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Marokko Biographien Houssaine Kili - Musiker |
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Beat de Couscous
El Houssaine Kili ist immer on the road, mit einem inneren Pendel zwischen Erinnerungen aus Marokko und den Tagträumen eines deutschen Musikerlebens. Und wie wir unsere Kraft aus Träumen von Urlaub und besserer Welt beziehen, so schöpft Kili seine Kreativität aus seinem eigenen marokkanischen Background. Mitten in Kassel. Befreundete Musiker aus aller Welt kommen zu Besuch und auch Bekannte aus Marokko sind gern gesehene Gäste - die Taschen voll von Silberschmuck, Gewürzen und bunter Cassetten - alles direkt von den Basaren aus Rabat, Agadir oder Casablanca. Plastiktütchen voller gelbem, roten, braunen Pulver, voller Zimt, Curry, Safran und Harissa werden schell aufgeknotet und tief versinkt die Nase in den Gerüchen der Heimat. Die Augen werden geschlossen und schon verstärken sich die Düfte des Basars, riechen wie die Erinnerungen, die wie bestimmte Popsongs die wildesten Erlebnisse unserer Jugend wiederbeleben. In den Taschen sind auch Cassetten von Bands, die Star-Status in Marokko haben und die hier nie jemand kennen wird - Musik wie von einem anderen Stern, viel zu fremd um hier gehört zu werden. Kili kennt die Musiker teilweise persönlich von Besuchen in Marokko und er beschäftigt sich intensiv mit den traditionellen Musikstilen Marokkos. Die Musik seines heimatlandes ist eine unerschöpfliche quelle der Inspiration für ihn. Er saugt die Rhythmen und Harmonien in sich auf wie Wein von den Hängen des Atlas, und irgendwann tauchen sie in seinen Liedern wieder auf. Dann steppt der Berber auf dem Tisch (Attan) und erklingt die Coverversion eines Hits des marokkanisches Stars Hamid Zahir (Lalla Fatima). Kili macht es für unsere Ohren verständlich. Kili ist wie ein Filter für die reichhaltige Musikkultur eines Landes, das über eine Füllle von Musikstilen verfügt. Neben Gnawa, Rai, Chaabi und Berbersounds sind die Popklassiker der 60er und 70er Jahre Kilis grosse Inspirationsquelle. Damals, als er noch seine Band in Marokko hatte, da haben sie alle Hits von Stevie Wonder, Neil Young, Jimi Hendrix und James Brown nachgespielt. Das war der Sound, den das Publikum liebte, und wenn die grossen Stars schon nicht selber kamen, dann spielte man zumindest ihre Lieder. Kilis marokkanische Popdestille (Kilis moroccon popdestillery) dampft die guten alten Popgrooves ein wie Datteln in der marokkanischen Mittagssonne - und am Ende steht eine Musik, die die Sounds der Seventies und Gnawa und Berbergrooves Marokkos zum Beat de Couscous 2001 werden lässt. Marokko fasziniert sensible Seelen und ist seit Jahrzehnten das Ziel zahlreicher Musiker und Schriftsteller. Paul Bowles hat hier seine Romane geschrieben, Jimi Hendrix hat in Essaouira zum ersten Mal die faszinierende Musik der Gnawas gehört und gerade Essaouira hat sich in den letzten Jahren mit seiner Malerei- und Musikszene zu einem Anziehungspunkt für Reisende aus Europa und den USA entwickelt. Das alljährliche Festival der Stadt verbindet z.B. die Musik der Gnawas mit Capoeira-Rhythmen Brasiliens, Rai-Stars aus Algerien und Drum & Bass Acts aus England. Für das Booklet der aktuellen CD hat der berühmte marokkanische Schriftsteller Mohammed Choukri (Das nackte Brot) einen Begleittext geschrieben. Choukri beschreibt Kili als einen modernen Schamanen, dessen tiefe Religiosität sich im Titel der CD wiederspiegelt. Denn in den Bergen nahe seiner Heimatstadt Agadir liegen kleine Altare und Tempelchen, die Marabouts - ihre goldenen Kuppeln leuchten im Sonnenlicht und im Innern sind sie vom Schein der Kerzen erhellt.. Betritt man die Marabouts kann man ein wenig von der zauberhaften Kraft, ein weng Barraka, in sich aufnehmen. Die Menschen besuchen regelmässig diese Heiligtümer um Kraft zu tanken. Die Marabouts wurden dort aufgestellt, wo Weise und Heilige gelebt, geboren oder gestorben sind. Mütter bringen ihre kleinen Babys dorthin und Barraka ist eines der meistgebrauchten Wörter im Sprachschatz der Marokkaner. Barraka hat nichts mit dem Islam zu tun, Barraka ist Teil der marokkanischen Seele, es ist die göttliche Kraft, die allem innewohnt. Auch Kili schöpt seine Kraft aus diesen Orten. Dort in den Bergen ist er dem Göttlichen ein Stück näher, dort findet er einen Frieden, der ihm sowohl im hektischen Deutschland als auch in den betriebsamen Städten Marokkos fehlt. Bereits mit seiner ersten Solo CD Safran von 1999 konnte Kili das Publikum begeistern. Er spielte im Rahmen der Popkomm 99, auf Festivals wie Rudolstadt und Masala, und gab zahlreiche Konzerte in Deutschland und im europäischen Ausland, die ihn zu einer festen Grösse in der Musikszene werden liessen. Music Contact Links Schlüssel zur Seele der Kultur Der aus Marokko stammende, aber in Deutschland lebende Houssaine Kili ist in vielerlei Hinsicht ein künstlerischer Verwandter der Stars des algerischen Raï und des ägyptischen Shaabi wie Khaled, Rachid Taha, Cheb Mami oder Natacha Atlas. Wie auch die genannten Künstler verbindet Kili traditionelle Musik seiner Heimat, der Berber und der Gnawa, einer vor Jahrhunderten von Schwarzafrika in den Maghreb geflüchteten Volksgruppe, mit westlichen Rhythmen und Stilen. weiter... Mountain to Mohamed Die Musik seines Heimatlandes ist eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration für ihn. Er saugt die Rhythmen und Harmonien in sich auf wie Wein von den Hängen des Atlas, und irgendwann tauchen sie in seinen Liedern wieder auf. Dann steppt der Berber auf dem Tisch (Attan) und erklingt die Coverversion eines Hits des marokkanisches Stars Hamid Zahir (Lalla Fatima). weiter... g26.ch PLATTFORM FÜR KUNST KULTUR UND GESELLSCHAFT pro migratio gayCH Kochen Italien gegen rechts g26.ch |