.000 ha)
  • Amerika: 780.000 Hektar, vor allem in den USA (300.000 ha), in Argentinien (209.000 ha) und in Chile (121.000 ha)
  • Afrika: 350.000 Hektar; Südafrika kommt an der Spitze (116.000 ha), gefolgt von Algerien (100.000 ha)
  • Ozeanien: 60.000 Hektar
    Die EG allein besitzt 45% der bepflanzten Fläche auf der Welt und produziert 60% der Gesamtmenge, d.h. 160 Millionen Hektoliter im Jahr 1997.

    Weinbrand
    Durch Destillation aus Wein gewonnene hochprozentige Spirituose. Die Brennweine werden durch Destillation zunächst auf 52 bis maximal 86 Vol.-% Alkohol angereichert und dann in Eichenfässern gelagert, wo sie ein bis mehrere Jahre reifen. Das Qualitätsoptimum ist nach 5 Jahren erreicht. Mit destilliertem Wasser wird Weinbrand auf Trinkstärke (mindestens 38 Vol.-%) herabgesetzt. Die Farbe von guten Weinbränden soll Goldgelb bis Goldbraun sein.

    Weingötter
    Dionysos war nur einer von vielen Göttern des Weins, auch in anderen Kulturen gibt es verblüffend ähnliche Mythen. Eine Inschrift um 2700 v.Chr., erwähnt die sumerische Gottheit Gestin, was soviel wie "Mutter Weinstock" bedeutet. Eine andere sumerische Gottheit war Pagestin-dug oder guter Weinstock. Seine Frau Ninkasi war die Dame der trunken machenden Frucht.
    Der ägyptische Weingott war Osiris, auch wenn der Wein selbst zuweilen Tränen des Horus oder Schweiss des Ra, des Sonnengottes, genannt wurde.
    Christus hat einmal gesagt: Ich bin der wahre Weinstock In der jüdischen Religion hingegen gibt es keine Verbindung zwischen Gott und Wein, und sie liess auch keine Libationen zu, also Trankopfer für die Götter, wie sie in der babylonischen, der griechischen und anderen Religionen üblich waren. Wein ist zwar im jüdischen Ritus wichtig, sein Missbrauch wird aber missbilligt.
    Die Christen unterdrückten Dionysos bzw. Bacchus, sobald ihre Religion dominierte. Das hemmungslose Treiben bei bacchantischen Festen war den frühen Kirchenvertretern ein Dorn im Auge - zumal Frauen dabei mitwirkten.

    Weinkauf
    Wein hat eine grosse Preisspanne, er kostet nicht überall gleich viel. - Viele Spitzenweine werden sehr spekulativ gehandelt, weshalb es sich bei teuren Weinen immer empfiehlt, Preisvergleiche einzuholen. (Das Internet bietet dazu wohl eine der besten Möglichkeiten!) Manche Händler erhöhen die Preise für begehrte Weine schneller als andere. Auch haben einige Händler bei bestimmten Erzeugern bessere Einkaufskonditionen als andere - etwa dann, wenn sie schon jahrelange Kunden sind. Zudem können die Preisspannen noch dadurch variieren, dass manche Läden Wein direkt vom Erzeuger importieren, während ihn andere über Zwischenhändler beziehen.
    Fast immer sind gute, lagerfähige Weine billiger und leichter erhältlich, wenn sie noch jung sind und noch nicht lange zum Verkauf angeboten werden. Allerdings sind diese Weine dann meist noch nicht trinkfertig, sondern bedürfen einer längeren Lagerung, weshalb der Kauf nur sinnvoll ist, wenn man die Möglichkeit hat, Wein geeignet einzulagern.

    Weinlese
    siehe: Lese

    Weinkultur
    Wein ist ein Stück europäischer Kultur. Er wurde und wird aus Europa in alle Welt exportiert - in Fässern, in Flaschen und auch als Rebe. Die drei Länder, die die weltweit grösste Weinproduktion aufweisen, sind Italien, Frankreich und Spanien. Die Produktionsmengen wie auch der Weinkonsum in Litern pro Kopf gehen zwar zurück, der internationale Markt für Wein wächst dennoch. Dies hat mehrere Gründe: Während der Ertrag sinkt, wird das wichtigste Kriterium statt der erzeugten Quantität nun immer mehr die Qualität des Weines, der so bessere Preise erbringt. Ausserdem steigen die Preise für Spitzenweine rapide, da die weltweite Nachfrage zunimmt und diese Weine zunehmend begehrte Objekte für Sammler und Geldanleger werden.

    Weinprobe
    Aussehen: Hält man das zu einem Viertel oder Drittel gefüllte Glas leicht schräg vor eine weisse Unterlage, kann man mit ein wenig Erfahrung gut erkennen, ob der Wein klar oder trübe ist, ob er Depot hat, ob seine Farbe für die jeweilige Traubensorte typisch ist usw. An den Rändern zum Glas hin erhält man bei lagerfähigen Rotweinen Informationen über den Reifezustand. Zeigt der Wein zum Rand hin Abstufungen in Orangetönen, ist dies meist ein Zeichen für Reife, ist er bräunlich, handelt es sich oft schon um überreifen oder vergangenen Wein, zeigt er kaum Abstufungen oder eher Purpurfarben, ist er oft noch vor seiner Reife. Geruch: Nimmt man einen guten Wein in den Mund, ohne vorher an ihm gerochen zu haben, verschenkt man eventuell viele seiner feinsten Aromen. Das Bukett eines Weines nimmt man am Besten wahr, indem man den Wein im Glas kreisen lässt (dadurch werden die Aromen des Weins besser freigesetzt) und dann am Rand der Öffnung des Glases riecht. Dabei lieber in kurzen Abständen immer wieder am Wein riechen, um die Aromenvielfalt wahrzunehmen, da bei zu langem Einatmen die Wahrnehmung der Gerüche eher nachlässt. Der Geruch verrät meist schon viel über den Geschmack des jeweiligen Weines. Auch Fehler wie Kork oder ein Übermass an Schwefelung kann man schon am Geruch erkennen.
    Geschmack: Einen Grossteil der ‘Geschmacks’-Nuancen nimmt man durch den oberen Rachenraum über den Geruchssinn wahr, da der Geschmackssinn nur zwischen süss, sauer, salzig und bitter unterscheiden kann. Beim Probieren sollte man einen guten Schluck nehmen und ihn einige Zeit im Gaumen hin und her bewegen. Dabei kann man versuchen, sämtliche Geschmacksmerkmale des Weines herauszufinden. Wieviel Säure und Tannine (Gerbstoffe) hat er? Ein gutes Tanningerüst, das einem die Backentaschen etwas zusammenzieht, kann bei gleichzeitig gut ausgeprägter Frucht ein Zeichen dafür sein, dass der noch unreife Wein lange haltbar sein wird. Beim Schlucken wird der Abgang des Weines beobachtet. Schmeckt der Wein nur vorne im Gaumen oder lässt er sich auch weit hinten wahrnehmen? Nach dem Schlucken des Weines achtet man auf den Nachgeschmack des Weines. Wie entfaltet er sich und wie lange bleibt er im Mund? Will man mehrere Weine hintereinander verkosten, ist es sinnvoll, den Wein bei der Geschmacksprobe nicht zu schlucken, sondern in dafür auf den meisten Weinproben bereitstehende Spucknäpfe zu spucken. Um verschiedene Weine zu memorieren ist es sehr hilfreich, sich während der Proben Notizen über seine Farb-, Duft- und Geschmacksmerkmale zu machen. Dass es jedoch nicht einfach ist, seine Sinnesempfindungen in Worten auszudrücken, wird jeder feststellen, der es versucht.

    Weinproduktion
    Die EG allein besitzt 45% der bepflanzten Fläche auf der Welt und produziert 60% der Gesamtmenge, d.h. 160 Millionen Hektoliter im Jahr 1997. Innerhalb der EG zeichnen sich drei Länder durch den Stellenwert, den sie den Weinreben einräumen, besonders aus: Spanien: 1,3 Millionen Hektar Italien: 1 Million Hektar Frankreich: 943.000 Hektar. Was die Weinproduktion betrifft, gibt es einen kleinen Unterschied: Italien ist der erste Produzent (36%), dicht gefolgt von Frankreich (33%), und Spanien mit 16% kommt an dritter Stelle. Dieses Trio garantiert allein die Hälfte der Weltproduktion.

    Weinreben
    Die Weinrebe gehört zur botanischen Familie der Vitacee, auch Ampelidacee genannt. Diese Familie umfasst zehn Gattungen, darunter Ampelopsis, Cissus, Parthenocissus und vor allem Vitis. Obwohl andere Gattungen wie die Ampelocissus in der Lage sind, Trauben zu produzieren, ist nur Vitis für den Wein bedeutend. Vitis umfasst zwei Untergattungen: Muscadinia und Euvitis. Die Untergattung Muscadinia hat drei Sorten, alle drei aus Nordamerika stammend: Vitis munsoniana, Vitis popenaei und Vitis rotundifolia. Die Untergattung Euvitis umfasst nach der europäischen Branas-Klassifizierung 36 Sorten bzw. 37 nach der amerikanischen Bailey-Klassifizierung. Aber dies ist nicht so sehr wichtig, da sich nur ein paar Sorten als fähig erweisen, einen trinkbaren Saft zu produzieren, und nur eine -Vitis vinifera- gibt alle besten Weine auf der Welt.

    Weinsäure
    Jeder Wein hat einen gewissen Säuregehalt, der sich normalerweise aus Weinsäure, Milchsäure und Apfelsäure zusammensetzt.

    Weinstein
    Schwerlösliches Kaliumsalz der Weinsäure, das in rhombischen Kristallen ausfällt und in Flaschenweinen ein Depot bilden kann. Weinstein ist ein natürlicher Bestandteil von Most, und Wein, völlig geschmacksneutral und daher kein Grund zur Beanstandung, sondern eher ein Zeichen für Qualität, da Weinsäure in reifen Trauben relativ stärker vertreten ist als in unreifen (diese enthalten mehr Äpfelsäure).

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    Links

    Weinbaugeschichte, Regionen, Weine und Rebsorten

    Der Ursprung der italienischen Weinkultur liegt in der griechischen Kolonisation, mit der - beginnend auf der Insel Sizilien und den heutigen Regionen Kampanien und Kalabrien - griechische Weinbaukultur auf die Halbinsel gebracht wurde. Aber es wurde auch schon vorher Wein angebaut, dieser geht zumindest auf 1.500 Jahre vor der Zeitenwende zurück. Die Griechen brachten viele Rebsorten nach Italien und gaben dem für Weinbau geradezu idealen Land den Namen Oinotria Die Römer entwickelten die Rebenzucht weiter und führten die Weinbereitung zur hohen Kunst. Eine Spezialität war das Würzen mit Harz, Honig, Gewürzen und Kräutern um den Wein geschmackvoller und haltbarer zu machen. Es wurde bereits perlender Wein durch Lagern der mit Wein gefüllten Amphoren in kaltem Quellwasser (Gärungs-Unterbrechung) erzeugt. Im ersten Jahrhundert n. Chr. beschäftigte man sich intensiv mit der Rebsorten-Züchtung und versuchte für den jeweiligen Boden die am besten geeignete Sorte zu finden. Viele der heutigen autochthonen Weintrauben stammen von den damals kultivierten antiken Rebsorten ab.
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    Die Weine der Welt - Italien
    Dank seines verlässlichen mediterranen Klimas und seiner mindestens 3000 Jahre bis zu den Etruskern zurückreichenden Weinbautradition ist Italien in der Lage, mit Frankreich um den Platz des grössten Weinproduzenten der Welt zu konkurrieren; als Weinexporteur steht es sogar im allgemeinen an erster Stelle in der Welt. Der italienische Weinexport belief sich im Jahre 1980 auf die unglaubliche Menge von 70'000'000 Hektolitern - ganz zu schweigen von der Vielfalt der Weine: rote und weisse, trockene und süsse, Still- und Schaumweine sowie gespritete Weine werden von den italienischen Weinbauern erzeugt, deren genaue Anzahl niemals festgestellt wurde.
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    Weinanbau in Italien - Geschichte
    Der Wein ist in allen Kulturen und in den Banketten aller Zeitepochen gegenwärtig. Seine Verwendung wird in den Büchern der ältesten Literatur bezeugt, vor allem was die sehr häufig erwähnten, seit jeher berühmten italienischen Weine anbetrifft. Man bedenke nur, dass Italien in der Antike Enotria genannt wurde, also Heimat des Weins, auch wenn Armenien und Mesopotamien die antike Wiege der vitis vinifera sind.
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    Italien - Weine in den Regionen
    Italien zählt zu den klassischen Weinländern. Namen wie Chianti, Valpolicella oder Soave kennt fast jeder und auch Prosecco erfreut sich anhaltender Beliebtheit. In Italien wird mehr Wein als in jedem anderen Land erzeugt. Es gibt eine unglaubliche Vielzahl verschiedener Weinstile, was zum einen an ein paar hundert verschiedenen angebauten Traubensorten liegt, zum anderen aber auch an den verschiedenen klimatischen Bedingungen der einzelnen Anbaugebiete und den vielen verschiedenen traditionellen Weinbereitungsverfahren.
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    La Grappa - Definition, Herstellung, Lagerung und Konsum
    Die Grappa ist ein Tresterbrand und gehört demnach zur Gruppe der Getränke, die durch Destillation einer alkoholhaltigen Substanz gewonnen werden und sich durch einen hohen Alkoholgehalt (mindestens 37,5% äthylalkohol) und einen sehr niedrigen Zuckergehalt (2 %) auszeichnen. Und er ist ausschliesslich italienischer Herkunft: dieses historisch verbriefte Recht ist von der EG definitiv anerkannt und in der neuen Verordnung über Spirituosen festgeschrieben worden. Grappa muss aus der direkten Destillation des Tresters gewonnen werden; das heisst, dass die ausgepressten Weintrauben in einen Destillierkolben gelegt und dann destilliert werden müssen. Es ist es verboten, Grappa aus dem Trester von Zweitweinen, die durch Auslaugen mit Wasser entstanden sind (so wie man es in vielen anderen Ländern macht) und dessen anschliessender Destillation zu gewinnen.
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    Europa - Weinkultur in den Ländern und Regionen
    Die Länderartikel sind in keiner Weise umfassend, wollen sie doch nur eine allererste Einführung in die jeweilige Weinkultur eines Landes geben.
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    Weine aus Italien
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